Posts mit dem Label Luxemburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Luxemburg werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 16. Mai 2024

ESC 2014-2024 (2/45): Luxemburg

 Vor allem aufgrund der geringen Beitragszahl von eins ist Luxemburg in meinem Ranking der ESC-Länder auf dem 44., also vorletzten Platz gelandet. Deshalb ist es schon im zweiten Teil dieser Serie dran. Entsprechend einseitig fällt auch der Steckbrief aus:

Platzierung als Nation in meinen Rankings: 44. (34./45./44.)

Beste Platzierung in meinen Jahresrankings: 23. 2024

Niedrigste Platzierung in meinen Jahresrankings: 23. 2024

Teilnahmen 2014-2024: 1

Bestes Ergebnis beim ESC: 13. mit 103 Punkten 2024

Niedrigstes Ergebnis beim ESC: 13. mit 103 Punkten 2024

Herzlich Willkommen zurück, Luxemburg! Nach 31 Jahren Abwesenheit, freue ich mich dass wir unser Nachbarland mit so schöner Sprache wieder beim ESC dabei haben. Den Einstieg hat Luxemburg mit "Fighter" gemacht, was ich für einen soliden Beitrag halte, der ein richtig starkes Ergebnis eingefahren hat. Wir haben schon häufiger erlebt dass Länder die neu dabei sind, oder nach langer Pause zurückkehren, zunächst ein paar Probleme haben, in den Wettbewerb reinzukommen. Der luxemburgische Sender RTL hat aber alles dafür getan um das zu verhindern. Zwar habe ich in manchen anderen Beiträgen des Vorentscheids Großes gesehen und finde dessen Ausgang immernoch etwas schade, aber der Einstand mit "Fighter" und Tali kann sich wirklich sehen lassen und ich bin sehr gespannt was Luxemburg uns in den nächsten Jahren präsentieren wird. Die Teilnahme für 2025 wurde bereits bestätigt. Luxemburg ist eine schöne Bereicherung, auch für den modernen ESC!

Mein Ranking der luxemburgischen Beiträge 2014-2024:



Mittwoch, 15. Mai 2024

Meine Top 45 ESC-Nationen 2014 - 2024

Bis zuletzt war ich mit den Feierlichkeiten zum Sieg der Schweiz beschäftigt, weshalb es einige Zeit dauerte, bis ich mein Ranking für den diesjährigen ESC fertigstellen konnte. Damit im Gepäck, konnte ich die untenstehenden Statistiken berechnen, welches Land seit meinem Hardcore ESC-Fan-Dasein seit 2014 wie sehr in meiner Gunst stand. Dies ist der zweite Blog-Beitrag einer Serie. Im ersten Teil findest du weitere Erklärungen dazu.

Zum Verständnis: Das Pandemie-Jahr 2020 habe ich hierfür rausgelassen. Das gilt auch für die darauf folgende Serie, in der ich jeden Tag die Beiträge eines Landes aus meiner heutigen Sicht bewerte und mein Empfinden zu dem jeweiligen ESC-Land kundtue. Die Beiträge des abgesagten Jahrgangs sind nie auf der ESC-Bühne präsentiert wurden. Der EuroVISION Song Contest ist nicht nur ein Musikwettbewerb, sondern auch die größte TeleVISION-SHOW der Welt. Der Auftritt an sich und wie er bei den Zuschauenden vor dem Bildschirm ankommt, ist ein wesentlicher Bestandteil der Beiträge. Alleine schon deshalb, sind die Beiträge von 2020 für mich - nicht abstrichfrei - mit anderen vergleichbar. Außerdem erinnere ich mich nicht gerne an die Pandemie Zeit zurück und schließlich möchte ich an der ganzen Geschichte auch Spaß haben. Der Beitrag der Niederlande dieses Jahr wurde auf der ESC-Bühne in einer Live TV-Show mit Voting aufgeführt und ist deshalb (trotz seiner umstrittenen Disqualifikation zwischen Halbfinale und Finale) Teil dieser 398 Beiträge der zehn wertbaren Jahre von 2014 bis 2024. Ich warne schon einmal vor, dass Länder mit insgesamt starken Ergebnissen, bei mir persönlich teilweise nicht so gut ankommen. Dafür treffen manche Länder, die beim ESC eher als Daueraußenseiter gelten, häufig voll meinen Nerv.

Um anhand von nackten Zahlen ausfindig zu machen, welches Land ich über diese zehn ESC-Ausgaben hinweg wie sehr mag, habe ich drei verschiedene Berechnungsmethoden zur Hand genommen, und diese schließlich zusammengefügt.

Die simpelste Form nach der Frage wie gut ich die Beiträge der Länder in ihrer Gesamtheit finde, ist es, ihre Durchschnittsplatzierung in meinem Ranking auszurechnen, das ich jeweils ("direkt") nach dem Finale sorgfältig erstellt habe. Allerdings ist dieses Verfahren nicht ganz fair und aussagekräftig, weshalb es nur eine von drei Komponenten meiner Berechnung ausmacht. Für alle Tabellen gilt übrigens, dass bei Punkt- und Zahlengleichheit die beste Einzelplatzierung als Stichwert für die Platzierung ausschlaggebend war. Hier das Ergebnis der Durchschnittsplatzierungen der einzelnen Länder in meinen Ranglisten von 2014-2024:


Demnach ist Australien mein Lieblingsland beim ESC und das könnte auch meinem subjektiven Empfinden nach so sein. Aktuell bin ich nicht ganz auf ein Lieblings-ESC-Land festgelegt. In der Vergangenheit waren das phasenweise Slowenien (4. in dieser Statistik), Lettland (5.) und Bulgarien (3.).

Das eigene Land berwertet man üblicherweise besser, als wenn es nicht das eigene Land wäre. So hat Deutschland nur selten Platzierungen ganz weit unten, was zu einer vergleichsweise guten Durchschnittsplatzierung von 17,7 führt. In dieser Liste bringt das Platz 14 ein. Es ist "nur" Platz 14, da die deutschen Beiträge seit 2014 bekanntermaßen nicht gerade die beste Ära einer Nation beim ESC bilden. Dennoch mag ich die deutschen Beiträge in der Regel. Lediglich reicht es in meinen Rankings nicht für ganz vorne.

Ganz hinten im Tableau befindet sich Italien. Das überrascht vielleicht andere, mich aber überhaupt nicht. Italien empfinde ich persönlich subjektiv als das schwächste ESC-Land (der letzten zehn Jahre). Fast jedes Jahr kann ich mit dem italienischen Beitrag nur wenig anfangen. Der Durchschnitt von Platz 31 entspricht auch meinem Empfinden der italienischen Beiträge. Das bedeutet natürlich dass Italien oft noch weit niedriger als Platz 31 gerankt ist. Die meiste Musik des San Remo Festivals ist einfach nicht "My Cup of Tea" wie der Brite es sagt. In den meisten Jahren gibt es zwar ein bis drei Beiträge die mir wirklich gefallen, diese gewinnen dann aber nicht. Lediglich in einem Jahr hat mich der italienische Song sehr berührt. Ich höre ihn immernoch gerne, allerdings nicht den Live Auftritt im ESC-Finale. Mehr dazu, wenn ich in dieser Serie über Italien schreibe.

Zypern befindet sich in dieser Wertung direkt über Italien. Auch hier gilt das Prinzip "not my Cup of Tea". Zypern scheint sich darauf festgelegt zu haben jedes Jahr einen Girlbop zum ESC zu schicken. Damit ist es schwierig mich zu überzeugen. Aber auch hierzu mehr im Serienbeitrag von Zypern.

Dass Estland so weit unten gelandet ist, überrascht mich ein klein wenig. Es gab zwar eine lange Phase in der ich alle Beiträge aus Estland schwach fand, doch manchmal waren estnische Beiträge bei mir ganz vorne dabei. Im Durchschnitt ist es trotzdem der drittletzte Platz.

Ein großes Problem dieser Berechnungsmethode wird schon ganz oben in der Liste deutlich. Bosnien-Herzegowina war seit 2014 nur ein mal beim ESC dabei. Der Beitrag hat in meinem Ranking schließlich Platz zehn belegt. Damit hat das Land eine Durchschnittsplatzierung von genau zehn (wie auch Australien mit seinen neun Teilnahmen). Ich würde aber keinesfalls sagen dass Bosnien-Herzegowina in diesem Zeitraum mein Lieblings oder Zweitlieblings-ESC-Land ist. Schließlich gibt es nur einen Beitrag aus diesem Land den ich mag, und dieser ist zwar knapp in meine Top 10 gekommen, aber doch weit von einem Sieg entfernt gewesen. Länder die weniger Teilnahmen haben, tendieren aus rein mathematischen Gründen zu einer extremeren (also hohen oder niedrigen) Durchschnittsplatzierung, als das bei Ländern der Fall ist, die immer dabei sind. Deshalb ist diese Berechnungsmethode allein, aus meiner Sicht, nicht geeignet um die Performance von ESC-Ländern über einen längeren Zeitraum hinweg zu bewerten und zu ranken.

Außerdem sehe ich beim Wettbewerb ESC ein Stück weit das Leistungsprinzip, ähnlich wie im Sport. Wer ein bisschen Leistung erbracht hat, die für den vorletzten, oder auch nur letzten Platz gereicht hat, hat mehr Leistung erbracht als diejenigen, die gar nicht teilgenommen, also gar keine Leistung erbracht haben. Deshalb habe ich ein zweites Ranking mit Durchschnittsplatzierungen berechnet. Dabei hat jedes Land für die Jahre, in denen es nicht teilgenommen hat, als Platzierung einen Platz schlechter als den letzten Platz erhalten. Ein Beispiel: Im Jahr 2014 waren 37 Länder dabei. Das heißt alle Länder dieser 45, die in dem Jahr nicht dabei waren, haben für das entsprechende Jahr die Platzierung 38 als Grundlage zur Berechnung der Durchschnittsplatzierung erhalten. Das ist natürlich auch nicht ganz fair, deshalb wird dieses Ergebnis noch mit den anderen kombiniert. Schauen wir aber zuerst auf dieses zweite Ergebnis von Durchschnittsplatzierungen mit der Berücksichtigung von Nicht-Teilnahmen:


Nach dieser Berechnung sind meine üblichen Verdächtigen Slowenien und Lettland auf Platz eins und zwei. An die beiden habe ich jedes Jahr sehr große Erwartungen und werde nur manchmal enttäuscht. Den dritten Platz macht die Schweiz, was mich ein bisschen überrascht. Zwar empfinde ich die Schweiz subjektiv als überdurchschnittlich starkes Land, aber eigentlich nicht als so gut, dass ich überlegen würde, es auf Platz drei zu ranken. Beim genaueren Hinsehen auf die nackten Zahlen fällt mir aber auf, dass die Schweiz es in sechs der zehn Jahre in meine Top 10 geschafft hat. In der Mehrheit der Jahre fiebere ich also sehr mit den schweizer Beiträgen mit. Deutschland erreicht als Dauerteilnehmer ohne ganz schlechte Ausreißerplatzierungen hier Platz 10.

Ganz unten stehen Luxemburg und Bosnien-Herzegowina, welche nur ein mal in den zehn Jahren dabei waren. Selbst wenn sie mit ihrer Teilnahme meine Sieger gewesen wären, können sie damit nicht gegen diejenigen ankommen, die regelmäßig teilnehmen. Bei nur einem Beitrag sind beides aber auch nicht Länder die mir früh in den Sinn kommen, wenn ich an meine Lieblings-ESC-Nationen denke. Belarus hat in diesem Zeitraum sechs mal teilgenommen und dabei etwas unterdurchschnittliche Platzierungen bei mir erreicht. Von einem Sieg war Belarus bei mir jedes Jahr weit entfernt.

Emotional machen die eigenen ESC-Lieblingsnationen vor allem aus, dass es Beiträge aus diesen Ländern gibt, die man abgöttisch liebt und für die man besonders stark in den einzelnen Jahren mitgefiebert hat. Dabei gilt auch dass ein persönlicher Siegersong, oder zweiter bzw. dritter Platz eine viel stärkere Emotionalität erzeugt, als beispielsweise eine untere Top 10 Platzierung. Ob ein Song bei einem selbst Platz 15 oder Platz 35 erreicht hat, macht in der langfristigen emotionalen Bindung zu diesem ESC-Land kaum einen Unterschied. Deshalb habe ich eine dritte Methode zur mathematischen Berechnung der Emotionalität verwendet. Hierbei habe ich ganz simpel jedes Jahr an meine persönlichen Top 10 von nach den Shows Punkte von 1 bis 12 im ESC-Stil vergeben. Das Land das 2014 meinen Sieger stellte, erhält dafür also 12 Punkte. Das Land meines zweiten Platzes 10 Punkte u.s.w. Das gleiche erfolgt mit 2015, 2016 u.s.w. Mit dieser Methode wirkt sich eine Nicht-Teilnahme nicht allzu stark aus, wie bei der letzten Tabelle, da die große Mehrheit der Länder im einzelnen Jahr alle keine Punkte bekommen, egal ob sie auf Platz 11 gelandet sind, oder gar nicht teilgenommen haben. Hier ist das Ergebnis dieser Punktevergabe:


An der Spitze sind die einzelnen Länder ganz eng beeinander. Knapp geht der erste Platz an Australien. Punktgleich dahinter ist (zu meiner Überraschung) die Schweiz. Wer jedoch fast Dauergast in den Top 10 ist, sammelt hier natürlich ordentlich Punkte ein. Mit nur einem Punkt weniger steht Bulgarien auf Platz drei. Das Land hat zwar nur in fünf von zehn Jahren teilgenommen, dabei aber beeindruckende drei Mal(!) meinen persönlichen Sieger gestellt. Man kann sich vorstellen wie traurig ich bin, dass Bulgarien derzeit nicht beim ESC dabei ist. Obwohl ich mein eigenes Land Deutschland unvermeidbar besser bewerte, erhält es in dieser Wertung nur drei Punkte und den 38. Platz. ESC-Fan aus Deutschland zu sein ist das Jahrzehnt 2014-2024 etwas deprimierend...

Belarus und Bosnien-Herzegowina haben mit einem einmaligen zehnten Platz gerade so einen Punkt erhalten. Kroatien, Dänemark, Luxemburg und Zypern waren in zehn Jahren nicht ein einziges Mal in meiner persönlichen Top 10. Kroatien und Dänemark waren mit Platz 12 immerhin nah dran. Dennoch stehe ich entsprechend eher emotionslos diesen Ländern gegenüber. Luxemburg war nur ein mal dabei und ist mit Platz 23 im Mittelfeld gelandet. Zypern hat bei seinen zehn Teilnahmen als beste Platzierung nur die #24 geschafft. Es gab seit meinem Hardcore-ESC-Fan-Dasein noch nie einen Beitrag aus Zypern mit dem ich so richtig mitgefiebert habe. Zypern ist mir ausnahmslos(!) jedes Jahr mehr oder weniger egal.

Zusammengefügt ergeben diese drei Wertungen das ultimative Endergebnis meiner Top 45 ESC-Länder der letzten 10 Jahre:


Zahlen lügen nicht und die Zahlen sagen dass Australien mein ESC-Lieblingsland ist. Herzlichen Glückwunsch an Australien und alle australischen Fans! Mit diesem ersten Platz bin ich sehr zufrieden und einverstanden. Slowenien und Lettland haben über die Zeit ein klein wenig an Appeal für mich verloren. Bulgarien ist auf lange Sicht einfach zu selten dabei, als dass es meine Nummer eins sei. Ohne nachzudenken hätte ich vermutlich geantwortet dass ich Slowenien derzeit am ehesten als mein Favoritenland sehen würde. Deshalb passt der zweite Platz hier sehr gut. Der überraschende dritte Platz mit beeindruckend vielen Top 10 Platzierungen und neulichst auch einem persönlichen Siegerbeitrag ist die Schweiz. Für Lettland gibt es nur den vierten Platz. Eine dicke Überraschung ist für mich Israel auf Platz fünf. Subjektiv, ohne Nachdenken, hätte ich das Land als durchschnittlich, vielleicht leicht überdurchschnittlich bezeichnet. Mit Litauen auf Platz sechs bin ich auch glücklich. Frankreich hat den Bonus dass ich den Klang der französischen Sprache Liebe. Albanien schickt mit seinen Powerballaden ein Genre zum ESC auf das ich gerne anspringe. Der neunte Platz von Bulgarien, das immerhin drei der zehn Sieger stellt, enttäuscht, ist aber den wenigen Teilnahmen zu Schulden. Ungarn war in einem drei-Jahres-Streak fantastisch. Drei Jahre reichen insgesamt aber gerechtfertigter Weise nur für Platz 10. San Marino sehe ich als einen meiner Lieblinge und hätte ich mir gerne rund um Platz 5 gewünscht. Die Jahre in denen ich ihren Beitrag nicht mochte verdränge ich leicht. So ist es dann doch nur Platz 11.

Deutschland landet mit Platz 20 in der Mitte. Das passt soweit. Mich überrascht dass Portugal nur auf Platz 32 steht. Ganz unten befindet sich zu meiner Überraschung nicht Italien, sondern Zypern, dem ich gänzlich leidenschaftslos begegne. Italien wurde dann doch von seinem einen Top Beitrag gerettet. Luxemburg hat mit einer Teilnahme, die insgesamt okay war, über die zehn Jahre hinweg zu wenig geboten und ist verständlicher Weise auf dem vorletzten Platz. Ich freue mich aber sehr, dass Luxemburg wieder dabei ist und bin gespannt auf die nächsten Jahre. Belarus hat in den zehn Jahren zu selten Freudensprünge bei mir ausgelöst, um andere Nationen hinter sich zu lassen.

Nun folgt täglich ein Blog-Beitrag zu jedem der 45 Länder. Darin enthalten ist u.a. mein persönliches Ranking der bis zu zehn Beiträge des Landes, wie ich sie Heute bewerte. Teilweise hat sich an meinen damaligen Bewertungen einiger Beiträge viel geändert. Garniert wird das Ganze von einer Einschätzung zu dem jeweiligen Land in den letzten zehn Jahren. Die Beiträge starten mit dem letzten Platz Zypern und gehen dann hoch bis Platz 1 Australien.

Freitag, 4. Januar 2019

Summer Summary 2018 Teil 5

In diesem Teil geht's um den Monat mit den wenigsten ESC News, dem Juli:

01.07. Die EBU hat sich dazu entschieden ein Aufnahmeverfahren vom kosovarischen Rundfunk RTK zu starten. So nah war der Kosovo einer ESC-Teilnahme noch nie! Im Dezember folgt eine weitere, endgültige Abstimmung über die Vollmitgliedschaft. Dabei reicht eine absolute Mehrheit der Mitgliedsländer, allerdings gibt es viele Staaten die Kosovo als eigenen Staat nicht anerkennen, wie Diese im Dezember abstimmen werden ist unklar.

12.07. Das zweite Jahr in Folge hat Ralph Siegel Bosnien-Herzegowina das Angebot gemacht die Teilnahme am ESC zu bezahlen, wenn er den Song schreiben und Interpreten auswählen darf. Es sollte Hanka Paldum werden. Das zweite Jahr in Folge ist es auch in dem BHRT dieses Angebot ablehnt. Zumal hat die EBU das Land für 2019 sperren müssen. Mal schauen was sich Siegel noch so alles ausdenkt um am ESC teilnehmen zu können. Die 30 Teilnahmen bekommt er bestimmt noch voll.

13.07. RTBF bestätigt die Teilnahme am 64. Eurovision Song Contest 2019! Belgien ist das 13. Land.

13.07. ESCxtra hat bei der EBU nachgefragt wie es mit dem Eurovision Asia Song Contest aussieht. Daraufhin heißt es dass die Partner nicht so mitmachen wie man sich das vorgestellt hatte. Es steht also wieder mal in den Sternen über dem asiatischen Kontinent ob und wann Asien seine ESC-Adaption bekommt.

17.07. Die vielleicht wichtigste und entscheidende Person in der Geschichte Australiens beim Eurovision Song Contest, Michael Ebeid, verlässt seinen Posten als Generaldirektor. Ohne ihn hätte SBS vielleicht nie am ESC teilnehmen können.

18.07. Insgesamt bleibt man in der ARD seinem Konzept treu, dennoch ließ man verlauten dass die Anzahl der Beiträge in der Liveshow auf acht bis zehn erhöht werden könnten, allerdings nur wenn es dadurch keinerlei Qualitätsverlust gibt.

19.07. Die schweizer Rundfunkanstalten müssen 2019 Geld einsparen. Deshalb hat man sich (wie fast jedes Jahr) ein neues Vorentscheidungskonzept, ohne Liveshow, überlegt: Zwei verschiedene Jurys wählen mit jeweils 50% Stimmgewicht den Vertreter aus. Eine internationale Jury, aus 20 Musikexperten und eine nationale Jury, mit insgesamt 100 Mitgliedern, bestehend aus Fans und Musikexperten haben die Stimmgewalt inne. Die Bewerbungsphase geht vom 1. September bis 1. Oktober. Im Regelwerk ermutigt man die Künstler Songs einzureichen, die Themen zum aktuellen Weltgeschehen aufgreifen, oder durch ihren Inhalt eine emotionale Reaktion oder Wiedererkennung beim ESC Zuschauer hervorrufen. Dann wissen wir ja in welche Richtung der Beitrag der Schweiz gehen wird.

21.07. Zum 26. Mal in Folge erteilt RTL dem ESC eine Absage, einerseits glaubt Luxemburg Heute keinen Erfolg mehr im Wettbewerb haben zu können, andererseits wird behauptet dass nicht genügend Geld in der Kasse sei. Schwer vorstellbar bei einem der reichsten Länder der Welt.

24.07. Die Bewerbungsphase für die Städte um die Austragung ist beendet. Am Ende haben die vielen kleineren Städte ihre Bewerbungen doch alle zurückgezogen. Tel Aviv wurde dazu überredet sich doch zu bewerben. Die Bewerber sind also Jerusalem mit der Pais Arena (11.000 Zuschauer) und Tel Aviv mit dem Tel Aviv Convention Centre. Derweil erinnert die EBU den Staat Israel daran dass noch bis zum 1. August 12 Millionen Euro als Kaution überwiesen werden müssen, um den ESC austragen zu dürfen. Diese Regel wurde nach den Schwierigkeiten mit Kiew 2017 eingeführt.

25.07. Das San Remo Festival ändert seine Regeln. Vor allem wird die Nachwuchskategorie gestrichen. Für den aus ESC-Sicht relevanten Teil des Festivals ändert sich nur die Qualifikation. Zwei der Startplätze werden nun in einem neuen Festival für Interpreten unter 36 Jahren vergeben, das im Dezember stattfinden soll.

26.07. Australien und Europa zeigten sich auf Twitter schockiert als Lee Lin Chin ihre Karriere in der Öffentlichkeit beendete. Eine Liste was sie alles war wäre zu lang um sie hier aufzuführen. In erster Linie Nachrichtensprecherin bei SBS aber auch Spokesperson für den ESC, die größte Modeikone die die Welt jemals gesehen hat und für viele Menschen eine Inspiration sein Leben so zu führen wie man selbst es für richtig hält. Einfach sein Ding durchzuziehen und nicht darauf zu hören was andere machen. Weiterhin rätselt die Welt darüber wie alt sie ist. 1968 begann sie im Fernsehen und Radio zu arbeiten. Mit einem unbekannt hohen Alter gab die Welt ihr einen würdigen Abschied bei dem unzählig viele Menschen ihr ihren Dank aussprachen.

26.07. Ebenfalls traurige Nachrichten gibt es aus Liechtenstein. Das lange Jahre geplante Debut zum 300. Geburtstag des Landes fällt ins Wasser. Im Februar starb Peter Kölbel, der bei 1FL TV um die ESC-Teilnahme kämpfte. Nun gibt der Sender bekannt dass in den nächsten zwei Jahren kein Einstieg in die EBU absehbar sei.

27.07. Lettland bestätigt seine Teilnahme am EWSC 2019! Auch LTV wird in Israel dabei sein.

Das sind die wichtigen Meldungen aus dem Juli. Im nächsten Post folgt der August, vielleicht wird der Monat in zwei Teile aufgeteilt.

Dienstag, 30. Mai 2017

Luxemburg sagt ab und kritische Anspielung auf San Marino

Da hat das Luxemburgische Fernsehen RTL wohl "copy and paste" betrieben. Fast auf`s Wort genau identisch ist die Begründung, dass Luxemburg die Einladung zum 63. Eurovision Song Contest 2018, am 22. Mai, abgelehnt hat. Die Mühe einen kleinen Anhang zu formulieren, hat man sich trotzdem gemacht und der hat es in sich!

Dort heißt es unter anderem "Durch die Vergrößerung der Eurovision sind die siegreichen Tage vorbei. Mit dem neuen Wertungssystem ist es sehr unwahrscheinlich, dass Luxemburg Erfolg haben wird. Kleine Länder haben jetzt mehr Probleme damit." Wer in den letzten Monaten und Jahren die ESC-Welt nicht verfolgt hat, wird sich darum nicht groß scheren, wer aber weiß, wie die EBU mit San Marino in letzter Zeit umgegangen ist, wird wissen, dass Luxemburg hiermit dieses Verhalten auf das Schwerste kritisiert.

San Marino ist der einzige europäische Kleinstaat, der noch im Wettbewerb verblieben ist. Alle anderen haben die Schnauze gestrichen voll, oder (im Falle der Vatikanstadt, ) keine Interesse, oder (Im Falle Liechtensteins) aufgrund blöden bürokratischen Umständen nicht die Möglichkeit teilzunehmen. Dies kann sich schon bald ändern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass San Marino, unter diesen Umständen noch einmal teilnimmt.

Besonders die Betonung auf das neue Wertungssystem und der Satz "Kleine Länder haben jetzt mehr Probleme damit", macht auf das aufmerksam, was die San Marinesische Rundfunkanstalt SMRTV am meisten unzufrieden macht. San Marino hat kein eigenes Telefonnetz. Deswegen können für San Marino keine Punkte aus dem Televoting vergeben werden. Bis 2015 war dies kein Problem, da die Regel bestand, dass wenn kein Televotingergebnis in einem Land zustande kommt (wozu es auch in anderen Ländern aufgrund von technischen Problemen kam), einfach das Juryvoting nicht 50, sondern 100% des Landesvotings ausmacht. Durch das neue Votingsystem, sind Jury- und Televoting getrennt. Die EBU ist nicht auf die Idee gekommen, in solchen Fällen die Jurypunkte auch als Televotingpunkte zu zählen, sondern einen Durchschnitt der Televotings, aus vorher festgelegten Ländern, an Stelle des nicht vorhandenen Televotings zu setzen.

Jedes Jahr werden diese Länder neu bestimmt. Beim ersten mal (2016) war auch Deutschland darunter. Die Auswahl dieser Länder scheint ein wenig willkürlich und hat absolut nichts mit dem Geschmack San Marinos zu tun. San Marino findet dass ihnen das demokratische Votingrecht damit bewusst entzogen wurde und sie beim Eurovision Song Contest nicht erwünscht sind. Sämtliche Vorschläge für ein Ersatzvoting, das stellvertretend für das San Marinesische Televoting zählt, wurden, für uns außenstehende Beobachter völlig unverständlich, abgelehnt.

Das ist nur eine von vielen negativen Geschichten von und über San Marino in der EBU und beim ESC. Die EBU beteuert immer wieder glaubwürdig, dass sie sich auch in Zukunft eine dauerhafte Zusammenarbeit mit San Marino beim ESC wünschen. Trotzdem fühlt sich San Marino, verständlicherweise, ungerecht behandelt. Des weiteren hat San Marino immer wieder Probleme einen Sänger zu finden, was hauptgründlich an der geringen Einwohnerzahl und den eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten liegt. Viele Interpreten hätten das Angebot gerne angenommen, sind aber nicht dafür bereit 500.000€ investieren zu müssen. Das diesjährige Ergebnis, was als schlechtestes aller Beiträge, aller Länder, angesehen werden kann, wird die Ausstiegsbewegungen in San Marino bestärken.

Luxemburg nahm das letzte mal 1993 teil und belegte damals den 20. von 25 Plätzen., mit 11 Punkten. Entsprechend ist die Absage wenig überraschend, doch trotzdem schade. Bis heute verbleibt das kleine Nachbarland Deutschlands auf dem 5. Platz der ewigen Liste. Es war, zusammen mit Irland, Großbritannien und Nordirland und Frankreich, eins der vier Länder, die den Eurovision Song Contest über Jahrzehnte hinweg dominiert hat. Sie hatten fast immer ein gutes Händchen dafür, den richtigen Star anzuheuern und einen starken Beitrag zu liefern. Nur wenige Interpreten stammten tatsächlich aus Luxemburg. Fünf mal haben sie den Wettbewerb für sich entscheiden können. Öfter haben das nur noch Schweden (6 mal) und Irland (7 mal) geschafft. Ein großes ESC-Land, das mit der Modernisierung in den 90er Jahren nicht klar kam.