Hier eine kürzere Ausgabe von News Kompakt, die aber dennoch so viele Länder betrifft, wie die anderen Ausgaben auch.
Eine Nachricht habe ich zuallererst noch nachzureichen. Japan wird das ABU TV Song Festival 2019 am 19.11. austragen. Bei der asiatischen Show geht es nur darum die Musik seines Landes zu präsentieren und die Vielfalt Asiens zu zelebrieren. Ein Wettbewerb wie der Eurovision Song Contest ist es nicht. Dies sind die 15 Teilnehmer der nächsten Ausgabe des Festivals:
Afghanistan
Benin
Hongkong
Indien
Indonesien
Japan
Kasachstan
Kirgisien
Macau
Malediven
Russland
Korea
Turkmenistan
Usbekistan
Vietnam
29.12. Die nächste Meldung kommt von einer weiteren Veranstaltung die dem ESC nahekommt, dem Türkvizyon Song Contest, einem Wettbewerb den die Türkei veranstaltet, seitdem sie nicht mehr der Eurovision beiwohnt. In den Jahren 2016, 2017 und 2018 viel der Wettbewerb aus unterschiedlichen Gründen aus. Nun wurde entschieden dass der Austragungsort für 2019 Ankara sein soll. Damit findet die Türkvizyon zum dritten Mal in der Türkei statt. Erst einmal hatte ein anderes "Land" die Austragung inne; da war es Tatarstan. Bei der Türkvizyon gibt es nicht die Regel dass der Sieger die Folgeausgabe austragen soll. Die bisherigen Ausgaben gewannen Aserbaidschan, Kasachstan und Kirgisistan.
29.12. Das katalanische Regionalparlament hat beschlossen dass die der öffentlich-rechtliche Rundfunk von Katalonien, TV3, um eine Vollmitgliedschaft in der EBU bemühen soll. Bei aktueller Regellage würde das bedeuten dass Katalonien an Ablegern des ESCs, wie zum Beispiel dem Junior Eurovision Song Contest, Eurovision Young Dancers, Eurovision Young Musicians, oder auch Eurovision Choir of the Year, teilnehmen kann. Die Teilnahme am ESC wäre nicht möglich, wie es zum Beispiel auch bei Wales geregelt ist.
Damit beende ich auch schon diesen Post, da die Höchstanzahl von 20 Labels (Nationen), mit denen der Post verlinkt ist, schon erreicht ist.
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Samstag, 19. Januar 2019
News Kompakt (28)
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Samstag, 12. Januar 2019
News Kompakt (25)
Diesen Post beginne ich mit dem Start der Verkündung von Interpreten für den ESC 2019:
28.11. ArmTV gibt bekannt dass man sich für eine interne Auswahl entschieden hat. Wer für Armenien beim ESC 2019 an den Start geht, soll am 30.11.2018 um 19:20 Uhr im Fernsehen verkündet werden.
28.11. In der zweiten Show der ersten Runde vom israelischen "Hakochav Haba" gelang folgenden Kandidaten der Einzug in die nächste Runde: Tai (92%), Abraham de Carvalho (89%), Lior Chen (89%) und Maya Buskila (84%). Shefita (58%) erhielt die Wildcard der Moderatoren und ist damit auch weiter.
28.11. In Spanien lief derweil die Gala 10 der "Operatión Triunfo". In Dieser konnte sich Marta gegen María im Ausscheidungsduell durchsetzen. Allerdings wurde Marta später in der Show, nun schon zum dritten Mal in Folge, für das Duell in der nächsten Gala nominiert. Dort wird ihre Konkurrentin Sabela heißen. Sabela zog erst als 16., also Letzte in der Gala null in die Villa ein. Bei den verbliebenen drei Kandidaten entschied sich die Sonderjury dazu sie in die nächste Runde zu lassen. Auch in Gala 1 hatte Sabela Probleme zu überzeugen und wurde für das Ausscheidungsduell nominiert. Dabei bevorzugten die Zuschauer sie gegenüber Alfonso. In der Gala 4 war sie unter den letzten drei verbliebenen Kandidaten die noch kein Ticket für die nächste Runde hatten. Ihre Konkurrenz entschied sich dafür sie sicher in die nächste Runde zu nehmen. In der Gala 8 erhielt sie auch kein direkten Einzug in die nächste Runde durch die Jury. Unter den fünf Kandidaten viel die Entscheidung des Televotings auf sie, wodurch sie sicher in der nächsten Runde war. Nun wurde sie für die Abschussliste nominiert. 7 Kandidaten sind noch im Rennen. Wir nähern uns dem Finale. Schon in der nächsten Gala werden die ersten beiden Finaltickets vergeben.
29.11. Für den ersten Vorentscheid Australiens in der Geschichte der Eurovision hat SBS über 700 Songs als Bewerbungen zur Auswahl bekommen.
30.11. Großbritannien und Nordirland plant bei seinem Vorentscheid "You Decide" etwas womit Deutschland erst vor kurzem vollkommen auf die Nase fiel. Die BBC wird den Briten nur drei Songs zur Auswahl stellen. Jeder Song wird aber von zwei verschiedenen Interpreten, in zwei unterschiedlichen Genres gesungen. Insgesamt sind also sechs Interpreten beim Vorentscheid dabei, der Fokus soll aber auf dem Song liegen. Ich kann mir gut vorstellen dass es zwei Wertungsrunden geben wird; in der ersten wird von jedem Song die bevorzugte Version ausgewählt und anschließend treten die drei Songs gegeneinander an. Es ist gut was Neues zu wagen wenn man in den letzten Jahren das Scoreboard nur von unten gesehen hat, allerdings zweifle ich sehr daran dass bei diesem Modell des Vorentscheides etwas auch nur halbwegs Gutes herauskommen wird. Warten wir mal ab was die Briten sich zurecht basteln...
30.11. Der erste Interpret des 64. Eurovision Song Contests 2019 Dare to Dream in Tel Aviv steht fest! Srbuk repräsentiert Armenien vor 200 Millionen Zuschauern. Sie ist die zweitplatzierte der ersten Staffel vom armenischen "X Factor", aus dem Jahre 2010. Zwei Jahre später gründete sich die Band Allusion, dessen Sängerin sie ist. 2014 veröffentlichte sie ihre erste professionelle Single, die sie zusammen mit Garik Papoyan aufnahm. Sie heißt "Boat" und wurde für einen Film produziert. 2016 folgte ihre erste eigene Single, sie heißt "Yete Karogh Es". 2018 ging sie zur 8. Staffel von "The Voice of Ukraine". Dort errang sie den 4. Platz. Wenige Tage vor ihrer Nominierung zum ESC für Armenien erschien eine weitere Single Namens "Half a Goddess".
Beide Singles kannst du dir untenstehend anhören. Alle Songs die ich mir beim Querhören von ihr auf YouTube angehört habe, würde ich in der Spitze meiner Rangliste bei einem ESC einordnen. Ich bin richtig begeistert von ihr. Da kann ein großartiger Song raus kommen. Nun haben bis zum 10.01.2019 Komponisten Zeit Songs in englischer, oder armenischer Sprache für sie einzureichen. ArmTV wird anschließend den Titel für den ESC intern auswählen. Ich habe große Erwartungen und werde hoffentlich nicht enttäuscht 😃
Half a Goddess
Yete Karogh Es
02.12. Bei der dritten Show von "Hakochav Haba" zogen folgende Kandidaten in die zweite Runde ein: Liat Eliyahu (86%), Osher Biton (85%), Klara Sabag (81%), Judith Hasin (80%) und Shahaf (76%).
02.12. Georgien hat den Finaltermin seiner Castingshow "Georgia's Star" auf den 02.03.2019 gelegt. Damit fällt es auf den gleichen Abend wie die Vorentscheide in Norwegen und Finnland, das Finale in Island und die Zwischenrunde in Schweden.
03.12. Die vier Kandidaten für den ersten australischen Vorentscheid wurden released! Dazu folgt ein gesonderter Post hier auf Eurovision Passion.
03.12. Ungarn hat eine umfangreiche Pressekonferenz zu ihrem Vorentscheid "A Dal" abgehalten. Zunächst wurden die 30 Kandidaten bekannt gegeben. Darunter befinden sich auch zwei der größten ESC-Persönlichkeiten Ungarns; einer davon ist András Kállay-Saunders, der 2014 den 5. Platz beim ESC erreichte, was das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten von Ungarn ist. Auch Joci Pápai wird 2019 wieder bei "A Dal" dabei sein. 2017 holte er den 8. Platz für Ungarn beim ESC, das drittbeste Ergebnis in der Historie des Landes. Meine persönliche Einschätzung zu den 30 Beiträgen folgt später hier auf Eurovision Passion. Eine weitere interessante Erkenntnis der Pressekonferenz ist, dass Freddie einer der beiden Moderatoren des Vorentscheides sein wird. Er wurde 2016 beim ESC für Ungarn 19.. Der Modus bleibt der Alte. Drei Viertelfinals, zwei Halbfinals und das Finale. Jeden Samstag kommt eine Show, beginnend mit dem 19.01.2019. Das Finale findet also am 23.02.2019 statt. Das zweite Viertelfinale überschneidet sich mit dem Finale in Malta. Das dritte Viertelfinale findet parallel zum 1. Halbfinale in Schweden und 2. Halbfinale in Estland statt. Das erste Halbfinale ist termingleich mit dem Vorentscheid von Australien, Finale von Italien, 2. Halbfinale von Schweden, 1. Halbfinale der Ukraine und 1. Halbfinale von Island. Zeitgleich zum zweiten Halbfinale findet in Estland das Finale, in Schweden dass 3. Halbfinale und in der Ukraine und Island das 2. Halbfinale statt. Das Finale von Ungarn wird am gleichen Tag ausgetragen wie die Finals der Ukraine und Litauen, der Vorentscheid von Dänemark und das 4. Halbfinale in Schweden.
03.12. Alex P wird den Song für Zypern beim ESC 2019 komponieren. Es ist seine vierte Teilnahme am Wettbewerb. 2009 nahm er für Aserbaidschan teil und gewann mit "Always" den 3. Platz. 2012 wurde er mit "La La Love" für Zypern 16.. 2018 holte er mit "Fuego" für Zypern die Silbermedaille.
04.12. Am 16.02.2019 wird nach vielen Jahren erstmals wieder ein kroatischer ESC-Beitrag durch den Vorentscheid "Dora" ausgewählt werden. Den Termin gab Heute HRT bekannt. Am gleichen Abend hat schon Estland sein Finale geplant. Außerdem finden an diesem Tag das 3. Halbfinale von Schweden und das 2. Halbfinale von der Ukraine, Ungarn und Island statt. Die beiden anderen Shows in Rahmen der "Dora" werden am 14. und 15. Februar gezeigt. Bei Diesen werden aber keine potentiellen ESC-Beiträge zu hören sein, es findet auch keine Abstimmung statt.
05.12. Die EBU hat sich dazu entscheiden die Abstimmung über die Vollmitgliedschaft vom Kosovo auf den Juni 2019 zu vertagen. Der Kosovo wird 2019 also nicht debütieren können.
05.12. Lettland hat aus den letzten 33 die 16 Beiträge für den Vorentscheid "Supernova" ausgewählt. Unter den Kandidaten befinden sich auch Markus Riva und Samanta Tina, die in der Vergangenheit schon dabei waren. Hinter dem Namen Kozmens versteckt sich der Schauspieler und Comedian, der in den vergangenen Jahren im Kostüm des Riga Beaver bei der "Supernova" steckte. 2019 ist er nicht mehr der heimliche Star der Show, sondern einer der Kandidaten.
05.12. In der vierten "Hakochav Haba" Show sind folgende Kandidaten in die zweite Runde eingezogen: Limor Oved (91%), Naor Cohen (85%) und Naama Gali Cohen (75%). Julia Garnits (59%) und Romi Azar (55%) kamen durch die Wild Card der Moderatoren in die nächste Runde.
05.12. RTCG vermeldet die traurige Nachricht dass nur 27 Songs für den Vorentscheid "Montevizija" eingereicht wurden sind. Davon erfüllen allerdings nur zehn die geforderten Anforderungen. Nun hat eine Jury die Aufgabe aus den zehn Songs fünf für den Vorentscheid auszuwählen. Eine solch niedrige Bewerberzahl gab es in der Geschichte des Eurovision Song Contests noch nie in irgendeinem Land! Dies verspricht nicht gerade einen hochwertigen Beitrag aus Montenegro, aber wer weiß, vielleicht ist ja der Lucky Strike dabei.
05.12. Portugal gibt die Termine für das "Festival da Cancao" raus. Das erste Halbfinale findet am 16., das zweite Halbfinale am 23.02.2019 statt. Das Finale folgt am 02.03.. Damit überschneidet sich das erste Halbfinale mit dem Finale in Estland, dem Vorentscheid in Kroatien, dem 3. Halbfinale in Schweden und dem 2. Halbfinale in der Ukraine, Ungarn und Island. Das zweite Halbfinale ist am gleichen Tag wie die Finals in der Ukraine, Ungarn und Litauen, der Vorentscheid in Dänemark und das 4. Halbfinale in Schweden. Portugals Finale muss sich die Aufmerksamkeit der ESC-Fan-Gemeinde mit den Vorentscheiden von Norwegen und Finnland, den Finals von Georgien und Island und der Zwischenrunde von Schweden teilen.
05.12. In der Gala 11 der "Operatión Triunfo" konnte sich Marta nicht mehr über Wasser halten. Sie verlor ihr inzwischen viertes Ausscheidungsduell schlussendlich. Damit belegt sie den 7. Platz. Sabela hatte gegen sie die Gunst der Zuschauer auf ihrer Seite. Die Jury durfte an einen der 6 verbliebenen Kandidaten ein Finalticket vergeben und entschied sich für Natalia. In der gesamten Staffel gab es nur eine Show in der sie nicht direkt in die nächste Runde kam. Das war die Gala 2, dort gewann sie dann das Televoting. Famous bekam anschließend das zweite Finalticket dieser Gala durch die Sonderjury. Sie war in Gala 7 erstmals nicht direkt in die nächste Runde eingezogen. Auch sie wurde dann direkt vom Televoting gesichert. In Gala 8 musste sie wieder zittern, war dort unter den letzten vier Kandidaten. Die Sonderjury gab ihr das Ticket für die nächste Runde. Gleiches Bild in der Gala 9, erst unter den letzten vier Kandidaten bekam sie die Gunst der Sonderjury und musste nicht ins Ausscheidungsduell. Nun ist sie Finalistin. In der nächsten Gala müssen die Jury und das Televoting von den verbliebenen vier Kandidaten, die noch nicht sicher im Finale sind, einen rausschmeißen. Die vier Kandidaten sind Alba Reche, Julia, Miki und Sabela.
06.12. France 2 hat die 18 Beiträge des Vorentscheides "Destination Eurovision"bekannt gegeben. Darunter befindet sich auch ein richtig bekannter Name in Frankreich; Chimène Badi. Ihre Karriere startete 2002 durch ihre Teilnahme bei "Popstars", auch wenn sie nicht in die Band kam, legt sie seitdem eine Steile Karriere in die Musikbranche. In Frankreich erklomm sie schon mit einem Album und einer Single die #1 der Charts. Auch in der Schweiz und Belgien hat sie schon viele Charterfolge vorzuweisen. Insgesamt bekam sie für ihre Musik in diesen drei Ländern eine Auszeichnung mit Diamant, zwei mal Platin und vier mal Gold. Aber auch Madame Moniseur, die die Vorausgabe der "Destination Eurovision" gewannen und beim ESC für Frankreich 2018 den 13. Platz machten, treten als Komponisten des Titels "Roi", gesungen von Bilal Hassani, erneut an. Es wird zwei Halbfinals und ein Finale geben. Immer stimmen zu jeweils 50% Jury- und Televoting ab. In den beiden Halbfinals gibt es jeweils fünf verschiedene Juroren aus fünf verschiedenen Ländern, die das Juryvoting übernehmen. Für das Finale stimmen weitere zehn Jurymitglieder aus zehn verschiedenen Ländern ab. Insgesamt sind also 20 Jurymitglieder, aus 20 Nationen beteiligt, die alle nur in einer Show am Ergebnis mitwirken. Natürlich folgen auch für den französischen Vorentscheid hier noch meine persönlichen Einschätzungen der Beiträge.
06.12. Die legendäre Sacha-Jean Baptiste wird 2019 Stage Designerin für Zypern. Die Chancen dass auch andere Nationen sie wieder anheuern sind groß.
07.12. Kann alias IPBC wurde von der EBU endgültig als Vollmitglied aufgenommen. Damit stehen Israel nun wieder alle Dienstleistungen der Europäischen Rundfunkunion in vollem Umfang zur Verfügung.
09.12. Nach Neuwahlen von einzelnen Spitzenpositionen im türkischen Rundfunk TRT, wurde dort beschlossen sich wieder an die EBU und ihre Projekte anzunähern. Wage Vermutungen dass die Türkei doch bald wieder zum ESC zurückkehren könnte stehen somit im Raum.
09.12. Der virtuelle tschechische Vorentscheid bekommt einen Namen. "Eurovision Song CZ" wird am 07.01.2019 beginnen.
09.12. Die fünfte Show von "Hakochav Haba" bringt folgende Kandidaten in die nächste Runde: Kobi Marimi (92%), Sarah Moshioff (90%), Eti Bitton (83%), Roee Sendler (82%) und Assaf Maslati (71%).
11.12. TVE hat eine Liste von 17 potentiellen Beiträgen für die Eurovision Gala veröffentlicht. Die Kandidaten der "Operatión Triunfo" haben Songs zugewiesen bekommen, die gut zu ihnen passen. Miki hat gleich zwei Songs und zusätzlich ein Duett mit Natalia erhalten, welche wiederum zusätzlich auch einen solo Song hat. Sabela steht mit zwei Solos auf der Liste. Auch Carlos Right hat zwei Songs für sich alleine. Marilia singt ein Solo und ein Duett mit Carlos Right, dieser hat neben dem Duett keinen weiteren Song im Rennen. Dave, Áfrika und Alfonso sind nicht auf der Liste zu finden. Wahrscheinlich haben sie bei TVE angegeben nicht zum ESC fahren, sondern nur bei der OT teilnehmen zu wollen. Alle anderen Kandidaten sind mit einem Solo Song vertreten. Ein Onlinevoting darf vom 20.12.2018-02.01.2019 über die Demoversionen der 17 Songs abstimmen. Die besten drei bei diesem Voting sind für die Gala Eurovision qualifiziert. Weitere sieben Songs werden aus den verbliebenen 14 von einer Jury ausgewählt. TVE hat aus seinen skandalösen Fehlern im Jahre 2016 gelernt, so wird das Publikum zu 100% die Entscheidungsgewalt beim Vorentscheid haben. Außerdem wird bei Punktgleichheit nicht spontan entschieden wer denn jetzt gewonnen hat, sondern eine weitere Votingrunde als Stichwahl veranlagt. Es wird Tele- SMS- und Onlinevoting geben.
11.12. Malta ruft dazu auf dass sich Komponisten mit Songs für das X Factor-Finale bewerben.
12.12. Diese Kandidaten sind in der sechsten Show von "Hakochav Haba" in die zweite Runde eingezogen: Amit Sade (81%), "The Voice of Israel"-Gewinner Elkana Marziano (77%), Gilad Tenzer (75%), Tomer Raz (71%), Ido Dankner (70%).
12.12. Natia Todua, die beim deutschen Vorentscheid 2018 6. von 6 wurde sitzt in der Jury des georgischen Vorentscheides für 2019. Ebenfalls in dieser Jury ist Stephane Mgebrishvili. Sie sollte 2009 für Gerogien als Teil der Gruppe Stephane & 3G beim ESC antreten. Sie wurden mit ihrem politischen Anti-Putin Song "We don't wanna put in" nach mehreren Provokationen gegenüber der EBU und Russland disqualifiziert und fuhren nicht nach Moskau.
12.12. TVR meldet 126 eingereichte Beiträge für den rumänischen Vorentscheid "Selectia Nationala". Davon schaffen es 24 Songs in die Shows.
Damit beende ich diesen News Kompakt Post. In Kürze kommt der nächste Teil, der uns dann schon sehr nah an das aktuelle Geschehen führt.
03.12. Ungarn hat eine umfangreiche Pressekonferenz zu ihrem Vorentscheid "A Dal" abgehalten. Zunächst wurden die 30 Kandidaten bekannt gegeben. Darunter befinden sich auch zwei der größten ESC-Persönlichkeiten Ungarns; einer davon ist András Kállay-Saunders, der 2014 den 5. Platz beim ESC erreichte, was das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten von Ungarn ist. Auch Joci Pápai wird 2019 wieder bei "A Dal" dabei sein. 2017 holte er den 8. Platz für Ungarn beim ESC, das drittbeste Ergebnis in der Historie des Landes. Meine persönliche Einschätzung zu den 30 Beiträgen folgt später hier auf Eurovision Passion. Eine weitere interessante Erkenntnis der Pressekonferenz ist, dass Freddie einer der beiden Moderatoren des Vorentscheides sein wird. Er wurde 2016 beim ESC für Ungarn 19.. Der Modus bleibt der Alte. Drei Viertelfinals, zwei Halbfinals und das Finale. Jeden Samstag kommt eine Show, beginnend mit dem 19.01.2019. Das Finale findet also am 23.02.2019 statt. Das zweite Viertelfinale überschneidet sich mit dem Finale in Malta. Das dritte Viertelfinale findet parallel zum 1. Halbfinale in Schweden und 2. Halbfinale in Estland statt. Das erste Halbfinale ist termingleich mit dem Vorentscheid von Australien, Finale von Italien, 2. Halbfinale von Schweden, 1. Halbfinale der Ukraine und 1. Halbfinale von Island. Zeitgleich zum zweiten Halbfinale findet in Estland das Finale, in Schweden dass 3. Halbfinale und in der Ukraine und Island das 2. Halbfinale statt. Das Finale von Ungarn wird am gleichen Tag ausgetragen wie die Finals der Ukraine und Litauen, der Vorentscheid von Dänemark und das 4. Halbfinale in Schweden.
03.12. Alex P wird den Song für Zypern beim ESC 2019 komponieren. Es ist seine vierte Teilnahme am Wettbewerb. 2009 nahm er für Aserbaidschan teil und gewann mit "Always" den 3. Platz. 2012 wurde er mit "La La Love" für Zypern 16.. 2018 holte er mit "Fuego" für Zypern die Silbermedaille.
04.12. Am 16.02.2019 wird nach vielen Jahren erstmals wieder ein kroatischer ESC-Beitrag durch den Vorentscheid "Dora" ausgewählt werden. Den Termin gab Heute HRT bekannt. Am gleichen Abend hat schon Estland sein Finale geplant. Außerdem finden an diesem Tag das 3. Halbfinale von Schweden und das 2. Halbfinale von der Ukraine, Ungarn und Island statt. Die beiden anderen Shows in Rahmen der "Dora" werden am 14. und 15. Februar gezeigt. Bei Diesen werden aber keine potentiellen ESC-Beiträge zu hören sein, es findet auch keine Abstimmung statt.
05.12. Die EBU hat sich dazu entscheiden die Abstimmung über die Vollmitgliedschaft vom Kosovo auf den Juni 2019 zu vertagen. Der Kosovo wird 2019 also nicht debütieren können.
05.12. Lettland hat aus den letzten 33 die 16 Beiträge für den Vorentscheid "Supernova" ausgewählt. Unter den Kandidaten befinden sich auch Markus Riva und Samanta Tina, die in der Vergangenheit schon dabei waren. Hinter dem Namen Kozmens versteckt sich der Schauspieler und Comedian, der in den vergangenen Jahren im Kostüm des Riga Beaver bei der "Supernova" steckte. 2019 ist er nicht mehr der heimliche Star der Show, sondern einer der Kandidaten.
05.12. In der vierten "Hakochav Haba" Show sind folgende Kandidaten in die zweite Runde eingezogen: Limor Oved (91%), Naor Cohen (85%) und Naama Gali Cohen (75%). Julia Garnits (59%) und Romi Azar (55%) kamen durch die Wild Card der Moderatoren in die nächste Runde.
05.12. RTCG vermeldet die traurige Nachricht dass nur 27 Songs für den Vorentscheid "Montevizija" eingereicht wurden sind. Davon erfüllen allerdings nur zehn die geforderten Anforderungen. Nun hat eine Jury die Aufgabe aus den zehn Songs fünf für den Vorentscheid auszuwählen. Eine solch niedrige Bewerberzahl gab es in der Geschichte des Eurovision Song Contests noch nie in irgendeinem Land! Dies verspricht nicht gerade einen hochwertigen Beitrag aus Montenegro, aber wer weiß, vielleicht ist ja der Lucky Strike dabei.
05.12. Portugal gibt die Termine für das "Festival da Cancao" raus. Das erste Halbfinale findet am 16., das zweite Halbfinale am 23.02.2019 statt. Das Finale folgt am 02.03.. Damit überschneidet sich das erste Halbfinale mit dem Finale in Estland, dem Vorentscheid in Kroatien, dem 3. Halbfinale in Schweden und dem 2. Halbfinale in der Ukraine, Ungarn und Island. Das zweite Halbfinale ist am gleichen Tag wie die Finals in der Ukraine, Ungarn und Litauen, der Vorentscheid in Dänemark und das 4. Halbfinale in Schweden. Portugals Finale muss sich die Aufmerksamkeit der ESC-Fan-Gemeinde mit den Vorentscheiden von Norwegen und Finnland, den Finals von Georgien und Island und der Zwischenrunde von Schweden teilen.
05.12. In der Gala 11 der "Operatión Triunfo" konnte sich Marta nicht mehr über Wasser halten. Sie verlor ihr inzwischen viertes Ausscheidungsduell schlussendlich. Damit belegt sie den 7. Platz. Sabela hatte gegen sie die Gunst der Zuschauer auf ihrer Seite. Die Jury durfte an einen der 6 verbliebenen Kandidaten ein Finalticket vergeben und entschied sich für Natalia. In der gesamten Staffel gab es nur eine Show in der sie nicht direkt in die nächste Runde kam. Das war die Gala 2, dort gewann sie dann das Televoting. Famous bekam anschließend das zweite Finalticket dieser Gala durch die Sonderjury. Sie war in Gala 7 erstmals nicht direkt in die nächste Runde eingezogen. Auch sie wurde dann direkt vom Televoting gesichert. In Gala 8 musste sie wieder zittern, war dort unter den letzten vier Kandidaten. Die Sonderjury gab ihr das Ticket für die nächste Runde. Gleiches Bild in der Gala 9, erst unter den letzten vier Kandidaten bekam sie die Gunst der Sonderjury und musste nicht ins Ausscheidungsduell. Nun ist sie Finalistin. In der nächsten Gala müssen die Jury und das Televoting von den verbliebenen vier Kandidaten, die noch nicht sicher im Finale sind, einen rausschmeißen. Die vier Kandidaten sind Alba Reche, Julia, Miki und Sabela.
06.12. France 2 hat die 18 Beiträge des Vorentscheides "Destination Eurovision"bekannt gegeben. Darunter befindet sich auch ein richtig bekannter Name in Frankreich; Chimène Badi. Ihre Karriere startete 2002 durch ihre Teilnahme bei "Popstars", auch wenn sie nicht in die Band kam, legt sie seitdem eine Steile Karriere in die Musikbranche. In Frankreich erklomm sie schon mit einem Album und einer Single die #1 der Charts. Auch in der Schweiz und Belgien hat sie schon viele Charterfolge vorzuweisen. Insgesamt bekam sie für ihre Musik in diesen drei Ländern eine Auszeichnung mit Diamant, zwei mal Platin und vier mal Gold. Aber auch Madame Moniseur, die die Vorausgabe der "Destination Eurovision" gewannen und beim ESC für Frankreich 2018 den 13. Platz machten, treten als Komponisten des Titels "Roi", gesungen von Bilal Hassani, erneut an. Es wird zwei Halbfinals und ein Finale geben. Immer stimmen zu jeweils 50% Jury- und Televoting ab. In den beiden Halbfinals gibt es jeweils fünf verschiedene Juroren aus fünf verschiedenen Ländern, die das Juryvoting übernehmen. Für das Finale stimmen weitere zehn Jurymitglieder aus zehn verschiedenen Ländern ab. Insgesamt sind also 20 Jurymitglieder, aus 20 Nationen beteiligt, die alle nur in einer Show am Ergebnis mitwirken. Natürlich folgen auch für den französischen Vorentscheid hier noch meine persönlichen Einschätzungen der Beiträge.
06.12. Die legendäre Sacha-Jean Baptiste wird 2019 Stage Designerin für Zypern. Die Chancen dass auch andere Nationen sie wieder anheuern sind groß.
07.12. Kann alias IPBC wurde von der EBU endgültig als Vollmitglied aufgenommen. Damit stehen Israel nun wieder alle Dienstleistungen der Europäischen Rundfunkunion in vollem Umfang zur Verfügung.
09.12. Nach Neuwahlen von einzelnen Spitzenpositionen im türkischen Rundfunk TRT, wurde dort beschlossen sich wieder an die EBU und ihre Projekte anzunähern. Wage Vermutungen dass die Türkei doch bald wieder zum ESC zurückkehren könnte stehen somit im Raum.
09.12. Der virtuelle tschechische Vorentscheid bekommt einen Namen. "Eurovision Song CZ" wird am 07.01.2019 beginnen.
09.12. Die fünfte Show von "Hakochav Haba" bringt folgende Kandidaten in die nächste Runde: Kobi Marimi (92%), Sarah Moshioff (90%), Eti Bitton (83%), Roee Sendler (82%) und Assaf Maslati (71%).
11.12. TVE hat eine Liste von 17 potentiellen Beiträgen für die Eurovision Gala veröffentlicht. Die Kandidaten der "Operatión Triunfo" haben Songs zugewiesen bekommen, die gut zu ihnen passen. Miki hat gleich zwei Songs und zusätzlich ein Duett mit Natalia erhalten, welche wiederum zusätzlich auch einen solo Song hat. Sabela steht mit zwei Solos auf der Liste. Auch Carlos Right hat zwei Songs für sich alleine. Marilia singt ein Solo und ein Duett mit Carlos Right, dieser hat neben dem Duett keinen weiteren Song im Rennen. Dave, Áfrika und Alfonso sind nicht auf der Liste zu finden. Wahrscheinlich haben sie bei TVE angegeben nicht zum ESC fahren, sondern nur bei der OT teilnehmen zu wollen. Alle anderen Kandidaten sind mit einem Solo Song vertreten. Ein Onlinevoting darf vom 20.12.2018-02.01.2019 über die Demoversionen der 17 Songs abstimmen. Die besten drei bei diesem Voting sind für die Gala Eurovision qualifiziert. Weitere sieben Songs werden aus den verbliebenen 14 von einer Jury ausgewählt. TVE hat aus seinen skandalösen Fehlern im Jahre 2016 gelernt, so wird das Publikum zu 100% die Entscheidungsgewalt beim Vorentscheid haben. Außerdem wird bei Punktgleichheit nicht spontan entschieden wer denn jetzt gewonnen hat, sondern eine weitere Votingrunde als Stichwahl veranlagt. Es wird Tele- SMS- und Onlinevoting geben.
11.12. Malta ruft dazu auf dass sich Komponisten mit Songs für das X Factor-Finale bewerben.
12.12. Diese Kandidaten sind in der sechsten Show von "Hakochav Haba" in die zweite Runde eingezogen: Amit Sade (81%), "The Voice of Israel"-Gewinner Elkana Marziano (77%), Gilad Tenzer (75%), Tomer Raz (71%), Ido Dankner (70%).
12.12. Natia Todua, die beim deutschen Vorentscheid 2018 6. von 6 wurde sitzt in der Jury des georgischen Vorentscheides für 2019. Ebenfalls in dieser Jury ist Stephane Mgebrishvili. Sie sollte 2009 für Gerogien als Teil der Gruppe Stephane & 3G beim ESC antreten. Sie wurden mit ihrem politischen Anti-Putin Song "We don't wanna put in" nach mehreren Provokationen gegenüber der EBU und Russland disqualifiziert und fuhren nicht nach Moskau.
12.12. TVR meldet 126 eingereichte Beiträge für den rumänischen Vorentscheid "Selectia Nationala". Davon schaffen es 24 Songs in die Shows.
Damit beende ich diesen News Kompakt Post. In Kürze kommt der nächste Teil, der uns dann schon sehr nah an das aktuelle Geschehen führt.
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Samstag, 5. Januar 2019
Summer Summary 2018 Teil 6
Wir schauen in die Nachrichten aus dem August:
04.08. Der TRT Generalsekretär Ibrahim Eren erklärte noch einmal warum die Türkei 2019 nicht zum ESC zurückkehren möchte: " Als öffentlicher Rundfunk können wir es nicht zulassen, um 21 Uhr, wenn noch Kinder wach sind, Dinge wie einen bärtigen Österreicher zu zeigen, der ein Kleid trägt, nicht an Geschlechter glaubt und sagt, dass er sowohl Mann als auch Frau ist." Außerdem gebe es "innerhalb der EBU ein seelisches Durcheinander." und die Eurovision sei von ihren Werten abgewichen. Ich frage mich was denn die Werte der Eurovision waren. Unter anderem steht im Vordergrund die Vielfalt der Musik, Kulturen, Sprachen, Hautfarben, Religionen und auch Sexualitäten zu feiern. Anscheinend ist die Kultur der Türkei zu weit von der europäischen entfernt. Das finde ich sehr schade. Hiermit schließe ich die Türkei ganz offiziell nach meinem persönlichen Ermessen von Europa aus. Eine Nation mit solchen menschenverachtenden Weltanschauungen braucht gar nicht erst ankommen und darum bitten zum ESC zurückkehren zu können, oder in die EU aufgenommen zu werden.
07.08. Weil ictimaiTV 2011 gewann nahm die Türkei 2012 ein letztes Mal Teil. Man wollte die Freunde in Aserbaidschan nicht im Stich lassen. Diese machen aber keine Anstalten wegen der Vielfalt beim ESC, obwohl auch Aserbaidschan ein fundamentalistisch muslimisches Land ist. Das ist sogar in der Nationalflagge gleich zweifach verankert. Dieses Land hat den ESC aber clever genutzt um sein Image in Europa als liberales Land aufzupolieren. Das ist auch gelungen. SO scheut man sich jetzt auch nicht im jüdischen Israel wieder dabei zu sein und bestätigt der EBU seine Teilnahme.
08.08. In Serbien ruft RTS dazu auf sich bis zum 1. November beim Vorentscheid Beovizija zu bewerben. In der Show wird der Sieger zu 50% aus Jury- und 50% aus Televoting gekürt.
08.08. Litauen bestätigt seine Teilnahme am 64. Eurovision Song Contest 2019! LRT wird in Israel mit dabei sein.
10.08. Die EBU reagiert auf die Äußerungen von TRT: "Die Werte des Eurovision Song Contests sind Universalität und Inklusion, sowie die stolze Tradition Vielfalt durch die Musik zu feiern." Man zeigt sich weiter offen TRT wieder im Wettbewerb aufzunehmen wenn es denn möchte, wird sich dafür aber nicht verändern oder beeinflussen lassen.
12.08. IPBC schreibt in einem offenen Brief an die Regierung dass sie in spätestens zwei Tagen die versprochene Überweisung von 12 Millionen Euro an die EBU tätigen muss. Dafür hat der Rundfunk extra eine Verlängerung der Frist um zwei Wochen erhandelt. Wenn die Regierung der Aufforderung nicht nachkommt wird IPBC 200 Stellen streichen um das Geld selbst aufbringen zu können. Das Austragungsrecht für den ESC zu verlieren ist offenbar keine Option.
14.08. Nach taktischen Spielereien der Regierung und IPBC in den Stunden vor Mitternacht, zum Ablaufen der Deadline, hat die Regierung nachgegeben und 12 Millionen Euro als Kaution an die EBU überwiesen. Damit steht fest dass der ESC 2019 in Israel stattfinden wird. Alle Spekulationen über eine Austragung in Zypern, Österreich, Deutschland, oder Griechenland können damit zurückgewiesen werden.
17.08. Monaco sagt zum 13. Mal in Folge für den ESC ab. Seitdem TMC keine finanzielle Unterstützung mehr vom Staat für die Teilnahme bekommt, ist es nicht mehr in der Lage dabei sein zu können. Das Interesse im Land an einer Teilnahme ist nicht gerade groß.
18.08. Island und Irland haben die lautesten Proteste den ESC in Israel zu boykottieren. RTE widersetzt sich dem trotzdem. Die britischen Nachbarn gaben ihre Teilnahme bekannt.
21.08. Auch der niederländische Rundfunk TROS ist 2019 wieder dabei!
22.08. Israel wagt im Jahr seiner Titelverteidigung etwas neues und wird schon während der Castingshow "Hakochav Haba", auch bekannt als "Rising Star", seinen Song - nicht nur den Interpreten - auswählen.
22.08. DR ruft zu Bewerbungen auf. Wer für Dänemark zum ESC möchte, benötigt die Staatsbürgerschaft, oder einen ständigen Wohnsitz im Land, oder einen dänischen Ehepartner. Bis zum 26.09.2018 ist das Bewerbungsfenster geöffnet.
24.08. In Portugal hat der Rundfunk mit finanziellen Engpässen zu kämpfen. Die Austragung des ESCs brachte 4 Millionen Euro Verlust, die Übertragungen der Fußball WM 5,6 Millionen Miese. Aus Verantwortungsgefühl möchte man den Angestellten aber keinerlei Gehälter und erst recht keine Stellen streichen. In dieser Lage ist eine ESC-Teilnahme gefährdet.
25.08. Schon am 17.09. startet Spanien in seinen Vorentscheid Operation Triunfo.
25.08. Frankreich wird von seinem Vorentscheid "Destination Eurovision" nicht nur das Finale, sondern auch die Halbfinals live ausstrahlen. Die Jury wird ausgetauscht. Zudem gibt es weitere kleine Änderungen am Regelwerk.
25.08. Lettland wird auch für 2019 die "Supernova" als Vorentscheid verwenden. Bis zum 21.10. läuft die Bewerbungszeit.
25.08. 465 Sänger haben sich bei der ARD für den deutschen Vorentscheid beworben. Davon wurden intern 198 ausgewählt die nun dem Panel vorgelegt werden. Dieses besteht wieder aus 100 ESC-Fans die die Mitte des deutschen Musikgeschmacks repräsentieren. 50 von ihnen waren schon im Vorjahr Panel Mitglied. Die Top 50 des Panels aus 198 werden der internationalen Jury vorgelegt, die aus ehemaligen ESC-Juroren besteht. Diese wählt dann ihre 20 Favoriten aus. Diese glücklichen 20 Kandidaten reisen dann wieder in ein Workshop-Camp in dem auch ein Großteil der Songs für den Vorentscheid geschrieben werden. So geschah es auch mit Deutschlands ESC Beitrag 2018 "You let me walk alone". Zusätzlich wurden von Komponisten ca. 150 Songs eingereicht. Aus den Camp-Songs und den Bewerbungen wählt die ARD schließlich sechs, oder acht, oder zehn und dazu passende Interpreten der Top 20 aus. Dann haben wir unseren Vorentscheid bei dem wieder zu einem Drittel die internationale Jury, zu einem Drittel das Panel und zu einem Drittel das Televoting Stimmgewicht hat.
25.08. Das Duo "The Lovers of Valdaro" gewinnt die Wildcard für die Melodifestivalen (Schweden) durch das Radiofestval P4 Nästa. Damit sind sie die ersten bekannten Vorentscheidungskanidadten des Jahrgangs. Die beiden Jungs haben sich nach zwei Skeletten benannt die bei ihrer Ausgrabung eng umschlungen in den italienischen Alpen lagen. Ihr Song für die Melodifestivalen wird jetzt in Zusammenarbeit mit professionellen Komponisten geschrieben.
29.08. Die EBU gibt die Anmeldeschlüsse für den ESC 2019 bekannt. Bis zum 15.09.2018 müssen alle Unterlagen für die Teilnahme abgegeben sein. Dann gibt es die vorläufige Teilnehmerliste der EBU. Der 10.10.2018 ist dann der Stichtag für die endgültige Zusage. Bis dahin muss sich jede Rundfunkanstalt entschieden haben ob sie in Israel dabei ist. In den letzten Jahren haben sich aber immer einzelne Länder noch eine verlängerte Frist aushandeln können. Wer jedoch zusagt und nach dem 10.10. doch noch einen Rückzieher machen möchte muss dafür eine so hohe Strafzahlung abgeben, dass man es sich zehn mal überlegt ob man nicht doch lieber die Teilnahme erfüllt. Bislang haben 17 Nationen zugesagt.
30.08. Die Ukraine, näher der Sender UA:PBC bestätigt die Teilnahme am ESC 2019!
30.08. Lettland überarbeitet sein Regelwerk für die "Supernova". Nun darf man sich auch schon im Alter von 16 Jahren bewerben. Die Jury hat den Auftrag besonders "Radio Hits" zu bevorzugen. Bewerbungen gehen nur mit professionell produzierten Aufnahmen. Auch Künstler aus dem Ausland sind erlaubt. Die Bewerbungszeit ist vom 03.10.-21.10.2018.
31.08. Tschechien bleibt beim ESC dabei! Jedes Jahr aufs Neue ist unklar ob sich die Befürworter des ESCs in der Führungsebene von CT durchsetzen können und Tschechien somit am Wettbewerb teilnehmen kann. Auch dieses Jahr haben sie es wieder geschafft. Die meisten Tschechen betrachten den ESC immer noch als überflüssige Comedy Veranstaltung. Ich denke dass sich die Gemüter im Laufe der Zeit, nach und nach, beruhigen werden. Wir brauchen eben Geduld. Bis zum 31.10.2018 steht der Sender zur Annahme von Bewerbungen bereit. Einzige zusätzliche Bedingung zum ESC-Regelwerk ist dass der Hauptinterpret die Staatsbürgerschaft von Tschechien besitzen muss.
Mit diesen erfreulichen Nachrichten beende ich den Summer Summary Post über den August.
04.08. Der TRT Generalsekretär Ibrahim Eren erklärte noch einmal warum die Türkei 2019 nicht zum ESC zurückkehren möchte: " Als öffentlicher Rundfunk können wir es nicht zulassen, um 21 Uhr, wenn noch Kinder wach sind, Dinge wie einen bärtigen Österreicher zu zeigen, der ein Kleid trägt, nicht an Geschlechter glaubt und sagt, dass er sowohl Mann als auch Frau ist." Außerdem gebe es "innerhalb der EBU ein seelisches Durcheinander." und die Eurovision sei von ihren Werten abgewichen. Ich frage mich was denn die Werte der Eurovision waren. Unter anderem steht im Vordergrund die Vielfalt der Musik, Kulturen, Sprachen, Hautfarben, Religionen und auch Sexualitäten zu feiern. Anscheinend ist die Kultur der Türkei zu weit von der europäischen entfernt. Das finde ich sehr schade. Hiermit schließe ich die Türkei ganz offiziell nach meinem persönlichen Ermessen von Europa aus. Eine Nation mit solchen menschenverachtenden Weltanschauungen braucht gar nicht erst ankommen und darum bitten zum ESC zurückkehren zu können, oder in die EU aufgenommen zu werden.
07.08. Weil ictimaiTV 2011 gewann nahm die Türkei 2012 ein letztes Mal Teil. Man wollte die Freunde in Aserbaidschan nicht im Stich lassen. Diese machen aber keine Anstalten wegen der Vielfalt beim ESC, obwohl auch Aserbaidschan ein fundamentalistisch muslimisches Land ist. Das ist sogar in der Nationalflagge gleich zweifach verankert. Dieses Land hat den ESC aber clever genutzt um sein Image in Europa als liberales Land aufzupolieren. Das ist auch gelungen. SO scheut man sich jetzt auch nicht im jüdischen Israel wieder dabei zu sein und bestätigt der EBU seine Teilnahme.
08.08. In Serbien ruft RTS dazu auf sich bis zum 1. November beim Vorentscheid Beovizija zu bewerben. In der Show wird der Sieger zu 50% aus Jury- und 50% aus Televoting gekürt.
08.08. Litauen bestätigt seine Teilnahme am 64. Eurovision Song Contest 2019! LRT wird in Israel mit dabei sein.
10.08. Die EBU reagiert auf die Äußerungen von TRT: "Die Werte des Eurovision Song Contests sind Universalität und Inklusion, sowie die stolze Tradition Vielfalt durch die Musik zu feiern." Man zeigt sich weiter offen TRT wieder im Wettbewerb aufzunehmen wenn es denn möchte, wird sich dafür aber nicht verändern oder beeinflussen lassen.
12.08. IPBC schreibt in einem offenen Brief an die Regierung dass sie in spätestens zwei Tagen die versprochene Überweisung von 12 Millionen Euro an die EBU tätigen muss. Dafür hat der Rundfunk extra eine Verlängerung der Frist um zwei Wochen erhandelt. Wenn die Regierung der Aufforderung nicht nachkommt wird IPBC 200 Stellen streichen um das Geld selbst aufbringen zu können. Das Austragungsrecht für den ESC zu verlieren ist offenbar keine Option.
14.08. Nach taktischen Spielereien der Regierung und IPBC in den Stunden vor Mitternacht, zum Ablaufen der Deadline, hat die Regierung nachgegeben und 12 Millionen Euro als Kaution an die EBU überwiesen. Damit steht fest dass der ESC 2019 in Israel stattfinden wird. Alle Spekulationen über eine Austragung in Zypern, Österreich, Deutschland, oder Griechenland können damit zurückgewiesen werden.
17.08. Monaco sagt zum 13. Mal in Folge für den ESC ab. Seitdem TMC keine finanzielle Unterstützung mehr vom Staat für die Teilnahme bekommt, ist es nicht mehr in der Lage dabei sein zu können. Das Interesse im Land an einer Teilnahme ist nicht gerade groß.
18.08. Island und Irland haben die lautesten Proteste den ESC in Israel zu boykottieren. RTE widersetzt sich dem trotzdem. Die britischen Nachbarn gaben ihre Teilnahme bekannt.
21.08. Auch der niederländische Rundfunk TROS ist 2019 wieder dabei!
22.08. Israel wagt im Jahr seiner Titelverteidigung etwas neues und wird schon während der Castingshow "Hakochav Haba", auch bekannt als "Rising Star", seinen Song - nicht nur den Interpreten - auswählen.
22.08. DR ruft zu Bewerbungen auf. Wer für Dänemark zum ESC möchte, benötigt die Staatsbürgerschaft, oder einen ständigen Wohnsitz im Land, oder einen dänischen Ehepartner. Bis zum 26.09.2018 ist das Bewerbungsfenster geöffnet.
24.08. In Portugal hat der Rundfunk mit finanziellen Engpässen zu kämpfen. Die Austragung des ESCs brachte 4 Millionen Euro Verlust, die Übertragungen der Fußball WM 5,6 Millionen Miese. Aus Verantwortungsgefühl möchte man den Angestellten aber keinerlei Gehälter und erst recht keine Stellen streichen. In dieser Lage ist eine ESC-Teilnahme gefährdet.
25.08. Schon am 17.09. startet Spanien in seinen Vorentscheid Operation Triunfo.
25.08. Frankreich wird von seinem Vorentscheid "Destination Eurovision" nicht nur das Finale, sondern auch die Halbfinals live ausstrahlen. Die Jury wird ausgetauscht. Zudem gibt es weitere kleine Änderungen am Regelwerk.
25.08. Lettland wird auch für 2019 die "Supernova" als Vorentscheid verwenden. Bis zum 21.10. läuft die Bewerbungszeit.
25.08. 465 Sänger haben sich bei der ARD für den deutschen Vorentscheid beworben. Davon wurden intern 198 ausgewählt die nun dem Panel vorgelegt werden. Dieses besteht wieder aus 100 ESC-Fans die die Mitte des deutschen Musikgeschmacks repräsentieren. 50 von ihnen waren schon im Vorjahr Panel Mitglied. Die Top 50 des Panels aus 198 werden der internationalen Jury vorgelegt, die aus ehemaligen ESC-Juroren besteht. Diese wählt dann ihre 20 Favoriten aus. Diese glücklichen 20 Kandidaten reisen dann wieder in ein Workshop-Camp in dem auch ein Großteil der Songs für den Vorentscheid geschrieben werden. So geschah es auch mit Deutschlands ESC Beitrag 2018 "You let me walk alone". Zusätzlich wurden von Komponisten ca. 150 Songs eingereicht. Aus den Camp-Songs und den Bewerbungen wählt die ARD schließlich sechs, oder acht, oder zehn und dazu passende Interpreten der Top 20 aus. Dann haben wir unseren Vorentscheid bei dem wieder zu einem Drittel die internationale Jury, zu einem Drittel das Panel und zu einem Drittel das Televoting Stimmgewicht hat.
25.08. Das Duo "The Lovers of Valdaro" gewinnt die Wildcard für die Melodifestivalen (Schweden) durch das Radiofestval P4 Nästa. Damit sind sie die ersten bekannten Vorentscheidungskanidadten des Jahrgangs. Die beiden Jungs haben sich nach zwei Skeletten benannt die bei ihrer Ausgrabung eng umschlungen in den italienischen Alpen lagen. Ihr Song für die Melodifestivalen wird jetzt in Zusammenarbeit mit professionellen Komponisten geschrieben.
29.08. Die EBU gibt die Anmeldeschlüsse für den ESC 2019 bekannt. Bis zum 15.09.2018 müssen alle Unterlagen für die Teilnahme abgegeben sein. Dann gibt es die vorläufige Teilnehmerliste der EBU. Der 10.10.2018 ist dann der Stichtag für die endgültige Zusage. Bis dahin muss sich jede Rundfunkanstalt entschieden haben ob sie in Israel dabei ist. In den letzten Jahren haben sich aber immer einzelne Länder noch eine verlängerte Frist aushandeln können. Wer jedoch zusagt und nach dem 10.10. doch noch einen Rückzieher machen möchte muss dafür eine so hohe Strafzahlung abgeben, dass man es sich zehn mal überlegt ob man nicht doch lieber die Teilnahme erfüllt. Bislang haben 17 Nationen zugesagt.
30.08. Die Ukraine, näher der Sender UA:PBC bestätigt die Teilnahme am ESC 2019!
30.08. Lettland überarbeitet sein Regelwerk für die "Supernova". Nun darf man sich auch schon im Alter von 16 Jahren bewerben. Die Jury hat den Auftrag besonders "Radio Hits" zu bevorzugen. Bewerbungen gehen nur mit professionell produzierten Aufnahmen. Auch Künstler aus dem Ausland sind erlaubt. Die Bewerbungszeit ist vom 03.10.-21.10.2018.
31.08. Tschechien bleibt beim ESC dabei! Jedes Jahr aufs Neue ist unklar ob sich die Befürworter des ESCs in der Führungsebene von CT durchsetzen können und Tschechien somit am Wettbewerb teilnehmen kann. Auch dieses Jahr haben sie es wieder geschafft. Die meisten Tschechen betrachten den ESC immer noch als überflüssige Comedy Veranstaltung. Ich denke dass sich die Gemüter im Laufe der Zeit, nach und nach, beruhigen werden. Wir brauchen eben Geduld. Bis zum 31.10.2018 steht der Sender zur Annahme von Bewerbungen bereit. Einzige zusätzliche Bedingung zum ESC-Regelwerk ist dass der Hauptinterpret die Staatsbürgerschaft von Tschechien besitzen muss.
Mit diesen erfreulichen Nachrichten beende ich den Summer Summary Post über den August.
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Freitag, 4. Januar 2019
Summer Summary 2018 Teil 4
Hier die Nachrichten vom Juni:
01.06. Doron Medalie entschuldigte sich öffentlich für seine Äußerungen, erklärte aber auch dass ihm von den Medien die Worte im Mund umgedreht worden seien und er so zu leichter Beute für Hater wurde, die in jeder Ecke dieses verrückten Landes warten würden. Netta selbst sagte nie etwas direkt zu diesen Äußerungen, erklärte auf Nachfragen lediglich dass sie nach dem Sieg von Hakochav Haba nicht damit rechnete den ESC zu gewinnen und sie mit ihrem Team eine der wertvollsten Zusammenarbeiten erfahren habe.
03.06. Eine Meldung die mir besonders weh tut: Tayanna wird kein drittes mal beim ukrainischen Vorentscheid "Vidbir" teilnehmen. 2017 wurde sie zweite, punktgleich mit O.Torvald, die hatten jedoch das bessere Televotingergebnis (2., Tayanna 3.) und wurden deshalb ausgewählt. 2018 kam sie wieder auf den 2. Platz, diesmal hinter Melovin der 2017 und 2018 das Televoting gewann. Tayanna fehlte ein Punkt zum Sieg des Vorentscheides. Sie wäre in beiden Jahren eine sehr gute Wahl gewesen und eine formidable Platzierung beim ESC erreicht.
03.06. Serhat hat von seinem ESC-Song für San Marino 2016 "I didn't know" eine Dance-Version, zusammen mit der US-Ikone Martha Wash, aufgenommen. Der Track hat es bis auf Platz 38 in den US-Dance-Charts geschafft, die anhand dessen ermittelt werden wie oft DJs welche Songs spielen. Meiner Meinung nach hätte er gleich mit dieser fetzigeren Nummer antreten sollen, dass es das Ergebnis wesentlich beeinflusst hätte bezweifle ich dennoch:
05.06. In Rumänien ist man auf das schlechteste Abschneiden beim ESC aller Zeiten stinksauer. So wird fast das gesamte Team ausgetauscht das sich um den ESC kümmert. Ein nahezu komplett neues Line-Up, mitsamt neuem Delegationsleiter, wird sich nun zu den Vorbereitungen des Vorentscheides aufmachen. TVR hat sich bei allen Bürgern Rumäniens für das Ergebnis entschuldigt... Die Aktion werte ich mal als Teilnahmebestätigung, womit es das 10. Land ist das 2019 dabei sein wird.
07.06. Seit wenigen Jahren wird in der deutschen Politik darüber debattiert die Führung der öffentlich-rechtlochen Rundfunkanstalten in Deutschland zu ändern. Man kann an vielen Punkten einfach viel Geld einsparen. Außerdem wird immer wieder kritisiert dass diese Programme zu viel Geld für Unterhaltung ausgeben und sich auf ihre Kernaufgaben der Information, Kultur und Bildung fokussieren sollten. Der ESC fällt zwar in den Spartenbereich Unterhaltung, soll als Kulturgut aber auf jeden Fall fortgesetzt werden. Allerdings könnten die Halbfinals zukünftig einen deutlich besseren Sendeplatz bekommen, denn heute wurde ein Entwurf vorgelegt, nachdem ARD und ZDF kleine Sender wie zum Beispiel ZDFneo, Phoenix, KIKA, Tagesschau24 und ONE entweder ganz einstellen, oder auf einen Sender zusammenlegen müssen. Die unterschiedlichen Themenausrichtungen der Sender dürften das sehr schwer machen. Dafür wird der Rundfunkbeitrag immerhin um 30 Cent pro Monat, pro Haushalt gekürzt.
Zukünftig könnte es also sein dass die Halbfinals nicht mehr auf einem Sender ausgestrahlt werden der in der TV-Branche nur ein mal im Jahr, genau dafür, Aufmerksamkeit bekommt, sondern stattdessen mindestens auf einem Regionalsender (z.B. NDR, WDR) oder gar in der ARD.
08.06. ARD-Unterhaltungskoordinator betonte erneut dass man aufgrund des Erfolgs 2018 den gleichen Auswahlmodus für 2019 verwenden werde. Meine Meinung dazu habe ich hier bereits ausführlich geschildert. Hoffen wir einfach dass es trotzdem gut wird.
10.06. Nach den Bewerbungen von Jerusalem, Haifa und Petah Tikwa, berichten Medien davon dass sich auch Eilat um die Austragung des ESCs bewerben möchte. Der Stadt fehlt aber die wichtigste Voraussetzung für die Austragung; eine Halle in der der ESC stattfinden kann. Diese könnte aber, wie 2012 in Baku und 2014 in Dänemark erst noch gebaut werden. Alle anderen Bedingungen erfüllt Eilat, obwohl es nur über 50.000 Einwohner verfügt. Tel Aviv möchte sich nicht bewerben.
10.06. Meine ESC-Siegerin Ieva Zasimauskaite (Litauen) hat die Single Paslepk Mane mit Musikvideo veröffentlicht. Darin zeigt sie Aufnahmen von der Zeit in Lissabon hinter den Kulissen:
12.06. Die Präsidenten von Griechenland und der Ehemals jugoslawischen Republik Mazedonien haben sich nach einem viertel Jahrhundert Streit auf einen Namen für das Land geeinigt. Beide sind damit einverstanden wenn sich das Land in Nord-Mazedonien umbenennt. Auch die Schreibweise Nordmazedonien ist korrekt. Nun müssen noch das mazedonische Parlament mit einer zwei Drittel Mehrheit und das griechische Parlament mit einer einfachen Mehrheit der Namensänderung zustimmen. Am 19.10.2018 wurde das Land umbenannt.
13.06. CyBC bestätigt die Teilnahme am 64. Eurovision Song Contest 2019! Mit Zypern sind nun 11 Nationen sicher an Bord.
15.06. Wales trat bei der ersten Ausgabe des Eurovision Choir of the Year 2017 erstmals bei einem eurovisionären Wettbewerb an und wurde gleich mal 2.. 2018 folgt das Debüt beim JESC. Für die zweite Ausgabe von Choir of the Year 2019 veranstaltet Wales sogar einen eigenen Vorentscheid. Das hat bisher keine andere Nation getan oder bekannt gegeben. Auch der Debut Beitrag für den JESC wurde mit einem Vorentscheid ausgewählt. Wir dürfen gespannt sein welche Entwicklungen das Ganze noch annehmen wird. Schottland beklagte sich schon mal dass sie mit einem eigenen Beitrag beim ESC antreten wollen. Vielleicht gibt es bald England, Schottland, Wales und Nordirland beim ESC?
15.06. Finnland wird einen nationalen Vorentscheid veranstalten, an diesem dürfen aber nur eingeladene Künstler teilnehmen. Anssi Autio, der Produzent des Vorentscheides: "UMK 2018 hat gezeigt, dass wir durch die Einladung mehr in die Performances und andere Dinge investieren können. Nach diesem Gesichtspunkt können wir das Format nun weiterentwickeln." In den letzten Jahren viel Finnland vor allem damit auf eine sehr schlechte Qualität in den Vorentscheidungsbeiträgen zu haben und stetig ein schlechtes Ergebnis beim ESC einzufahren. 2018 entschied man sich mangels Qualität der Bewerber dazu einen Vorentscheid mit drei verschiedenen Songs von Saara Aalto zu veranstalten. "Monsters" führte zu einem 25. Platz. Yle steht nun in Verhandlungen mit Plattenfirmen, Produzenten, Sängern und Komponisten. Mir macht es Hoffnung und ich glaube dass Finnland sich so in den nächsten Jahren beim ESC profilieren kann. Wer weiß, vielleicht entsteht j ein zweites Melodifestivalen mit den größten Stars des Landes.
16.06. TRT erteilt der EBU eine Absage für 2019. Die Türkei wird also ihre Abwesenheit verlängern. Letztmalig war sie 2012 dabei. Der Premierminister Binali Yildirim war dazu in einem Interview der EBU vor dass sie alles dafür getan hätte um Israel zum Sieg zu führen damit der ESC in Jerusalem stattfinden kann. Seiner Auffassung nach wurde das Votingsystem 2016 so geändert dass es Israel im Jahre 2018 bevorzugt. Bei solchen fragwürdigen Weltanschauungen braucht man sich leider auch nicht wundern dass eines der erfolgreichsten Länder des ESCs kein Interesse mehr am Wettbewerb hat. Es ist wirklich schade dass die Türkei sich das Friedensfest jährlich als politisches Instrument zurechtlegt. Die türkischen ESC-Fans haben mein Mitleid. Die Türkei ist das dritte Land das 2019 nicht dabei ist.
20.06. Überraschende Nachrichten aus Malta! Erst einmal bestätigt PBS als 12. Rundfunkanstalt ihre Teilnahme am ESC 2019. 1971 nahm Malta erstmals am ESC teil. Seitdem wurde JEDER Beitrag durch einen nationalen Vorentscheid ausgewählt. Dieser ist dafür bekannt dass er viele Kandidaten hat die sich immer wieder und wieder bewerben. Meistens gewinnt auch ein Kandidat der es schon etliche Male versucht hat. 2019 soll aber der Gewinner des maltesischen "X Factor" (Castingshow) den Inselstaat vertreten. Damit möchte Malta die lokale Unterhaltungsindustrie auf das nächste Level heben. Vertrauen wir mal den Experten und wünschen Malta dass der Plan funktioniert. Die besagte X Factor Staffel beginnt im Oktober. Mehr Informationen gibt es derzeit nicht.
22.06. Frankreich eröffnet die Bewerbungszeit für den nationalen Vorentscheid. Sie geht bis zum 30.11.2018. Die einzige Einschränkung zu den ESC-Regularien macht France 2 beim Alter. Man muss schon am 01.01.2019 - und nicht erst im Mai 2019 - 16 Jahre alt sein um sich als Sänger bewerben zu können.
22.06. Die EBU gibt bekannt dass am 01.07.2018 darüber abgestimmt wird ob der kosovarische Sender RTK ein Aufnahmeverfahren in die EBU bekommt. Sofern RTK aufgenommen wird, hat Kosovo seine Teilnahme am ESC versichert. Bisher scheiterte die Aufnahme des Verfahrens an Serbien und Bosnien-Herzegowina, doch zu mindestens letzteres ist nun suspendiert und hat kein Stimmrecht.
24.06. IPBC hat die Bewerbung für die nächste Staffel "Hakochav Haba"herausgegeben. DerGewinner der Castingshow wird, wie auch schon die letzten vier Jahre, Israel beim ESC vertreten. Der Song wird nach Ende der Castingshow mit professionellen Komponisten produziert. Dieses Jahr dürfte sich die Castingshow eines besonders starken Kandidatenansturms um die Titelverteidigung beim ESC erfreuen. Diese Ausschreibung ist wohl die Bestätigung 2019 auch wieder teilzunehmen.
24.06. Der in den ganzen USA berühmte Schauspieler und Comedian Will Ferrell ist ESC-Fan und möchte nun eine Komödie über den ESC drehen um ihn in seinem Land bekannter zu machen. Das dürfte LogoTV erfreuen, die mit der Ausstrahlung des ESCs in den USA immer auf einen Marktanteil von 0,2% kommen. Viele ESC-Fans befürchten dass sich die USA in den Wettbewerb einmischen wollen, was den Charakter der Veranstaltung zerstören würde. Dabei geht es darum dass US-Amerikaner mit ihrer Showkultur nicht verstehen was den ESC auszeichnet. Außerdem ist es ein europäisches Kulturgut das nicht vom alles beeinflussenden Amerika verändert werden soll. Ich gehe davon aus dass sich die EBU über die Bedenken bewusst ist und die USA niemals zum ESC zulassen wird.
26.06. Nach der Einführung eines neuen Rundfunkgesetzes stand monatelang in den Sternen ob IPBC ihre Nachrichtenabteilung auslagern und extern führen muss. Alle warteten auf das gerichtliche Urteil. Wäre es so gekommen hätte die EBU IPBC unmittelbar als EBU Mitglied ausschließen müssen, womit die Teilnahme Israels am ESC nicht mehr möglich wäre. Der Premierminister Benjamin Netanjahu knickt nun auf das Drängen der Bevölkerung ein und kündigt an das Gesetz so zu ändern dass die EBU Mitgliedschaft von IPBC in der EBU nicht gefährdet ist. Derweil kündigt die nächste Stadt, Masada, an, dass man sich um die Austragung des ESCs bewerben werde.
27.06. Malta öffnet die Bewerbungsphase für "X Factor" bis zum 4.07.2018. Neben den normalen ESC-Regeln muss im Falle einer Gruppe der Hauptinterpret und auch jeder Einzelbewerber die maltesische Staatsbürgerschaft besitzen. Diese kann man übrigens käuflich erwerben für 1 Millionen Euro. Malta ist der einzige Staat der Welt der Staatsbürgerschaften offen verkauft. Dieses Geschäft gehen Leute ein die sich irgendwo in der Europäischen Union niederlassen möchten, was die maltesische Staatsbürgerschaft ermöglicht.
28.06. Das San Remo Festival wird 2019 vom 05.-09.02. stattfinden, so RAI. Italien hat seine Teilnahme am ESC noch nicht bestätigt. Es wäre aber eine große Überraschung falls das Land nicht teilnehmen sollte. Ebenfalls ist es nur eine Formsache wieder anzukündigen dass der Sieger des Festivals das Angebot von RAI bekommt mit seinem Siegessong beim ESC anzutreten.
30.06. Beim griechischen Publikumspreisverleihung "MAD Video Music Awards" haben in diesem Jahr mehrere ehemalige ESC-Kandidaten Preise erhalten; Skis Rouvas, Demy, Helena Paparizou und allen voran Eleni Foureira. Auch der diesjährige tschechische ESC-Kandidat Mikolas Josef hatte einen Auftritt mit "Lie to me" bei einer der größten Musikawards der Welt.
Das wars mit den Nachrichten aus dem Juni. Weiter geht's mit dem Juli :)
01.06. Doron Medalie entschuldigte sich öffentlich für seine Äußerungen, erklärte aber auch dass ihm von den Medien die Worte im Mund umgedreht worden seien und er so zu leichter Beute für Hater wurde, die in jeder Ecke dieses verrückten Landes warten würden. Netta selbst sagte nie etwas direkt zu diesen Äußerungen, erklärte auf Nachfragen lediglich dass sie nach dem Sieg von Hakochav Haba nicht damit rechnete den ESC zu gewinnen und sie mit ihrem Team eine der wertvollsten Zusammenarbeiten erfahren habe.
03.06. Eine Meldung die mir besonders weh tut: Tayanna wird kein drittes mal beim ukrainischen Vorentscheid "Vidbir" teilnehmen. 2017 wurde sie zweite, punktgleich mit O.Torvald, die hatten jedoch das bessere Televotingergebnis (2., Tayanna 3.) und wurden deshalb ausgewählt. 2018 kam sie wieder auf den 2. Platz, diesmal hinter Melovin der 2017 und 2018 das Televoting gewann. Tayanna fehlte ein Punkt zum Sieg des Vorentscheides. Sie wäre in beiden Jahren eine sehr gute Wahl gewesen und eine formidable Platzierung beim ESC erreicht.
03.06. Serhat hat von seinem ESC-Song für San Marino 2016 "I didn't know" eine Dance-Version, zusammen mit der US-Ikone Martha Wash, aufgenommen. Der Track hat es bis auf Platz 38 in den US-Dance-Charts geschafft, die anhand dessen ermittelt werden wie oft DJs welche Songs spielen. Meiner Meinung nach hätte er gleich mit dieser fetzigeren Nummer antreten sollen, dass es das Ergebnis wesentlich beeinflusst hätte bezweifle ich dennoch:
05.06. In Rumänien ist man auf das schlechteste Abschneiden beim ESC aller Zeiten stinksauer. So wird fast das gesamte Team ausgetauscht das sich um den ESC kümmert. Ein nahezu komplett neues Line-Up, mitsamt neuem Delegationsleiter, wird sich nun zu den Vorbereitungen des Vorentscheides aufmachen. TVR hat sich bei allen Bürgern Rumäniens für das Ergebnis entschuldigt... Die Aktion werte ich mal als Teilnahmebestätigung, womit es das 10. Land ist das 2019 dabei sein wird.
07.06. Seit wenigen Jahren wird in der deutschen Politik darüber debattiert die Führung der öffentlich-rechtlochen Rundfunkanstalten in Deutschland zu ändern. Man kann an vielen Punkten einfach viel Geld einsparen. Außerdem wird immer wieder kritisiert dass diese Programme zu viel Geld für Unterhaltung ausgeben und sich auf ihre Kernaufgaben der Information, Kultur und Bildung fokussieren sollten. Der ESC fällt zwar in den Spartenbereich Unterhaltung, soll als Kulturgut aber auf jeden Fall fortgesetzt werden. Allerdings könnten die Halbfinals zukünftig einen deutlich besseren Sendeplatz bekommen, denn heute wurde ein Entwurf vorgelegt, nachdem ARD und ZDF kleine Sender wie zum Beispiel ZDFneo, Phoenix, KIKA, Tagesschau24 und ONE entweder ganz einstellen, oder auf einen Sender zusammenlegen müssen. Die unterschiedlichen Themenausrichtungen der Sender dürften das sehr schwer machen. Dafür wird der Rundfunkbeitrag immerhin um 30 Cent pro Monat, pro Haushalt gekürzt.
Zukünftig könnte es also sein dass die Halbfinals nicht mehr auf einem Sender ausgestrahlt werden der in der TV-Branche nur ein mal im Jahr, genau dafür, Aufmerksamkeit bekommt, sondern stattdessen mindestens auf einem Regionalsender (z.B. NDR, WDR) oder gar in der ARD.
08.06. ARD-Unterhaltungskoordinator betonte erneut dass man aufgrund des Erfolgs 2018 den gleichen Auswahlmodus für 2019 verwenden werde. Meine Meinung dazu habe ich hier bereits ausführlich geschildert. Hoffen wir einfach dass es trotzdem gut wird.
10.06. Nach den Bewerbungen von Jerusalem, Haifa und Petah Tikwa, berichten Medien davon dass sich auch Eilat um die Austragung des ESCs bewerben möchte. Der Stadt fehlt aber die wichtigste Voraussetzung für die Austragung; eine Halle in der der ESC stattfinden kann. Diese könnte aber, wie 2012 in Baku und 2014 in Dänemark erst noch gebaut werden. Alle anderen Bedingungen erfüllt Eilat, obwohl es nur über 50.000 Einwohner verfügt. Tel Aviv möchte sich nicht bewerben.
10.06. Meine ESC-Siegerin Ieva Zasimauskaite (Litauen) hat die Single Paslepk Mane mit Musikvideo veröffentlicht. Darin zeigt sie Aufnahmen von der Zeit in Lissabon hinter den Kulissen:
12.06. Die Präsidenten von Griechenland und der Ehemals jugoslawischen Republik Mazedonien haben sich nach einem viertel Jahrhundert Streit auf einen Namen für das Land geeinigt. Beide sind damit einverstanden wenn sich das Land in Nord-Mazedonien umbenennt. Auch die Schreibweise Nordmazedonien ist korrekt. Nun müssen noch das mazedonische Parlament mit einer zwei Drittel Mehrheit und das griechische Parlament mit einer einfachen Mehrheit der Namensänderung zustimmen. Am 19.10.2018 wurde das Land umbenannt.
13.06. CyBC bestätigt die Teilnahme am 64. Eurovision Song Contest 2019! Mit Zypern sind nun 11 Nationen sicher an Bord.
15.06. Wales trat bei der ersten Ausgabe des Eurovision Choir of the Year 2017 erstmals bei einem eurovisionären Wettbewerb an und wurde gleich mal 2.. 2018 folgt das Debüt beim JESC. Für die zweite Ausgabe von Choir of the Year 2019 veranstaltet Wales sogar einen eigenen Vorentscheid. Das hat bisher keine andere Nation getan oder bekannt gegeben. Auch der Debut Beitrag für den JESC wurde mit einem Vorentscheid ausgewählt. Wir dürfen gespannt sein welche Entwicklungen das Ganze noch annehmen wird. Schottland beklagte sich schon mal dass sie mit einem eigenen Beitrag beim ESC antreten wollen. Vielleicht gibt es bald England, Schottland, Wales und Nordirland beim ESC?
15.06. Finnland wird einen nationalen Vorentscheid veranstalten, an diesem dürfen aber nur eingeladene Künstler teilnehmen. Anssi Autio, der Produzent des Vorentscheides: "UMK 2018 hat gezeigt, dass wir durch die Einladung mehr in die Performances und andere Dinge investieren können. Nach diesem Gesichtspunkt können wir das Format nun weiterentwickeln." In den letzten Jahren viel Finnland vor allem damit auf eine sehr schlechte Qualität in den Vorentscheidungsbeiträgen zu haben und stetig ein schlechtes Ergebnis beim ESC einzufahren. 2018 entschied man sich mangels Qualität der Bewerber dazu einen Vorentscheid mit drei verschiedenen Songs von Saara Aalto zu veranstalten. "Monsters" führte zu einem 25. Platz. Yle steht nun in Verhandlungen mit Plattenfirmen, Produzenten, Sängern und Komponisten. Mir macht es Hoffnung und ich glaube dass Finnland sich so in den nächsten Jahren beim ESC profilieren kann. Wer weiß, vielleicht entsteht j ein zweites Melodifestivalen mit den größten Stars des Landes.
16.06. TRT erteilt der EBU eine Absage für 2019. Die Türkei wird also ihre Abwesenheit verlängern. Letztmalig war sie 2012 dabei. Der Premierminister Binali Yildirim war dazu in einem Interview der EBU vor dass sie alles dafür getan hätte um Israel zum Sieg zu führen damit der ESC in Jerusalem stattfinden kann. Seiner Auffassung nach wurde das Votingsystem 2016 so geändert dass es Israel im Jahre 2018 bevorzugt. Bei solchen fragwürdigen Weltanschauungen braucht man sich leider auch nicht wundern dass eines der erfolgreichsten Länder des ESCs kein Interesse mehr am Wettbewerb hat. Es ist wirklich schade dass die Türkei sich das Friedensfest jährlich als politisches Instrument zurechtlegt. Die türkischen ESC-Fans haben mein Mitleid. Die Türkei ist das dritte Land das 2019 nicht dabei ist.
20.06. Überraschende Nachrichten aus Malta! Erst einmal bestätigt PBS als 12. Rundfunkanstalt ihre Teilnahme am ESC 2019. 1971 nahm Malta erstmals am ESC teil. Seitdem wurde JEDER Beitrag durch einen nationalen Vorentscheid ausgewählt. Dieser ist dafür bekannt dass er viele Kandidaten hat die sich immer wieder und wieder bewerben. Meistens gewinnt auch ein Kandidat der es schon etliche Male versucht hat. 2019 soll aber der Gewinner des maltesischen "X Factor" (Castingshow) den Inselstaat vertreten. Damit möchte Malta die lokale Unterhaltungsindustrie auf das nächste Level heben. Vertrauen wir mal den Experten und wünschen Malta dass der Plan funktioniert. Die besagte X Factor Staffel beginnt im Oktober. Mehr Informationen gibt es derzeit nicht.
22.06. Frankreich eröffnet die Bewerbungszeit für den nationalen Vorentscheid. Sie geht bis zum 30.11.2018. Die einzige Einschränkung zu den ESC-Regularien macht France 2 beim Alter. Man muss schon am 01.01.2019 - und nicht erst im Mai 2019 - 16 Jahre alt sein um sich als Sänger bewerben zu können.
22.06. Die EBU gibt bekannt dass am 01.07.2018 darüber abgestimmt wird ob der kosovarische Sender RTK ein Aufnahmeverfahren in die EBU bekommt. Sofern RTK aufgenommen wird, hat Kosovo seine Teilnahme am ESC versichert. Bisher scheiterte die Aufnahme des Verfahrens an Serbien und Bosnien-Herzegowina, doch zu mindestens letzteres ist nun suspendiert und hat kein Stimmrecht.
24.06. IPBC hat die Bewerbung für die nächste Staffel "Hakochav Haba"herausgegeben. DerGewinner der Castingshow wird, wie auch schon die letzten vier Jahre, Israel beim ESC vertreten. Der Song wird nach Ende der Castingshow mit professionellen Komponisten produziert. Dieses Jahr dürfte sich die Castingshow eines besonders starken Kandidatenansturms um die Titelverteidigung beim ESC erfreuen. Diese Ausschreibung ist wohl die Bestätigung 2019 auch wieder teilzunehmen.
24.06. Der in den ganzen USA berühmte Schauspieler und Comedian Will Ferrell ist ESC-Fan und möchte nun eine Komödie über den ESC drehen um ihn in seinem Land bekannter zu machen. Das dürfte LogoTV erfreuen, die mit der Ausstrahlung des ESCs in den USA immer auf einen Marktanteil von 0,2% kommen. Viele ESC-Fans befürchten dass sich die USA in den Wettbewerb einmischen wollen, was den Charakter der Veranstaltung zerstören würde. Dabei geht es darum dass US-Amerikaner mit ihrer Showkultur nicht verstehen was den ESC auszeichnet. Außerdem ist es ein europäisches Kulturgut das nicht vom alles beeinflussenden Amerika verändert werden soll. Ich gehe davon aus dass sich die EBU über die Bedenken bewusst ist und die USA niemals zum ESC zulassen wird.
26.06. Nach der Einführung eines neuen Rundfunkgesetzes stand monatelang in den Sternen ob IPBC ihre Nachrichtenabteilung auslagern und extern führen muss. Alle warteten auf das gerichtliche Urteil. Wäre es so gekommen hätte die EBU IPBC unmittelbar als EBU Mitglied ausschließen müssen, womit die Teilnahme Israels am ESC nicht mehr möglich wäre. Der Premierminister Benjamin Netanjahu knickt nun auf das Drängen der Bevölkerung ein und kündigt an das Gesetz so zu ändern dass die EBU Mitgliedschaft von IPBC in der EBU nicht gefährdet ist. Derweil kündigt die nächste Stadt, Masada, an, dass man sich um die Austragung des ESCs bewerben werde.
27.06. Malta öffnet die Bewerbungsphase für "X Factor" bis zum 4.07.2018. Neben den normalen ESC-Regeln muss im Falle einer Gruppe der Hauptinterpret und auch jeder Einzelbewerber die maltesische Staatsbürgerschaft besitzen. Diese kann man übrigens käuflich erwerben für 1 Millionen Euro. Malta ist der einzige Staat der Welt der Staatsbürgerschaften offen verkauft. Dieses Geschäft gehen Leute ein die sich irgendwo in der Europäischen Union niederlassen möchten, was die maltesische Staatsbürgerschaft ermöglicht.
28.06. Das San Remo Festival wird 2019 vom 05.-09.02. stattfinden, so RAI. Italien hat seine Teilnahme am ESC noch nicht bestätigt. Es wäre aber eine große Überraschung falls das Land nicht teilnehmen sollte. Ebenfalls ist es nur eine Formsache wieder anzukündigen dass der Sieger des Festivals das Angebot von RAI bekommt mit seinem Siegessong beim ESC anzutreten.
30.06. Beim griechischen Publikumspreisverleihung "MAD Video Music Awards" haben in diesem Jahr mehrere ehemalige ESC-Kandidaten Preise erhalten; Skis Rouvas, Demy, Helena Paparizou und allen voran Eleni Foureira. Auch der diesjährige tschechische ESC-Kandidat Mikolas Josef hatte einen Auftritt mit "Lie to me" bei einer der größten Musikawards der Welt.
Das wars mit den Nachrichten aus dem Juni. Weiter geht's mit dem Juli :)
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Dienstag, 10. Oktober 2017
News Kompakt August Teil 1/2
Und weiter geht es bei der Aufarbeitung mit dem August.
2. August: Zu beginn eine Kleinigkeit aus Zypern; CyBC hat bereits angekündigt einen Vorentscheid veranstalten zu wollen. Nun heißt es, dass sie intern einen Komponisten engagieren wollen. Es wird nicht Thomas G:son sein, der diesen Job in den letzten Jahren übernahm. Zypern hat in seinen 34 Teilnahmen lediglich 3 Top 20 Platzierungen erreichen können; Platz #16, Platz #6 und Platz #5 und ist damit eines der unerfolgreichsten Länder überhaupt.
5. August: Es ist nicht das erste mal, dass das spanische Parlament an ihren ESC-Beiträgen mitentscheiden möchte. Die Partei PSOE, die bei der letzten Parlamentswahl im Juni 2016 auf 22,66% kam und somit zweitgrößte Partei Spaniens ist, möchte im Parlament durchsetzen, dass Spanien nur noch Landessprachige Songs zum ESC schicken darf. Laut PSOE sei es fragwürdig, dass die englische Sprache ein besseres Ergebnis hervorbringt. Letztes Jahr hat Barei sich damit durchsetzen können erstmals mit einem Song für Spanien anzutreten in dem keine einzige Zeile Spanisch vorkam. Ihr #22. Platz und "Do it for you Lover", das mit lediglich 5 Punkten, die allesamt aus dem portugiesischen Televoting stammten, den letzten (#26.) Platz belegte konnten einige Politiker der PSOE anscheinend nicht zufriedenstellen. Ob Spanien uns dann wirklich nur noch ausschließlich non-englische Songs präsentiert ist noch völlig unklar.
5. August: Zur Rechtfertigung der EBU im Sanktionen-Konflikt sehe ich mich in der journalistischen Pflicht einmal kurz anmerken dass die EBU auch eine Strafe an Russland ausgesprochen habe, diese nur nicht veröffentlicht ist. Wie hoch diese Strafe ist und welche Form sie annimmt kann man nur raten...
5. August: Aus Montenegro hört man derweil, dass es vor allem von den Sponsoren abhänge, ob man eine Teilnahme auch 2018 auf die Beine stellen kann.
7. August: Unklarheit herrscht über die Türkei: Nach vielen Gerüchten über eine Rückkehr des beliebten und erfolgreichen ESC-Landes, besagte der stellvertretende Ministerpräsident der Türkei; Bekir Bozdağ, dass die Türkei 2018 nicht teilnehmen werde. Dies twitterte der zuständige Sender TRT daraufhin, löschte diesen Tweet anschließend jedoch. Ein offizielles Statement von befugten liegt nicht vor. Man kann aber davon ausgehen dass wir auch in Lissabon keinen türkischen Auftritt sehen werden.
7. August: Ein paar Stunden später bestätigte RTS seine Teilnahme. 2007 gewann Serbien gleich beim ersten Versuch den ESC und war das erste Land das im Jahr darauf, ohne Probleme, den stark erweiterten Wettbewerb austragen konnte. Die Teilnahme für 2018 ist keine Überraschung, allerdings das erste wirklich positive, das in dieser Saison von Ex-Jugoslawien zu hören ist. Über den Auswahlmodus herrscht bislang Schweigen.
8. August: Skandinavien ist komplett!
Endlich hat auch Island seine Teilnahme für 2018 bestätigt. Es gab schon Getuschel über einen Rückzug, da RÚV eigentlich immer zu den ersten Sendern gehört, die begeistert auf sich aufmerksam machen wollen, indem sie ihr Auswahlkonzept präsentieren. Wie gewohnt wird es wieder einen Vorentscheid geben, der mal wieder Rekordquoten im nationalbewussten Island erwarten kann. Wie dieser aussehen wird bleibt vorerst unklar. Weder die Anzahl der Shows, noch die Anzahl der Teilnehmer, noch das Votingsystem wurde verraten. Aber erstmal können wir aufatmen, dass Skandinavien auch in Lissabon wieder komplett sein wird.
8. August: Aufgrund der mikrigen Rundfunkgebühren in Bosnien-Herzegowina, steht der einzige öffentlich-rechtliche Sender BHRT seit Jahren kurz vor den Ruinen. Trotz mehrerer offenen Briefe der EBU an das Parlament, lässt die Regierung diesem Prozess einfach freien Lauf. Nun hat BHRT ein Abkommen mit mehreren Stromanbietern unterzeichnet, welches BHRT nun Gebühren eintreibt. Dadurch vervielfacht sich die Wahrscheinlichkeit über dessen Teilnahme am ESC. 2012 konnte man das letzte mal noch genügend Geld zusammenkratzen, um eine Teilnahme zu gewährleisten. 2016 wurde die Beitragsentsendung lediglich durch die Teilnahme Australiens ermöglicht, welche seine eigenen und die Gebühren drei weiterer Länder bezahlen musste, um teilnehmen zu dürfen. 2018 könnten wir eine endgültige und langfristige Rückkehr von Bosnien-Herzegowina erleben.
10. August: So langsam aber sicher fängt der ESC-Kalender an, sich zu füllen. RÚV hat gleich zwei Tage nach seiner Teilnahmebestätigung die Termine für ihre Vorentscheidungssendungen veröffentlicht. Man scheint beim gleichen Prozess wie in den letzten Jahren zu bleiben. Zumindest gibt es wieder zwei Halbfinals, von denen das erste am 17. Februar und das zweite am 24. Februar stattfinden wird. Das Finale soll dementsprechend am 03. März ausgetragen werden. Der Name des Vorentscheides bleibt weiterhin Söngvakeppnin.
11. August: Aserbaidschan wird 2018 zum elften Mal am Eurovision Song Contest teilnehmen! Dabei handelt es sich um keine Überraschung, angesichts dessen, dass Aserbaidschan und Schweden als die beiden erfolgreichsten Länder der Moderne gelten. Seit der Protestabwesenheit von Russland in diesem Jahr ist Aserbaidschan das einzige Land, das die Qualifikation in jedem Halbfinale geschafft hat. Australien, Rumänien, Russland und die Ukraine konnten dies immerhin bei jeder ihrer Teilnahmen erreichen. Wie ictimaiTV (kurz iTV) den Beitrag zusammenstellen möchte, wurde noch nicht verkündet. Aserbaidschan ist das 26. Land das einwilligt teilzunehmen. Somit haben wir ein volles Finale. Jede weitere Teilnahme bedeutet ein Land, das im Halbfinale liegen bleiben muss.
Das war's mit den wichtigen Geschehnissen der ersten Augusthälfte. Voraussichtlich wird morgen oder übermorgen dann das Update über den Rest vom August folgen.
2. August: Zu beginn eine Kleinigkeit aus Zypern; CyBC hat bereits angekündigt einen Vorentscheid veranstalten zu wollen. Nun heißt es, dass sie intern einen Komponisten engagieren wollen. Es wird nicht Thomas G:son sein, der diesen Job in den letzten Jahren übernahm. Zypern hat in seinen 34 Teilnahmen lediglich 3 Top 20 Platzierungen erreichen können; Platz #16, Platz #6 und Platz #5 und ist damit eines der unerfolgreichsten Länder überhaupt.
5. August: Es ist nicht das erste mal, dass das spanische Parlament an ihren ESC-Beiträgen mitentscheiden möchte. Die Partei PSOE, die bei der letzten Parlamentswahl im Juni 2016 auf 22,66% kam und somit zweitgrößte Partei Spaniens ist, möchte im Parlament durchsetzen, dass Spanien nur noch Landessprachige Songs zum ESC schicken darf. Laut PSOE sei es fragwürdig, dass die englische Sprache ein besseres Ergebnis hervorbringt. Letztes Jahr hat Barei sich damit durchsetzen können erstmals mit einem Song für Spanien anzutreten in dem keine einzige Zeile Spanisch vorkam. Ihr #22. Platz und "Do it for you Lover", das mit lediglich 5 Punkten, die allesamt aus dem portugiesischen Televoting stammten, den letzten (#26.) Platz belegte konnten einige Politiker der PSOE anscheinend nicht zufriedenstellen. Ob Spanien uns dann wirklich nur noch ausschließlich non-englische Songs präsentiert ist noch völlig unklar.
5. August: Zur Rechtfertigung der EBU im Sanktionen-Konflikt sehe ich mich in der journalistischen Pflicht einmal kurz anmerken dass die EBU auch eine Strafe an Russland ausgesprochen habe, diese nur nicht veröffentlicht ist. Wie hoch diese Strafe ist und welche Form sie annimmt kann man nur raten...
5. August: Aus Montenegro hört man derweil, dass es vor allem von den Sponsoren abhänge, ob man eine Teilnahme auch 2018 auf die Beine stellen kann.
7. August: Unklarheit herrscht über die Türkei: Nach vielen Gerüchten über eine Rückkehr des beliebten und erfolgreichen ESC-Landes, besagte der stellvertretende Ministerpräsident der Türkei; Bekir Bozdağ, dass die Türkei 2018 nicht teilnehmen werde. Dies twitterte der zuständige Sender TRT daraufhin, löschte diesen Tweet anschließend jedoch. Ein offizielles Statement von befugten liegt nicht vor. Man kann aber davon ausgehen dass wir auch in Lissabon keinen türkischen Auftritt sehen werden.
7. August: Ein paar Stunden später bestätigte RTS seine Teilnahme. 2007 gewann Serbien gleich beim ersten Versuch den ESC und war das erste Land das im Jahr darauf, ohne Probleme, den stark erweiterten Wettbewerb austragen konnte. Die Teilnahme für 2018 ist keine Überraschung, allerdings das erste wirklich positive, das in dieser Saison von Ex-Jugoslawien zu hören ist. Über den Auswahlmodus herrscht bislang Schweigen.
8. August: Skandinavien ist komplett!
Endlich hat auch Island seine Teilnahme für 2018 bestätigt. Es gab schon Getuschel über einen Rückzug, da RÚV eigentlich immer zu den ersten Sendern gehört, die begeistert auf sich aufmerksam machen wollen, indem sie ihr Auswahlkonzept präsentieren. Wie gewohnt wird es wieder einen Vorentscheid geben, der mal wieder Rekordquoten im nationalbewussten Island erwarten kann. Wie dieser aussehen wird bleibt vorerst unklar. Weder die Anzahl der Shows, noch die Anzahl der Teilnehmer, noch das Votingsystem wurde verraten. Aber erstmal können wir aufatmen, dass Skandinavien auch in Lissabon wieder komplett sein wird.
8. August: Aufgrund der mikrigen Rundfunkgebühren in Bosnien-Herzegowina, steht der einzige öffentlich-rechtliche Sender BHRT seit Jahren kurz vor den Ruinen. Trotz mehrerer offenen Briefe der EBU an das Parlament, lässt die Regierung diesem Prozess einfach freien Lauf. Nun hat BHRT ein Abkommen mit mehreren Stromanbietern unterzeichnet, welches BHRT nun Gebühren eintreibt. Dadurch vervielfacht sich die Wahrscheinlichkeit über dessen Teilnahme am ESC. 2012 konnte man das letzte mal noch genügend Geld zusammenkratzen, um eine Teilnahme zu gewährleisten. 2016 wurde die Beitragsentsendung lediglich durch die Teilnahme Australiens ermöglicht, welche seine eigenen und die Gebühren drei weiterer Länder bezahlen musste, um teilnehmen zu dürfen. 2018 könnten wir eine endgültige und langfristige Rückkehr von Bosnien-Herzegowina erleben.
10. August: So langsam aber sicher fängt der ESC-Kalender an, sich zu füllen. RÚV hat gleich zwei Tage nach seiner Teilnahmebestätigung die Termine für ihre Vorentscheidungssendungen veröffentlicht. Man scheint beim gleichen Prozess wie in den letzten Jahren zu bleiben. Zumindest gibt es wieder zwei Halbfinals, von denen das erste am 17. Februar und das zweite am 24. Februar stattfinden wird. Das Finale soll dementsprechend am 03. März ausgetragen werden. Der Name des Vorentscheides bleibt weiterhin Söngvakeppnin.
11. August: Aserbaidschan wird 2018 zum elften Mal am Eurovision Song Contest teilnehmen! Dabei handelt es sich um keine Überraschung, angesichts dessen, dass Aserbaidschan und Schweden als die beiden erfolgreichsten Länder der Moderne gelten. Seit der Protestabwesenheit von Russland in diesem Jahr ist Aserbaidschan das einzige Land, das die Qualifikation in jedem Halbfinale geschafft hat. Australien, Rumänien, Russland und die Ukraine konnten dies immerhin bei jeder ihrer Teilnahmen erreichen. Wie ictimaiTV (kurz iTV) den Beitrag zusammenstellen möchte, wurde noch nicht verkündet. Aserbaidschan ist das 26. Land das einwilligt teilzunehmen. Somit haben wir ein volles Finale. Jede weitere Teilnahme bedeutet ein Land, das im Halbfinale liegen bleiben muss.
Das war's mit den wichtigen Geschehnissen der ersten Augusthälfte. Voraussichtlich wird morgen oder übermorgen dann das Update über den Rest vom August folgen.
Samstag, 17. Juni 2017
Wer darf am ESC teilnehmen? What is Eurovision? - Love Love Peace Peace Teil 1/4
Wie mehrfach angekündigt, werde ich in der ersten "Eurovision Post Depression" auf diesem Blog in Detail genaustens erklären was der Eurovision Song Contest ist und wie alles funktioniert, damit jeder die Berichterstattung versteht und sich daran erfreuen kann. Du wirst merken dass alles einen viel größeren Umfang hat, als du denkst. Vielleicht entdeckst du dabei ja auch deine Passion zu diesem wundervollen Fest.
Im ersten von 4 Teilen erkläre ich wie der ESC entstanden ist, wer die Entscheidungen über Regelwerk und Ähnliches trifft und wer teilnehmen darf. Dass Länder wie Israel, Georgien und Australien dabei sind, hat keinerlei politische Gründe. Überhaupt hat Politik mit dem Eurovision Song Contest wenig bis gar nichts zu tun, aber eins nach dem anderen.
Wir schreiben den 12. Februar 1950 in Torquay, England. 23 Rundfunkanstalten schließen sich zur "European Braodcasting Union" zusammen, kurz EBU. Das Ziel dieser "Europäischen Rundfunkunion" war es den Nachrichtenaustausch in Europa zu vereinfachen und technische Entwicklungen zu fördern. Außerdem wollte man eine Stadardisierung der technischen Mittel herstellen. Heute ist ebenfalls das Vergeben von Übertragungsrechten v.a. bei Sportveranstaltungen in der Hand der EBU. Wer Olympische Spiele, Fußball-WM und co. zeigen darf und wer nicht, wird am "Runden Tisch" in Genf entschieden, wo der Sitz der EBU ist.
Drei Jahre später gab es weltweit die erste internationale Livesendung; die Krönung von Elisabeth II., nur ermöglicht durch die EBU. 1956 wollte die EBU, die unter ständigem Mitgliederzuwachs stand, eine Sendung produzieren, die den Frieden in Europa fördern sollte. Wichtigstes Kriterium dieser Sendung war, dass sie vollkommen unpolitisch sein soll. Außerdem war es wichtig, dass Länder sich repräsentieren sollten, mit denen die Zuschauer der Sendung sich identifizieren können. Wie bei den Olympischen Spielen sollte es einen friedlichen Wettkampf geben, der zeigen soll, dass man sich auch gänzlich ohne Krieg miteinander messen und feiern kann. Die Vielfalt Europas sollte in glänzendem Licht präsentiert werden.
Man entwickelte den Grand Prix de la Chanson, der später in den Eurovision Song Contest umbenannt wurde. Der Name setzt sich übrigens aus den Wörtern "Europe" - Europa und "Television" - Fernsehen zusammen. Es war ein riesiger Erfolg. Keiner hätte ahnen können welche Beliebtheit und Bedeutung dieser Wettstreit des Friedens bekommen konnte.
Hauptaufgabe der EBU ist immernoch der Nachrichtenaustausch und die Förderung der technischen Entwicklung bezüglich des Rundfunks. Ohne die EBU würden Tagesschau und die Qualität des Fernsehens auf der ganzen Welt heute völlig anders sein. Es ist eine der wichtigsten Organisationen der Welt, aber dennoch unbekannt, da sie im Hintergrund arbeitet und ihre Erfolge als Gewinn der Allgemeinheit angesehen werden. Wir schauen uns nun aber den dritten großen Bereich der EBU an - den Eurovision Song Contest.
Bei der ersten Ausgabe von 1956 gab es nur 7 Teilnehmerländer. Kaum vorstellbar, wenn man den Wettbewerb schon mit 43 Ländern erlebt hat. Doch wer durfte damals teilnehmen und warum? Die EBU hat beschlossen, dass aus jedem Land eine Rundfunkanstalt, die Mitglied in der EBU ist, teilnehmen darf. Deutschland wurde 1952 Mitglied der EBU. Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, kurz ARD, trat der Union mit BR, hr, MDR, NDR, RB, rbb, SR, SWR, WDR, DW und DLR bei. Heute ist der NDR für den ESC zuständig. 1953 folgte das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), welches bis heute keine Befugnis zum ESC hat. Es kann nicht jeder Fernsehsender einfach so Mitglied werden. Nicht nur dass eine Mitgliedsschaft dauerhaft laufende Kosten beinhaltet, die nur schwer zu bewältigen sind, eine Rundfunkanstalt muss auch alle harten Kriterien erfüllen, die die EBU vorsieht. Genau hier kommen wir zum Knackpunkt dessen, warum Aserbaidschan beim ESC ist, aber Liechtenstein nicht teilnehmen darf.
Einer der Grundvorraussetzungen für die Mitgliedsschaft, ist es innerhalb der europäischen Grenzen zu liegen. Diese hat die EBU bei der Gründung 1950 nach ganz eigenen Maßstäben festgelegt. Im Norden zählt das Europäische Nordmeer als Grenze, im Westen der Altlantische Ozean. Soweit so gut. Im Osten sind die Grenzen Europas umstritten. Alleine schon das Gebirge Ural als geographische Grenze zu zählen, macht eine genaue Linie zu ziehen unmöglich. Man hat sich darauf geeinigt 40° östliche Länge als Grenze zu nehmen. Der Ural verläuft bei etwa 50-60° östlicher Länge. Im Westen geht die geographische Grenze zwischen den türkischen und griechischen Inseln bis zu etwa 25° östlicher Länge. Die südliche Grenze der EBU muss man weiter erläutern.
1950, als die Grenzen festgelegt wurden, waren Algerien, Marokko und Tunesien noch Kolonien Frankreichs und gehörten somit zum Staatsgebiet der wichtigen EBU-Nation. Die Rundfunkanstalten ENTV, ENRS und TDA aus Algerien, sowie SNRT aus Marokko, gehören zu den Gründungsanstalten der EBU, somit war man bei der Entstehung doppelt gezwungen die südliche Grenze südlich genung zu legen. Man entschied sich für 30° nördliche Breite.
Somit liegen Marokko und Tunesien, die zwei Monate vor dem ersten ESC unabhängig wurden, Algerien, das 1962 unabhängig wurde, Ägypten und Libyen innerhalb der EBU-Grenzen und sind Vollmitglieder, obwohl es sich eigentlich um afrikanische Staaten handelt. Sie alle sind beim ESC somit startberechtigt. Lediglich Marokko nahm dieses Angebot an. Mehr dazu gibt es in einem extra Post zu Marokko.
Asiatische Länder, die innerhalb der Grenzen liegen und nicht immer eindeutig zu Europa gezählt werden, sind Georgien, Jordanien, Libanon, Russland, die Türkei und Zypern. Jordanien hat nicht das Interesse dazu am ESC teilzunehmen. Libanon möchte eigentlich teilnehmen, im Grundgesetz des Landes ist es jedoch fest verankert, dass sie die Existenz von Israel nicht beachten. Somit möchten sie nicht an einem Wettbewerb teilnehmen, in dem auch Israel vertreten ist. Dazu gab es 2015 auf einer Pressekonferenz der israelischen Delegation in Wien eine herzerwärmende Szenerie mit einem libanesischen ESC-Fan und dem israelischen Sänger Nadav Guedj. Es endete damit, dass die beiden sich, mit ihren Nationalflaggen, weinend in den Armen lagen. Mehr Symbolik für Frieden gibt es kaum. Georgien, Russland, die Türkei und Zypern sind bzw. waren beim ESC dabei.
Palästina liegt ebenfalls innerhalb der Grenzen. Die Rundfunkanstalt PBC erfüllt jedoch nicht alle EBU-Normen. Früher war es assoziiertes Mitglied. Bis heute führt PBC eine der sechs Dauerbewerbungen, in die EBU als Vollmitglied aufgenommen zu werden. Ein weiteres asiatisches Land innerhalb der Grenzen ist Syrien. Sie sind mit der ORTAS als assoziiertes Mitglied in der EBU vertreten. Der Sender hat kein Interesse an einer Vollmitgliedsschaft. Auch der Irak und Saudi-Arabien liegen innerhalb der Grenzen. In beiden Nationen hat keine Rundfunkanstalt Interesse an der EBU. Israel hatte seit 1957 bis zum Finaltag des ESCs 2017, mit der IBA eine Vollmitgliedsschaft in der EBU. Der Sender wurde eingestellt. Als "Ersatz" gibt es Beitrittsverhandlungen von IPBC, das momentan nicht alle vorrausgesetzten Kriterien erfüllt. Kasachstan liegt zwar teilweise innerhalb der geographischen Grenzen Europas, allerdings außerhalb der EBU-Grenzen. Die Manschen im Land lieben den ESC und es gibt große Bemühungen am ESC teilnehmen zu dürfen. Ein kasachischer Beitrag in naher Zukunft gilt als durchaus möglich. Somit sind der Irak, Israel, Kasachstan, Palästina, Saudi-Arabien und Syrien, trotz ihrer geographischen Lage, beim ESC nicht teilnahmeberechtigt. (Stand Juni 2017)
Armenien und Aserbaidschan liegen jenseits des 40. östlichen Längengrades, sind aber trotzdem Vollmitglieder der EBU. Armenien ist mit AMPTV seit 2005 dabei. Aserbaidschan mit iCTI bzw. iTV seit 2007. 2001 wurden sie Mitglieder des Europarates und bekamen somit eine große politische Bedeutung für Europa. Da der Nachrichtenaustausch das Wichtigste in der EBU ist, gibt es eine Sonderregelung; wenn ein Land außerhalb der EBU-Grenzen Liegt, jedoch Mitglied im Europarat ist, kann es auch Mitglied der EBU werden. Dies ist für einen qualitativ hochwertigen Nachrichtenaustausch von elemantarer Bedeutung und schon fast notwendige Pflicht geworden. Eine Vollmitgliedsschaft bedeutet eine Teilnahmeberechtigung am Eurovision Song Contest. Somit sind auch Armenien und Aserbaidschan startberechtigt.
Wir verlassen die europäisch-asiatischen Grenzen und gehen nach Mitteleuropa. Genauer gesagt ins kleine Liechtenstein. Auch dieser Staat hat eine Rundfunkanstalt, die am ESC teilnehmen möchte. Sie erfüllt sogar alle vorgegebenen Auflagen der EBU und kann eine Teilnahme durchaus finanzieren. Das Problem liegt hier darin, dass 1FLTV die dauerhaft laufenden Kosten einer EBU-Vollmitgliedsschaft nicht bezahlen kann. Eben diese ist notwendig, um beim ESC dabei sein zu dürfen. Liechtenstein gilt damit als nicht startberechtigt. Der Vatikanstadt ist mit CTV und RV Gründungsmitglied der EBU, wobei CTV die Mitgliedsschaft 2012 gekündigt hat. Am Ende ist es immer die zuständige Rundfunkanstalt jeder Nation, die jährlich darüber entscheidet, ob das Land einen Beitrag zum ESC beisteuert. RV hat sich immer dagegen entschieden, somit war der Vatikanstadt nie beim ESC vertreten.
Das umstrittene Land Kosovo hat mit RTK seit 2008 eine Rundfunkanstalt, die sich sehr um eine EBU-Vollmitgliedsschaft bemüht, insbesondere die Teilnahme am ESC steht als großes Ziel dar. Serbien sieht den Kosovo als Region des eigenen Landes an. Deswegen legt der serbische EBU-Sender RTS bei jeder erneuten Beitrittsverhandlung sein Vetorecht ein und verhindert den EBU-Eintritt von RTK und gleichzeitig die Teilnahme am ESC. Unterm Strich ist die EBU somit eine der wenigen internationalen Organisationen, die Kosovo nicht als eigenständigen Staat ansehen, obwohl fast alle Mitglieder ebendies tun.
Fehlt nur noch Australien... Selbstverständlich liegt dies außerhalb der europäischen EBU-Grenzen und ist auch kein Mitglied im Europarat. Neben einer Vollmitgliedsschaft kann man auch Assoziiertes Mitglied der EBU werden. Mit diesem Status bezahlt man deutlich weniger Beitragsgelder, hat aber auch nur stark eingeschränkte Berechtigungen, zum Beispiel fehlt die Erlaubnis für eine ESC-Teilnahme. 34 Rundfunkanstalten aus 22 verschiedenen Ländern, aus der ganzen Welt, sind Assoziierte Mitglieder der EBU. Darunter auch ABC, Free und SBS aus Australien. SBS überträgt seit den 70er Jahren den Eurovision Song Contest. Die Australier sind so verrückt nach dem ESC, wie kaum ein anderes Land. Mitten in der Nacht stehen sie alle auf, um sich einen Musikwettbewerb in Europa anzuschauen - seit Jahrzehnten. SBS würde fast alles dafür tun, um am ESC teilnehmen zu dürfen.
2015, lange Zeit nach Fertigstellung der endgültigen Teilnehmerliste, verkündet die EBU, dass SBS unter australischer Flagge einmalig einen Beitrag für den ESC entsenden darf. Als Hauptgrund dafür wurde der Anlass des 60. Jubiläums genannt. Völlig überraschend folgte 2016 eine erneute Einladung, unter der Bedingung die eigenen hohen Teilnahmegebühren und die von drei weiteren Ländern zu bezahlen. Ohne Australien hätten diese nicht teilnehmen können. Man hätte damit nach 2009 und 2011 eigentlich zum dritten Mal die Rekordteilnehmerzahl von 43 erreicht, wenn Rumänien nicht kurzfristig disqualifiziert worden wäre. SBS nahm das Angebot selbstverständlich an und war auch 2016 dabei. Seit 2017 entscheidet die EBU Jahr für Jahr, ob Australien teilnehmen darf. Hauptfaktor, von dem dies abhängt, sind die Ergebnisse, die Australien beim ESC erzielt. Es gibt Bemühungen und Verhandlungen um einen dauerhaften Startplatz für Australien.
Der Eurovision Song Contest ist schon längst kein rein europäischer Wettbewerb mehr. Auf der ganzen Welt wird er im Fernsehen ausgestrahlt und gesehen. Überall gibt es zahlreiche ESC-Fans. Die EBU sollte ihre Pforten weiter lockern und Ländern, wie Kasachstan, China und co., die liebendgern beim ESC dabei wären eine Chance geben. Der ESC ist dazu da um Vielfalt zu zelebrieren und den Frieden zu fördern, nicht um andere auszuschließen und kriegerische Teilnahmeverhandlungen zu führen. Der Name dieser Post-Reihe stammt aus zwei Intervalacts vom ESC 2016. What is Eurovision? - Love Love Peace Peace, also lasst uns dies auch leben. Nun regst du dich vielleicht nicht mehr über Teilnahmen von nicht europäischen Ländern auf und feierst einfach mit, ganz im Sinne von "Love Love Peace Peace".
Im zweiten Teil werfen wir einen Blick in das Regelwerk und schauen uns an, ob der ESC wirklich so viel kostet, wie es Kritiker behaupten.
Im ersten von 4 Teilen erkläre ich wie der ESC entstanden ist, wer die Entscheidungen über Regelwerk und Ähnliches trifft und wer teilnehmen darf. Dass Länder wie Israel, Georgien und Australien dabei sind, hat keinerlei politische Gründe. Überhaupt hat Politik mit dem Eurovision Song Contest wenig bis gar nichts zu tun, aber eins nach dem anderen.
Wir schreiben den 12. Februar 1950 in Torquay, England. 23 Rundfunkanstalten schließen sich zur "European Braodcasting Union" zusammen, kurz EBU. Das Ziel dieser "Europäischen Rundfunkunion" war es den Nachrichtenaustausch in Europa zu vereinfachen und technische Entwicklungen zu fördern. Außerdem wollte man eine Stadardisierung der technischen Mittel herstellen. Heute ist ebenfalls das Vergeben von Übertragungsrechten v.a. bei Sportveranstaltungen in der Hand der EBU. Wer Olympische Spiele, Fußball-WM und co. zeigen darf und wer nicht, wird am "Runden Tisch" in Genf entschieden, wo der Sitz der EBU ist.
Logo der EBU
Drei Jahre später gab es weltweit die erste internationale Livesendung; die Krönung von Elisabeth II., nur ermöglicht durch die EBU. 1956 wollte die EBU, die unter ständigem Mitgliederzuwachs stand, eine Sendung produzieren, die den Frieden in Europa fördern sollte. Wichtigstes Kriterium dieser Sendung war, dass sie vollkommen unpolitisch sein soll. Außerdem war es wichtig, dass Länder sich repräsentieren sollten, mit denen die Zuschauer der Sendung sich identifizieren können. Wie bei den Olympischen Spielen sollte es einen friedlichen Wettkampf geben, der zeigen soll, dass man sich auch gänzlich ohne Krieg miteinander messen und feiern kann. Die Vielfalt Europas sollte in glänzendem Licht präsentiert werden.
Man entwickelte den Grand Prix de la Chanson, der später in den Eurovision Song Contest umbenannt wurde. Der Name setzt sich übrigens aus den Wörtern "Europe" - Europa und "Television" - Fernsehen zusammen. Es war ein riesiger Erfolg. Keiner hätte ahnen können welche Beliebtheit und Bedeutung dieser Wettstreit des Friedens bekommen konnte.
Hauptaufgabe der EBU ist immernoch der Nachrichtenaustausch und die Förderung der technischen Entwicklung bezüglich des Rundfunks. Ohne die EBU würden Tagesschau und die Qualität des Fernsehens auf der ganzen Welt heute völlig anders sein. Es ist eine der wichtigsten Organisationen der Welt, aber dennoch unbekannt, da sie im Hintergrund arbeitet und ihre Erfolge als Gewinn der Allgemeinheit angesehen werden. Wir schauen uns nun aber den dritten großen Bereich der EBU an - den Eurovision Song Contest.
Mit diesem Bild fing alles an
Bei der ersten Ausgabe von 1956 gab es nur 7 Teilnehmerländer. Kaum vorstellbar, wenn man den Wettbewerb schon mit 43 Ländern erlebt hat. Doch wer durfte damals teilnehmen und warum? Die EBU hat beschlossen, dass aus jedem Land eine Rundfunkanstalt, die Mitglied in der EBU ist, teilnehmen darf. Deutschland wurde 1952 Mitglied der EBU. Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, kurz ARD, trat der Union mit BR, hr, MDR, NDR, RB, rbb, SR, SWR, WDR, DW und DLR bei. Heute ist der NDR für den ESC zuständig. 1953 folgte das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF), welches bis heute keine Befugnis zum ESC hat. Es kann nicht jeder Fernsehsender einfach so Mitglied werden. Nicht nur dass eine Mitgliedsschaft dauerhaft laufende Kosten beinhaltet, die nur schwer zu bewältigen sind, eine Rundfunkanstalt muss auch alle harten Kriterien erfüllen, die die EBU vorsieht. Genau hier kommen wir zum Knackpunkt dessen, warum Aserbaidschan beim ESC ist, aber Liechtenstein nicht teilnehmen darf.
Einer der Grundvorraussetzungen für die Mitgliedsschaft, ist es innerhalb der europäischen Grenzen zu liegen. Diese hat die EBU bei der Gründung 1950 nach ganz eigenen Maßstäben festgelegt. Im Norden zählt das Europäische Nordmeer als Grenze, im Westen der Altlantische Ozean. Soweit so gut. Im Osten sind die Grenzen Europas umstritten. Alleine schon das Gebirge Ural als geographische Grenze zu zählen, macht eine genaue Linie zu ziehen unmöglich. Man hat sich darauf geeinigt 40° östliche Länge als Grenze zu nehmen. Der Ural verläuft bei etwa 50-60° östlicher Länge. Im Westen geht die geographische Grenze zwischen den türkischen und griechischen Inseln bis zu etwa 25° östlicher Länge. Die südliche Grenze der EBU muss man weiter erläutern.
1950, als die Grenzen festgelegt wurden, waren Algerien, Marokko und Tunesien noch Kolonien Frankreichs und gehörten somit zum Staatsgebiet der wichtigen EBU-Nation. Die Rundfunkanstalten ENTV, ENRS und TDA aus Algerien, sowie SNRT aus Marokko, gehören zu den Gründungsanstalten der EBU, somit war man bei der Entstehung doppelt gezwungen die südliche Grenze südlich genung zu legen. Man entschied sich für 30° nördliche Breite.
ehemaliges Staatsgebiet Frankreichs
Somit liegen Marokko und Tunesien, die zwei Monate vor dem ersten ESC unabhängig wurden, Algerien, das 1962 unabhängig wurde, Ägypten und Libyen innerhalb der EBU-Grenzen und sind Vollmitglieder, obwohl es sich eigentlich um afrikanische Staaten handelt. Sie alle sind beim ESC somit startberechtigt. Lediglich Marokko nahm dieses Angebot an. Mehr dazu gibt es in einem extra Post zu Marokko.
Asiatische Länder, die innerhalb der Grenzen liegen und nicht immer eindeutig zu Europa gezählt werden, sind Georgien, Jordanien, Libanon, Russland, die Türkei und Zypern. Jordanien hat nicht das Interesse dazu am ESC teilzunehmen. Libanon möchte eigentlich teilnehmen, im Grundgesetz des Landes ist es jedoch fest verankert, dass sie die Existenz von Israel nicht beachten. Somit möchten sie nicht an einem Wettbewerb teilnehmen, in dem auch Israel vertreten ist. Dazu gab es 2015 auf einer Pressekonferenz der israelischen Delegation in Wien eine herzerwärmende Szenerie mit einem libanesischen ESC-Fan und dem israelischen Sänger Nadav Guedj. Es endete damit, dass die beiden sich, mit ihren Nationalflaggen, weinend in den Armen lagen. Mehr Symbolik für Frieden gibt es kaum. Georgien, Russland, die Türkei und Zypern sind bzw. waren beim ESC dabei.
Palästina liegt ebenfalls innerhalb der Grenzen. Die Rundfunkanstalt PBC erfüllt jedoch nicht alle EBU-Normen. Früher war es assoziiertes Mitglied. Bis heute führt PBC eine der sechs Dauerbewerbungen, in die EBU als Vollmitglied aufgenommen zu werden. Ein weiteres asiatisches Land innerhalb der Grenzen ist Syrien. Sie sind mit der ORTAS als assoziiertes Mitglied in der EBU vertreten. Der Sender hat kein Interesse an einer Vollmitgliedsschaft. Auch der Irak und Saudi-Arabien liegen innerhalb der Grenzen. In beiden Nationen hat keine Rundfunkanstalt Interesse an der EBU. Israel hatte seit 1957 bis zum Finaltag des ESCs 2017, mit der IBA eine Vollmitgliedsschaft in der EBU. Der Sender wurde eingestellt. Als "Ersatz" gibt es Beitrittsverhandlungen von IPBC, das momentan nicht alle vorrausgesetzten Kriterien erfüllt. Kasachstan liegt zwar teilweise innerhalb der geographischen Grenzen Europas, allerdings außerhalb der EBU-Grenzen. Die Manschen im Land lieben den ESC und es gibt große Bemühungen am ESC teilnehmen zu dürfen. Ein kasachischer Beitrag in naher Zukunft gilt als durchaus möglich. Somit sind der Irak, Israel, Kasachstan, Palästina, Saudi-Arabien und Syrien, trotz ihrer geographischen Lage, beim ESC nicht teilnahmeberechtigt. (Stand Juni 2017)
Ihm haben Armenien und Aserbaidschan den ESC zu verdanken - der Europarat
Armenien und Aserbaidschan liegen jenseits des 40. östlichen Längengrades, sind aber trotzdem Vollmitglieder der EBU. Armenien ist mit AMPTV seit 2005 dabei. Aserbaidschan mit iCTI bzw. iTV seit 2007. 2001 wurden sie Mitglieder des Europarates und bekamen somit eine große politische Bedeutung für Europa. Da der Nachrichtenaustausch das Wichtigste in der EBU ist, gibt es eine Sonderregelung; wenn ein Land außerhalb der EBU-Grenzen Liegt, jedoch Mitglied im Europarat ist, kann es auch Mitglied der EBU werden. Dies ist für einen qualitativ hochwertigen Nachrichtenaustausch von elemantarer Bedeutung und schon fast notwendige Pflicht geworden. Eine Vollmitgliedsschaft bedeutet eine Teilnahmeberechtigung am Eurovision Song Contest. Somit sind auch Armenien und Aserbaidschan startberechtigt.
Wir verlassen die europäisch-asiatischen Grenzen und gehen nach Mitteleuropa. Genauer gesagt ins kleine Liechtenstein. Auch dieser Staat hat eine Rundfunkanstalt, die am ESC teilnehmen möchte. Sie erfüllt sogar alle vorgegebenen Auflagen der EBU und kann eine Teilnahme durchaus finanzieren. Das Problem liegt hier darin, dass 1FLTV die dauerhaft laufenden Kosten einer EBU-Vollmitgliedsschaft nicht bezahlen kann. Eben diese ist notwendig, um beim ESC dabei sein zu dürfen. Liechtenstein gilt damit als nicht startberechtigt. Der Vatikanstadt ist mit CTV und RV Gründungsmitglied der EBU, wobei CTV die Mitgliedsschaft 2012 gekündigt hat. Am Ende ist es immer die zuständige Rundfunkanstalt jeder Nation, die jährlich darüber entscheidet, ob das Land einen Beitrag zum ESC beisteuert. RV hat sich immer dagegen entschieden, somit war der Vatikanstadt nie beim ESC vertreten.
Das umstrittene Land Kosovo hat mit RTK seit 2008 eine Rundfunkanstalt, die sich sehr um eine EBU-Vollmitgliedsschaft bemüht, insbesondere die Teilnahme am ESC steht als großes Ziel dar. Serbien sieht den Kosovo als Region des eigenen Landes an. Deswegen legt der serbische EBU-Sender RTS bei jeder erneuten Beitrittsverhandlung sein Vetorecht ein und verhindert den EBU-Eintritt von RTK und gleichzeitig die Teilnahme am ESC. Unterm Strich ist die EBU somit eine der wenigen internationalen Organisationen, die Kosovo nicht als eigenständigen Staat ansehen, obwohl fast alle Mitglieder ebendies tun.
Australien - ein Land in Europa?
Fehlt nur noch Australien... Selbstverständlich liegt dies außerhalb der europäischen EBU-Grenzen und ist auch kein Mitglied im Europarat. Neben einer Vollmitgliedsschaft kann man auch Assoziiertes Mitglied der EBU werden. Mit diesem Status bezahlt man deutlich weniger Beitragsgelder, hat aber auch nur stark eingeschränkte Berechtigungen, zum Beispiel fehlt die Erlaubnis für eine ESC-Teilnahme. 34 Rundfunkanstalten aus 22 verschiedenen Ländern, aus der ganzen Welt, sind Assoziierte Mitglieder der EBU. Darunter auch ABC, Free und SBS aus Australien. SBS überträgt seit den 70er Jahren den Eurovision Song Contest. Die Australier sind so verrückt nach dem ESC, wie kaum ein anderes Land. Mitten in der Nacht stehen sie alle auf, um sich einen Musikwettbewerb in Europa anzuschauen - seit Jahrzehnten. SBS würde fast alles dafür tun, um am ESC teilnehmen zu dürfen.
2015, lange Zeit nach Fertigstellung der endgültigen Teilnehmerliste, verkündet die EBU, dass SBS unter australischer Flagge einmalig einen Beitrag für den ESC entsenden darf. Als Hauptgrund dafür wurde der Anlass des 60. Jubiläums genannt. Völlig überraschend folgte 2016 eine erneute Einladung, unter der Bedingung die eigenen hohen Teilnahmegebühren und die von drei weiteren Ländern zu bezahlen. Ohne Australien hätten diese nicht teilnehmen können. Man hätte damit nach 2009 und 2011 eigentlich zum dritten Mal die Rekordteilnehmerzahl von 43 erreicht, wenn Rumänien nicht kurzfristig disqualifiziert worden wäre. SBS nahm das Angebot selbstverständlich an und war auch 2016 dabei. Seit 2017 entscheidet die EBU Jahr für Jahr, ob Australien teilnehmen darf. Hauptfaktor, von dem dies abhängt, sind die Ergebnisse, die Australien beim ESC erzielt. Es gibt Bemühungen und Verhandlungen um einen dauerhaften Startplatz für Australien.
Love Love Peace Peace - Motto vom ESC?
Der Eurovision Song Contest ist schon längst kein rein europäischer Wettbewerb mehr. Auf der ganzen Welt wird er im Fernsehen ausgestrahlt und gesehen. Überall gibt es zahlreiche ESC-Fans. Die EBU sollte ihre Pforten weiter lockern und Ländern, wie Kasachstan, China und co., die liebendgern beim ESC dabei wären eine Chance geben. Der ESC ist dazu da um Vielfalt zu zelebrieren und den Frieden zu fördern, nicht um andere auszuschließen und kriegerische Teilnahmeverhandlungen zu führen. Der Name dieser Post-Reihe stammt aus zwei Intervalacts vom ESC 2016. What is Eurovision? - Love Love Peace Peace, also lasst uns dies auch leben. Nun regst du dich vielleicht nicht mehr über Teilnahmen von nicht europäischen Ländern auf und feierst einfach mit, ganz im Sinne von "Love Love Peace Peace".
Im zweiten Teil werfen wir einen Blick in das Regelwerk und schauen uns an, ob der ESC wirklich so viel kostet, wie es Kritiker behaupten.
Sonntag, 11. Juni 2017
Türkei kehrt zum ESC zurück?
Bülent Özveren, der türkische Kommentator vom Eurovision Song Contest, hat in einem Interview außenstehenden die Situation in der Türkei zum ESC erklärt. Vor zwei Jahren hat ihm Senol Göka, der Generaldirektor vom türkischen EBU-Rundfunk TRT, mitgeteilt, dass TRT entschieden hat wieder am ESC teilzunehmen. Später hat TRT seine Meinung dann doch wieder geändert. Bülent Özveren sieht diese Entscheidung als falsch an. Der einzige Abend im Jahr, an dem TRT die höchste Einschaltquote in der Türkei erzielen konnte, war der Abend des ESC-Finals. Er sagte dass die Türken die Eurovision lieben und versteht nicht warum TRT es nicht wenigstens zeigt, wenn sie schon nicht teilnehmen. Seinen Unmut, inklusive Begründung, habe er den Offiziellen von TRT schon mitgeteilt.
Senol Göka ist von seinem Posten zurückgetreten. Der Nachfolger ist noch nicht bekannt. Die Chancen dass die Türkei zum ESC zurückkehrt ist vorhanden, aber nicht garantiert. ESC-Fans müssen hoffen und abwarten.
Die Türkei hatte 2013 eine erneute Teilnahme abgelehnt, weil sie mit einigen Regeln nicht zufrieden sind. Insbesondere geht es dabei um das Juryvoting, das abgeschafft werden soll und die Big 5-Regelung. Wenn immerhin eine der beiden Regeln gestrichen wird, würde die Türkei zum ESC zurück kehren. Ohne die Big 5-Regel kann der ESC nicht weiter existieren. Ein erneutes Abschaffen der Jury dürfte seit dem neuen Votingsystem als extrem unwahrscheinlich gelten.
Senol Göka ist von seinem Posten zurückgetreten. Der Nachfolger ist noch nicht bekannt. Die Chancen dass die Türkei zum ESC zurückkehrt ist vorhanden, aber nicht garantiert. ESC-Fans müssen hoffen und abwarten.
Die Türkei hatte 2013 eine erneute Teilnahme abgelehnt, weil sie mit einigen Regeln nicht zufrieden sind. Insbesondere geht es dabei um das Juryvoting, das abgeschafft werden soll und die Big 5-Regelung. Wenn immerhin eine der beiden Regeln gestrichen wird, würde die Türkei zum ESC zurück kehren. Ohne die Big 5-Regel kann der ESC nicht weiter existieren. Ein erneutes Abschaffen der Jury dürfte seit dem neuen Votingsystem als extrem unwahrscheinlich gelten.
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