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Freitag, 17. Mai 2024

ESC 2014-2024 (4/45): Italien

Italien ist für viele die Lieblings-ESC-Nation, das San Remo Festival das Highlight der Vorentscheids-Saison. Bei mir ist das genau umgekehrt. Ich identifiziere Italien eindeutig als das für mich schwächste Land beim ESC. Deshalb überrascht es mich, dass Italien in dieser Statistik drei Länder hinter sich lassen konnte. Das liegt vor allem an dem einen Beitrag, mit dem Italien mich verzaubert hat...

Platzierung als Nation in meinen Rankings: 42. (45./41./33.)

Beste Platzierung in meinen Jahresrankings: 6. 2022

Niedrigste Platzierung in meinen Jahresrankings: 40. 2017

Teilnahmen 2014-2024: 10

Bestes Ergebnis beim ESC: 1. mit 524 Punkten 2021

Niedrigstes Ergebnis beim ESC: 21. mit 33 Punkten 2014

Das San Remo Festival hat unbestreitbar einen gewissen Musikstil. Dieser Stil ist überhaupt nicht "My Cup of Tea", wie der Brite sagt. Die meiste Musik beim San Remo Festival langweilt mich mehr als dass sie mich unterhält. So ist das auch mit den Beiträgen, die schließlich zum ESC geschickt werden. Da bleibt dann oft nur einer der letzten Plätze, oder sogar der letzte Platz in meinem Ranking übrig. Zwar gibt es meistens ein bis drei Beiträge beim San Remo Festival, die mich berühren, diese gewinnen aber nicht. 2022 war das einmalig anders. Mit "Brividi" gewann ein Werk, bei dem ich überlegte es auf mein Podest zu platzieren. Italien! Auf dem Podest! Das habe ich vorher nicht für möglich gehalten. Der Auftitt im ESC-Finale am Samstag Abend war leider der wohl schlechteste Auftritt den es von diesem Lied jemals gab. Das Juryfinale am vorabend soll einwandfrei gelaufen sein. Davon ist aber kein offizielles Video öffentlich. Deshalb basiere ich meine Bewertung des Beitrags auf dem Live Auftritt vor dem großen Publikum. Dort landeten die Töne leider überall, nur nicht da wo sie sein sollten und so wurde es in meinem Ranking Platz 6. Den Auftritt vom ESC möchte ich mir deshalb eigentlich gar nicht anhören. Deshalb schalte ich immer wieder die Version des Vorentscheides ein, oder auch das Musikvideo, welches das Kunstwerk noch mal mit anderen Komponenten bereichert. So gebe ich mich dieser emotionsintensiven Welt von "Brividi" hin.

Ich könnte ewig von diesem Kunstwerk schwärmen. Über den Text könnte ich eine seitenlange Analyse schreiben die von vorne bis hinten verzaubert. Fast jede einzelne Textzeile löst bei mir Gänshaut aus. Die Textzeilen zusammen betrachtet dann noch mal mehr. In Perfektion getragen wird dieser wundervolle Text von einem musikalischen Arrengement das unter die Haut geht. Ja, ich hatte schon beim ersten Hören des Liedes Gänsehaut, und wusste zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal was der Titel "Brividi" bedeutet, geschweige denn was die Geschichte des Liedes ist. Das Highlight ist aber weder der Text, noch die Musik, sondern wie harmonisch und sich gegenseitig verstärkend, sich Musik und Text ergänzen. Zum Dahinschmelzen...

"Gänsehaut", das ist der Titel des Liedes. (Anmerkung: Nach meinem Wissen bezeichnet "Brividi" nicht die Gänsehaut an sich, sondern die einzelnen kleinen gewölbten Punkte der Haut, die bei einer Gänsehaut entstehen. Für Diese gibt es in der deutschen Sprache meines Wissens kein eigenes Wort, weshalb sich der Titel nur unzureichend mit "Gänsehaut" übersetzen lässt. Wer genau auf den Text schaut, erkennt jedoch, dass es wichtig ist, dass nicht von "Gänsehaut", sondern von den einzelnen Punkten, also den "Brividi" gesungen wird.) Es geht um Gänsehaut, und Gänsehaut ist auch das was der Song bei mir auslöst. Das ist für mich höchste Kunst, wenn Kunst (egal ob es sich um Musik, Literatur, Schauspiel o.a. handelt) es schafft, ein Gefühl, oder ein Erleben über das es berichtet, nicht nur sachlich verständlich, sondern auch so zu transportieren, dass die Konsumierenden der Kunst, das beschriebene Erleben (hier die Gänsehaut) selber haben. Dieses Lied erreicht für mich deshalb die höchste Stufe der Kunst.

Auch viele Tränen habe ich schon über dieses Lied verdrückt. Das Verhältnis der beiden Lyrischen Ichs ist herzzerreißend. Der Eine kann den anderen nicht lieben weil er selbst sich nicht liebt und deshalb die Liebe anderer nicht zulassen kann. Auch wenn es sich dieses Mal für ihn richtig anfühlt, muss er dies dem anderen gestehen und ihn verletzt nackt auf dem Bett mit "Brividi" zurücklassen. Schmerz auf allen Seiten. Ein Drama, schmerzhafter als Romeo und Julia. Vom Musikvideo habe ich noch gar nicht angefangen zu reden... Damit das hier nicht zu lang wird, beende ich meine Schwärmerei an dieser Stelle. Abschließend möchte ich noch eine viel diskutierte Frage klarstellen: Blanco ist selbstverständlich der bessere Part von diesem Duo. 😉


Ich möchte diesen Post nicht beenden, ohne "La mia Città" erwähnt zu haben. Der Beitrag gehört nicht zu meinen ESC-Lieblingen, hat aber in der Zeit nach dem ESC bei mir gezündet. Die spezielle Art von Energie die Emma 2014 auf die ESC-Bühne brachte ist ein Stück weit irgendwie ikonisch. Ich schaue mir den Auftritt nur sehr selten, dann aber gerne an. Die übrigen Beiträge Italiens sind für mich kaum der Rede wert. Ich bin immernoch ein wenig geschädigt dadurch, dass 2021 mit Italien mein letzter Platz gewann, der auch in diesem Ranking wieder den letzten Platz belegt. In Sachen Italien scheine ich meistens umgekehrt zur Allgemeinheit auf die Kunst zu reagieren.

Mein Ranking der italienischen Beiträge 2014-2024:



Mittwoch, 15. Mai 2024

Meine Top 45 ESC-Nationen 2014 - 2024

Bis zuletzt war ich mit den Feierlichkeiten zum Sieg der Schweiz beschäftigt, weshalb es einige Zeit dauerte, bis ich mein Ranking für den diesjährigen ESC fertigstellen konnte. Damit im Gepäck, konnte ich die untenstehenden Statistiken berechnen, welches Land seit meinem Hardcore ESC-Fan-Dasein seit 2014 wie sehr in meiner Gunst stand. Dies ist der zweite Blog-Beitrag einer Serie. Im ersten Teil findest du weitere Erklärungen dazu.

Zum Verständnis: Das Pandemie-Jahr 2020 habe ich hierfür rausgelassen. Das gilt auch für die darauf folgende Serie, in der ich jeden Tag die Beiträge eines Landes aus meiner heutigen Sicht bewerte und mein Empfinden zu dem jeweiligen ESC-Land kundtue. Die Beiträge des abgesagten Jahrgangs sind nie auf der ESC-Bühne präsentiert wurden. Der EuroVISION Song Contest ist nicht nur ein Musikwettbewerb, sondern auch die größte TeleVISION-SHOW der Welt. Der Auftritt an sich und wie er bei den Zuschauenden vor dem Bildschirm ankommt, ist ein wesentlicher Bestandteil der Beiträge. Alleine schon deshalb, sind die Beiträge von 2020 für mich - nicht abstrichfrei - mit anderen vergleichbar. Außerdem erinnere ich mich nicht gerne an die Pandemie Zeit zurück und schließlich möchte ich an der ganzen Geschichte auch Spaß haben. Der Beitrag der Niederlande dieses Jahr wurde auf der ESC-Bühne in einer Live TV-Show mit Voting aufgeführt und ist deshalb (trotz seiner umstrittenen Disqualifikation zwischen Halbfinale und Finale) Teil dieser 398 Beiträge der zehn wertbaren Jahre von 2014 bis 2024. Ich warne schon einmal vor, dass Länder mit insgesamt starken Ergebnissen, bei mir persönlich teilweise nicht so gut ankommen. Dafür treffen manche Länder, die beim ESC eher als Daueraußenseiter gelten, häufig voll meinen Nerv.

Um anhand von nackten Zahlen ausfindig zu machen, welches Land ich über diese zehn ESC-Ausgaben hinweg wie sehr mag, habe ich drei verschiedene Berechnungsmethoden zur Hand genommen, und diese schließlich zusammengefügt.

Die simpelste Form nach der Frage wie gut ich die Beiträge der Länder in ihrer Gesamtheit finde, ist es, ihre Durchschnittsplatzierung in meinem Ranking auszurechnen, das ich jeweils ("direkt") nach dem Finale sorgfältig erstellt habe. Allerdings ist dieses Verfahren nicht ganz fair und aussagekräftig, weshalb es nur eine von drei Komponenten meiner Berechnung ausmacht. Für alle Tabellen gilt übrigens, dass bei Punkt- und Zahlengleichheit die beste Einzelplatzierung als Stichwert für die Platzierung ausschlaggebend war. Hier das Ergebnis der Durchschnittsplatzierungen der einzelnen Länder in meinen Ranglisten von 2014-2024:


Demnach ist Australien mein Lieblingsland beim ESC und das könnte auch meinem subjektiven Empfinden nach so sein. Aktuell bin ich nicht ganz auf ein Lieblings-ESC-Land festgelegt. In der Vergangenheit waren das phasenweise Slowenien (4. in dieser Statistik), Lettland (5.) und Bulgarien (3.).

Das eigene Land berwertet man üblicherweise besser, als wenn es nicht das eigene Land wäre. So hat Deutschland nur selten Platzierungen ganz weit unten, was zu einer vergleichsweise guten Durchschnittsplatzierung von 17,7 führt. In dieser Liste bringt das Platz 14 ein. Es ist "nur" Platz 14, da die deutschen Beiträge seit 2014 bekanntermaßen nicht gerade die beste Ära einer Nation beim ESC bilden. Dennoch mag ich die deutschen Beiträge in der Regel. Lediglich reicht es in meinen Rankings nicht für ganz vorne.

Ganz hinten im Tableau befindet sich Italien. Das überrascht vielleicht andere, mich aber überhaupt nicht. Italien empfinde ich persönlich subjektiv als das schwächste ESC-Land (der letzten zehn Jahre). Fast jedes Jahr kann ich mit dem italienischen Beitrag nur wenig anfangen. Der Durchschnitt von Platz 31 entspricht auch meinem Empfinden der italienischen Beiträge. Das bedeutet natürlich dass Italien oft noch weit niedriger als Platz 31 gerankt ist. Die meiste Musik des San Remo Festivals ist einfach nicht "My Cup of Tea" wie der Brite es sagt. In den meisten Jahren gibt es zwar ein bis drei Beiträge die mir wirklich gefallen, diese gewinnen dann aber nicht. Lediglich in einem Jahr hat mich der italienische Song sehr berührt. Ich höre ihn immernoch gerne, allerdings nicht den Live Auftritt im ESC-Finale. Mehr dazu, wenn ich in dieser Serie über Italien schreibe.

Zypern befindet sich in dieser Wertung direkt über Italien. Auch hier gilt das Prinzip "not my Cup of Tea". Zypern scheint sich darauf festgelegt zu haben jedes Jahr einen Girlbop zum ESC zu schicken. Damit ist es schwierig mich zu überzeugen. Aber auch hierzu mehr im Serienbeitrag von Zypern.

Dass Estland so weit unten gelandet ist, überrascht mich ein klein wenig. Es gab zwar eine lange Phase in der ich alle Beiträge aus Estland schwach fand, doch manchmal waren estnische Beiträge bei mir ganz vorne dabei. Im Durchschnitt ist es trotzdem der drittletzte Platz.

Ein großes Problem dieser Berechnungsmethode wird schon ganz oben in der Liste deutlich. Bosnien-Herzegowina war seit 2014 nur ein mal beim ESC dabei. Der Beitrag hat in meinem Ranking schließlich Platz zehn belegt. Damit hat das Land eine Durchschnittsplatzierung von genau zehn (wie auch Australien mit seinen neun Teilnahmen). Ich würde aber keinesfalls sagen dass Bosnien-Herzegowina in diesem Zeitraum mein Lieblings oder Zweitlieblings-ESC-Land ist. Schließlich gibt es nur einen Beitrag aus diesem Land den ich mag, und dieser ist zwar knapp in meine Top 10 gekommen, aber doch weit von einem Sieg entfernt gewesen. Länder die weniger Teilnahmen haben, tendieren aus rein mathematischen Gründen zu einer extremeren (also hohen oder niedrigen) Durchschnittsplatzierung, als das bei Ländern der Fall ist, die immer dabei sind. Deshalb ist diese Berechnungsmethode allein, aus meiner Sicht, nicht geeignet um die Performance von ESC-Ländern über einen längeren Zeitraum hinweg zu bewerten und zu ranken.

Außerdem sehe ich beim Wettbewerb ESC ein Stück weit das Leistungsprinzip, ähnlich wie im Sport. Wer ein bisschen Leistung erbracht hat, die für den vorletzten, oder auch nur letzten Platz gereicht hat, hat mehr Leistung erbracht als diejenigen, die gar nicht teilgenommen, also gar keine Leistung erbracht haben. Deshalb habe ich ein zweites Ranking mit Durchschnittsplatzierungen berechnet. Dabei hat jedes Land für die Jahre, in denen es nicht teilgenommen hat, als Platzierung einen Platz schlechter als den letzten Platz erhalten. Ein Beispiel: Im Jahr 2014 waren 37 Länder dabei. Das heißt alle Länder dieser 45, die in dem Jahr nicht dabei waren, haben für das entsprechende Jahr die Platzierung 38 als Grundlage zur Berechnung der Durchschnittsplatzierung erhalten. Das ist natürlich auch nicht ganz fair, deshalb wird dieses Ergebnis noch mit den anderen kombiniert. Schauen wir aber zuerst auf dieses zweite Ergebnis von Durchschnittsplatzierungen mit der Berücksichtigung von Nicht-Teilnahmen:


Nach dieser Berechnung sind meine üblichen Verdächtigen Slowenien und Lettland auf Platz eins und zwei. An die beiden habe ich jedes Jahr sehr große Erwartungen und werde nur manchmal enttäuscht. Den dritten Platz macht die Schweiz, was mich ein bisschen überrascht. Zwar empfinde ich die Schweiz subjektiv als überdurchschnittlich starkes Land, aber eigentlich nicht als so gut, dass ich überlegen würde, es auf Platz drei zu ranken. Beim genaueren Hinsehen auf die nackten Zahlen fällt mir aber auf, dass die Schweiz es in sechs der zehn Jahre in meine Top 10 geschafft hat. In der Mehrheit der Jahre fiebere ich also sehr mit den schweizer Beiträgen mit. Deutschland erreicht als Dauerteilnehmer ohne ganz schlechte Ausreißerplatzierungen hier Platz 10.

Ganz unten stehen Luxemburg und Bosnien-Herzegowina, welche nur ein mal in den zehn Jahren dabei waren. Selbst wenn sie mit ihrer Teilnahme meine Sieger gewesen wären, können sie damit nicht gegen diejenigen ankommen, die regelmäßig teilnehmen. Bei nur einem Beitrag sind beides aber auch nicht Länder die mir früh in den Sinn kommen, wenn ich an meine Lieblings-ESC-Nationen denke. Belarus hat in diesem Zeitraum sechs mal teilgenommen und dabei etwas unterdurchschnittliche Platzierungen bei mir erreicht. Von einem Sieg war Belarus bei mir jedes Jahr weit entfernt.

Emotional machen die eigenen ESC-Lieblingsnationen vor allem aus, dass es Beiträge aus diesen Ländern gibt, die man abgöttisch liebt und für die man besonders stark in den einzelnen Jahren mitgefiebert hat. Dabei gilt auch dass ein persönlicher Siegersong, oder zweiter bzw. dritter Platz eine viel stärkere Emotionalität erzeugt, als beispielsweise eine untere Top 10 Platzierung. Ob ein Song bei einem selbst Platz 15 oder Platz 35 erreicht hat, macht in der langfristigen emotionalen Bindung zu diesem ESC-Land kaum einen Unterschied. Deshalb habe ich eine dritte Methode zur mathematischen Berechnung der Emotionalität verwendet. Hierbei habe ich ganz simpel jedes Jahr an meine persönlichen Top 10 von nach den Shows Punkte von 1 bis 12 im ESC-Stil vergeben. Das Land das 2014 meinen Sieger stellte, erhält dafür also 12 Punkte. Das Land meines zweiten Platzes 10 Punkte u.s.w. Das gleiche erfolgt mit 2015, 2016 u.s.w. Mit dieser Methode wirkt sich eine Nicht-Teilnahme nicht allzu stark aus, wie bei der letzten Tabelle, da die große Mehrheit der Länder im einzelnen Jahr alle keine Punkte bekommen, egal ob sie auf Platz 11 gelandet sind, oder gar nicht teilgenommen haben. Hier ist das Ergebnis dieser Punktevergabe:


An der Spitze sind die einzelnen Länder ganz eng beeinander. Knapp geht der erste Platz an Australien. Punktgleich dahinter ist (zu meiner Überraschung) die Schweiz. Wer jedoch fast Dauergast in den Top 10 ist, sammelt hier natürlich ordentlich Punkte ein. Mit nur einem Punkt weniger steht Bulgarien auf Platz drei. Das Land hat zwar nur in fünf von zehn Jahren teilgenommen, dabei aber beeindruckende drei Mal(!) meinen persönlichen Sieger gestellt. Man kann sich vorstellen wie traurig ich bin, dass Bulgarien derzeit nicht beim ESC dabei ist. Obwohl ich mein eigenes Land Deutschland unvermeidbar besser bewerte, erhält es in dieser Wertung nur drei Punkte und den 38. Platz. ESC-Fan aus Deutschland zu sein ist das Jahrzehnt 2014-2024 etwas deprimierend...

Belarus und Bosnien-Herzegowina haben mit einem einmaligen zehnten Platz gerade so einen Punkt erhalten. Kroatien, Dänemark, Luxemburg und Zypern waren in zehn Jahren nicht ein einziges Mal in meiner persönlichen Top 10. Kroatien und Dänemark waren mit Platz 12 immerhin nah dran. Dennoch stehe ich entsprechend eher emotionslos diesen Ländern gegenüber. Luxemburg war nur ein mal dabei und ist mit Platz 23 im Mittelfeld gelandet. Zypern hat bei seinen zehn Teilnahmen als beste Platzierung nur die #24 geschafft. Es gab seit meinem Hardcore-ESC-Fan-Dasein noch nie einen Beitrag aus Zypern mit dem ich so richtig mitgefiebert habe. Zypern ist mir ausnahmslos(!) jedes Jahr mehr oder weniger egal.

Zusammengefügt ergeben diese drei Wertungen das ultimative Endergebnis meiner Top 45 ESC-Länder der letzten 10 Jahre:


Zahlen lügen nicht und die Zahlen sagen dass Australien mein ESC-Lieblingsland ist. Herzlichen Glückwunsch an Australien und alle australischen Fans! Mit diesem ersten Platz bin ich sehr zufrieden und einverstanden. Slowenien und Lettland haben über die Zeit ein klein wenig an Appeal für mich verloren. Bulgarien ist auf lange Sicht einfach zu selten dabei, als dass es meine Nummer eins sei. Ohne nachzudenken hätte ich vermutlich geantwortet dass ich Slowenien derzeit am ehesten als mein Favoritenland sehen würde. Deshalb passt der zweite Platz hier sehr gut. Der überraschende dritte Platz mit beeindruckend vielen Top 10 Platzierungen und neulichst auch einem persönlichen Siegerbeitrag ist die Schweiz. Für Lettland gibt es nur den vierten Platz. Eine dicke Überraschung ist für mich Israel auf Platz fünf. Subjektiv, ohne Nachdenken, hätte ich das Land als durchschnittlich, vielleicht leicht überdurchschnittlich bezeichnet. Mit Litauen auf Platz sechs bin ich auch glücklich. Frankreich hat den Bonus dass ich den Klang der französischen Sprache Liebe. Albanien schickt mit seinen Powerballaden ein Genre zum ESC auf das ich gerne anspringe. Der neunte Platz von Bulgarien, das immerhin drei der zehn Sieger stellt, enttäuscht, ist aber den wenigen Teilnahmen zu Schulden. Ungarn war in einem drei-Jahres-Streak fantastisch. Drei Jahre reichen insgesamt aber gerechtfertigter Weise nur für Platz 10. San Marino sehe ich als einen meiner Lieblinge und hätte ich mir gerne rund um Platz 5 gewünscht. Die Jahre in denen ich ihren Beitrag nicht mochte verdränge ich leicht. So ist es dann doch nur Platz 11.

Deutschland landet mit Platz 20 in der Mitte. Das passt soweit. Mich überrascht dass Portugal nur auf Platz 32 steht. Ganz unten befindet sich zu meiner Überraschung nicht Italien, sondern Zypern, dem ich gänzlich leidenschaftslos begegne. Italien wurde dann doch von seinem einen Top Beitrag gerettet. Luxemburg hat mit einer Teilnahme, die insgesamt okay war, über die zehn Jahre hinweg zu wenig geboten und ist verständlicher Weise auf dem vorletzten Platz. Ich freue mich aber sehr, dass Luxemburg wieder dabei ist und bin gespannt auf die nächsten Jahre. Belarus hat in den zehn Jahren zu selten Freudensprünge bei mir ausgelöst, um andere Nationen hinter sich zu lassen.

Nun folgt täglich ein Blog-Beitrag zu jedem der 45 Länder. Darin enthalten ist u.a. mein persönliches Ranking der bis zu zehn Beiträge des Landes, wie ich sie Heute bewerte. Teilweise hat sich an meinen damaligen Bewertungen einiger Beiträge viel geändert. Garniert wird das Ganze von einer Einschätzung zu dem jeweiligen Land in den letzten zehn Jahren. Die Beiträge starten mit dem letzten Platz Zypern und gehen dann hoch bis Platz 1 Australien.

Freitag, 4. Juni 2021

News Kompakt (37)

In den ersten sieben Tagen nach dem Finale in Rotterdam haben sich einige Dinge in der ESC-Bubble getan, die ich gesammelt in aller Kürze aufarbeiten möchte.

Italien - Eines der größten Teilnehmerländer hat den ESC gewonnen. Das führt dazu dass es eine große Auswahl an geeigneten Austragungsorten gibt. So haben inzwischen an die 20 Städte ihr Interesse angekündigt 2022 als Gastgeber zu dienen. Darunter befinden sich alle halbwegs bekannten Städte Italiens, einschließlich San Remo und Venedig. Auch kleinere Städte wie Rimini sind dem Größenwahnsinn verfallen. Es ist zu erwarten dass es noch ein paar Monate dauert, bis wir wissen wo der ESC 2022 stattfinden wird. Entschieden wird dies von der EBU in einem umfassenden Bewerbungsverfahren.

Finnland - Schon am Tag nach dem Finale hat Finnland seine Teilnahme am ESC 2022 bestätigt. Außerdem ließ YLE vermelden, dass es wieder den Vorentscheid Uuden Musikiin Kilpailu geben werde. Es wurde auch schon zum Einreichen von Bewerbungen aufgerufen, was ab September möglich sein soll. Anforderungen, die über das Regelwerk der EBU hinausgehen, werden an die potentiellen Beiträge nicht gestellt.

Niederlande - Im Finale wurden die SMS Stimmen einer unbekannt großen Anzahl an Mobilfunkgeräten nicht gewertet. Der technische Fehler liege bei den Mobilfunkanbietern, die EBU hätte darauf keinen Einfluss. Es ist noch nicht endgültig entschieden, ob das niederländische Televoting für ungültig erklärt wird. Dies scheint mir aber eher unwahrscheinlich.

Andorra - Die Dänin Susanne Georgi, die seit 2008 in Andorra lebt und den Kleinstaat 2009 beim ESC als Sängerin vertrat, holte sich im August ein "Go" von der andorranischen Regierung, dass Andorra 2022 zum ESC zurückkehren könne. Entscheiden tut dies aber die zuständige Rundfunkanstalt RTVA. Dessen Generaldirektor Xavier Mujal ließ nach dem ESC Finale verlauten, dass die Rückkehr zum ESC nicht "zu den geplanten Projekten" gehöre. Auch wenn das nicht nach einem Schlusswort klingt, sieht es für mich danach aus, dass Andorra nächstes Jahr nicht teilnehmen wird.

Niederlande - Die Niederlande hat ihre Teilnahme am ESC 2022 Bestätigt. Bis zum 31. August sollen fertige Beiträge eingereicht werden. Für diese gäbe es nur den Wunsch, dass sie authentisch und zeitgemäß sein sollen. AVROTROS wird den Beitrag intern auswählen, mit dem gleichen Team, das dies bereits 2019 tat: Eric van Stade, Cornald Maas, Coen Swijnenberg, Sander Lantinga und Jan Smit dürfen über das Schicksal der Künstler*innen entscheiden.

Serbien - Auch aus Serbien erhalten wir die Verkündung einer Teilnahme von RTS am ESC 2022. Als Auswahlmodus soll der etablierte Vorentscheid Beovizija dienen.

Australien - Ende für den Eurovision Asia Song Contest! Der australische Rundfunk SBS hat fünf Jahre lang versucht einen Eurovision Asia Song Contest nach Vorbild des europäischen ESCs auf die Beine zu stellen. Dieses Projekt wird nun niedergelegt. Es scheitere an Gründen wie den vielen Zeitzonen und Sprachbarrieren. SBS ist es nicht gelungen genügend Nationen zur Teilnahme zu bewegen. Die Liste überredeter Rundfunkanstalten lautete neben Australien wie folgt: Kasachstan, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Vanuatu, Japan, China, Singapur, Korea, Hongkong. Es bestätigt sich für mich der Eindruck dass die Eurovision etwas ist, das nur in Europa funktionieren kann. Ich hatte mich sehr auf den Eurovision Asia Song Contest gefreut. Schade, aber da seit langer Zeit nichts mehr zu hören war, hatte ich das Projekt auch schon als begraben abgetan.

Irland - Der irische Sender richtet eine online Plattform ein, auf der ESC-Fans dem Rundfunk mitteilen sollen, wie Irland wieder zu einem Eurovision-Powerhouse werden könnte. Die Rückkehr zu einem Vorentscheid wird in Erwägung gezogen. Eine Teilnahmebestätigung gibt es noch nicht.

Schweden - SVT bestätigt seine Teilnahme am ESC 2022 und verkündet als Auswahlmodus wieder die Melodifestivalen zu verwenden. Einer der 28 begehrten Plätze in den Liveshows wurde seit 2012 durch den Nachwuchsradiowettbewerb P4 Nästa vergeben. Allerdings haben alle Wildcard Gewinner durch die Bank sehr schlechte Ergebnisse beim Melfest erzielt. So wird diese Wildcard für die Ausgabe 2022 gestrichen.

Norwegen - Auch die Nachbarn bestätigen ihre Teilnahme. Bis zum 15. August soll sich beworben werden. NRK sei ausdrücklich für wirklich jedes Genre offen. Der Auswahlmodus wird im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Der Melodi Grand Prix soll im Januar und Februar stattfinden.

Sonntag, 12. Mai 2019

Italien: Zurück im Spiel?

Italien hat auf die Kritik von der ersten Probe gehört und sein Staging immens verbessert. Die Tänzer lenken nun nicht mehr von Mahmood ab, sondern wirken wie ein Teil des Songs. Das liegt an den besseren Kameraeinstellungen, der überarbeiteten Choreographie und den anderen Kostümen. Auch das Kostüm von Mahmood selbst ist neu. Das der zweiten Probe ist viel mehr Mainstream. Da man beim ESC viele Menschen ansprechen muss, um ein gutes Ergebnis einzufahren, oder sogar zu gewinnen, ist es vielleicht geeigneter, als der Style den Mahmood bei der ersten Probe trug. Allerdings sollte man sich auf der Bühne aber auch so zeigen wie man ist. Ein Zwiespalt, über den die Delegation eine Entscheidung treffen muss. Das zweite Kostüm passt aber auch gut zu Mahmood. Auch darin wird er sich wohlfühlen. Die LED-Screen-Show wurde dahingehend erweitert, dass nun brennendes Geld zu sehen ist. Das ist so gut umgesetzt, dass es hilft die Message zum Zuschauer zu bringen, ohne von Mahmood, oder vom Song abzulenken. Italien hat aus dem letzten Jahr gelernt. Das Licht auf der Bühne ist weniger blau und mehr rot, als noch bei der ersten Probe. Dafür gibt es viel Lob. Im Refrain wurden sehr schnelle Kameraschnitte eingeführt. Das trägt den Song wunderbar. Aus der Enttäuschung bei der ersten Probe hat Italien ein richtig gutes Staging gemacht.





Samstag, 11. Mai 2019

Italien: Klatsch, klatsch

Die erste Probe Italiens lässt unterschiedliche Reaktionen hervorrufen. Viele sind enttäuscht und finden das Staging schlecht, andere gut. Mahmood trägt ein Kostüm in dem für ihn bekannten Stil, der nicht jedem gefällt. Ihm sind drei Tänzer in schlichter Kleidung zur Seite gestellt. Die LED-Screen-Show ist gut, aber nichts besonderes. Es gibt sehr kaltes Licht auf der Bühne, überwiegend ist es dunkler. Die Beleuchtung ist genau richtig für diesen Song. Kritik gibt es für die Kameraeinstellungen. Viel zu oft sind "wide shots" zu sehen, also dass der Zuschauer am Fernsehgerät die ganze Halle im Blick hat. Das sei nicht förderlich für das Staging und müsse geändert werden.

Die Choreographie der Tänzer ist gut. Der Gesamteindruck ist gut. Das Meiste an diesem Staging ist gut, aber eben auch nur gut und gut ist beim ESC nicht ausreichend. Italien gehört weiterhin zum Kreis der Favoriten, das hat man alleine schon daran gemerkt, dass im Pressezentrum alle die markanten Clap-Geräusche mit geklatscht haben. Die Gewinnchancen hat Italien durch das Staging aber mindestens nicht vergrößert, wenn nicht sogar verringert.

Andererseits finde ich es auch schwer, hier ein besseres Staging auf die Bühne zu bringen. Viele sagen, dass die Tänzer weg sollten, weil Mahmood die Bühne schon alleine füllt und das vollkommen ausreichend ist, da braucht man nicht noch mehr, was vom Song ablenkt. Dazu möchte ich ergänzen, dass im Vorentscheid das Orchester noch mit auf der Bühne stand. Dessen Mitklatschen hat viel ausgemacht. Darüber, ob die Tänzer ein guter Ersatz sind, lässt sich streiten, aber was soll Italien sonst machen, damit auf der Bühne ein bisschen was passiert? Es ist schließlich keine Ballade, bei der alles ganz ruhig sein muss. Mit Audience wirkt das Staging bestimmt auch noch besser, denn das Publikum wird mit klatschen. Die große Freude bleibt beim Staging von Italien aus, aber was sollen sie sonst auf die Bühne bringen? Der Beitrag gehört trotzdem weiterhin zu den Favoriten.





Samstag, 16. Februar 2019

News Kompakt (36)

Es ist wieder Samstag im Februar. Das bedeutet für ESC-Fans, das wir uns wieder ganz intensiv der schönsten Nebensache der Welt widmen können; dem Eurovision Song Contest. Die zweite Februar Hälfte hat begonnen. Wir wissen inzwischen zwar 21 der 42 Interpreten, also genau die Hälfte, aber erst 8 Songs! Es fühlt sich so an als stehe die gesamte Vorentscheidungssaison noch bevor und käme gerade erst ins Rollen, wir sind aber schon mitten drin. Ich glaube nicht dass es schon einmal so lange gedauert hat, bis wir ESC-Fans eine gewissen Anzahl an Songs in unsere ESC-Playlist des Jahres aufnehmen konnten. Besonders bei den internen Auswahlen hakt es dieses Jahr. Bisher gab es keinen einzigen Song Release von diesen Ländern. Die meisten haben ihren Termin dafür erst wenige Tage vor dem Ablauf der Frist am 11.03. angesetzt.

Heute Abend kommen aber garantiert vier Songs dazu. Denn so viele Nationen wählen heute ihren Song durch den Vorentscheid. In sechs weiteren Ländern findet ein Halbfinale statt. Morgen folgt dann noch das Finale in Rumänien und damit einhergehend ein weiterer Song. Hier gibt es einen Überblick über die Shows von heute Abend (alle Zeiten sind auf die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) gerechnet:

17:45 Uhr: Estland - Finale - Eesti Laul
18:00 Uhr: Ukraine - 2. Halbfinale - Vidbir
19:00 Uhr: Georgien - Top 6 Liveshow - Sakartvelos varksvlavi
19:30 Uhr: Ungarn - 2. Halbfinale - A Dal
20:00 Uhr: Slowenien - Vorentscheid - EMA
20:00 Uhr: Kroatien - Vorentscheid - Dora
20:00 Uhr: Schweden - 3. Halbfinale - Melodifestivalen
20:00 Uhr: Litauen - 2. Halbfinale - Eurovizijos
20:25 Uhr: Lettland - Finale - Supernova
20:45 Uhr: Island - 2. Halbfinale - Söngvakeppnin
22:09 Uhr: Portugal - 1. Halbfinale - Festival da Cancao

Zu den Finals in Estland und Lettland, sowie den Vorentscheiden von Slowenien und Kroatien folgt hier noch ein eigener Post mit allen wichtigen Informationen für die Show. Wer eine der anderen Shows im freien Fernsehen nicht empfängt, sie aber trotzdem sehen möchte, schaut am Besten auf dieser Website vorbei, die Links für Livestreams der Sendungen sammelt.

Hier gibt es noch einige Meldungen, die sich im Laufe der Woche angesammelt haben, aber zu klein sind, als dass sich, nach meinem Ermessen, ein eigener Post dafür lohnen würde.

Montenegro - Der Song "Heaven" wird überarbeitet werden. Wann wir den Revamp zu hören bekommen, ist noch nicht bekannt.

Italien - Wenige Stunden nach der Pressekonferenz, im Anschluss an Mahmoods Sieg des San-Remo Festivals, kündigte er den Medien an sich doch noch nicht sicher zu sein, ob er zum ESC fahren möchte. Ihm war vorher nicht bewusst wie groß der Aufwand ist, an der Eurovision teilzunehmen. Die meisten Menschen denken halt dass man mal eben für ein paar Tage zur austragenden Stadt fliegt und es das dann war. Die zwei Monate lange Vorbereitung auf den Wettbewerb hat Mahmood erschlagen und zurückschrecken lassen. Am Dienstag Nachmittag hat er aber endgültig entschieden, sich nicht die Chance nehmen zu lassen, mit "Soldi" am Eurovision Song Contest teilzunehmen.

Matteo Salvini, der Innenminister von Italien, zeigt sich auf Twitter bestürzt darüber dass Mahmood das San-Remo Festival gewonnen hat. Ihn stört es vor allem, dass Mahmood einen ägyptischen Vater hat. Um den geht es übrigens in dem Song "Soldi". Er hat mehrere Frauen auf der ganzen Welt geschwängert und mit ihren Kindern im Stich gelassen. Deshalb fühlt sich Mahmood auch zu 100% als Italiener. Salvini ist zwar nur eine Person, allerdings muss man davon ausgehen, dass sehr viele Menschen in Italien so denken. In Frankreich gibt es bereits ähnliche Probleme, weil Bilal Hassani schwul ist und marokkanische Wurzeln hat.

Deutschland - Peter Urban wird 2019 zum 22. Mal den Eurovision Song Contest für die ARD kommentieren. Babsi alias Barbara Schöneberger wird wieder das größte ESC-Public-Viewing von der hamburger Reeperbahn moderieren. Die dortige Party wird ab 20:15 Uhr und nach Ende der Show aus Israel wie gewohnt in der ARD am Finalabend live übertragen.

Finnland - Wie geplant wurde der zweite der drei Songs des Vorentscheides Uuden Musikiin Kilpailu vorgestellt. Er heißt "Superman" und wird natürlich von Sebastian Rejman gesungen. Darude ist der DJ, von dem drei Songs beim Vorentscheid zur Auswahl gestellt werden. Ich äußere mich hier zu den Songs wenn alle drei veröffentlicht wurden.

Litauen - Monika Marija startet heute Abend im 2. Halbfinale von Eurovizijos mit ihrem Song "Criminal". Letzte Woche ist sie bereits souverän mit "Light on" ins Finale eingezogen. Diesen Titel mag sie offensichtlich mehr als "Criminal". Monika bittet die Jury heute darum, ihr keine Punkte zu geben. Auch die Zuschauer sollen ihr Geld sparen und heute nicht für sie anrufen. Sofern "Criminal" ins Finale kommt, wird sie den Song dort nicht singen! Stattdessen möchte sie versuchen mit "Light on" zum ESC zu fahren. Damit ist "Criminal" quasi ausgeschieden, was ich sehr bedaure. Diesen Song finde ich noch viel besser als "Light on". Letzterer hat in der ersten Runde aber ein besseres Ergebnis eingebracht. Man muss Monika für diese Entscheidung nicht verstehen, es reicht zu versuchen sie zu akzeptieren. Trotz allem wird sie "Criminal" heute mit aller Leidenschaft singen.

Sonntag, 10. Februar 2019

Supersamstag: Televoting von Italien, Montenegro und der Ukraine

Nach dem Supersamstag haben ein paar Rundfunkanstalten detailliertere Ergebnisse der Televotings ihrer Shows veröffentlicht. Hier das Ergebnis des Superfinals von der Montevizija in Montenegro:

1. Heaven - D-Moll 68%
2. Nevinost - Ivana Popovic-Martinovic 32%

Hier ist das detaillierte Ergebnis des Superfinals vom San-Remo Festival in Italien. Unter diesem Link findest du eine ganze Datenbank zu allen Voting Ergebnissen aus allen Galas.

Platzierung Gesamt Televoting Platzierung Televoting Prozent Voting 3. Gala Voting 3. Gala Presse Jury Expertenjury Songtitel Interpret
1. 38,92%    3. 14,10%    1. 47,15%    1. 1. Soldi Mahamood
2. 35,56%    1. 48,80%    2. 34,62%    2. 2. I tuci particolari Ultimo
3. 25,53%    2. 30,26%    3. 18,22%    3. 3. Musica che resta Il Volo

Abschließend gibt es noch das Televoting Ergebnis des 1. Halbfinals von Vidbir in der Ukraine:

Platzierung Prozentanteil Songtitel Interpret
1. 22,64%    Siren Song Maruv
2. 15,44%    Houston Brunettes Shoot Blondes
3. 13,78%    Hate TseSho
4. 13,39%    Galyna guliala Yuko
5. 11,15%    Nazavzhdy-navsegda Bahroma
6. 10,42%    Myla moya Letay
7. 7,86%    Wow! Vera Kekelia
8. 5,33%    Hey The Hypnotunez

Posts über das 1. Halbfinale vom Söngvakeppnin in Island und dem 2. Halbfinale der Selectia Nationala in Rumänien, folgen am Montag.

"Soldi" gewinnt San-Remo Festival 2019!

Spät in der Nacht findet auch das 69. San-Remo Festival einen Sieger und damit ein Ende. Mahmood konnte sich mit seinem Song "Soldi", gegen die große Konkurrenz durchsetzen und erhält die Möglichkeit für Italien beim 64. Eurovision Song Contest 2019 Dare to Dream in Tel Aviv anzutreten. Er nimmt diese Möglichkeit wahr und fährt mit seinem Siegersong "Soldi" nach Tel Aviv!

Mit 50% Televoting, 20% Juryvoting von Musikexperten, sowie einem weiteren Voting, das zu 30% zählte und wohl doch das demoskopische Voting war, wurden zunächst die 3 Superfinalisten des 24er Teilnehmerfeldes ermittelt. Unter den Superfinalisten wurden die Plätze 1-3 nach dem gleichen Prinzip erneut ermittelt.

Das ist das vollständige Ergebnis des 69. San-Remo Festivals, inklusive das größte ESC-Fan-Voting-Ergebnis von My Eurovision Scoreboard (Stand 10.09., 02:18 Uhr). Ein Blick darauf erklärt warum das Publikum schon bei der Verkündung der untersten Platzierungen so stark protestierte. Den größten Wiederstand verspürten die Moderatoren aber als sie bekanntgaben, dass "Cosa ti aspetti da me" von Loredana Bertè "nur" 4. und somit nicht im Superfinale ist:

Platzierung Ranking im Fanvoting Punkte im Fanvoting Songtitel Interpret
1. 3. 2.147    Soldi Mahamood
2. 4. 2.032    I tuci particolari Ultimo
3. 2. 2.847    Musica che resta Il Volo
4. 7. 1.760    Cosa ti aspetti da me Loredana Bertè
5. 15. 475    Abbi cura di me Simone Cristicchi
6. 19. 388    Argentovivo Daniele Silvestri
7. 1. 2.945    La ragazza col cuore di latta Irama
8. 10. 939    Mi sento bene Arisa
9. 21. 337    Rolls Royce Achille Lauro
10. 13. 565    Nonno Hollywood Enrico Nigiotti
11. 11. 855    Per un milone Boomdabash
12. 20. 340    Rose viola Ghemon
13. 22. 260    Solo una canzone Ex-Otago
14. 14. 546    Dov'e l'Ittalia Motta
15. 18. 392    Aspetto che torni Francesco Renga
16. 12. 809    L'ultimo ostacolo Paola Turci
17. 16. 471    L'amore è una dittatura The Zen Circus
18. 8. 1.678    Senza farlo apposta Federica Carta & Shade
19. 6. 1.829    Mi farò trovare pronto Nek
20. 23. 176    I ragazzi stanno bene Negrita
21. 24. 104    Un po' come la vita Patty Pravo feat. Briga
22. 9. 1.319    Le nostre anime di notte Anna Tatangelo
23. 5. 1.967    Parole nuove Einar
24. 17. 397    Un'altra luce Nino D'Angelo & Livio Cori

Ich kann mich für den Siegersong leider nicht wirklich begeistern. Da finde ich sogar den Beitrag aus Montenegro mitreißender, der auch heute Abend ausgewählt wurde:

1. Australien
2. Albanien
3. Großbritannien und Nordirland
4. Spanien
5. Tschechien
6. Frankreich
7. Montenegro
8. Italien

Auf My Eurovision Scoreboard steht der Beitrag noch nicht zur Abstimmung. Ich kann auch nur schwer einschätzen wie gut er bei den ESC-Fans ankommt. Hier kannst du dir den Auftritt des Siegersongs aus der Gala 4 anschauen:


Weitere Posts über die Shows des Abends folgen im Laufe des Sonntags.

Samstag, 9. Februar 2019

Italien: Finale des 69. San-Remo Festivals

Das San-Remo Festival ist das wohl größte TV-Event des Jahres in Italien und dort noch populärer als der Eurovision Song Contest. Über fünf Tage erstreckt sich die Veranstaltung, bei der es RAI jedes Jahr aufs Neue schafft, sie elendig in die Länge zu ziehen. Ganz Italien muss jedes Jahr eine Woche lang mit wenig Schlaf auskommen. Das Festival findet dieses Jahr zum 69. Mal statt und ist somit sogar älter als der Eurovision Song Contest, dessen 64. Austragung wir im Mai erleben werden.

Nachdem die 24 Teilnehmersongs vier Shows lang rauf und runter gespielt wurden, haben 21 von ihnen im heutigen Finale ihren letzten Auftritt. Darauf folgt (nach zahlreichen Interval Acts und seeehr viel Gelaber) die Entscheidung welche 3 Songs in das Superfinale einziehen. Die wird zu 50% per Televoting, zu 30% Pressevoting und zu 20% durch eine Expertenjury gefallen. Alle drei Votings werden seit der 1. Gala am Dienstag in Teilen entschieden. Das demoskopische Voting findet in diesem Jahr keine Anwendung.

Die Superfinalisten stellen ihren Beitrag ein weiteres Mal vor. Über die Top 3 wird nach dem gleichen Voting über deren Platzierungen entschieden, wie in der ersten Wertungsrunde. Der Sieger hat die Möglichkeit Italien beim 64. Eurovision Song Contest 2019 Dare to Dream in Tel Aviv zu vertreten, sofern er dies denn auch möchte. Er muss übrigens nicht mit seinem Siegersong von San-Remo, sondern kann auch mit einem anderen Song antreten. Von dieser Option wurde in der Vergangenheit allerdings noch nie Gebrauch gemacht. Wenn der Gewinner nicht zum ESC fahren möchte wählt RAI einen Interpreten aus dem Teilnehmerfeld aus. Erfahrungsgemäß wird dies der Zweitplatzierte sein.

Dies sind die Top 5 des Fan Votings auf My Eurovision Scoreboard (Stand 09.02., 19:02 Uhr):

Ranking im Fanvoting Punkte im Fanvoting Songtitel Interpret
1. 2.717 La ragazza col cuore di latta Irama
2. 2.658 Musica che resta Il Volo
3. 1.928 Parole Nuove Einar
4. 1.901 I tuoi particolari Ultimo
5. 1.877 Soldi Mahmood

Hinter den Top 5 gibt es nach den Punkten eine größere Lücke. Wenn du das Finale des San-Remo Festivals ab 20:40 Uhr (MEZ) sehen möchtest, kannst du dies über diesen Link tun. Dies ist der einzige Vorentscheid bei dem ich nicht einmal das geringste Interesse habe mir die Show anzusehen. Ich kann mit der Musik vom San-Remo Festival überhaupt nichts anfangen. So ist Italien auch mit Abstand die schlechteste Nation in meinen ESC-Ranglisten der letzten Jahre. Ich werde mir auch nicht die 24 Wettbewerbstitel anhören. Das wäre eine Tortur für mich. Deshalb gibt es natürlich auch keine Rangliste von mir.

Dennoch weiß ich dass es viele Fans des San-Remo Festivals gibt und wünsche Jedem einen erfüllenden und langen Abend. Ob ich über das Ergebnis noch heute Nacht schreibe, oder erst morgen ein Post folgt, hängt davon ab wie spät es in Italien werden wird, bis die Entscheidung fällt.

News Kompakt (35)

Einige kleine Nachrichten haben sich angesammelt. Diese gibt es in diesem News Kompakt:

Rumänien: Xandra zieht ihre Teilnahme am rumänischen Vorentscheid, mit "Independent" zurück. Es wird kein Nachrücker für den Beitrag nominiert, der in das 2. Halbfinale gelost wurde. Somit verbleiben für die Show am Sonntag 12 Beiträge.

Italien: Am 07.02. fand die 3. Gala des italienischen San Remo-Festivals statt. Am 08.02. folgte Gala Nummer 4.

Finnland: Jede Woche wird einer der drei Songs des finnischen Vorentscheides Uuden Musiikin Kilpailu vorgestellt. Der erste ist jetzt draußen und heißt "Release Me".

Nordmazedonien: Der Song den Tamara Todevska beim ESC singen wird, steht fest. Er heißt "Proud". Hauptkomponist ist Darko Dimitrov. Er erreichte 2006 bereits das beste Ergebnis Nordmazedoniens aller Zeiten beim ESC, mit "Ninanajna", das auf Platz 12 kam. 2013 schrieb er wieder den Song für sein Land. "Pred da se razdeni" wurde 37.. 2018 folgte "Lost and Found", das mit dem 41. Platz das schlechteste Ergebnis in der Geschichte des Landes einfuhr. Ob er dieses Jahr einen Song geschrieben hat, das dem Land mit dem neuen Namen sein bestes, oder schlechtestes Ergebnis, oder irgendetwas dazwischen, einbringt, erfahren wir erst später, wenn der Song der Öffentlichkeit offenbart wird. Wann dies der Fall ist, ist bisher noch nicht bekannt.

Polen: TVP gibt allen Künstlern noch einmal die Chance sich zu bewerben, bis zum 15.02..

Israel: Die Shalva Band zieht kurz vor dem Ende der Show seine Teilnahme an "Hakochav Haba" zurück. Deshalb gab es am Freitag eine mini-Ausgabe der Castingshow, dessen Gewinner für Israel die Mission Titelverteidigung beim ESC antritt. In der Sendung gab es ein Duell zwischen Kobi Merimi und Osher Biton, um den freigewordenen Platz im Kandidatenfeld. Beide waren kürzlich eigentlich ausgeschieden. Kobi Merimi konnte das Duell sehr knapp mit 87% zu 85% gegen Osher Biton gewinnen. Kobi hat somit wieder die Chance Israel beim ESC im eigenen Land zu vertreten.

Kanada: Der kanadische Rundfunk Omni Television wird den Eurovision Song Contest 2019 übertragen. Der Sender produziert Fernsehen für Minderheiten Kanadas. Das Programm gibt es in über 20 verschiedenen Sprachen und es werden viele Shows aus dem Ausland gezeigt. Kanada ist eines der größten Einwandererländer der Welt und hat deshalb sehr viele Bürger mit ausländischen Wurzeln, auch nach Europa.

Heute gibt es wieder einen Super-Samstag, mit vielen Vorentscheids Shows über den ganzen Kontinent. Darunter auch ab 20:00 Uhr der Vorentscheid von Montenegro, über den noch ein eigener Post kommt, und ab 20:40 Uhr das Finale in Italien. Dort kann man aber auch erst reinschalten wenn alle anderen Shows schon vorbei sind. Erfahrungsgemäß kommt das San-Ramo Festival dann erst so richtig in die Gänge. Hier ist ein Überblick über alle Shows von Heute Abend, nach Mitteleuropäischer Zeit:

18:00 Uhr: Ukraine - 1. Halbfinale - Vidbir
19:00 Uhr: Georgien - Top 7 Liveshow - Sakartvelos varskvlavi
19:30 Uhr: Ungarn - 1. Halbfinale - A Dal
20:00 Uhr: Montenegro - Vorentscheid - Montevizija
20:00 Uhr: Schweden - 2. Halbfinale - Melodifestivalen
20:00 Uhr: Litauen - 1. Halbfinale - Eurovizijos
20:15 Uhr: Israel - letzte Qualifikationsshow für das Finale - Hakochav Haba
20:25 Uhr: Lettland - Halbfinale - Supernova
20:40 Uhr: Italien - Finale - San-Remo Festival
20:45 Uhr: Island - 1. Halbfinale - Söngvakeppnin

Über alle Shows folgt (sofern ich das schaffe) im Laufe des Sonntags ein Post mit den Ergebnissen. Morgen, am Sonntag, läuft dann noch das 2. Halbfinale in Rumänien.

Mittwoch, 6. Februar 2019

News Kompakt (34)

Dies ist die letzte Zusammenfassung, bevor ich in die normale, ausführliche, Berichterstattung gehe.

31.01. Die Kandidaten des 1. Halbfinals des schwedischen Vorentscheides Melodifestivalen sind bekannt! Unter Ihnen befinden sich fast ausschließlich große Stars des Melofestes, weshalb ich darauf verzichte, jeden Namen ausführlich vorzustellen. Das würde selbst den Rahmen eines langen, einzelnen, Posts sprengen. Die Kandidaten sind Nano, High 15, Wiktoria, Zeana feat. Anis Don Demina, Arja Saijonmaa, Mohombi und Anna Bergendahl.

31.01. Für das 1. Halbfinale des estnischen Vorentscheides, "Eesti Laul", gibt es einen eigenen Post.

01.02. In Weißrussland haben sich insgesamt 113 Songs beworben. Deren Künstler kommen aus zahlreichen verschiedenen Ländern, von jedem Kontinent der Welt. Am 4.02. hört sich das zuständige Auswahlteam alle 113 Songs live vorgetragen an. Die Öffentlichkeit kann das mitverfolgen. Mihai Traistariu, der den rumänischen Vorentscheid Boykottiert, hat seinen, ursprünglich dafür vorgesehenen, Song, "Baya", in Weißrussland zur Bewerbung eingereicht. Außerdem befindet sich Daz Sampson (Im Duett mit Nona) unter den Bewerbern. Daz trat 2006 für Großbritannien und Nordirland beim ESC an und belegte mit "Teenage Life" den 19. Platz. Den Auftritt von Damals kannst du dir unten anschauen. Ebenfalls sind auf der Kandidatenliste Namen zu finden, die schon in der Vergangenheit beim weißrussischen Vorentscheid auftraten; PROvokatsiya, Aura und Anya Sharkunova. Napoli ist auch wieder dabei. Sie versuchte es in der Vergangenheit mehrmals in Weißrussland und Polen zum ESC zu kommen. Der Vorentscheid heißt "Eurofest" und wird aus reinem Juryvoting bestehen.


01.02. In Georgien wurden über 200 Songs für den Vorentscheid eingereicht. Jeder Finalist wird einen dieser Songs singen. Die meisten Komponisten kommen aus dem Ausland.

02.02. Am Ende hat sich Moldawien nun doch umentschieden und streicht das Halbfinale, mangels der Qualität der 26 Bewerbersongs, die zu den Auditions erschienen sind. Die 10 Songs für das Finale wurden nun ausgewählt und veröffentlicht. An nennenswerten Persönlichkeiten befinden sich unter den 10 Finalisten nur die bereits in einem vorherigen Post vorgestellte Band Che-MD.

02.02. Über das 2. Halbfinale vom estnischen Vorentscheid "Eesti Laul" gibt es einen eigenen Artikel.

02.02. In der zehnten Runde vom israelischen Vorentscheid "Hakochav Haba", wurden die Kandidaten in zwei verschiedene Shows gelost. In jeder Show gibt es ein eigenes einfaches K.O.-Turnier. Bei den beiden Verlierern der ersten Duellrunde entscheidet die Jury wer von den beiden ausscheidet. Der andere Kandidat ist in den Top 6 und kämpft weiter um den Einzug ins Finale. Die beiden Gewinner der ersten Duellrunde duellieren sich um den direkten Einzug ins Finale.

In der ersten Show hat die Shalva Band das Finalticket im Duell gegen Ketreyah gewonnen. Die Jury entschied sich dafür Daniel Barzilai im Wettbewerb zu behalten. Tai scheidet somit als 7., oder 8. aus.

02.02. In der Top 8 Liveshow des georgischen Vorentscheids "Sakartvelos varskvlavi" haben die Zuschauer Dima Kobeshavidse aus dem Wettbewerb gewählt. Es verbleiben Giorgi Nakashidse, Giorgi Pruidse, Ikako Aleksidse, Liza Kalandadse, Nini Tsnobiladse, Oto Nemsadse und Tamar Lachkhepiani im Kampf um die ESC-Teilnahme.

02.02. Über das 3. Viertelfinale des ungarischen Vorentscheides "A Dal" folgt ein separater Post.

02.02. Auch über das 4. Viertelfinale des litauischen Vorentscheides "Eurovizijos" verfasse ich einen eigenen Artikel.

02.02. Gleiches gilt für das 1. Halbfinale des schwedischen Vorentscheides "Melodifestivalen".

02.02. Ebenfalls wird es über das 2. Viertelfinale des lettischen Vorentscheides, der "Supernova", einen eigenen Artikel geben.

03.02. Maya Buskila hat in der zweiten Show der 10. Runde von "Hakochav Haba" das Finalticket gewonnen. Avraham de Carvalho und Shefita haben weiterhin die Chance auf das Finale. Ofri Halfon musste in dieser Show den Wettbewerb verlassen. Wenn ich die Komplexität des Formats richtig verstehe, haben die eigentlich schon ausgeschiedenen Kobi Merimi und Osher Biton Wildcards für das Finale erhalten.

04.02. In Weißrussland fanden die Live Auditions der 113 Songs statt. Außerdem wurde entschieden welche 10 davon in den Vorentscheid Namens "Eurofest" kommen. Erst einmal ist der Boykottierer des ukrainischen Vorentscheides, Mihai Traistariu, nicht ausgewählt wurden, sehr zur Freude vieler ESC-Fans. Unter den Kandidaten vom Eurofest 2019 befindet sich Napoli, die sich 2016 mit "My Universe" beim weißrussischen UND polnischen Vorentscheid in mein Herz sang:


Weitere bekannte Kandidaten sind das Duo PROvokatiya und Aura, die 2012 beim weißrussischen Vorentscheid mit "Hands up!" im Halbfinale ausschied, also irgendwo auf den Plätzen 6-15 landete. Ihren Auftritt gibt es hier:


05.02. Die Schweiz erhielt insgesamt über 420 Songeinsendungen für die interne Auswahl. Welcher davon gewonnen hat und das Land beim ESC 2019 repräsentiert, wird am 07.03. verkündet.

05.02. Am Abend fand die erste Gala des San-Remo Festivals 2019 statt. Das Festival dient der Auswahl des italienischen Beitrags für den ESC. Richtig spannend wird es aber erst in der finalen Gala, doch auch dort zerstört die Langatmigkeit des umfangreichen Programms die Dramaturgie, sodass sich die Spannung in Grenzen hält. Zumal es alle paar Jahre vorkommt, dass der Sieger gar nicht zum ESC fahren will, sondern nur das San-Remo Festival gewinnen wollte, welches das ganze italienische Volk vor die Fernsehbildschirme zieht. In diesem Falle wählt RAI aus den Teilnehmern des Festivals einen Beitrag für den ESC aus. Meist ist es dann der 2. Platz.

06.02. Heute findet die zweite Gala des San-Remo Festivals statt.

Damit sind wir wieder im Aktuellen Geschehen angekommen. Nun habe ich die Zeit über etwas größere Nachrichten auch wieder ausführlicher zu schreiben und nicht so wichtige Meldungen ebenfalls in den Blog aufzunehmen.

Samstag, 19. Januar 2019

News Kompakt (27)

Das sind die Geschehnisse rund um Weihnachten in der ESC-Bubble:

18.12. Montenegro hat die fünf Kandidaten seines Vorentscheides "Montevizija", inklusive Titel der Songs, bekannt gegeben. Am meisten sticht der Name Andrea Demirovic heraus. Sie wurde 2009 intern von RTCG für den ESC ausgewählt und belegte den 29. Platz. Den Auftritt davon gibt es im untenstehenden Video. Zwei der fünf Teilnehmer aus dem Vorjahr sind auch wieder dabei. Nina Petkovic belegte 2018 bei der Montevizija den 5., also letzten Platz und hofft nun auf ein besseres Ergebnis. Ivana Popovic-Martinovic landete vor ihr auf dem 4. Platz und versucht es ebenfalls erneut zum ESC zu kommen.


19.12. SBS hat drei weitere Künstler für den ersten australischen Vorentscheid "Australia Decides" bekannt gegeben. Dazu gibt es einen gesonderten Post.

19.12. In der neunten Show von "Hakochav Haba", dem israelischen Vorentscheid, ist nur Alik Manshirov (76%) direkt in die zweite Runde eingezogen. Frida Uziel (60%) erhielt eine Wildcard der Moderatoren und ist somit auch weiter.

19.12. Beim virtuellen tschechischen Vorentscheid werden den weltweitern Votern 8 Beiträge zur Auswahl stehen. Welche das sind gibt CT in der ersten Januarwoche bekannt.

19.12. Nach drei Wochen in der kameraüberwachten Villa und wöchentlichen Shows bei denen die Kandidaten abliefern mussten, stand nun das Finale auf der Agenda der "Operatión Triunfo" in Spanien. Nach einer ersten Performance mussten die Zuschauer per Televoting zwei Kandidaten rauswerfen. 5. wurde Julia, der 4. Platz ging an Sabela. Alba Reche, Famous und Natalia mussten dann im Superfinale zeigen wie sehr sie sich in den drei Monaten in ihrem Song aus der Gala null verbessert haben. Schlussendlich votete das Publikum Natalia mit 29% der Stimmen auf den 3. Platz. Alba Reche schnappte sich mit 35% Silber. Damit verpasste sie nur knapp den Sieg, denn der wurde durch 36% der Anrufer Stimmen vergeben. Famous gewinnt die 10. Staffel der Operatión Triunfo 2018! Doch wer für Spanien beim ESC antreten wird entscheidet sich am 20.01.2019 in der Gala Eurovision. Alle Top 18 Kandidaten haben die Möglichkeit nach Tel Aviv zu fahren. Wieder einmal sorgte die OT für Rekord Einschaltquoten bei TVE. Im Schnitt sahen etwa 2 Millionen Zuschauer die Galas. Hier gibt es den ersten Auftritt von Famous im Finale:


20.12. Die 24 Beiträge für den rumänischen Vorentscheid "Selectia Nationala" wurde veröffentlicht. Unter den Kandidaten befindet sich auch wieder der wohl unbeliebteste Vorentscheidungsteilnehmer unter ESC-Fans Miahi Traistariu. Mal schauen was ihm dieses Jahr so einfällt um zu erklären dass er der eigentliche Sieger des Vorentscheides sei. Auch mit dabei ist Nicola, sie erreichte 2003 im Namen von Rumänien beim ESC den 10. Platz. Dan Bittman, der 1994 die Ehre hatte der erste Sänger Rumäniens beim ESC zu sein und 21. wurde, möchte es 2019 auch wieder versuchen. Natürlich werde ich mich zu einem anderen Zeitpunkt auch durch die Songs des rumänischen Vorentscheides hören und meine Meinung dazu hier kundgeben.

20.12. Eurovision Young Dancers fällt 2019 aus! Seit 1985 wird der Wettbewerb alle zwei Jahre ausgetragen. Es ist das dritte Mal dass er nun abgesagt wird. Grund dafür ist dass sich keine Nation um die Austragung beworben hat.

20.12. Am Abend begann die Vorentscheidungssaison 2019 mit der ersten Show des albanischen "Festivali i Kenges". Dieses Jahr gibt es viele Neuerungen beim Wettbewerb. Insbesondere wurde sich Mphe gegeben das Festival für den allgemeinen ESC-Fan attraktiver zu gestalten. Dass man das machen wollte hört man schon seit zwei Jahren aus Albanien, so ist es doch eine Überraschung dass nun tatsächlich etwas getan wurde. In der ersten Show werden die 22 Beiträge so gesungen wie man es vom Festival kennt. In der zweiten Show folgen dann die Auftritte der Songs in ihrer ESC-tauglichen Fassung. Als ESC-Fan bekommt man also schon vor der Entscheidung zu hören wie das Lied auf der ESC-Bühne klingen soll. In den vergangenen Jahren musste der Siegersong aufwendig um komponiert werden, um die 3 Minuten-Regel einzuhalten und auch für diesen musikalisch etwas anders gestalteten Wettbewerb konkurrenzfähig zu sein. Dabei kam manchmal ein Song heraus der mit der eigentlichen Fassung nicht mehr viel zu tun hatte. Viele sagen dass das der Grund für die Erfolgslosigkeit von Albanien beim ESC ist. Wir freuen uns also auf ein völlig neues Konzept des Vorentscheides. Mal schauen was daraus wird. Am ersten Abend gibt es noch keine Wertungen.

21.12. Zypern stiehlt Albanien die Show und gibt ganz spontan seinen Interpreten für 2019 bekannt! Tamta wird für das Mittelmeerland im nahe gelegenen Israel singen! Eigentlich kommt sie aus Georgien, in Griechenland und Zypern ist sie aber genau so bekannt. Ihre Karriere begann 2004 durch den 2. Platz in der ersten Staffel von "Super Idol Greece". Danach brachte sie zahlreiche Singles und ein Album raus. 2007 nahm sie am griechischen Vorentscheid für den ESC teil und landete mit ihrem Song "With Love" auf dem 3. Platz. Anschließend stieg dieser bis auf Platz 2 in den griechischen Charts. Unten kannst du dir den Auftritt vom Vorentscheid anschauen. Ihr zweites Album, aus dem gleichen Jahr, kam in Griechenland auf Platz 4 der Album Charts, in Zypern reichte es für die #10. 2010 folgte ein weiteres Album. Jedes Jahr brachte sie auch neue Singles auf den Markt. 2014 saß sie in der Jury von "X Factor Georgia". 2016 folgte das Jurymandat in "The X Factor Greece". In den letzten Jahren gab es immer wieder Gerüchte darum dass sie am ESC antreten würde. Nun sind diese Spekulationen tatsächlich Realität. Der Song den sie singen wird heißt "Replay" und wird von Alex P ("Fuego", "La La Love") geschrieben. Zu hören gibt es ihn noch nicht. Nach Srbuk für Armenien wissen wir jetzt schon den zweiten Interpreten von Tel Aviv.


21.12. RAI hat die 23 Kandidaten für den italienischen Vorentscheid in San Remo bekannt gegeben. Darunter befindet sich auch Simone Cristicchi, die 2007 das San Remo-Festival gewann. Ihr Sieg fiel in die Zeit in der Italien nicht am ESC-Teilnahm, weshalb ihr diese Ehre nicht zuteil wurde. Arisa gewann 2014 in San Remo. Sie erhielt aber nicht das Angebot mit ihrem Siegersong zum ESC zu fahren, weil die RAI in diesem Jahr auf eine interne Auswahl zurück griff. Noch deutlich bekannter sollten da Il Volo sein. 2015 gewannen sie das Festival und anschließend auch das Televoting beim ESC! In der Gesamtwertung war es in Wien der 3. Platz für Italien. 2019 könnte Il Volo zurückkehren und ihr Ergebnis von vor vier Jahren herausfordern. Dafür müssen sie sich aber erst einmal gegen 24 Konkurrenten durchsetzen.

21.12. In der zweiten Show des 57. Festivali i Kenges gab es die Songs in ihrer ESC-Version zu hören. Anschließend wurde bekannt gegeben welche 14 der 22 Beiträge in das Finale eingezogen sind. Darüber hat nicht nur eine Fachjury, sondern erstmals zusätzlich noch eine Jugendjury entschieden.

21.12. Das Giovani Festival von San Remo ist am späten Abend zu Ende gegangen. Somit sind die beiden Wildcard Gewinner entschieden, die mit den 23 zuvor bekannt gegebenen Kandidaten um den Sieg des San Remo Festivals 2019 konkurrieren werden. Es komplettieren Einar mit "Centomila Volte" und Mahmood mit "Gioventù bruciata" das Feld.

22.12. Für das Finale des "Festivali i Kenges" gibt es, voraussichtlich morgen, einen extra Post.

23.12. Bei der zehnten Show von "Hakochav Haba" kamen diese Kandidaten in die zweite Runde: Nitaty Twito (92%), Noy Sassover (86%), Ilai Champman (80%) und Yagel Yadai (77%). Zusätzlich kam Zohar Shechtman (55%) durch die Moderatoren-Wildcard in die nächste Runde.

24.12. In Frankreich hat man an Heiligabend offensichtlich nichts besseres zu tun, als Termine rauszugeben. Neben der Information dass es acht Beiträge im Finale geben wird, verrät France 2 auch dass das erste Halbfinale am 12., das zweite Halbfinale am 19. und das Finale am 26.01.2019 geplant sind. Das 2. Halbfinale überschneidet sich mit dem 1. Viertelfinale in Ungarn. Das Finale hat Überschneidungen mit dem Finale in Malta und dem 2. Viertelfinale in Ungarn.

25.12. Montenegro legt seinen Vorentscheid auf den 09.02.2019. Das Gleiche wurde auch schon mit dem Vorentscheid von Australien, dem Finale von Italien, dem 2. Halbfinale von Schweden und dem 1. Halbfinale von der Ukraine, Ungarn und Island getan.

26.12. Diese weiteren Kandidaten haben es in der elften Show von "Hakochav Haba" in die zweite Runde geschafft: Or Ben Atar (94%), Ehab Atilla (85%), Avi Ashur (79%), Shira Givony (72%) und Netanel & Yarden Barzilai (70%).

26.12. Litauen gibt die Termine für die 1. bis 7. Show von "Eurovizijos" raus: 05., 12., 19, 26.01., 02., 09. und 16.02.2019.

27.12. Lucy Ayub und Assi Azar werden beim ESC aus dem Greenroom moderieren.

27.12. RTVSlo hat die zehn Kandidaten, inklusive Songtitel, der EMA 2019 bekanntgegeben. Mit Raiven haben wir es sogar mit einer überaus erfolgreichen EMA-Teilnehmerin der Vergangenheit zu tun. 2016 nahm sie zum ersten Mal am slowenischen Vorentscheid teil. Sie kam mit ihrem Song "Crno bel" ("Schwarz und weiß") zusammen mit "Blue and Red" ins Superfinale. Dort verpasste sie den Sieg mit 3.738 Anrufen nur sehr knapp. ManuElla erhielt für ihren Song 3.865 Anrufe. Im Jahr darauf war sie wieder dabei und wurde mit "Zazarim" 3.. 2018 moderierte sie schließlich die EMA und war Anschließend die Juryvorsitzende für Slowenien beim ESC. Nun steht sie wieder als Teilnehmerin auf der Startliste. Mit Ula Lozar haben wir eine Kandidatin die vom Nachwuchs inzwischen in den Erwachsenenbereich gerückt ist. 2014 vertrat sie Slowenien beim JESC und wurde mit dem Song "Nisi sam (Your Light)" 12..

27.12. An den Tagen zwischen den Jahren wollte die EBU die ESC-Fans damit beschäftigen sich über das Bühnendesign auszutauschen und veröffentlichte ein erstes Bild davon wie es in Tel Aviv aussehen soll. Etwa zwei Monate zuvor tauchte auf Twitter ein Foto vom Stage Design Team auf bei dem sie zusammen an der Entwicklung der Bühne arbeiteten. Im Hintergrund dieses Bildes war eine Skizze zu sehen. Die Spekulationen dass diese Skizze die Bühne zeigt bewahrheiteten sich nun. Dies ist aber das erste und bis Mitte Januar einzige, offizielle Bild der Bühne von Tel Aviv:


Damit schließe ich diesen Post. Ich kann leider nicht absehen wie lange es noch dauern wird bis ich mit den Zusammenfassungen beim aktuellen Stand angekommen bin. Darüber dass die Zeit drängt da jetzt die ganzen Vorentscheide beginnen, bin ich mir bewusst. Ich habe neben dem Blog aber noch ein anderes Leben in dem ich ebenfalls viel zu tun habe, was wichtiger und dringender ist als der ESC. Immer wenn ich dazu Zeit habe setze ich mich aber an den Blog und schreibe weiter.