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Mittwoch, 17. Oktober 2018

Evening Session Tag 6 - Leichtathletik EM 2018

In der abschließenden Session der Leichtathletik Europameisterschaften 2018 in Berlin ging es noch mal so richtig rund!

Die erste Entscheidung die fiel war im 1.500 Meter Lauf der Damen. Topfavoritin war Laura Muir (Großbritannien), die als einzige im Feld dieses Jahr schon unter vier Minuten lief - sogar deutlich. Das lag aber nur daran dass Sifan Hassan (Niederlande) nur über die 5.000 Meter an den Start ging. Die Britin gewann auch, vor Sofia Ennaoui aus Polen und Laura Weightman, die sich mit der Siegerin nicht nur einen Vornamen, sondern auch die Nationalität teilt. Die Titelverteidigerin Angelika Cichocka aus Polen kam nur als Letzte, also #12., ins Ziel. Die Deutschen Caterina Granz und Diana Sujew schieden als #18. und #19. im Halbfinale aus.

Danach ging es über 5.000 Meter der Damen. Diese gewann souverän die Topfavoritin Sifan Hassan aus Äthiopien. 2008 wanderte sie in die Niederlande aus. Seit 2013 darf sie für Diese starten. Sie lief mit 14 Minuten, 46,12 Sekunden die schnellste jemals gelaufene Zeit bei einer Europameisterschaft! Dieses Jahr wurden die 5.000 Meter von einer Europäerin nur ein mal schneller gelaufen, und zwar von ihr selbst in 14:22,34. Eilish McColgan aus Großbritannien und Nordirland gewann Silber. Die Kenianerin Yasemin Can (vor ihrer Einbürgerung Vivian Jemutai) wurde von der Türkei eingekauft. Sie gewann als Titelverteidigerin Bronze. Konstanze Klosterhalfen ist diejenige die am meisten darunter leidet. Die Deutsche bekommt so nur Platz #4 und keine Medaille. Denise Krebs kam auf Platz #14. Hanna Klein gab das Rennen vorzeitig auf (Platz #17).

Lonah Chemtai Salpeter, die bereits über 10.000 Meter Europameisterin wurde, dachte eine Runde vor Schluss dass es schon das Ziel sei und bejubelte hinter Sifan Hassan ihre geglaubte Silbermedaille. Etwa zwei Sekunden später bemerkte sie dass noch eine Runde zu laufen ist. Danach wieder zurück in den Rhythmus zu kommen ist sehr schwer, so wurde sie nur #4.. Dieses Ganze Drama war aber alles eigentlich um nichts. Kurz vor Ende der Evening Session wurde sie nachträglich disqualifiziert, da sie in der ersten Kurve einige Zentimeter zu früh auf die Innenbahn wechselte, und somit nach Regelwerk eine "Abkürzung" genommen hat. Salpeter stammt zwar ursprünglich aus Kenia, ist aber anders als Yasemin Can nicht eingekauft wurden, sondern "echte" Israeli.

Anschließend ging das Hammerwerfen der Damen zu Ende. Anita Wlodarczyk aus Polen wurde ihrer haushohen Favoritenrolle gerecht und warf mit 78,94 Metern so den Hammer so weit wie noch nie eine Frau bei einer Europameisterschaft! Damit wurde sie zum vierten mal in Folge Europameisterin! Insgesamt wirkte das Hammerwurf Finale wie die polnische Meisterschaft mit internationaler Beteiligung. Lediglich Alexandra Tavernier aus Frankreich gelang es, durch einen neuen französischen Rekord, den Clean Sweap von Polen zu verhindern. Bronze gewann Joanna Fiodorow, die überraschender Weise Wlodarczyk vor kurzem bei der polnischen Meisterschaft schlug. Natürlich wurde der #4. Platz auch von einer Polin, Malwina Kopron, besetzt. Dürften mehr als drei Werferinnen pro Nation starten hätten wir womöglich ein Finale mit 12 Polinnen... Na gut, so stark beherrscht Polen diese Disziplin nun auch wieder nicht.

Kathrin Klaas absolvierte den letzten Wettkampf ihrer Karriere. Unter Tränen und mit einem Lächeln auf den Lippen wurde sie zum Abschluss #7. bei der EM im eigenen Land. Betty Heidler (Silber bei letzter EM) schaute erstmals nur zu, sie teilte bei dieser EM die Wasserflaschen für die Läufer, am Ziel, nach ihren Rennen, aus. Auch Heike Drechsler (u.a. zweifache Olympiasiegerin, zweifache Weltmeisterin, fünffache Europameisterin) half bei diesen Europameisterschaften in Berlin. Sie sorgte als Kampfrichterin dafür dass die Sprunggruben nach jedem Sprung immer einwandfrei gehakt worden sind. Es ist schön zu sehen wie sich ehemalige Athleten engagieren um Wettkämpfe für diejenigen zu ermöglichen die sie als Vorbilder haben.

Die Punkte für den siebten Unterbereich des Hammerwurfs:
1. Polen 70
2. Weißrussland 17
3. Ungarn 15
4. Frankreich 14
5. Moldawien 12
6. Aserbaidschan 8
6. Großbritannien und Nordirland 8
6. Norwegen 8
6. Ukraine 8
10. Deutschland 6
11. Griechenland 4
11. Russland 4
13. Serbien 2

Es ist wirklich beeindruckend, fast schon beängstigend wie sehr Polen den Hammerwurf beherrscht. Unsere Nachbarn haben kaum noch Punkte für die anderen Nationen übrig gelassen. Deutschland hat mit dem Hammerwurf inzwischen sogar einen Problembereich der Leichtathletik. Der #10. Platz liegt weit unter dem was Deutschland in den anderen Wurfdisziplinen erreicht. Es ist aber auch schwer zu sagen woran es liegt dass der Hammerwurf in den letzten Jahren bei Deutschland immer weiter abgesunken ist.

Über 3.000 Meter Hindernis gab es vier große Favoritinnen. Karoline Bjerkeli Gövdal aus Norwegen hält die Europajahresbestleistung. Luiza Gega aus Albanien hat eine kaum weniger sensationelle Saisonbestleistung. Der Norwegerin gelang es immerhin die Bronzemedaille zu gewinnen. Die Albanierin landete sehr knapp dahinter auf Platz. #4. dahinter gab es eine große Lücke, doch direkt davor lieferten sich die anderen beiden Favoritinnen einen packenden Fight auf der Zielgeraden; Fabienne Schlumpf aus der Schweiz hatte die konstantesten Leistungen während der Saison. Gesa-Felicitas Krause, die meiner Meinung nach eigentlich das Gesicht der deutschen Leichtathletik sein sollte, eine schwache Saison, in der kein Rennen auch nur ansatzweise gut lief. Trotzdem war sie unberechenbar und immerhin Titelverteidigerin. Sie schaffte es tatsächlich alle, auch Schlumpf, hinter sich zu lassen und verteidigte ihren EM-Titel von Amsterdam in Berlin! Auf dieses Rennen habe ich mich bei der ganzen EM am meisten gefreut. Es war sehr ungewiss ob sie endlich die richtigen Entscheidungen über die Trainingsmethoden fiel und hier überhaupt vorne mitlaufen konnte. Sie hat das Drama von London 2017 aber überwinden können und sich diesen EM-Titel hart erarbeitet. Ich bin unsagbar glücklich darüber dass sie es geschafft hat und voller Hoffnungen für die Olympischen Spiele in Tokyo. Wie wäre es wenn sie in zwei Jahren gegen alle Afrikanerinnen gewinnen könnte und als gebürtige Deutsche Läuferin Gold gewinnt?! Wir dürfen weiter von diesem Traum träumen. Elena Burkard, eine der Mitfavoritinnen wurde #6.. Jana Sussmann schied im Halbfinale als #18. aus, Antje Möldner-Schmidt wurde #27.

Das ist das Ende der Meisterschaften der Mittelstreckenläufe. Wir schauen auf die Punkte die die einzelnen Länder in diesem achten Unterbereich gesammelt haben:

1. Großbritannien und Nordirland 126
2. Polen 81
3. Norwegen 77
4. Frankreich 71
5. Spanien 41
6. Deutschland 40
7. Schweden 32
8. Niederlande 30
8. Ukraine 30
10. Schweiz 27
11. Italien 25
12. Türkei 18
13. Tschechien 16
14. Dänemark 13
15. Albanien 9
15. Irland 9
17. Belgien 8
17. Israel 8
19. Litauen 7
19. Portugal 7
21. Rumänien 6
21. Russland 6
23. Finnland 5
23. Weißrussland 5
25. Estland 4
26. Slowenien 2
27. Luxemburg 1

Deutschland ist in den letzten Jahren in der Mittelstrecke auf ein völlig neues Niveau vorgedrungen. Das reicht sogar um in dieser Wertung bei der EM den #6. Platz zu erreichen! Auf diese tollen Leistungen sollten wir weiter aufbauen, damit wir sie nicht mehr verlieren und die Leichtathletik-Team-EM weiterhin fest in unserer Hand halten können. Außerdem haben wir inzwischen nicht nur auf europäischer, sondern auch auf weltweiter Ebene gute Möglichkeiten Medaillen zu gewinnen. Hier darf die Förderung nicht nachlassen!

Im Dreisprung der Herren gab es wieder einen deutschen Titelverteidiger. Leider konnte Max Heß im Halbfinale aber nicht seine eigentlichen Leistungen abrufen. Mit 16 Metern und 32 Zentimetern, die er in jeder Trainingseinheit springt, schied er knapp als #15. im Halbfinale aus. Der dadurch einzige große Favorit im Finale war Alexis Copello. Eigentlich ist er Kubaner. Nach Europa kommt er nur um Wettkämpfe zu bestreiten. Vielleicht war er auch schon mal in Aserbaidschan, dieses Land hat ihn nämlich aus der großen horizontal-Sprung-Nation aufgekauft. Den Europameistertitel zu gewinnen gelang ihm dennoch nicht. Es wurde Silber. Gold gewann eine Nation die mit dem Sieg der ersten EM im 50 Kilometer Gehen der Damen in Berlin gerade schon Sportgeschichte geschrieben hatte. Nelson Evora sprang mit drei Schritten deutlich weiter als jeder andere in der Konkurrenz. Damit stellt Portugal bei dieser EM sogar zwei Europameister! Das Mutterland der Olympischen Spiele, Griechenland, hat schon viele Springer hervorgebracht die sehr weit gekommen sind - wörtlich und metaphorisch. So geht auch bei der Dreisprung EM der Herren 2018 eine Medaille an Hellas, es ist Bronze für Dimitrios Tsiamis.

Auch der Unterbereich des horizontalen Sprungs ist damit abgeschlossen. Hier das Ergebnis der Punktewertung:

1. Deutschland 49
2. Griechenland 47
3. Großbritannien und Nordirland 39
4. Frankreich 28
5. Portugal 25
5. Spanien 25
5. Ukraine 25
8. Aserbaidschan 23
9. Schweden 21
10. Rumänien 9
11. Finnland 8
11. Israel 8
11. Polen 8
11. Weißrussland 8
15. Bulgarien 7
15. Estland 7
17. Slowakei 5
18. Albanien 3
19. Italien 2
19. Zypern 2
21. Serbien 1
21. Tschechien 1
21. Türkei 1

Deutschland und Griechenland sind die beiden dominierenden Nationen im horizontalen Sprung innerhalb Europas. Das hat man bei dieser EM auch wieder deutlich gesehen. Dass Deutschland auf dieser Liste ganz oben landet ist aber eine absolute Neuheit. Der horizontale Sprung wurde im DLV sehr lange Zeit einfach fallen gelassen und als unwichtig abgestempelt. Deutschland ist nun aber in allen Bereichen der Leichtathletik ganz vorne mit dabei. Genau das ist der Grund warum wir jetzt so stark sind wie schon ewig nicht mehr. Wir müssen nur aufpassen dass wir dieses Niveau auch in jedem Bereich halten. Das ist sehr schwer. Ob es klappt wird die Zeit zeigen.

Als letztes Ereignis vor den abschließenden 100 Meter Staffeln wurden alle Zuschauer des sportlich hochwertigsten Stabhochsprung Wettkampfes der Menschheitsgeschichte! Grund für die fast schon unglaubwürdige Flugshow waren keine Athleten die im Zenit ihrer Kariere stehen, sondern Nachwuchsspringer, deren Karriere heute erst angefangen hat! Da Raphael Holzdeppe im Halbfinale drei Ungültige Versuche bei seiner Anfangshöhe hatte (= geteilter Platz #32) und Torben Laidig mit dem geteilten #13. Platz und Bo Kanda Lita Baehre mit dem #15. Platz ausschieden, gab es keinen deutschen Springer im Finale.


Freitag, 17. August 2018

Evening Session Tag 5 und Marathon - Leichtathletik EM 2018

Der zweite Teil der Evening Session von Tag 5 sowie der Morning Session von Tag 6.

Über 200 Meter der Frauen gewann die Favoritin Dina Asher-Smith souverän den EM-Titel. Damit hat sie nicht nur die 200 Meter, sondern auch die 100 Meter gewonnen. Die Britin ist ganz klar die schnellste Frau Europas. Die ehemalige Siebenkämpferin Dafne Schippers gewann nach Bronze über 100 Meter Silber über 200 Meter für die Niederlande. Ihre Landsfrau Jamile Samuel gewann Bronze. Für Mujinga Kambundji aus der Schweiz ist dies nun der zweite #4. Platz nach dem 100 Meter Event. Mit Laura Müller war auch eine Deutsche im Finale. Sie wurde #8.. Jessica-Bianca Wessolly schied im Halbfinale als #12. aus. Rebekka Haase wurde #17..

Über 5.000 Meter waren wieder zwei der Ingebrigtsens am Start. Gute Chancen also für Norwegen eine Medaille zu gewinnen. Die deutschen Läufer hatten keine realistische Chance auf eine vordere Platzierung. Florian Orth und Marcel Fehr wurden #17. und #18.. Frankreich gewann mit Morhad Amdouni Bronze. Die beiden die davor ins Ziel kamen ließen ganz Europa den Mund offen stehen. Henrik Ingebrigtsen wurde #2., schneller als jeder andere lief der 17 jährige Jakob Ingebrigtsen ins Ziel! Ja, nachdem er gerade erst Europameister über 1.500 Meter geworden ist, wird er nun Europameister über 5.000 Meter - und das als U18 Läufer! Er kann ein erfolgreicherer Leichtathlet werden als Usain Bolt!

Zum Abschluss des Tages gab es die 400 Meter Staffelfinals. Belgien verteidigte bei den Herren seinen Titel. 2016 hatte Belgien die ewige Siegesserie von Großbritannien und Nordirland abgelöst. Die Briten wurden in Amsterdam sogar nur #3.. Nun gab es immerhin Silber. Bronze gewann etwas überraschend Spanien. Die deutsche Staffel schaffte es auch ins Finale, dort geling aber nur der #8. Platz. Aufgrund der Wichtigkeit der Staffelwettbewerbe liste ich bei diesen vier Disziplinen das gesamte Ergebnis hier auf:

1. Belgien
2. Großbritannien und Nordirland
3. Spanien
4. Frankreich
5. Polen
6. Italien
7. Tschechien
8. Deutschland
9. Niederlande
10. Ukraine
11. Irland
12. Kroatien
13. Türkei
14. Rumänien
15. Schweiz
16. Schweden

Bei den Damen gewann etwas überraschend Polen. Frankreich gewann, wie in Amsterdam, Silber. Für den Titelverteidiger Großbritannien und Nordirland gab es nur Bronze. Bei den deutschen Sprinterinnen hat sich die starke Förderung der Staffel in den letzten zwei Jahren gelohnt. Nun steht uns bei dieser EM ein #6. Platz zugute.

1. Polen
2. Frankreich
3. Großbritannien und Nordirland
4. Belgien
5. Italien
6. Deutschland
7. Rumänien
8. Slowakei
9. Schweden
10. Schweiz
11. Spanien
12. Portugal
13. Griechenland
14. Irland
15. Litauen
16. Ukraine

Der letzte Tag der EM in Berlin startete mit dem Marathon der Damen. Zu Beginn des Rennens bekam die Weißrussin Volha Mazuronak heftiges Nasenbluten. Ihr blutverschmiertes Gesicht wurde eines der Bilder dieser EM. Das hielt sie aber nicht davon ab in der Führungsgruppe zu bleiben und bei der Hälfte des Marathons von dieser davon zu laufen. Nur sechs andere Läuferinnen konnten dabei zunächst mitgehen. Nach und nach verkleinerte sich die Gruppe auf drei Damen. Eva Vrabcova-Nyvltova aus Tschechien riss ein paar Kilometer vor dem Ziel ab und lief zu Bronze. Mit Clemence Calvin bot sich die Weißrussin bis zur Zielgeraden einen Fight. Mit sechs Sekunden Vorsprung gelang es ihr den EM-Titel zu gewinnen. Die Französin lief noch nie einen Marathon bei einer Meisterschaft! Bei der EM 2014 wurde sie schon Vize-Europameisterin über 10.000 Meter. Die deutschen Marathonläuferinnen landeten auf den Plätzen #11 (Fabienne Amrhein) und #16 (Katharina Heinig). Laura Hottenrott beendete nicht das Rennen und wurde #54..

Den Marathon Team Wettbewerb, bei dem die Zeiten der ersten drei Läuferinnen aus einem Land addiert werden, gewann Weißrussland. Die weiteren weißrussischen Läuferinnen kamen auf die Plätze #4, #5 und #12. Eine weitere Läuferin kam nicht ins Ziel. Silber geht an Italien. Dabei gab es die Einzelplatzierungen #6, #8, #14 und #46. Bronze gewann Spanien mit den Plätzen #9, #13, #23, #24 und einer Aufgabe während des Rennens. Da nur zwei Deutsche das Ziel erreichten, aber Deutschland mit drei Starterinnen für die Teamwertung gemeldet war, werden wir als #11. gelistet. Im Medaillenspiegel werden die beiden Marathon-Team-Disziplinen jedoch nicht mitgezählt. In das Punktesystem lasse ich sie dennoch einrechnen.

Eine Stunde nach den Damen starteten auch die Herren. Dabei setzte sich der Belgier Koen Naert gegen die europäisch eingebürgerten, gebürtig afrikanischen, Läufer durch und gewann Gold. Das sogar in einer Zeit die noch nie bei einer Marathon EM gelaufen wurde; 2 Stunden, 9 Minuten und 51 Sekunden! Für Tadesse Abraham (Schweiz, gebürtig Eritrea) gab es Silber. Yassine Rachik (Italien, gebürtig Marokko) gewann Bronze. Tom Gröschel lief als bester Deutscher auf Platz #11. Die Platzierungen der anderen Deutschen; Jonas Koller #28., Sebastian Reinwand #33., Philipp Baar #38., Marcus Schöfisch #46., Philipp Pflieger kam nicht ins Ziel und wurde #61..

Den Team-Wettbewerb gewann Italien. Die einzelplatzierungen dieser Mannschaft: #3, #5 und #12. Silber geht an Spanien (#4, #6, #16, #22 und #34). Österreich gewann Bronze mit den Einzelplatzierungen #8, #10, #41 und einem nicht-Zieleinlauf. Deutschland erlangte in der Team-Wertung den #7. Platz. Auffällig war dass es sowohl bei den Damen, als auch bei den Herren sämtliche persönliche Bestleistungen und nationale Rekorde regnete. Das lag an der sehr günstigen Streckenführung, die wohl noch besser ist als die des Berlin Marathons.

Damit ist der Langstreckenlauf als sechster von elf Unterbereichen auch beendet. Diese Punkte haben die einzelnen Nationen im Langstreckenlauf gesammelt:

1. Italien 75
2. Spanien 66
3. Weißrussland 59
4. Schweiz 43
5. Frankreich 40
6. Belgien 39
7. Großbritannien und Nordirland 27
8. Israel 24
8. Schweden 24
10. Deutschland 21
11. Österreich 19
12. Türkei 16
13. Niederlande 14
14. Irland 12
15. Polen 11
15. Tschechien 11
15. Ukraine 11
18. Estland 4
18. Kroatien 4
18. Litauen 4
21. Portugal 3
22. Griechenland 2
23. Rumänien 1

Dass Deutschland im Langstreckenlauf noch Nachholbedarf hat ist kein Geheimnis. Hier springt nur Platz #10 raus.

So sieht der Zwischenstand nach den Punkten für die Unterbereiche aus:

1. Deutschland 80
2. Weißrussland 36,5
3. Italien 34,5
4. Spanien 32
5. Polen 31,5
6. Tschechien 31
7. Großbritannien und Nordirland 27,5
8. Litauen 27
9. Schweden 22
10. Russland 19
11. Portugal 18
12. Österreich 18
13. Belgien 18
14. Ukraine 14
15. Kroatien 14
16. Estland 13,5
17. Frankreich 12
18. Schweiz 10
19. Niederlande 8
20. Slowenien 7
21. Slowakei 7
22. Norwegen 6
23. Bulgarien 5,5
24. Finnland 5,5
25. Luxemburg 5,5
26. Israel 4,5
27. Moldawien 4
28. Serbien 4
29. Ungarn 3
30. Rumänien 3
31. Lettland 2,5
32. Griechenland 1,5
33. Zypern 1,5
34. Türkei 1

Wenn man für jede Disziplin gleichwertig Punkte vergibt sieht der Zwischenstand acht Disziplinen vor Schluss folgendermaßen aus:

1. Deutschland 394
2. Großbritannien und Nordirland 387
3. Polen  295
4. Frankreich 253
5. Spanien 246
6. Italien 212
7. Ukraine 185
8. Weißrussland 184
9. Belgien 132
10. Norwegen 125
11. Niederlande 124,5
12. Schweiz 121,5
13. Russland 117
14. Schweden 111
15. Griechenland 98,5
16. Tschechien 95,5
17. Türkei 81,5
18. Litauen 76
19. Portugal 58
20. Österreich 44
21. Estland 42
22. Bulgarien 36
23. Irland 36
24. Kroatien 32,5
25. Israel 32
26. Ungarn 31
27. Slowakei 26
28. Rumänien 22
29. Slowenien 17
30. Moldawien 16
31. Serbien 16
32. Finnland 14
33. Lettland 9
34. Luxemburg 8
35. Zypern 7
36. Dänemark 7
37. Albanien 3
38. Bosnien-Herzegowina 1


Sonntag, 12. August 2018

Deutsche springen sich zum Titel! Tag 5 Teil 1 - Leichtathletik EM 2018

Die Evening Session von Tag 5 teile ich zusammen mit der Morning Session von Tag 6 wieder in zwei Posts auf:

Im Hochsprung der Herren gab es aus deutscher Sicht im Vorfeld gute Aussichten auf eine Medaille. Tobias Potye erreichte mit dem geteilten #16. Platz zwar nicht das Finale und dort ging es für Eike Onnen "nur" bis auf den geteilten #8. Platz, Mateusz Przybylko wiederholte aber im Wettkampf seine persönliche Bestleistung von 2 Metern und 35 Zentimetern und erlang damit den Europameistertitel! Es gab zwar eine Chance auf eine Medaille, aber er Titel war eigentlich etwas außer Sichtweite. Das ist ein großartiger Triumph für die deutsche Leichtathletik! Maskim Nedasekau aus Weißrussland belegte Platz #2. Der Russe Ilya Ivanyuk gewann als authorisierter, neutraler Athlet, wie es offiziell heißt, die Bronzemedaille.

Nicht besonders hoch, sondern besonders weit sollten die Damen der Schöpfung zeitgleich springen. Dabei hatte Deutschland mit Malaika Mihambo nicht nur eine Medaillenkandidatin, sondern eine Medaillenfavoriten mit guten Chancen auf Gold am Start. Die Titelverteidigerin Ivana Spanovic aus Serbien verletzte sich vor dem Finale und konnte nicht antreten. Der Wettkampf hatte das wohl niedrigste Niveau einer Weitsprung EM aller Zeiten. Doch auch in einem solchen Wettkampf muss man es erst mal schaffen weit vorne zu landen - in der Grube und im Teilnehmerfeld. Eine Weite von lediglich 6 Metern und 75 Zentimetern reichten zum Sieg. Zum Vergleich, die Europajahresbestleistung liegt bei 7 Metern und 5 Zentimetern. Dies soll den Europameistertitel aber nicht entwerten. Wer sprang denn nun am weitesten? Malaika Mihambo! Damit haben wir nun schon fünf deutsche Europameister bei dieser EM, so viele wie es am Ende der letzten EM waren. Bei der letzten großen EM (2014) waren es sogar nur vier. Wir sind auf einem guten Weg den Medaillenspiegel zu gewinnen. Die Silbermedaille wurde an Maryna Bekh aus der Ukraine vergeben. Zu Bronze sprang sich die Britin Shara Proctor. Alexandra Wester schied als geteilte #15. im Halbfinale aus. Sosthene Taroum Moguenara kam als dritte Deutsche auf Platz #17.

Über eine Stadionrunde war bei den Damen Justyna Swiety-Ersetic aus Polen am siegreichsten. Auf den letzten 20 Meter kam sie in einer Aufholjagd noch gerade so an der Griechin Maria Belibasaki vorbei, der das Laktat in die Beine schoss und sich noch gerade so über die Ziellinie zu Silber retten konnte. Bronze gewann die ehemalige Siebenkämpferin Lisanne de Witte aus de Niederlanden. Die einzige deutsche Starterin Nadine Gonska schied sehr knapp im Viertelfinale auf dem #25. Platz aus.

Im Diskuswurf der Damen hieß die haushohe Favoritin Sandra Perkovic aus Kroatien. Weit dahinter standen die drei deutschen Werferinnen. Wiederum weit dahinter das restliche Finalfeld. Genauso wie man es zuvor vermutete taten sich die die Ereignisse in diesem Wettkampf auch ab. Perkovic wurde zum fünften mal in Folge Europameisterin. Dahinter landeten auf den Plätzen 2-4 die drei Deutschen. Nadine Müller gewann Silber, Shanice Craft Bronze, für Claudine Vita bleibt nur die Holzmedaille.

Der Diskuswurf ist der fünfte abgeschlossene Unterbereich:

1. Deutschland 41
2. Schweden 23
3. Kroatien 18
3. Litauen 18
5. Österreich 11
6. Portugal 10
7. Estland 8
7. Italien 8
9. Serbien 7
10. Rumänien 6
11. Moldawien 5
11. Zypern 5
13. Russland 4
14. Frankreich 3
14. Griechenland 3
16. Großbritannien und Nordirland 2
16. Norwegen 2
18. Tschechien 1
18. Ukraine 1

Auch diesen Unterbereich hat Deutschland klar gewonnen. Es ist schön zu sehen wie wir die europäische Leichtathletik dominieren. Das in einen Medaillenspiegel mit nur 48 Disziplinen die sich auf 51 Länder aufteilen, niederzuschreiben ist trotzdem immer eine schwierige Angelegenheit.

Über 800 Meter bei den Männern verteidigte der Pole Adam Kszczot seinen Europameistertitel. Andreas Kramer aus Schweden feiert sein Silber. Pierre-Ambroise Bosse gewinnt für Frankreich Bronze. Christoph Kessler wurde in den Viertelfinals #20., Benedikt Huber #22., Marc Reuther behinderte außerhalb des Toleranzbereiches des Regelwerkes einen anderen Läufer und wurde daraufhin disqualifiziert. Deshalb rangiert er auf dem letzten, also #33. Platz.

Den zweiten Teil gibt es aus zeitlichen Gründen leider erst nach der abschließenden Evening Session. Hier sind die Punktestände nach den Unterbereichen und nach allen Disziplinen bei dem Stand der Disziplinen über die ich schon geschrieben habe:

1. Deutschland 77
2. Polen 31,5
3. Tschechien 31
4. Litauen 27
5. Weißrussland 25,5
6. Großbritannien und Nordirland 21,5
7. Russland 19
8. Spanien 18
9. Portugal 18
10. Schweden 17,5
11. Italien 16,5
12. Österreich 16
13. Ukraine 14
14. Kroatien 14
15. Estland 13,5
16. Belgien 11
17. Niederlande 8
18. Slowenien 7
19. Slowakei 7
20. Norwegen 6
21. Bulgarien 5,5
22. Finnland 5,5
23. Luxemburg 5,5
24. Frankreich 4
25. Moldawien 4
26. Serbien 4
27. Ungarn 3
28. Rumänien 3
29. Lettland 2,5
30. Griechenland 1,5
31. Zypern 1,5
32. Schweiz 1

1. Deutschland 364
2. Großbritannien und Nordirland 308
3. Polen  258
4. Frankreich 201
5. Spanien 188
6. Ukraine 171
7. Weißrussland 127
8. Italien 124
9. Russland 111
10. Schweden 100
11. Griechenland 96,5
12. Niederlande 95,5
13. Norwegen 93
14. Belgien 84
15. Tschechien 78,5
16. Litauen 72
17. Türkei 69,5
18. Schweiz 63,5
19. Portugal 57
20. Estland 38
21. Ungarn 31
22. Bulgarien 28
23. Kroatien 27,5
24. Israel 26
25. Österreich 25
26. Slowakei 21
27. Irland 20
28. Slowenien 17
29. Rumänien 16
30. Moldawien 16
31. Serbien 16
32. Finnland 14
33. Lettland 9
34. Luxemburg 8
35. Zypern 7
36. Dänemark 7
37. Albanian 3
38. Bosnien-Herzegowina 1