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Mittwoch, 15. Mai 2024

Meine Top 45 ESC-Nationen 2014 - 2024

Bis zuletzt war ich mit den Feierlichkeiten zum Sieg der Schweiz beschäftigt, weshalb es einige Zeit dauerte, bis ich mein Ranking für den diesjährigen ESC fertigstellen konnte. Damit im Gepäck, konnte ich die untenstehenden Statistiken berechnen, welches Land seit meinem Hardcore ESC-Fan-Dasein seit 2014 wie sehr in meiner Gunst stand. Dies ist der zweite Blog-Beitrag einer Serie. Im ersten Teil findest du weitere Erklärungen dazu.

Zum Verständnis: Das Pandemie-Jahr 2020 habe ich hierfür rausgelassen. Das gilt auch für die darauf folgende Serie, in der ich jeden Tag die Beiträge eines Landes aus meiner heutigen Sicht bewerte und mein Empfinden zu dem jeweiligen ESC-Land kundtue. Die Beiträge des abgesagten Jahrgangs sind nie auf der ESC-Bühne präsentiert wurden. Der EuroVISION Song Contest ist nicht nur ein Musikwettbewerb, sondern auch die größte TeleVISION-SHOW der Welt. Der Auftritt an sich und wie er bei den Zuschauenden vor dem Bildschirm ankommt, ist ein wesentlicher Bestandteil der Beiträge. Alleine schon deshalb, sind die Beiträge von 2020 für mich - nicht abstrichfrei - mit anderen vergleichbar. Außerdem erinnere ich mich nicht gerne an die Pandemie Zeit zurück und schließlich möchte ich an der ganzen Geschichte auch Spaß haben. Der Beitrag der Niederlande dieses Jahr wurde auf der ESC-Bühne in einer Live TV-Show mit Voting aufgeführt und ist deshalb (trotz seiner umstrittenen Disqualifikation zwischen Halbfinale und Finale) Teil dieser 398 Beiträge der zehn wertbaren Jahre von 2014 bis 2024. Ich warne schon einmal vor, dass Länder mit insgesamt starken Ergebnissen, bei mir persönlich teilweise nicht so gut ankommen. Dafür treffen manche Länder, die beim ESC eher als Daueraußenseiter gelten, häufig voll meinen Nerv.

Um anhand von nackten Zahlen ausfindig zu machen, welches Land ich über diese zehn ESC-Ausgaben hinweg wie sehr mag, habe ich drei verschiedene Berechnungsmethoden zur Hand genommen, und diese schließlich zusammengefügt.

Die simpelste Form nach der Frage wie gut ich die Beiträge der Länder in ihrer Gesamtheit finde, ist es, ihre Durchschnittsplatzierung in meinem Ranking auszurechnen, das ich jeweils ("direkt") nach dem Finale sorgfältig erstellt habe. Allerdings ist dieses Verfahren nicht ganz fair und aussagekräftig, weshalb es nur eine von drei Komponenten meiner Berechnung ausmacht. Für alle Tabellen gilt übrigens, dass bei Punkt- und Zahlengleichheit die beste Einzelplatzierung als Stichwert für die Platzierung ausschlaggebend war. Hier das Ergebnis der Durchschnittsplatzierungen der einzelnen Länder in meinen Ranglisten von 2014-2024:


Demnach ist Australien mein Lieblingsland beim ESC und das könnte auch meinem subjektiven Empfinden nach so sein. Aktuell bin ich nicht ganz auf ein Lieblings-ESC-Land festgelegt. In der Vergangenheit waren das phasenweise Slowenien (4. in dieser Statistik), Lettland (5.) und Bulgarien (3.).

Das eigene Land berwertet man üblicherweise besser, als wenn es nicht das eigene Land wäre. So hat Deutschland nur selten Platzierungen ganz weit unten, was zu einer vergleichsweise guten Durchschnittsplatzierung von 17,7 führt. In dieser Liste bringt das Platz 14 ein. Es ist "nur" Platz 14, da die deutschen Beiträge seit 2014 bekanntermaßen nicht gerade die beste Ära einer Nation beim ESC bilden. Dennoch mag ich die deutschen Beiträge in der Regel. Lediglich reicht es in meinen Rankings nicht für ganz vorne.

Ganz hinten im Tableau befindet sich Italien. Das überrascht vielleicht andere, mich aber überhaupt nicht. Italien empfinde ich persönlich subjektiv als das schwächste ESC-Land (der letzten zehn Jahre). Fast jedes Jahr kann ich mit dem italienischen Beitrag nur wenig anfangen. Der Durchschnitt von Platz 31 entspricht auch meinem Empfinden der italienischen Beiträge. Das bedeutet natürlich dass Italien oft noch weit niedriger als Platz 31 gerankt ist. Die meiste Musik des San Remo Festivals ist einfach nicht "My Cup of Tea" wie der Brite es sagt. In den meisten Jahren gibt es zwar ein bis drei Beiträge die mir wirklich gefallen, diese gewinnen dann aber nicht. Lediglich in einem Jahr hat mich der italienische Song sehr berührt. Ich höre ihn immernoch gerne, allerdings nicht den Live Auftritt im ESC-Finale. Mehr dazu, wenn ich in dieser Serie über Italien schreibe.

Zypern befindet sich in dieser Wertung direkt über Italien. Auch hier gilt das Prinzip "not my Cup of Tea". Zypern scheint sich darauf festgelegt zu haben jedes Jahr einen Girlbop zum ESC zu schicken. Damit ist es schwierig mich zu überzeugen. Aber auch hierzu mehr im Serienbeitrag von Zypern.

Dass Estland so weit unten gelandet ist, überrascht mich ein klein wenig. Es gab zwar eine lange Phase in der ich alle Beiträge aus Estland schwach fand, doch manchmal waren estnische Beiträge bei mir ganz vorne dabei. Im Durchschnitt ist es trotzdem der drittletzte Platz.

Ein großes Problem dieser Berechnungsmethode wird schon ganz oben in der Liste deutlich. Bosnien-Herzegowina war seit 2014 nur ein mal beim ESC dabei. Der Beitrag hat in meinem Ranking schließlich Platz zehn belegt. Damit hat das Land eine Durchschnittsplatzierung von genau zehn (wie auch Australien mit seinen neun Teilnahmen). Ich würde aber keinesfalls sagen dass Bosnien-Herzegowina in diesem Zeitraum mein Lieblings oder Zweitlieblings-ESC-Land ist. Schließlich gibt es nur einen Beitrag aus diesem Land den ich mag, und dieser ist zwar knapp in meine Top 10 gekommen, aber doch weit von einem Sieg entfernt gewesen. Länder die weniger Teilnahmen haben, tendieren aus rein mathematischen Gründen zu einer extremeren (also hohen oder niedrigen) Durchschnittsplatzierung, als das bei Ländern der Fall ist, die immer dabei sind. Deshalb ist diese Berechnungsmethode allein, aus meiner Sicht, nicht geeignet um die Performance von ESC-Ländern über einen längeren Zeitraum hinweg zu bewerten und zu ranken.

Außerdem sehe ich beim Wettbewerb ESC ein Stück weit das Leistungsprinzip, ähnlich wie im Sport. Wer ein bisschen Leistung erbracht hat, die für den vorletzten, oder auch nur letzten Platz gereicht hat, hat mehr Leistung erbracht als diejenigen, die gar nicht teilgenommen, also gar keine Leistung erbracht haben. Deshalb habe ich ein zweites Ranking mit Durchschnittsplatzierungen berechnet. Dabei hat jedes Land für die Jahre, in denen es nicht teilgenommen hat, als Platzierung einen Platz schlechter als den letzten Platz erhalten. Ein Beispiel: Im Jahr 2014 waren 37 Länder dabei. Das heißt alle Länder dieser 45, die in dem Jahr nicht dabei waren, haben für das entsprechende Jahr die Platzierung 38 als Grundlage zur Berechnung der Durchschnittsplatzierung erhalten. Das ist natürlich auch nicht ganz fair, deshalb wird dieses Ergebnis noch mit den anderen kombiniert. Schauen wir aber zuerst auf dieses zweite Ergebnis von Durchschnittsplatzierungen mit der Berücksichtigung von Nicht-Teilnahmen:


Nach dieser Berechnung sind meine üblichen Verdächtigen Slowenien und Lettland auf Platz eins und zwei. An die beiden habe ich jedes Jahr sehr große Erwartungen und werde nur manchmal enttäuscht. Den dritten Platz macht die Schweiz, was mich ein bisschen überrascht. Zwar empfinde ich die Schweiz subjektiv als überdurchschnittlich starkes Land, aber eigentlich nicht als so gut, dass ich überlegen würde, es auf Platz drei zu ranken. Beim genaueren Hinsehen auf die nackten Zahlen fällt mir aber auf, dass die Schweiz es in sechs der zehn Jahre in meine Top 10 geschafft hat. In der Mehrheit der Jahre fiebere ich also sehr mit den schweizer Beiträgen mit. Deutschland erreicht als Dauerteilnehmer ohne ganz schlechte Ausreißerplatzierungen hier Platz 10.

Ganz unten stehen Luxemburg und Bosnien-Herzegowina, welche nur ein mal in den zehn Jahren dabei waren. Selbst wenn sie mit ihrer Teilnahme meine Sieger gewesen wären, können sie damit nicht gegen diejenigen ankommen, die regelmäßig teilnehmen. Bei nur einem Beitrag sind beides aber auch nicht Länder die mir früh in den Sinn kommen, wenn ich an meine Lieblings-ESC-Nationen denke. Belarus hat in diesem Zeitraum sechs mal teilgenommen und dabei etwas unterdurchschnittliche Platzierungen bei mir erreicht. Von einem Sieg war Belarus bei mir jedes Jahr weit entfernt.

Emotional machen die eigenen ESC-Lieblingsnationen vor allem aus, dass es Beiträge aus diesen Ländern gibt, die man abgöttisch liebt und für die man besonders stark in den einzelnen Jahren mitgefiebert hat. Dabei gilt auch dass ein persönlicher Siegersong, oder zweiter bzw. dritter Platz eine viel stärkere Emotionalität erzeugt, als beispielsweise eine untere Top 10 Platzierung. Ob ein Song bei einem selbst Platz 15 oder Platz 35 erreicht hat, macht in der langfristigen emotionalen Bindung zu diesem ESC-Land kaum einen Unterschied. Deshalb habe ich eine dritte Methode zur mathematischen Berechnung der Emotionalität verwendet. Hierbei habe ich ganz simpel jedes Jahr an meine persönlichen Top 10 von nach den Shows Punkte von 1 bis 12 im ESC-Stil vergeben. Das Land das 2014 meinen Sieger stellte, erhält dafür also 12 Punkte. Das Land meines zweiten Platzes 10 Punkte u.s.w. Das gleiche erfolgt mit 2015, 2016 u.s.w. Mit dieser Methode wirkt sich eine Nicht-Teilnahme nicht allzu stark aus, wie bei der letzten Tabelle, da die große Mehrheit der Länder im einzelnen Jahr alle keine Punkte bekommen, egal ob sie auf Platz 11 gelandet sind, oder gar nicht teilgenommen haben. Hier ist das Ergebnis dieser Punktevergabe:


An der Spitze sind die einzelnen Länder ganz eng beeinander. Knapp geht der erste Platz an Australien. Punktgleich dahinter ist (zu meiner Überraschung) die Schweiz. Wer jedoch fast Dauergast in den Top 10 ist, sammelt hier natürlich ordentlich Punkte ein. Mit nur einem Punkt weniger steht Bulgarien auf Platz drei. Das Land hat zwar nur in fünf von zehn Jahren teilgenommen, dabei aber beeindruckende drei Mal(!) meinen persönlichen Sieger gestellt. Man kann sich vorstellen wie traurig ich bin, dass Bulgarien derzeit nicht beim ESC dabei ist. Obwohl ich mein eigenes Land Deutschland unvermeidbar besser bewerte, erhält es in dieser Wertung nur drei Punkte und den 38. Platz. ESC-Fan aus Deutschland zu sein ist das Jahrzehnt 2014-2024 etwas deprimierend...

Belarus und Bosnien-Herzegowina haben mit einem einmaligen zehnten Platz gerade so einen Punkt erhalten. Kroatien, Dänemark, Luxemburg und Zypern waren in zehn Jahren nicht ein einziges Mal in meiner persönlichen Top 10. Kroatien und Dänemark waren mit Platz 12 immerhin nah dran. Dennoch stehe ich entsprechend eher emotionslos diesen Ländern gegenüber. Luxemburg war nur ein mal dabei und ist mit Platz 23 im Mittelfeld gelandet. Zypern hat bei seinen zehn Teilnahmen als beste Platzierung nur die #24 geschafft. Es gab seit meinem Hardcore-ESC-Fan-Dasein noch nie einen Beitrag aus Zypern mit dem ich so richtig mitgefiebert habe. Zypern ist mir ausnahmslos(!) jedes Jahr mehr oder weniger egal.

Zusammengefügt ergeben diese drei Wertungen das ultimative Endergebnis meiner Top 45 ESC-Länder der letzten 10 Jahre:


Zahlen lügen nicht und die Zahlen sagen dass Australien mein ESC-Lieblingsland ist. Herzlichen Glückwunsch an Australien und alle australischen Fans! Mit diesem ersten Platz bin ich sehr zufrieden und einverstanden. Slowenien und Lettland haben über die Zeit ein klein wenig an Appeal für mich verloren. Bulgarien ist auf lange Sicht einfach zu selten dabei, als dass es meine Nummer eins sei. Ohne nachzudenken hätte ich vermutlich geantwortet dass ich Slowenien derzeit am ehesten als mein Favoritenland sehen würde. Deshalb passt der zweite Platz hier sehr gut. Der überraschende dritte Platz mit beeindruckend vielen Top 10 Platzierungen und neulichst auch einem persönlichen Siegerbeitrag ist die Schweiz. Für Lettland gibt es nur den vierten Platz. Eine dicke Überraschung ist für mich Israel auf Platz fünf. Subjektiv, ohne Nachdenken, hätte ich das Land als durchschnittlich, vielleicht leicht überdurchschnittlich bezeichnet. Mit Litauen auf Platz sechs bin ich auch glücklich. Frankreich hat den Bonus dass ich den Klang der französischen Sprache Liebe. Albanien schickt mit seinen Powerballaden ein Genre zum ESC auf das ich gerne anspringe. Der neunte Platz von Bulgarien, das immerhin drei der zehn Sieger stellt, enttäuscht, ist aber den wenigen Teilnahmen zu Schulden. Ungarn war in einem drei-Jahres-Streak fantastisch. Drei Jahre reichen insgesamt aber gerechtfertigter Weise nur für Platz 10. San Marino sehe ich als einen meiner Lieblinge und hätte ich mir gerne rund um Platz 5 gewünscht. Die Jahre in denen ich ihren Beitrag nicht mochte verdränge ich leicht. So ist es dann doch nur Platz 11.

Deutschland landet mit Platz 20 in der Mitte. Das passt soweit. Mich überrascht dass Portugal nur auf Platz 32 steht. Ganz unten befindet sich zu meiner Überraschung nicht Italien, sondern Zypern, dem ich gänzlich leidenschaftslos begegne. Italien wurde dann doch von seinem einen Top Beitrag gerettet. Luxemburg hat mit einer Teilnahme, die insgesamt okay war, über die zehn Jahre hinweg zu wenig geboten und ist verständlicher Weise auf dem vorletzten Platz. Ich freue mich aber sehr, dass Luxemburg wieder dabei ist und bin gespannt auf die nächsten Jahre. Belarus hat in den zehn Jahren zu selten Freudensprünge bei mir ausgelöst, um andere Nationen hinter sich zu lassen.

Nun folgt täglich ein Blog-Beitrag zu jedem der 45 Länder. Darin enthalten ist u.a. mein persönliches Ranking der bis zu zehn Beiträge des Landes, wie ich sie Heute bewerte. Teilweise hat sich an meinen damaligen Bewertungen einiger Beiträge viel geändert. Garniert wird das Ganze von einer Einschätzung zu dem jeweiligen Land in den letzten zehn Jahren. Die Beiträge starten mit dem letzten Platz Zypern und gehen dann hoch bis Platz 1 Australien.

Samstag, 4. Mai 2019

Neue Punktepräsentation, Postdards und deutsche Jury: Was geschah in der pre-Party-Saison?

Hier ein Post zu allen wirklich wichtigen Nachrichten, die während der Pre-Party-Saison durch die ESC-Bubble geisterten. Es sind nicht sehr viele.

Die einzige richtig große Meldung ist es, dass die EBU die Art in der die Punkte bei der Bekanntgabe im Voting, im Finale, verändert hat. Die Änderung ist nicht groß, aber durchaus erwähnenswert. Bisher wurden die Punkte der Jurys detailliert bekanntgegeben, anschließend die Punkte aus dem Televoting zusammengefasst ausgerufen. Das bleibt auch so. Es ändert sich lediglich die Reihenfolge, in der die Televoting Punkte verkündet werden.

Bislang wurde zunächst die Punktzahl des Landes verraten, das im Televoting die wenigsten Punkte erhalten hat. Darauf folgte das Land mit den zweit wenigsten Punkten, und so weiter, bis zu dem Land, das insgesamt am meisten Punkte aus allen Ländern, im Televoting, erhalten hat. Mit der Regeländerung soll zuerst das Land sein Televoting-Gesamtergebnis erfahren, das im Juryvoting auf dem letzten Platz gelandet ist. Danach werden die Punkte des Vorletzten im Juryvoting bekanntgegeben. Dann der drittletzte Platz des Juryvotings u.s.w.. Am Ende der Votingphase warten also die Länder immer noch auf ihr Ergebnis, die die Jury ganz weit vorne gesehen hat. Dies soll "noch mehr Spannung" in die Schlussphase des Votings bringen. Achtung, am Wertungssystem an sich ändert sich nichts! Die Punkte werden nach dem gleichen System verteilt, wie auch in den letzten drei Jahren. Falls du die Regeländerung noch nicht so ganz verstanden hast, kannst du dir dieses Video anschauen. In der Montage siehst du, wie die Votingpräsentation, nach dem neuen Format, im letzten Jahr ausgesehen hätte.


Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt dürfte sich denken wie meine Meinung zu dieser Änderung ist. Ich habe mich schon viel zu sehr darüber aufgeregt, möchte deshalb hier nur kurz erwähnen dass die EBU anscheinend alles versucht um ESC-Fans von ihrem Hobby abzubringen. Die Änderung macht das Voting noch unübersichtlicher als es eh schon ist. Nun kann man nicht mal mehr einschätzen wer auf welchem Platz im Televoting gelandet ist, was für mich der einzige Vorteil des neuen Voting Systems (seit 2016) war. Ich war ernsthaft am Überlegen, ob ich den Fernseher vor dem Voting einfach ausschalte und mir das detaillierte Ergebnis nachträglich Online anschaue. Das ist für mich spannender und interessanter. So langsam macht es echt keinen Spaß mehr das Voting vom ESC Finale zu sehen. Genug schlechte Laune gewonnen, ich möchte mich freuen, denn morgen früh geht es mit den Proben los. Die sind mir viel wichtiger als das Voting und die nimmt uns die EBU nicht.

Die Postcards für den diesjährigen ESC stehen unter dem Motto "Everybody Dance", darin werden die Interpreten dazu gezwungen ...äh gebeten, zu tanzen. Die Postcards sind die 45-sekündigen Videos, die vor dem Auftritt eines ESC-Beitrages, in der Liveshow, laufen. Diese wurden nicht in umstrittenen Gebieten Israels gedreht. Eine Ausnahme bildet hierbei die Postcard vom Gastgeber Israel. Diese wurde zeigt Kobi vor der weltbekannten Klagemauer. Grund für die eingeschränkte Drehortwahl ist das unbedingte Vermeiden einer Politisierung des Wettbewerbs, das sich die EBU und KAN selbst auferlegt haben.

Ganz unpolitisch kann der ESC im politisch aufgeladenstem Land der Welt nicht sein. So gibt es Drohungen muslimischer Streitkräfte, den ESC zu bombardieren, da es angesichts der humanitären Lage für viele Einwohner der Region in und um Israel, nichts zu feiern gäbe. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen, sodass ein möglicher Angriff durch die "Eiserne Kuppel" abgewehrt werden sollte. Ein weiteres politisches Problem waren immer wiederkehrende Streitigkeiten um Finanzzahlungen des israelischen Staates für den ESC.

Derweil haben Frankreich und Deutschland ihre Teilnahmen für den ESC 2020 bereits bestätigt. Beide Nationen möchten ihr diesjähriges Konzept der Beitragsfindung auch im nächsten Jahr wiederholen. Eventuell zurückkehren könnte 2020 Andorra. Dort gibt es Gespräche mit dem katalanischen Sender TV3, die Beitragsfindung und Teilnahme am ESC gemeinsam im Namen Andorras zu stemmen, wie es auch bei den bisherigen Teilnahmen des Kleinstaates der Fall war.

Ob Andorra 2020 wirklich zum ESC zurückkehren wird, stellt sich wohl im Sommer heraus. Dann entscheidet die EBU auch über die Bewerbung von TV3 zur Vollmitgliedschaft. Eine Teilnahmeberechtigung am ESC hätte Katalonien damit trotzdem nicht, da es immer noch ein Teil Spaniens ist und für jede Nation nur eine Rundfunkanstalt antreten darf. Außerdem gelang an die Öffentlichkeit dass die EBU 2015 Verhandlungen mit Andorra führte, um es für den ESC zurückzugewinnen. Man hat Andorra gefragt, was sie dafür haben möchten, wenn sie wieder beim ESC teilnehmen. Leider ging der Vorstand des andorranischen Rundfunks auf kein Angebot ein. Die EBU versucht also doch ESC-Fans glücklich zu machen.

Bei Bulgarien gibt es hingegen Gerüchte, dass es in den nächsten Jahren gar nicht das Interesse hätte teilzunehmen. Von offizieller Seite gibt es diesbezüglich keine Äußerungen. Hoffen wir, dass es bei einem Gerücht bleibt. Nach den beeindruckend erfolgreichen Teilnahmen in den letzten drei Jahren wäre ein erneutes, dauerhaftes, Fernbleiben Bulgariens doch sehr bedauerlich.

Die deutsche Jury für den ESC 2019 besteht aus Vorjahresviertplatziertem Michael Schulte ("You let me walk alone"), dem Singer-Songwriter Nico Santos, der Sängerin Anett Louisan, der Leadsängerin von Laing ("Ich bin morgens immer müde"), die beim deutschen Vorentscheid 2015 den 3. Platz, hinter Ann Sophie ("Black Smoke"), mit "Zeig deine Muskeln" belegte, Nicola Rost und Joe Chialo, von der Musikproduktionsfirma "AIRFORCE1". Seit langer Zeit bin ich endlich mal glücklich über unsere Jury. Ich glaube an eine gute Wertung von ihnen. Dieses Jahr gibt es den seltenen Fall, dass ich mich von der Jury meines Landes vertreten fühle. Diese fünf werden durch 200 andere Jurymitglieder, aus den anderen 40 Nationen ergänzt.

Für die drei Live-Shows dürfen wir uns auf ein richtig tolles Interval-Act Programm freuen - und das nicht (nur) weil US-Star Madonna dabei ist. Eine letzte Meldung gibt es noch, die man zwar nicht unbedingt wissen muss, ich hier aber unbedingt anbringen möchte. Serhat hat verraten, dass er seinen Song "Say na na na" innerhalb von fünf Minuten auf den Straßen von Köln geschrieben hat, nachdem er einen Anruf von SMRTV erhielt. Ich muss sagen dass der Track auch genau danach klingt, was ich selbstverständlich negativ meine.

Für die Startreihenfolge der Länder in den Halbfinals, sowie meine persönliche Rangliste vor den Proben, folgen noch separate Posts. Um 09:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit beginnen dann die Proben in Tel Aviv.

Sonntag, 6. Januar 2019

News Kompakt (21)

Die Summer Summary wird mit normalen "News Kompakt" fortgesetzt.

01.10. Die Schweiz freut sich über eine hohe Anzahl an Bewerbungen. 420 Songs sind insgesamt bei den vier verschiedenen Rundfunkanstalten eingegangen.

01.10. Bis zum Jahre 2011 bildete die "Dora" ein großes Highlight der Vorentscheidungssaison. Dann hörte Kroatien auf seinen Beitrag durch einen Vorentscheid zu ermitteln. HRT lässt nun vernehmen dass die Dora für 2019 zurückkehren wird.

02.10. Australien wird zum 64. Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv eingeladen! SBS wird ein fünftes Mal einen Wettbewerbsbeitrag zum ESC entsenden. Mehrmals wurde schon angedeutet dass ein Vorentscheid mit erfahrenen Sängern geplant wird. Es wäre das erste Mal dass Australien keine interne Auswahl durchführt.

02.10. In der Gala 2 der Operaión Triunfo wurden Dave und Africa auf die Abschussliste für die nächste Gala gesetzt. Einer von ihnen wird in der kommenden Show ausscheiden.

03.10. Litauen eröffnet die Bewerbungsphase. Sie geht bis zum 10.12.2018. Schon am 12.12. sollen dann die ausgewählten Beiträge des Vorentscheides bekanntgegeben werden. Außerdem gibt LRT den Finaltermin raus. Es ist der 23.02.2019. Am gleichen Tag findet das vierte Halbfinale in Schweden statt.

04.10. Irland ruft zum Bewerben auf. Ein Panel soll eine Weltklasse-Produktion auswählen die Irland stolz machen soll wenn sie vor 200 Millionen Zuschauern aufgeführt wird. Dazu behält sich der Sender vor vielleicht auch den Song und Interpreten von unterschiedlichen Bewerbungen zu kombinieren. Bis zum 23.11.2018 kann jeder bis zu einen Beitrag beim erfolgreichsten Rundfunk der ESC-Historie einreichen und auf sein Glück hoffen.

04.10. Frankreich wechselt seinen Delegationsleiter aus. An die Stelle von Edoardo Grassi tritt Steven Clerima.

04.10. Spanien erklärt das Auswahlverfahren für den Song: Vom 01.11.-15.11.2018 können Songs beim Sender eingereicht werden. Daraus qualifizieren sich 10 für die nächste Runde. Welche zehn Songs es sind wird am 10.12.2018 verkündet. Weitere 10 Songs werden von angeheuerten Komponisten in Zusammenarbeit mit TVE beigesteuert. Von diesen 20 Songs darf ein Online-Voting auswählen welche drei in der Eurovision Gala, also dem Vorentscheid, dabei sein sollen. Das ESC-Team bei TVE und die Coaches der Triunfo Kandidaten bilden zusammen ein Panel, welches 7 weitere Songs aus den verbliebenen 17 für die Show auswählt. Zwischen diesen 10 Songs, mit den Kandidaten der Operation Triunfo, dürfen die Zuschauer dann per Televoting wählen.

05.10. Lokalzeitungen bringen durch ihre Recherchearbeit zu Tage dass Rumänien offenbar wieder eine große Vorentscheid-Tour durch das ganze Land plant. Dieses Verfahren wurde für 2018 schon angewendet, sollte aber eigentlich eine einmalige Angelegenheit zum 100 jährigen Jubiläum des Landes bleiben.

05.10. Italien meldet sich zum ESC 2019 an! Auch die RAI entsendet einen Beitrag nach Tel Aviv.

09.10. Auch Armenien bestätigt seine Teilnahme am ESC 2019!

10.10. Bei der "Operation Triunfo" scheidet África aus. In der Gala 3 entschieden Jury, Zuschauer und Kandidaten dass Damion und Joan Garrido in der nächsten Show unter sich ausmachen müssen wer aus dem Rennen scheidet.

14.10. BREAKING NEWS!!! Australien wird erstmals einen Vorentscheid veranstalten! "Australia Decides" heißt er und wird an der Gold Coast ausgetragen. Vier ausgewählte Stars werden den australischen Bürgern per Televoting und einer Jury zur Wahl stehen. Komponisten sind dazu aufgerufen bis zum 04.11.2018 Songs bei SBS eizureichen. Die Regel dass der Rundfunk eine Mindestlänge von zwei Minuten verlangt, kommt mir zum ersten Mal unter. Australien ist eben Australien und nicht Europa und macht alles ein bisschen anders. Als Komponist darf sich nur beworben werden wenn man australischer Staatsbürger ist oder den Wohnsitz in diesem Lande hat. Das Datum für den Vorentscheid wird auch schon herausgegeben. Es ist der 09.02.2019. Es gibt kaum einen Tag auf den ich mich mehr freue als diesen! Am gleichen Tag hält Schweden sein 2. Halbfinale und Island sein 1. Halbfinale ab, aufgrund der Zeit Verschiebung dürfte das allerdings zu keinerlei Probleme führen.

15.10. Gleich am nächsten Tag dürfte es wohl den Schock des Jahres für ESC-Fans gegeben haben. Bulgarien kann die Teilnahme am ESC 2019 nicht bezahlen! BNT zog seine vorläufige Anmeldung zurück. Nicht nur beim Rundfunk wird getrauert. Die ganze ESC-Fangemeinde zeigte sich bestürzt über diese Hiobsbotschaft. Nachdem Bulgarien 2014 und 2015, wegen der Euro-Finanzkrise, auf die Teilnahme verzichten musste, wurde es zu einer der zentralen Nationen des Wettbewerbs. 2016 gab es den 4., 2017 den 2. Platz für Bulgarien. Auch 2018 zählte der Beitrag "Bones" zu den Top-Favoriten, endete immerhin auf dem 14. Platz. Bulgarien hat den ESC mit qualitativ hochwertigen Beiträgen enorm bereichert und dadurch auch sein Image bei den Kritikern des ESCs etwas aufgebessert. Die Nation an die ich persönlich für den Jahrgang 2018 die größten Erwartungen hatte ist nicht einmal überhaupt dabei.

16.10. Auch die EBU kann es nicht fassen und erklärt in einem offenen Brief an BNT dass man sehr enttäuscht ist, die Entscheidung aber versteht und sie für vernünftig hält. Viel mehr wird aber betont dass sich auf zukünftige Teilnahmen Bulgariens gefreut wird.

17.10. Die Ukraine gibt die Termine für den Vorentscheid bekannt. Die beiden Halbfinals finden am 09.02. und 16.02.2019 statt, das Finale am 23.02.. Das erste Halbfinale überschneidet sich mit dem 2. Halbfinale von Schweden und dem 1. Halbfinale von Island. Außerdem hält Australien am gleichen Tag seinen Vorentscheid ab und wird damit alles andere überschatten. Das zweite Halbfinale kollabiert mit dem Finale in Estland, dem 3. Halbfinale in Schweden und dem 2. Halbfinale in Island. Das Finale läuft parallel zum Finale in Litauen und der Zwischenrunde in Schweden. Wieder wird der Vorentscheid "Vidbir" (bzw. "Vidbir 2019") heißen. Des weiteren hat sich UA:PBC dazu entschieden zum dritten Mal in Folge den Vorentscheid in Kooperationsarbeit mit dem privaten Rundfunk STB durchzuführen. Die hohe Qualität des Vorentscheides könne aufgrund der Unterfinanzierung nicht ohne die Zusammenarbeit mit einem kommerziellen Sender garantiert werden.

17.10. Auch Albanien gibt Informationen zum Vorentscheid heraus. Aus 54 Bewerbungen wurden 22 ausgewählt die in das Festival kommen. Die Sänger der 22 Songs wurden heute präsentiert. Darunter sind auch zwei Wiederholer des Festivals. Termine gibt es auch und man hat es tatsächlich geschafft das Festival auf die Tage vor Weihnachten zu verlegen, anstatt es vom 25.-27. Dezember zu veranstalten, was insbesondere die Aufmerksamkeit der ESC-Fans auf den ersten Vorentscheid der Saison gemindert hätte. Die Halbfinals finden am 20. und 21.12.2018, das Finale am 22.12. statt.

17.10. Joan Garrido scheidet in der Gala 4 aus. In den Galen 1 und 2 war er schon unter den letzten drei Kandidaten die noch nicht sicher weiter waren. Beide Male entschieden sich die Kandidaten dafür ihn zu retten und die anderen Beiden somit kurz vors Aus zu stellen. Nachdem er in Gala 3 wieder unter den letzten 3 war fiel die Wahl der Kandidaten nicht mehr auf ihn. In Gala 4 scheidet er nun im Battle gegen Damion beim Jury- und Televoting aus. Für die nächste Gala sind Dave und Carlos Right zum Ausscheiden nominiert. Dave stand schon in der Gala 3 auf der Abschussliste, gewann aber das Battle gegen África. Carlos Right war in der Gala null unter den vier letzten Kandidaten, gewann dann aber das Televoting und somit den Einzug in die Villa.

19.10. IPBC rechnet uns offen vor dass der Dreh der 45 sekündigen Postcard Videos, die vor den jeweiligen Auftritten in den Liveshows beim ESC eingeblendet werden, insgesamt 1,2 Millionen Euro kostet.

19.10. Für das Festival um die zwei Wild Cards beim eigentlichen San Remo Festival, gingen bei dem italienischen Rundfunk RAI 677 Bewerbungen, 19 davon aus dem Ausland, ein.

19.10. Malta lässt grüßen und gibt bekannt dass das Finale von "X Factor Malta", welches als Auswahlverfahren für den ESC Sänger für 2019 dient, am 26.01.2019 stattfindet. Am gleichen Tag wird das 1. Halbfinale in Estland ausgetragen. Weitere Liveshows gibt es am 06.01., 13.01. und 20.01..

21.10. Georgien wird die Finalisten seiner Castingshow "Georgia's Star" potentielle ESC-Beiträge singen lassen, von denen dann einer für den Wettbewerb in Tel Aviv ausgewählt wird. Komponisten können dafür bald Songs einreichen, die dann intern für die Show ausgewählt werden.

22.10. Tel Aviv veranstaltet jedes Jahr die "Weißen Nächte". Dabei handelt es sich um eine Woche in der alle Geschäfte und Clubs der Stadt 24/7 geöffnet haben und zahlreiche kulturelle Events wie Open Air-Konzerte, Opern, Theater, Poetry Slams, Kunstausstellungen und vielem mehr veranstaltet werden. Diese Woche wird für das Jahr 2019 in die Woche der ESC Liveshows gelegt. Damit haben Journalisten und Fans neben den zahlreichen ESC-Partys noch viele weitere Auswahlmöglichkeiten sich davor zu drücken Nachts ins Bett zu gehen.

Damit beende ich diesen News Kompakt Post. Natürlich setze ich die Zusammenfassung der Ereignisse in der ESC-Bubble weiter chronologisch fort.

Samstag, 5. Januar 2019

Summer Summary 2018 Teil 7

In diesem Teil geht es um die erste Hälfte des Septembers.

01.09. Jeder Song der ab diesem Datum veröffentlicht wird könnte im Mai auf der ESC-Bühne in Israel stehen.

01.09. So beginnen SRF (Schweiz) und SVT (Schweden) mit ihrer Bewerbungsphase. Der SRF ergänzt dafür das allgemeine Schweizer Regelwerk für den Vorentscheid damit, dass jeder Künstler nur bis zu fünf Bewerbungen einreichen kann und eine abgegebene Bewerbung nicht mehr zurückgezogen werden kann. Außerdem werden bei Gleichstand im Auswahlverfahren Schweizer bevorzugt.

02.09. Bulgarien verkündet dass es eine der letzten Nationen sein wird die ihren Künstler und Beitrag bekannt geben.

02.09. Unsere gute, alte Babsi alias Barbara Schöneberger wird den deutschen Vorentscheid moderieren.

02.09. San Marino kündigt grundlegende Änderungen im Votingsystem des Vorentscheides an. So wird auch das Abstimmen mit Geldbeträgen abgeschafft.

04.09. Es gibt kaum einen israelischen Politiker der nicht seinen Senf zu der Ausrichtung des ESCs gegeben hat. Dabei geht es vor allem um die Frage ob Jerusalem oder Tel Aviv die Hauptstadt von Israel ist. Was dabei immer vergessen wird, ist dass der ESC sehr oft gar nicht in der Hauptstadt des Landes stattfindet und dies gar kein Kriterium für den Zuschlag ist. Außerdem fordern viele dass die Regeln des Sabbats, der zur Zeit des ESCs gilt, streng eingehalten werden. Größter Streitpunkt dabei ist dass demnach niemand von Freitagabend bis Samstagabend arbeiten darf. Mit Einhaltung der Regeln ist es aber unmöglich den ESC auszutragen. Deshalb hat die EBU in einem offenen Brief die israelischen Politiker endlich in ihre Schranken gewiesen. Darin wird natürlich betont dass der ESC eine unpolitische Veranstaltung ist, außerdem wird dazu aufgefordert alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, oder politischer Gesinnung in das Land einreisen zu lassen, um am ESC teilhaben zu können. Ein paar Politiker konnten daraufhin nicht ihren Mund halten und fordern einzelne Personengruppen nicht einreisen zu lassen. Ähnliche Probleme gab es schon oft beim ESC. Bisher ist am Ende alles immer gut gegangen.

04.09. Von jetzt bis zum 05.10.2018 läuft die Bewerbungsphase für das italienische San Remo Festival.

06.09. RTVSlo bestätigt dass Slowenien am ESC 2019 teilnehmen wird!

06.09. Estland bestätigt die Teilnahme für 2019! ERR gibt zudem gleich schon viele Informationen raus. Wieder wird es den Vorentscheid "Eesti Laul" geben. Dieser wird, wie es seit einigen Jahren üblich ist, wieder in seiner Größe ausgebaut. Unter anderem wird die Teilnehmerzahl von 20 auf 24 erhöht. Terminlich rückt der Vorentscheid weit nach oben im Jahreskalender. Estland war bisher eine der letzten Nationen die den Vorentscheid abhielten. Das erste Halbfinale soll nun schon am 26.01.2019 stattfinden. Das zweite Halbfinale wird am 02.02. ausgetragen, das Finale am 16.02.. Die 24 Beiträge des Vorentscheides werden am 15.11. bekanntgegeben.

09.09. Der maltesische Vorentscheid "X Factor Malta" beginnt am 07.10.2019. Unter den Bewerbern der ersten Staffel dieser Castingshow in Malta sind auch viele Kandidaten die in der Vergangenheit oft beim Vorentscheid dabei waren. Der Sieger der Castingshow wird Malta in Israel vertreten.

09.09. Litauen wird seinen Vorentscheid auf acht Shows kürzen. Ich weiß dass die meisten den Vorentscheid zu lang finden, doch gerade das mag ich so sehr an ihm. Die vielen Shows über Wochen hinweg und jede Woche ein spannendes Voting dazu. Es ist wie "Deutschland sucht den Superstar" früher war. Nur dass nicht nur einzelne Sänger, sondern gleich ganze ESC Beiträge gegeneinander antreten und das Votingsystem interessanter ist als das reine Televoting wie bei der deutschen Castingshow. Immerhin sind es noch acht Shows.

10.09. Norwegen hat über 1.000 Beiträge eingereicht bekommen. Für den ESC 2018 wurde ein Rekord von etwa 1.2000 Beiträgen verzeichnet.

10.09. Einer der vier schweizer Rundfunks hat 13 Songs präsentiert die nun zu einem Online Voting bis zum 28.09. bereitgestellt werden und unter sich einen Platz für den schweizer Vorentscheid ausmachen. Darunter ist auch ein Song von Sebalter, der 2014 mit "Hunter of Stars" für die Schweiz den 13. Platz beim ESC holte.

11.09. Der dänische Unterhaltungschef Jan Lagermand Lundme gibt eine klare Ablehnung gegen alle ab die fordern den ESC wegen der politischen Lage in Israel zu boykottieren. "Dänemark macht bei der Eurovision mit, weil es dort um alles außer Zwietracht geht. Die Eurovision bringt Europa zusammen und deshalb sind wir natürlich dabei. Es spielt keine Rolle, welches Land den Wettbewerb ausrichtet, sie sind Gastgeber."

12.09. SVT gibt die Termine für die Melodifestivalen raus. Das erste Halbfinale findet am 02.02.2019 in Göteborg statt. 2. Halbfinale: 09.02. in Malmö 3. Halbfinale: 16.02. in Leksand 4. Halbfinale: 23.02. in Lidköping Andra Chansen: 02.03. in Nyköping Der wichtigste Termin in der Vorentscheidungsphase für jeden ESC Fan ist der 09.03.. Dann wird das Finale der Melodifestivalen ausgetragen. Das erste Halbfinale von Schweden fällt somit auf das zweite Halbfinale von Estland. Das dritte schwedische Halbfinale wird parallel zum estnischen Finale ausgetragen.

13.09. Nach langem warten ist die Entscheidung endlich gefallen! Der 64. Eurovision Song Contest 2019 wird in Tel Aviv ausgetragen! Damit hat die liberal ausgerichtete Stadt sich gegen das konservative und politisch aufgeladene Jerusalem durchgesetzt. Die deutliche Mehrheit der ESC Fans haben Tel Aviv gegenüber Jerusalem klar bevorzugt. Andere Bewerberstädte hatten keine realistischen Chancen auf den Zuschlag. Jerusalem wird vom ESC aber auch sehr profitieren. Die beiden Städte sind nur 30 Minuten mit dem Zug auseinander. Viele werden mit der Buchung der Unterkunft auf Jerusalem ausweichen. Ob man nun nach Tel Aviv oder Jerusalem fliegt macht eigentlich auch keinen Unterschied. Die austragende Halle wird die Halle 2 des International Convention Centre sein. Auch die Termine wurden endgültig festgesetzt. Zuvor hatte die EBU andere Termine angesetzt. Das Finale wird am 18.05.2019 stattfinden! Entsprechend ergeben sich daraus die übrigen Termine. Die für die breite Öffentlichkeit relevanten Termine sind der 05.-13.05. als Probenzeit. Das erste Halbfinale ist am 14.05., das zweite Halbfinale am 16.05.. Zur Vervollständigung des Namens des Wettbewerbs fehlt jetzt nur noch das Motto.

13.09. Der finnische Vorentscheid "Uuden Musikiin Kilpailu" wird am 02.03.2019 stattfinden. Der Termin kollabiert mit der Andra Chansen in Schweden. Die Kandidaten möchte YLE in der folgenden Woche bekanntgeben.

13.09. Sicher gab es ESC-Fans die eine Wette darauf abgeschlossen haben ob Island am ESC in Israel teilnimmt, oder ihn boykottieren wird. Dabei sah es eher danach aus dass die Boykottierer gewinnen werden. RÜV traf nun eine schwere Entscheidung, entgegen der wohl Mehrheit der isländischen Bevölkerung und entgegen der Mehrheit der Politiker in Island. Auch RÜV wird in Tel Aviv mit von der Partie sein. Wenn sogar Island auf einen Boykott verzichtet dürfen wir erleichtert davon ausgehen dass niemand aus diesem Grund der größten Party der Welt fern bleiben wird.

14.09. Spanien meldet sich zum ESC an und verkündet ganz offiziell dass der Sänger für die Teilnahme im Rahmen der legendären Castingshow Operation Triunfo ausgewählt wird - wie auch schon im Vorjahr. Am 18.09. starten die Liveshows im Fernsehen. Außerdem wurden die 18 Kandidaten bekanntgegeben.

15.09. Auch Griechenland wird in Tel Aviv dabei sein! ERT meldet sich an.

Die erste Septemberhälfte ist damit auch abgearbeitet. Die Meldungen ändern sich. Inzwischen sind viele Termine für die Vorentscheidungssaison dabei. Auch die Teilnehmerliste wird immer länger. Die ESC-Saison hat richtig Fahrt aufgenommen.

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Summer Summary 2018 Teil 2

Ohne lange zu fackeln gehe ich gleich rein ins Geschehen:

13.05. Es sind noch bemerkenswerte Einschaltquoten nachzureichen. In Zypern verzeichnete CyBC einen Marktanteil von 94,4%! Ein solcher Wert ist auf der Insel mit großem Abstand historischer Rekord. Auch der griechische Sender ERT konnte vom Favoritenstatus der engen Freunde profitieren. Obwohl Griechenland nicht ins Finale kam sahen dort 66,1% bei der großen Samstagabend Show zu. Ähnlich verhielt es sich mit dem Favoriten Frankreich. 5,15 Millionen Zuschauer ist der beste Wert seit 2009!

13.05. Wir bleiben bei Frankreich, denn dessen Delegation hat als 5. Nation und damit schon 2. Big Five-Nation die Teilnahme am 64. Eurovision Song Contest 2019 bestätigt! Des weiteren heißt es dass es wahrscheinlich das gleiche Auswahlverfahren wie im Vorjahr, also die "Destination Eurovision" geben wird.

14.05. Jowst hat verkündet dass er den Song für das UK 2019 komponieren möchte. Er werde einen Song schreiben den sogar die Hater des ESC mögen würden. Allerdings sei es schwierig hierfür einen geeigneten Interpreten zu finden. Sofort meldete sich Tamar Kaprelian (Armenien 2015, armenischer Vorentscheid 2018) zu Wort und stände zur Verfügung. Mal sehen ob daraus etwas wird.

14.05. Dänemark sagt der Teilnahme am ESC 2019 zu! Man habe sich dieses Jahr auf das Ganze fokussiert und sei damit erfolgreich gewesen. Deshalb wendet DR für die kommende Saison das gleiche Auswahlverfahren an, es wird also wieder einen Melodi Grand Prix geben.

14.05. Auch Bulgarien wird nächstes Jahr dabei sein! Das Ziel sei es weiterhin zur Qualität des Wettbewerbs beizutragen.

14.05. Auch Finnland bestätigt seine Teilnahme für 2019 und ruft gleichzeitig dazu auf Ideen für den Vorentscheid einzureichen. Finnland bemüht sich also aus seiner Kriese herauszukommen die ohne Saara Aalto schon dieses Jahr zum Supergau gekommen wäre.

14.05. Serbien hat die zweitbeste Einschaltquote in der Geschichte des Landes verzeichnen können. Im Finale sahen 2,3 Millionen Menschen zu, ein Marktanteil von 30,3%. Nur 2008 als Serbien Gastgeber war gab es bessere Quoten. Den Gastgeberbonus hatte dieses Jahr Portugal. RTP kam mit 1,55 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 34,9% jedoch nur zu leicht besseren Werten als letztes Jahr beim Sieg. Es ist eigentlich üblich dass der Gastgeber ein hohen Rekordwert verzeichnet.

15.05. Eine Langzeitstudie hat ergeben dass die Teilnahme des eigenen Landes am ESC die Menschen in diesem Land um 13% glücklicher macht. Ein Sieg hat jedoch keine Auswirkung darauf wie glücklich die Menschen sind. Da soll noch einmal jemand sagen dass der ESC sinnlos ist und nichts bringt...

15.05. RÚV Programmdirektor Gudmundsson beteuerte dass Island höchstwahrscheinlich am ESC 2019 teilnehmen werde. Eine richtige Teilnahmebestätigung möchte man aber erst im Herbst ausgeben.

15.05. Vom SRF aus der Schweiz hieß es dass man trotz der Enttäuschung definitiv weiter am ESC teilnehmen wird. Alleine schon aus dem Grund dass sich die, für den reichen Staat vergleichsweise geringen Teilnahmekosten für drei fantastische TV-Abende lohnen.

15.05. Die Operación Triunfo wird in eine weitere Staffel gehen. Am 30. Mai begannen schon die Castings. Eine Teilnahmebestätigung bleibt bisweilen aus. Ob die Operación Triunfo im Falle einer erneuten Teilnahme Spaniens auch wieder als Vorentscheid dient bleibt ebenfalls abzuwarten. Hoffentlich nicht so lange wie beim letzten mal...

15.05. Der Gesundheitsminister von Israel fordert eine strenge Einhaltung des Sabbats während des Wettbewerbs, sofern der ESC nach Israel kommen sollte. Das bedeutet konkret dass vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Einbruch der Dämmerung am Samstag nicht gearbeitet werden darf. Unter diesen Umständen ist es nicht möglich den ESC auszutragen. Der Politiker trat schon einmal zeitweise von seinem Amt zurück weil an einem Samstag Schienen Arbeiten einer staatlichen Bahn durchgeführt wurden... Andere Politiker quer durch Europa rufen nach und nach zum Boykott des Wettbewerbs aus verschiedenen Gründen auf. In dieser Saison wird es schwerer denn je werden den ESC von der Politik zu trennen.

16.05. RTSH ruft bereits jetzt auf sich für das Festivali i Kenges 2018 zu bewerben. Eine Teilnahmebestätigung gab es jedoch noch nicht.

16.05. In Schweden gab es die schlechteste Einschaltquote seit 2010 - und die lag damals nur so schlecht weil Schweden im Halbfinale ausschied. Ob die Schweden das skandalöse Televoting Ergebnis schon ahnten? In den USA gab es hingegen - wie jedes Jahr - einen Zuschauer Rekord. Noch einmal konnte LogoTV sein Publikum um 10.000 Zuschauer auf 74.000 und einen Marktanteil von 0,02% erhöhen. Der homosexuelle Sender übertrug den Wettbewerb zum dritten mal.

17.05. Jon Ola Sand berichtet über noch mehr Probleme um die Ausrichtung in Israel. Da der Sender IPBC erst seit einem Jahr existiert könnte die Finanzierung des Wettbewerbs den Sender in die Ruinen treiben. Man weiß derzeit nicht woher man das nötige Geld nehmen soll. Derweilen bringt sich die Stadt Petah Tikva in die Gespräche um die Austragung ins Spiel.

17.05. Die Gruppe Equinox (Bulgarien) hat entschieden auch nach dem ESC weiter zusammen zu musizieren.

18.05. Die Türkvizyon startet einen dritten Versuch die vierte Ausgabe des Wettbewerbs zu veranstalten. Gastgeber soll die Türkei werden. Neben zahlreichen Wiederholungstätern möchten 2018 Belgien, Lettland, Österreich, Schweden, Tadschikistan und die autonome chinesische Region Xinjiang ihr Debüt geben.

18.05. In die offiziellen deutschen Charts, die nach Umsatz der Songs im Verlauf der sieben Tage errechnet werden, haben es dieses Jahr sechs ESC-Songs geschafft: #3 Deutschland, #19 Israel, #29 Tschechien, #81 Zypern, #88 Dänemark, #93 Österreich.

19.05. Der NDR ruft zur Bewerbung für den ESC 2019 auf. Wie bereits angekündigt gibt es das gleiche Auswahlverfahren wie letztes Jahr. Man kann sich entweder als Sänger ohne Song, oder als Sänger mit Song, oder nur als Song, also Komponist mit Song, bewerben. Dazu muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Weitere Bestimmungen gibt es nur dahingehend dass ein Song die Regularien des ESCs einhalten muss. Die Sprache ist egal. Auch Gruppen dürfen sich bewerben. Eine deutsche Staatsbürgerschaft muss man nicht besitzen.

19.05. Das offiziell schlechteste Land in der Geschichte des ESCs ist das erste Land das in dieser Saison einer möglichen Teilnahme absagt. Andorra wird auch 2019 nicht zurückkehren! Der einzige Grund dafür ist dass die Teilnahmekosten ohne staatliche Unterstützung von RTVA nicht zu stemmen sind. Sofern der Staat die Teilnahme nicht finanziell unterstützt, wird Andorra in den nächsten Jahren ebenfalls nicht teilnehmen können, so Xavier Mujal.

20.05. Die EBU fordert die teilnehmenden Sender dazu auf ihre Kommentatoren wieder live aus der Halle vor Ort berichten zu lassen. Immer mehr Sender lassen von zuhause aus kommentieren um Reisekosten zu sparen. Der wallonisch-belgische Sender RTBF und der san marinesische Sender SMRTV wurden in dieser Aufforderung sogar namentlich angesprochen, da sie in den letzten Jahren ihre Kommentatoren immer zuhause ließen.

20.05. Der Barbara Dex-Award 2018 geht an Mazedonien! Das Duo Eye Cue siegte wenig überraschend und sehr deutlich. Nach 2005 geht der negativ-Preis nun zum zweiten mal nach Mazedonien. Bei dem Preis wird online das scheußlichste Outfit des Wettbewerbs gewählt. Die Veranstalter verkündeten nur die Platzierungen der Top Five: #2. Australien #3. Belgien #4. Montenegro #5. Israel

20.05. HRT macht sich viele Gedanken um die Auswahl des Künstlers für 2019. Die Teilnahme sei für Kroatien "essenziell wichtig" um sich international zu präsentieren. Eine offizielle Teilnahmebestätigung wollte der Sender jedoch nicht ausgeben. Kroatien ist meist eines der letzten Länder die ihre Teilnahme zusagen. Das hat in der Regel finanzielle Gründe.

Das sind die wichtigsten Meldungen von der Woche nach dem ESC. In der darauffolgenden Zeit nimmt der Informationsfluss rapide ab.

Freitag, 4. Mai 2018

Bulgarien - durch anderes Licht wieder ins Licht gerückt

Bulgarien hat seit Probenbeginn am Sonntag mächtig Federn lassen müssen. Die Zeit zwischen den beiden Proben haben sie genutzt um am Licht zu drehen. Den kritisierten Grünstich haben sie komplett entfernt. Außerdem ist alles viel heller, verliert aber trotzdem nicht seinen Charakter der Düsterheit. Diese Änderungen werden im Pressezentrum hoch gelobt. Einmal mehr sieht man dass es vor allem die Details sind, die darüber entscheiden ob etwas gut ankommt oder nicht. Jetzt gibt es nur noch kleine Mängel von den Kritikern, wie zum Beispiel zu viel Wank Bewegung einzelner Sänger an bestimmten stellen, oder das Halten des Mikrofons im falschen Winkel. Ich bin mir sicher dass die vom Erfolg gesegnete bulgarische Delegation auch das noch bis Montag hinbekommen wird. Derweil wird die Backgroundsängerin, die hinter der Bühne steht, weiterhin mit Lob in den höchsten Tönen überhäuft. Bulgarien hat sich wieder zurück in den Kreis derer gebracht, die um den Titel dieses Jahres mitreden dürfen.






Sonntag, 29. April 2018

Bulgarien behält Siegeschancen

Viel ist nicht zu der Probe von Bulgarien zu sagen. Das Staging ist genauso wie ich es mir mit Sascha Jean-Baptiste als Stage Directorin vorgestellt habe. Alles sehr düster und geheimnissvoll, alles in schwarz mit diesem mysteriösen Grünstich und ein wenig blau die fünf großartigen Individuen kommen alle zum Vorschein und trotzdem wirken sie als ein Ganzes. Dazu gibt es ein gläsernes Podest als Bühnenbild, was perfekt passt und Kostüme die mir unglaublich gut gefallen, noch einmal mehr als alle anderen das von Zhana. Die Kostüme kommen dem was ich im Alltag trage sehr nahe. Die knappe Mehrheit im Pressezentrum stimmt mir mit meiner Meinung zu.. Viele finden es aber auch zu düster und glauben mit Blicken auf Beiträge der Vergangenheit dass das beim ESC so nicht funktioniert. Ich bin der Meinung dass Sascha ganz genau wissen würde wenn dieses Staging nicht funktionieren würde. Sie hat noch nie(!) einen Fehlgriff mit einem ihrer Stage Concepts gehabt.

Nicht unerwähnt bleiben sollte dass die Backgroundsängerin für ihre stimmliche Leistung noch viel mehr Lob aus dem Pressezentrum erhalten hat als die Hauptinterpreten. Ich sehe die Siegeschancen von Bulgarien nach dieser Probe genauso groß wie zuvor.

Damit geht Tag 1 langsam zu Ende. Es folgt auf Eurovision Passion noch ein Rückblick auf den Tag und morgen Früh ein Blick auf die Veränderungen der Favoritenstatus der zehn Länder die heute probten.





Freitag, 13. April 2018

Die letzten Länder - News Kompakt

Zwei Länder fehlen noch auf meiner Liste:

12.03. Bulgarien - Ich weiß noch nicht so recht wie ich diesen Song finden soll. Erstmal habe ich ihn wie folgt einsortiert, aber ich muss ihn noch einige Male hören um eine richtige Meinung darüber zu haben. Da ist bei mir noch alles möglich. Meine Erfahrung sagt mir auch dass sich dieser Beitrag mit dem Beginn der Proben in Lissabon in meiner Rangliste stark verbessern könnte.

21. Island
22. Belgien
23. Bulgarien
24. Albanien
25. Dänemark

12.03. - Die 43 teilnehmenden Delegationen haben ihre Delegationsleiter und wahlweise Begleiter zum großen Delegationstreffen nach Lissabon geschickt. Dort mussten an diesem Tag alle Songs, inklusive Preview Video und Stage Concept bei der EBU abgegeben werden. Diese wurden dann der Reihe nach vor allen Delegationen offiziell vorgestellt damit alle bescheid wissen mit welcher Konkurrenz sie es zu tun haben. In den folgenden Tagen hat die EBU jeden Beitrag bis auf die kleinste Regelung überprüft, ob sie denn auch wirklich in dieser Form beim Eurovision Song Contest antreten dürfen. Hierbei hat es noch nie Probleme gegeben. In den letzten zwei Jahren ist es zum Trend geworden dass ein oder zwei Nationen mit der EBU verhandeln, dass ihr Preview Video erst kurz nach (spätestens wenige Tage) dem Delegationstreffen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. So wird der Beitrag von Georgien dieses Jahr erst am zweiten Tag des Treffens ab 15:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit, im Anschluss an die Tagesnachrichten, zu sehen sein. Auf dem Delegationstreffen werden auch andere Dinge diskutiert und Entscheidungen getroffen. Dies hat alles aber nur nebensächliche Bedeutung.
     Die wichtigsten Informationen von diesem Treffen sind dass Portugal im Finale die Startnummer #8 zugelost bekommen hat, nun sicher ist dass Salvador Sobral dabei sein kann und 05.04. um 11:00 Uhr die dritte und letzte Ticketrunde begann (und wenige Minuten später endete).

13.03. Georgien - Manchmal frage ich mich ob Georgien überhaupt beim ESC erfolgreich sein möchte. Ich denke auch hier ist alles gesagt.

40. Russland
41. Schweden
42. Georgien
43. Niederlande

Die Rangliste die ich jetzt habe muss ich noch stark überarbeiten. Das Ergebnis davon werde ich hier dann auch posten. Bis zum ESC ab dem 29. April werden sich dann nur noch Kleinigkeiten verändern. Unten steht meine Rangliste nach aktuellem stand. Auch die wichtigsten Geschehnisse seit dem 13.03. werde ich selbstverständlich nicht unerwähnt lassen.

1. Finnland
2. Malta
3. Australien
4. Ukraine
5. Litauen
6. Spanien
7. Israel
8. Tschechien
9. Ungarn
10. Frankreich
11. Deutschland
12. Weißrussland
13. Lettland
14. Slowenien
15. Estland
16. Armenien
17. San Marino
18. Norwegen
19. Griechenland
20. Schweiz
21. Island
22. Belgien
23. Bulgarien
24. Albanien
25. Dänemark
26. Großbritannien und Nordirland
27. Serbien
28. Kroatien
29. Zypern
30. Aserbaidschan
31. Ehemals jugoslawische Republik Mazedonien
32. Österreich
33. Irland
34. Montenegro
35. Italien
36. Moldawien
37. Polen
38. Portugal
39. Rumänien
40. Russland
41. Schweden
42. Georgien
43. Niederlande

Donnerstag, 12. April 2018

Das Vorentscheidungsfinale - News Kompakt

Das Vorentscheidungsfinale steht an!

10.03. Norwegen - Der Melodi Grand Prix war dieses Jahr mit Größen der Eurovision bevölkert. Dass ein Start antritt heißt aber nicht automatisch dass sein Song auch gut ist, oder dass die anderen Songs Qualität haben. Diese Qualität ist beim norwegischen Vorentscheid eigentlich immer sehr hoch. Dieses Jahr gab es fast ausschließlich Songs die ich als Norweger nicht zur Eurovision schicken würde. Mit "Who we are" hätte sich Norwegen wenigstens nicht blamiert. Alexander Rybaks "That's how to write a Song" war da die einzig andere Möglichkeit was zum ESC kann. Diese beiden landeten auch auf den Plätzen #1 und #2. Der Rekord Sieger von 2009, Alexander Rybak, hat also vorwiegend mangels Konkurrenz und nicht wegen einem fantastischen Song gewonnen. Ich fürchte dass er mit seinem Song darüber wie man einen Song schreibt eventuell nicht einmal das Finale erreichen wird. Dabei weiß er sehr gut wie man einen Song schreibt, schließlich schreibt er seine Songs alle selber. Ich bin hin-und-her-gerissen. Der Song ist nicht schlecht, aber er überzeugt mich nicht. Es ist klar dass er nicht an Fairytail heran kommen kann. Darum geht es gar nicht. Es ist irgendwie nur so hmmm...

14. Armenien
15. San Marino
16. Norwegen
17. Griechenland
18. Schweiz

10.03. Schweden - Die Melodifestivalen wurden dieses Jahr zum 58. mal ausgetragen. Alleine das sagt schon viel über diesen Vorentscheid aus. Dieses Finale ist für die meisten ESC-Fans das Highlight der Vorentscheidungssaison. Auch ich liebe die Melodifestivalen, allerdings habe ich ein Problem damit dass meistens irgendein Mainstream-Pop-Song gewinnt der genauso klingt wie jeder andere Song der im Radio jeden Tag rauf und runter gespielt wird. Ich habe es langsam satt immer den gleichen Scheiß aus Schweden zu hören! Mit dem zweitplatzierten Beitrag "Every single Day" von Felix Sandman habe ich endlich eine Ballade gefunden die mit den Emotionen gesungen wird wie ich es mir optimaler weise vorstelle. Danach habe ich jahrelang gesucht. Bei der Jury waren es noch 20 Punkte Abstand auf "Dance you off", an Anrufen erhielten die beiden Beiträge fast gleich viele. Nur drei Punkte Unterschied kamen heraus. Nicht unerwähnt bleiben sollte dass Everyday von Mendez mit insgesamt zwei Punkten abgestraft wurde, im Televoting aber auf Platz drei landete. Für die Gesamtwertung bedeutete das immer noch den letzten Platz.
     Bis zum ESC und auch danach werde ich "Every single Day" wahrscheinlich öfter hören als "Dance you off" Das war das letzte mal 2015 bei "Suitcase" und "The Way you are" von Dänemark der Fall. Ich habe versucht einen Song zu finden den ich weniger mag als den schwedischen. Das ist mir leider nicht gelungen. Schlechter als die Niederlande kann ich Schweden aber nicht platzieren:

34. Portugal
35. Rumänien
36. Schweden
37. Niederlande

11.03. Israel - Als ich diesen Song gehört habe wusste ich schon vorher dass es sich um den großen Favoriten handelt. Das kann ich überhaupt nicht verstehen. Alles an diesem Beitrag ist genau das was ich liebe - aber wahrlich nicht Mainstream ist. Dass es viele Leute gibt die das so sehr lieben ist für mich einfach unbegreiflich. Wenn ich es nicht wüsste würde ich denken dass Israel als krasser Außenseiter in den Wettbewerb geht. Das ist so speziell und spricht (eigentlich) nur eine ganz kleine Minderheit an, der ich angehöre. Wie auch immer, ich genieße es dass ein Song den ich mag als Favorit auf den Sieg gilt.

4. Ukraine
5. Spanien
6. Israel
7. Tschechien
8. Ungarn

11.03. Russland - Zu Russland ist alles gesagt. Europa, wir haben diese eine Chance Russland im Halbfinale rauszuwerfen. Schaffen wir das?

35. Portugal
36. Rumänien
37. Russland
38. Schweden
39. Niederlande

11.03. Ehemals jugoslawische Republik Mazedonien - Schön dass Mazedonien doch noch irgendwie am Eurovision Song Contest teilnehmen kann. Schade dass sie seit 2012 keinen konkurrenzfähigen Beitrag erschaffen konnten.

27. Zypern
28. Aserbaidschan
29. Ehemals jugoslawische Republik Mazedonien
30. Österreich
31. Irland

11.03. Bulgarien - BNT hat bisher um seinen Beitrag ein großes Geheimnis gemacht und sich hinter dem Schleier des Schweigens verhüllt. Wenige Minuten bevor in Litauen die Entscheidung viel gibt BNT bekannt dass eine extra für dieses Projekt zusammengestellte Gruppe Namens Equinox mit einem Song der den Titel "Bones" trägt antreten wird und dieser Song am kommenden Morgen um 07:30 Uhr, mitsamt den Namen hinter Equinox, präsentiert wird. Bulgarien ist, mal Abgesehen von Litauen, das letzte Land das seine(n) Kandidate(i)n für den Wettbewerb präsentiert. Das war schon letztes Jahr so, da hatte BNT sich nach Verhandlungen mit der EBU sogar erlaubt erst nach dem Delegationstreffen sein Komplettpaket zu veröffentlichen. Es war für mich der verdienteste Gewinner beim Eurovision Song Contest aller Zeiten. Auch 2016 gehörte Bulgarien zu den letzten Ländern. Man scheint diesen Trend fortzuführen und fährt damit eine erfolgreiche Schiene.

11.03. Litauen - Der litauische Vorentscheid erstreckt sich über mehrere Monate. Die Einen finden das überflüssig und nervig, die Anderen aufregend und spannend. Ich gehöre der zweiten Sparte an. Sechs Songs haben es geschafft sich durch all die harten Runden zu kämpfen und durften sich im großen Finale präsentieren. Dort hat dieses mal der Song gewonnen, der auch schon in den letzten Wochen für die meisten Punkte gesorgt hat. Das ist in Litauen keine Selbstverständlichkeit. Ich brauchte ein zweites mal Hören um zu erkennen was eigentlich in dem Song steckt. "When we're old" ist unfassbar traurig und nach Deutschland und Australien der dritte Song der mich dazu bringt zu weinen. Bei der "Bewertung" möchte ich auch berücksichtigen dass es viel schwieriger ist beim Hörer negative Emotionen in dem Ausmaße zu erzeugen, als positive Emotionen. Etwas mit derart negativen Emotionen als "toll" zu bewerten fällt dennoch schwer. Ich denke dass ich nach genügend Überlegungen vorerst eine gute Position in meiner Rangliste gefunden habe. Diese muss ich eh noch stark überarbeiten, doch zuerst möchte ich alle Songs darin aufnehmen. Die Frage warum Litauen jedes Jahr einen wirklich guten Beitrag zum ESC schickt, aber immer bei den ESC-Fans im hinteren Feld landet, wird mir, wie so viele andere, wohl nie beantwortet werden. Ich sehe Litauen als großartiges ESC-Land, mit einem großartigen Vorentscheid an, der auch dieses Jahr wieder einen großartigen Song hervorgebracht hat und sogar ohne Aiste Pilvelyte ausgekommen ist. Ich hoffe nur dass sie nicht aufgegeben hat und im nächsten Jahr wieder den besten Song zum Vorentscheid beisteuern wird. Vielleicht ist für sie dann ja das Finale nicht schon die Endstation...

3. Australien
4. Ukraine
5. Litauen
6. Spanien
7. Israel

Das war das Vorentscheidungsfinale. Zu meiner Überraschung fehlen jetzt nur noch zwei Länder. Meine Erwartungen an Georgien sind, wie bereits angekündigt, bei den mir vorliegenden Informationen über den Beitrag sehr gering. Das komplette Gegenteil darf ich über Bulgarien sagen. Bulgarien ist gerade auf dem Weg Slowenien von der Position meines Lieblings-ESC-Landes zu verstoßen. Immerhin war es in den letzten beiden Jahren mein Gewinner. Davor war es zwei mal in Folge Slowenien. Es ist wohl möglich dass die letzten beiden Länder bei mir auf dem ersten und letzten Platz landen werden. Ich habe nicht das Gefühl dass ich schon alles kenne was dieser Jahrgang zu bieten hat. Nicht bevor ich Bulgarien kenne.

Sonntag, 3. Dezember 2017

Passion's Adventskalender 3/24 Bulgarien

Erste Adventskalender gab es schon im 19. Jahrhundert. Eltern machten mit Kreide 24 Striche an die Wand, die Kinder durften jeden Tag einen wegwischen. Oder man hing jeden Tag ein Bild an die Wand. Andere haben jeden Tag einen Strohhalm in eine Krippe gelegt, oder eine hohe Kerze an 24 Stellen markiert und jeden Tag einen Bereich abbrennen lassen. Die Adventskalenderkerze ist heute besonders in Skandinavien verbreitet und inzwischen auch im Haus meiner Familie in Schleswig-Holstein (in the very north of Germany) angekommen. Diese "Adventskalender" dienten vor allem dem Abzählen der Tage. Der Adventskalender, wie wir ihn heute haben, mit "Belohnungen" oder Überraschungen für jeden Tag, wurde von einem evangelischen Pfarrer erfunden. Er bastelte für seine Kirche einen Adventskalender, bei dem sich hinter jedem Türchen ein Bild versteckte. Diese Idee breitete sich sehr schnell aus, so gibt es seit den 1950er Jahren Adventskalender mit Schokolade, oder anderen Inhalten, zu geringen Preisen, als Massenprodukt zu kaufen. Selbstgemachte Adventskalender sind zwar noch präsent, werden aber immer seltener. Virtuelle Adventskalender gibt es erst seit wenigen Jahren, werden aber mit jedem Jahr deutlich mehr. Nun trage ich auch dazu bei ;)

Heute schauen wir darauf wie in Bulgarien Weihnachten gefeiert wird. Am 15. November beginnt dort eine Fastenzeit, die am 25. Dezember endet. Gefeiert wird aber schon am Abend vorher. Es wird ein Menü mit einer ungeraden Anzahl an Gerichten, meist 7, 9, oder 13, gekocht, die keine tierischen Produkte enthalten dürfen, da noch Fastenzeit ist. Häufig werden Gerichte wie z.B. mit Bohnen gefüllte Paprika, Reis gewickelt in Weinblätter, Bohnensuppe oder mit Kürbis gefüllte Teigblätter, auch Tikvenik genannt, zubereitet. Doch vorher muss ein traditionelles Brot, mit einer Münze darin durch die Anzahl der Familienmitglieder geteilt und an alle verteilt werden. Dabei erhalten Gott, Maira, das Haus und jedes Haustier jeweils ein eigenes Stück. Wer die Münze in seinem Stück Brot hat wird das nächste Jahr über nie krank. Anschließend verteilt die älteste Person am Tisch Weihrauch in jedem Zimmer des Hauses, um das Böse zu vertreiben.

Ein weiterer Brauch um das Böse und Geister zu vertreiben ist, dass junge Männer in Gruppen von Haus zu Haus ziehen und den Leuten gute Wünsche zusprechen, indem sie mit Kornelkirschstöcken auf deren Rücken tätscheln. Im Gegenzug erhalten sie Brezeln, Wein und seit einigen Jahren immer häufiger auch Geld. Das alles passiert in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember bis Sonnenaufgang. In dieser Zeit bringt auch "Djado Koleda" die Geschenke. Am Morgen findet dann die Bescherung statt. In den Tagen danach werden aufgrund des Endes der Fastenzeit besonders aufwendige Gerichte mit tierischen Produkten verzehrt.

Der bekannteste Christmas Carol in Bulgarien ist nach Djado Koleda benannt. Viel Spaß beim hören und Весела Коледа!


Freitag, 17. November 2017

BNT sucht nach Bewerbern

In manchen Ländern wurden schon weitführende Auswahlen bezüglich der Songs und Interpreten getroffen. Bulgarien ist ein bisschen spät dran, aber besser spät als nie. So begann am Dienstag um 08:00 Uhr die Bewerbungsphase. Bis einschließlich 20. Dezember hofft das bulgarische Fernsehen auf gute Einsendungen von Künstlern, Plattenfirmen und professionellen Autorenteams, aus denen es dann zunächst einen Künstler und anschließend den besten Song für ihn intern auswählen wird. Nach den letzten beiden Jahren zählt natürlich jeder auf einen potentiellen Siegersong aus Bulgarien. Der Druck ist hoch. Die Zukunft wird zeigen ob man diesem auch standhalten kann...

Derweil möchte ich auch ganz herzlich die Vereinigte Arabische Emirate (zukünftig VAE abgekürzt) auf Eurovision Passion begrüßen. Fast täglich bin ich davon überwältigt, wie schnell die Seite inzwischen wächst! Wie nicht schwer zu erkennen ist, funktioniert der Flag Counter nicht richtig, die Mehrheit der Aufrufe wird gar nicht aufgezeichnet und meistens wird nicht das Land erkannt, aus dem die Seite aufgerufen wird. Ich lasse ihn trotzdem vorerst stehen.

Freitag, 10. November 2017

News Kompakt (2)

Die ältesten Meldungen liegen schon etwas länger auf Vorrat in diesem Post. In den letzten Tagen sind wieder einige kleinere Sachen passiert, sodass ich nun den 2. News Kompakt posten kann.

Niederlande: Im letzten (also ersten) Teil von News Kompakt habe ich über die Gerüchte des niederländischen Interpreten berichtet. Derweil hat Maan de Steenwinkel in einem Interview gesagt, dass ihr Management nicht in Verbindung mit TROS stehe, zumindest wüsste sie nichts davon. Es wäre eine große Ehre für sie, aber momentan sei das alles noch zu früh. Es gab ja noch mehr Gerüchte darüber wer angeblich alles für die Niederlande ausgewählt wurde...

Liechtenstein: Laut Redaktionsleiter Peter Kölbel sei man in Verhandlungen mit der EBU über eine Teilnahme von 1FL TV bzw. Liechtenstein beim 64. Eurovision Song Contest 2019. Dies sei das beste was dem Staat zum 300 Jährigen Jubiläum passieren könne. Anscheinend sind die Gespräche sehr teuer und kosten rund 350.000 Franken, dies sei aber ein akzeptabler Preis. Der Bau einer Hängebrücke oder andere Feierlichkeiten kosteten ein vielfaches davon. Wir ESC-Fans können uns also ein bisschen Hoffnung machen, dass wir doch noch ein Debut von Liechtenstein beim ESC erleben dürfen.

Bulgarien: Wie erwartet hat BNT angekündigt seinen kompletten Beitrag wie in den letzten beiden Jahren auszuwählen. Es wird also keinen Vorentscheid geben.

Mazedonien: Laut einem Statement der EBU gibt es doch noch eine ganz kleine Chance dass Mazedonien am ESC 2018 teilnehmen könnte, aber nur eine kleine. Falls man eine Lösung findet wird man es natürlich sofort bekannt geben.

Griechenland: Lokale Medien sprechen von fünf, statt ursprünglich geplanten neun Teilnehmern, die für den nationalen Vorentscheid ausgewählt wurden. Diese Informationen sind jedoch vollkommen unbestätigt und inoffiziell. Ob diese fünf tatsächlich die Kandidaten für den Vorentscheid sind, ist also fragwürdig:

- Areti Ketime - Don't forget the sun
- Horostalites - Apo tin Threaki os tin Kriti
- Duo Fina - Idio tempo
- Gianna Terzi - To oniro mou
- Tony Vlachos - Baila jazz

Finnland: Dass man Saara Aalto direkt ausgewählt hat, ist nicht nur auf ihre Person zurückzuführen. Laut YLE gab es "über 300" Bewerbungen. Es war jedoch keine einzige dabei, die ihren Ansprüchen genügte. Wenn man nur schlechte Songs hat ist es vielleicht wirklich besser den Vorentscheid komplett abzublasen und auf einem anderen Weg zu versuchen einen guten Beitrag auf die Beine zu stellen.

Niederlande: In der Gerüchteküche der Niederlande brodelt es dieses Jahr besonders stark, ja es kocht schon fast über. Vor ein paar Jahren sollte die Band Within Temptation die Niederlande beim ESC vertreten. Kurz bevor dies bekannt gegeben werden sollte, gab es aber plötzlich Wiederstand in der Gruppe. Wie lange das her ist weiß keiner. Nun gilt aber die Frontsängerin dieser Gruppe; Sharon den Adel als die größte Favoritin. Neben ihr sind die Namen Maan, Romy Monteiro, Caro Emerald am höchsten im Kurs.

Moldawien: TRM plant einen Vorentscheid zu veranstalten. Wie genau dieser aussieht ist noch nicht entschieden. Als wahrscheinlich gilt aber, dass es "O Melodie Pentru Europa" wird, genau wie in den letzten Jahren auch.

Weil in den letzten Tagen so viel passiert ist, bin ich noch nicht dazu gekommen den nächsten Teil von ...calling! zu verfassen. Dies wird aber zeitnah geschehen.

Samstag, 28. Oktober 2017

"...calling" Teil 2 - Abstimmung

Vor drei Tagen habe ich mit der ersten Abstimmung für "...calling" begonnen. Der dazugehörige Post ist laut Statistik bereits der 11.-erfolgreichste auf dieser Seite. Auch wenn viele den Artikel gelesen habe, ist noch keine einzige Stimme abgegeben worden. Ich hoffe aber weiter, dass sich mindestens einer von euch in den nächsten 3 1/2 Tagen dazu durchringen kann ein mal kurz mit zwei Klicks abzustimmen. Wer sich jetzt doch noch dazu entscheiden möchte an der ersten Abstimmung teilzunehmen und mir damit eine große Freude machen möchte, kann das hier tun. Wie uns Tschechien 2015 gelehrt hat: "Hope never dies"... Tschechien kommt erst später im Alphabet und steht auch bei der zweiten Abstimmung nicht zur Wahl, dafür aber 5 andere wunderschöne Länder, die alle darauf hoffen von dir gewählt zu werden, um in einer Woche im zweiten Teil von "...calling" vorgestellt zu werden. Diese fünf Länder sind Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark und Deutschland. Irgendetwas wird doch bestimmt dabei sein, was dich anspricht. Deine Stimme kannst du hier oder mit einem Klick auf "hier geht's zur Abstimmung" am Ende des Posts bis zum nächsten Wochenende abgeben.

Derweil kann ich weitere Nationen auf meiner Seite begrüßen; neben vielen anderen Ländern wurde Eurovision Passion in den letzten zwei Tagen aus Bulgarien, Rumänien und Indien aufgerufen. Selbstverständlich heiße ich die Besucher aus Osteuropa und Südasien herzlich willkommen und hoffe auf viele weitere Aufrufe dieser und anderer Länder. Inzwischen gibt es aus 17 verschiedenen Ländern Aufrufe dieser Website. Sechs davon haben nie am Eurovision Song Contest teilgenommen.

hier geht's zur Abstimmung

Sonntag, 15. Oktober 2017

News Kompakt September Teil 2/3

Nur noch ein Monat liegt vor uns, dann ist der Berg an Nachrichten, der in diesem Jahr überraschend groß ausfiel, bewältigt. Mitte September wurden schon die ersten konkreten Entscheidungen für die ersten Beiträge an sich, die im Mai von der MEO Arena in alle Welt ausgestrahlt werden, getroffen. Damit wird klar dass der ESC doch gar nicht mal so weit weg ist, und der Geburtstag von Eurovision Passion doch schon einige Zeit zurück liegt.

11. September: Da das letzte mal 2014 ein Vorentscheid für Frankreich stattfand und ich ungefähr in einer Woche, vor drei Jahren damit anfing mich auch mit Nachrichten um diesen wunderschönen Wettbewerb zu beschäftigen, kenne ich Frankreich nur als Land der internen Auswahl, von dem es ein mal im Jahr die Teilnahmebestätigung, ein mal im Jahr die Songpräsentation und sonst keinerlei Meldungen gibt. Entsprechend freue ich mich immer mehr Anzeichen dahingehend zu vernehmen, dass mein ehemaliges Lieblingsland (heute ist es Japan) plant einen Vorentscheid zu veranstalten. Die online-Zeitung ouest-france.fr hat einen Artikel veröffentlicht in dem von einem Vorentscheid mit zwei Halbfinals und einem Finale die Rede ist. An diesem sollen etwa 15 Beiträge teilnehmen. In den Halbfinals entscheidet eine Jury über weiterkommen und Ausscheiden, während im Finale das Publikum mitentscheiden darf. Offizielle Bestätigungen oder Statements von France 2 gibt es noch keine. Der Sender aus unserem Nachbarland hat sich außer mit einer Teilnahmebestätigung für 2018 noch nicht zur Ausgabe von Lissabon geäußert.

11. September: Kroatien konnte 2014 und 2015 aus finanziellen Gründen nicht am ESC teilnehmen. Letztes Jahr kehrte man zurück. Auch dieses Jahr sind die Zahlen auf dem Konto von HRT so groß, dass wir 2018 den 24. Beitrag des ehemals jugoslawischen Staates an der Adria erleben werden.

11. September: Sehr traurige Nachrichten aus der Slowakei! All die Fans die auf ein Comeback gehofft haben werden abermals enttäuscht. Weil es auch mir in meiner eurovisionären Seele weh tut, möchte ich nicht weiter über die Geschichte von diesem Land schreiben. Zuletzt war die Slowakei 2012 dabei. 1996 erreichte man mit dem 18. Platz das beste Ergebnis aller Zeiten. Wenn man die ESC Fangemeinde in seiner Gesamtheit befragt, ist "Horehronie" von Kristina Pelakova (Slowakei, 2010) eindeutig der most underrated song of all time! Es wurde in Oslo nur #36. von 39. Das Preview Video ist aber unter den Top 20 meistgesehenen Videos auf dem offiziellen ESC-Kanal. Dieser Song ist inzwischen ein großer Klassiker und sowas wie das Aushängeschild von der Slowakei. Entsprechend lasse ich es mir nicht nehmen ihn an dieser Stelle anzufügen:


12. September: Der größte aller ESC-Sender, die BBC, hat sich dann auch endlich mal dazu entschließen können Lissabon eine Zusage zu erteilen. Damit wird Großbritannien und Nordirland sich auch 2018 wieder abrackern nicht im Keller der Finaltabelle zu landen, aber man soll ja bekanntlich nicht mit Steinen werfen, wenn man selber im Glashaus sitzt...

12. September: Juhuuu! Los geht's wieder mit den nichtssagenden Bewerberzahlen bei denen jeder versucht stolz einen neuen Rekord zu erzielen. Den Anfang macht, wie mit fast allem in dieser Saison Norwegen, die sich ja schon seit Januar 2017 um den Beitrag von 2018 kümmern... Bisher gingen 1.200 Beiträge bei NRK ein. Das ist ein neuer Rekord! Stig Karlsen, der Produktionsleiter vom Melodi Grand Prix sagte zu den vielen Bewerbern: "Es gibt so viele junge und talentierte Menschen, die am nächsten Melodi Grand Prix teilnehmen möchten, sodass es ziemlich schwierig wird, nur zehn von ihnen auszuwählen." Ich weiß nicht wie ernst diese Aussage zu vernehmen ist, trotzdem glaube ich dass wir im Januar, wenn die zehn MGP-Kandidaten verkündet werden, zehn sehr gute Songs haben werden, die alle mindestens ein passables Ergebnis beim ESC schaffen würden. Ich wünsche meinerseits allen viel Glück, dass ihre großen Bemühungen für den Song mit einem Auftritt beim Vorentscheid belohnt werden. Zahlen sind immer nur Striche auf Papier. Man sollte sich aber wirklich mal bewusst machen wie viele es gibt, die alles versuchen um ein mal auf der ESC-Bühne zu stehen. Wie groß die Konkurrenz ist... Nicht mal jeder 120. der Bewerber schafft es zum Vorentscheid! Und nur ein einziger zum ESC! In anderen Ländern haben wir noch viel höhere Bewerberzahlen...

14. September: RTÉ hat dazu aufgerufen sich bis zum 6. November für den ESC zu bewerben. Jeder Komponist darf nur einen Titel einreichen. Da kein Wort über einen Vorentscheid verloren wurde gilt eine interne Auswahl in Irland für wahrscheinlich.

15. September: ERLEICHTERUNG! Ich hatte schon richtig Angst bekommen, dass mein Lieblings-ESC-Land nicht teilnehmen könnte. Schon vor Ewigkeiten hat RTVSlo die Bewerbungsbedingungen für die EMA 2018 bekannt gegeben. Jetzt gibt es auch endlich die Teilnahmebestätigung. Noch bis zum 15. November kann man sich bewerben. Spätestens am 8. Dezember wird dann endgültig entschieden, wer zum Vorentscheid fahren darf. Dann können wir nur noch hoffen, dass dieses mal nicht wieder irgendein komischer Song in Slowenien gewinnt und der eigentliche Favorit unerklärlich zu Hause bleiben muss. Vielleicht geschieht ja wirklich ein Wunder und wir werden nicht, wie meistens, alle von den Ereignissen in Ljubljana schockiert sein. Ich persönlich hoffe natürlich wieder auf einen Song von Maraaya :D

15. September: 2016 und 2017 hat der schwedische Starkomponist die Songs für Zypern komponiert. Dieses Jahr hat CyBC jemand neues engagiert. Dabei handelt es sich aber keineswegs um einen NoName! Alex Papaconstantinou hat z.B. mit "vivir mi vida" von Marc Anthony, "I like how it feels" von Enrique Iglesias, oder "Live it up" von Jennifer Lopez viele kommerzielle Erfolge gefeiert. Auch in der Eurovision ist er nicht unerfahren. Er weiß wie man einen Erfolgssong komponiert. Sein Debut gab er 2007 mit "Yassou Maria" für Griechenland, was einen #7. Platz(!) zur Folge hatte. 2009 engagierte ihn Aserbaidschan, denen er mit "Always" die Bronzemedaille sicherte! "Always" gehört zu den Klassikern im ESC und wird noch heute von den Fans sehr oft gehört. Man könnte fast denken dieser Song hat mal gewonnen. 2012 durfte er schließlich für sein eigenes Land ran und hat diesem durch "La La Love" den 16. Platz und somit das drittbeste Ergebnis aller Zeiten gebracht. Darauf hofft man jetzt auch. Zypern ist in den letzten Jahren verhältnismäßig extrem erfolgreich gewesen. Man fährt damit gute Komponisten zu bezahlen offensichtlich eine gute Schiene, aber Vorsicht - ein guter Komponist muss nicht automatisch einen Erfolg bringen. Diese Erfahrung mussten schon viele machen. Trotzdem hoffen wir natürlich alle auf einen großartigen Hit aus Zypern.


15. September: Nach den Mega-Rekorden, die Italien dieses Jahr dieses Jahr beim ESC im eigenen Land verbuchen konnte, wundert es mich schon, dass erst jetzt die Zusage aus dem Land kommt, in das ich in genau einem Jahr meine Studienfahrt im Namen des Geographieprofils unternehmen werde. Natürlich wird wieder dem Gewinner des San Remo-Festivals das Angebot gemacht Italien mit dem Siegersong beim ESC zu vertreten. Falls dieser ablehnen sollte, was ab und zu vorkommt, dürfte RAI darauf entscheiden, das der Zweitplatzierte nachrückt. Bis wenige Stunden vor dem Finale im Mai hatte ich noch erwartet, dass ich an dieser Stelle vom Titelverteidiger schreibe. Italien wurde aber "nur" #6.. Somit ist die Big Five zum 8. mal in Folge vollständig beim ESC vertreten. Des weiteren nähern wir uns langsam der 40 Teilnehmer Marke. Jetzt wird es richtig spannend, wer tatsächlich eine Delegation nach Lissabon entsendet und wer leider aussetzen wird.

16. September: Malta vermeldet 129 eingesendete Beiträge, von denen 30 in die nähere Auswahl genommen wurden. 16 von ihnen werden beim "Malta Song For Europe" von TVM antreten dürfen.

17. September: BNT hatte seine Teilnahme schon bestätigt, zog diese dann aber doch zurück, weil der neue Generaldirektor, der erst noch gewählt werden musste, drüber entscheiden sollte. Nachdem Konstantin Kamenarov alle wichtigen Formalien erledigt hatte, konnte er sich auch nach einer kurzen (und überflüssigen) Debatte im Sender für die Teilnahme von Bulgarien für Lissabon aussprechen. Auch wenn das Land am schwarzen Meer nicht im Geld schwimmt, wäre es doch wirklich eine große Überraschung gewesen wenn das neue Aserbaidschan aussetzt. Nun wird man wieder alles daran setzen Europa erneut zu flashen.

17. September: Die beiden Rundfunkanstalten der Malediven streiten sich regelrecht darum wer von ihnen am Eurovision Asia Song Contest teilnehmen darf. VTV wird privat betrieben, während TVM staatlich ist und letztes Jahr mit "Maldivian Idols" sogar eine Castingshow veranstaltete. Alleine dies zeigt dass TVM deutlich höhere Chancen auf einen Erfolg hat, als VTV. Was auch immer aus diesem Konflikt wird, wir können davon ausgehen, dass die Malediven beim ersten EASC dabei sind.

18. September: Ich hatte es schon befürchtet, aber "Hope never dies" und die Hoffnung bleibt bestehen, dass Bosnien-Herzegowina 2019 wieder zurückkehren kann. BHRT gab aufgrund der Engpässe in der Kasse des Senders endgültig bekannt 2018 nicht dabei sein zu können. Irgendwo ist es auch vernünftig erst einmal nach einem Weg zu suchen die Gehälter der Angestellten von Juni, Juli und August zu zahlen, anstatt aus den leeren Taschen irgendwie doch noch Geld zu ziehen um einen 3 Minuten Auftritt auf die Beine zu stellen. Die ESC-Fan-Gemeinde trauert also weiterhin um den Sender auf dem Balkan, der uns oft gute Beiträge lieferte.

19. September: Dieses Jahr sind 2.771 Beiträge als Bewerbung für die legendären Melodifestivalen von Schweden eingegangen. Das sind etwa 300 mehr als im Vorjahr und somit ein neuer Rekord. Nun gilt es für SVT von diesen 27 auszuwählen und sich zu überlegen was für einen Song man Stiko Per Larsson verpasst, der durch den Radiowettbewerb P4 Nästa einen direkten Startplatz erhalten hat.

19. September: Seit heute kann man sich bei ERR bewerben. Jeder Komponist kann bis zu drei Titel einreichen. Auch ausländische Künstler dürfen sich bewerben, es muss jedoch an jedem Beitrag mindestens ein Eeste beteiligt sein. Ab dem 1. November weden keine Bewerbungen mehr angenommen. Man betonte dass jeder willkommen sei. Es sei egal ob man großer Star, oder No Name ist, was zählt sei dass man 180 einmalige Sekunden mit dem Song bereiten kann. Wer es in die Shows geschafft hat wird am 19. und 20. Dezember veröffentlicht. Derweil wurden auch die Termine für die Halbfinals vom Eesti Laul 2018 bekanntgegeben; am 10. und 17. Februar müssen sich die Songs durchsetzen, ehe es am 3. März in der Hauptstadt Estlands dann um alles geht. Der Finaltermin war der erste Termin überhaupt, den wir in dieser ESC-Saison vernehmen konnten.

20. September: Eine kleine Anmerkungen zu den Ereignissen in Katalonien: Die Spanische Regierung wird alles versuchen eine katalonische Teilnahme am Song Contest zu verhindern. Ähnlich wie wir es seit Jahren in Serbien und im Kosovo erleben.

20. September: In Kroatien werden die Forderungen zum nationalen Vorentscheid "Dora" zurückzukehren. An diesem haben früher alle etablierten Künstler teilgenommen. Die internen Auswahlen der letzten Jahre haben Kroatien auch viel schwächere Ergebnisse gebracht. Die Bevölkerung, ESC-Fans und Musikindustrie fordern immer deutlicher einen Vorentscheid. HRT hat sich zu seinen Plänen noch nicht geäußert.

20. September: Selbstbewusstsein ist oft die Grundlage für den Erfolg. Die Teilnahmegebühren von 2,5 Millionen Mazedonischen Denar, umgerechnet ca. 40.500€ haben MKRTV zum Zögern gebracht. Man konnte sich doch dazu durchringen diesen Preis zu zahlen. Für die restlichen Kosten wurden weitere 8,5 MKD (ca. 138.000€) angeschlagen. Überzeugt von sich selber ist MKRTV auf jeden Fall, so machte man die Kampfansage, dass die Teilnahme 2018 die Hochwertigkeit der mazedonischen Musik widerspiegeln werde. Ich frage mich welche Hochwertigkeit sie meinen, oder wie sie das anstellen wollen. In den letzten Jahren sind die Ergebnisse der Ehemals jugoslawischen Republik Mazedonien durchgängig miserabel gewesen. Skeptisch beobachte ich dann mal das fortlaufende Geschehen...

...nicht nur das in Mazedonien, sondern auch in allen anderen Teilen der ESC-Bubble. Im nächsten Post schließen wir dann den September ab und sind im aktuellen Monat angekommen.

Sonntag, 11. Juni 2017

Bulgarien zieht sich vom ESC 2018 zurück

BNT hatte der EBU bereits positiv auf die Einladung zum 63. Eurovision Song Contest 2018 geantwortet. Nun zieht Bulgarien seine vorläufige Teilnahmebestätigung zurück. Man möchte, wie immer, dem amtierenden Generaldirektor das letzte Wort überlassen. Dieser wird im August neu gewählt. Kurz darauf sollten wir dann hören, ob Bulgarien auch 2018 dabei ist, um seinen Vizetitel zu verteidigen. Bis dahin wird die Arbeit zur Beitragsauswahl in Bulgarien also stillstehen. Nun haben wir nur noch 14 Länder, die sich schon so sicher sind nächstes Jahr teilzunehmen, dass sie schon mal vorläufig zugesagt haben. Bis alle Rundfunkanstalten dies endgültig entscheiden müssen haben sie noch Zeit. Es hat sich in den letzten Jahren aber gezeigt, dass es nicht schadet schon früh am ESC-Beitrag zu arbeiten. So gesehen hat Deutschland momentan eine der größten Siegeschancen...

Mittwoch, 31. Mai 2017

Bulgarien bleibt beim Auswahlsystem

"Never change a winning team" - das sagt sich auch Bulgarien, dass nach einer mittelmäßig-schwachen Teilnahmereihe nun zwei Mega-Erfolge geschafft hat, auf die fast alle Nationen neidisch sind - sogar Schweden wünschte sich deren Beiträge im Rennen gehabt zu haben. Entsprechend hat BNT verkündet, dass sie für 2018 auch intern einen Beitrag auswählen werden. Die meisten Bewerbungen werden hier gleich kombiniert eingereicht, sprich Interpret+Song. Man suche, wie auch schon die letzten beiden Jahre, nach einem "modernen, catchy und radiofreundlichen Song. Und einen Künstler, der es schafft, zu inspirieren." Wenn das nur so einfach wäre, davon kann Deutschland ein Lied singen - gute Idee für den Text unseres nächsten Beitrags...

Ich persönlich habe nun extrem hohe Erwartungen an Bulgarien, bin auch recht zuversichtlich, dass sie diese erfüllen können, waren sie nun schon zwei mal in Folge mein persönlicher Gewinner! Man kann auch davon ausgehen, dass Bulgarien seinen Beitrag erst sehr spät der öffentlichkeit präsentieren wird.

Seit 2015 gibt es wenige Ausnahmefälle, in denen der Beitrag, nach Absprachen mir der EBU, erst nach dem eigentlichen Abgabetermin veröffentlicht wurden. Was sich die Rundfunkanstalten davon versprechen bleibt mir ein Rätsel. 2016 hat Bulgarien als letztes, erst viele Tage nach der Dead Line sein Gesamtpaket präsentiert. 2017 als vorletztes, ein paar Stunden nach Abgabezeit der endgültigen Beiträge aller Nationen, bei der EBU. Nur Armenien hat seine Präsentation noch ein paar Tage länger rausgezögert. Wir dürfen gespannt sein, was der neue große Konkurrent von Schweden, Aserbaidschan und Co. 2018 für uns bereit hält.