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Montag, 1. Juli 2019

Europaspiele 2019 - Tag 6

Am Mittwoch wurde über die Medaillen von 16 Disziplinen entschieden. Dabei können wir aus deutscher Sicht erstmals von einem erfolgreichen Tag sprechen.

Beim Bogenschießen der Damen, mit dem nicht-olympischen Compound Bogen, musste die Deutsche Janine Meißner die Platzierungsrunde mit fremdem Material schießen, da die deutschen Sportgeräte auf dem Flug nicht richtig verladen wurden. So schnitt sie dort mit nur Platz 13 von 16 ab und hatte harte Gegner im Turnierverlauf. Andrea Marcos Garcia aus Spanien, konnte sie im Achtelfinale trotzdem, nach einem 143:143, im Shoot-Out schlagen. Gegen Yesim Bostan aus der Türkei, die am Ende auf Platz 4 landete, unterlag sie im Viertelfinale, mit 139:145. Gold gewann Toja Ellison aus Slowenien, Silber Natalia Avdeeva aus Russland und Bronze Sophie Denise Paulette Dodemont aus Frankreich. Ebenfalls gingen die Damen mit dem olympischen Recurve Bogen in die Entscheidung. Auch hier mussten die deutschen Schützinnen die Platzierungsrunde mit Leihmaterial der luxemburgischen Mannschaft absolvieren. Mit dem dortigen 11. Platz, durfte Michelle Kroppen gleich ins Sechzehntel Finale vorrücken, musste dort aber gegen den Sieger des Duells des 22. und 43. der Platzierungsrunde schießen. Elena Luise Senta Richter belegte Platz 22 und gewann deutlich gegen Ozay Gasimova (Aserbaidschan). Das innerdeutsche Duell ging an Kroppen. Im Achtelfinale schied Kroppen gegen die spätere Silbermedaillengewinnerin aus Italien, Lucilla Boari, aus. Lisa Unruh kam in der Platzierungsrunde nur auf Platz 33, gewann gegen Beatrice Miklos aus Rumänien, verlor aber gegen Ana Gabriela Bayardo Chan (Niederlande), die später Bronze gewann. Tatiana Andreoli aus Italien holte sich das Gold.

Im Kanurennsport gingen die ersten fünf der 16 Disziplinen zu Ende. Im Einer Kajak der Herren über 1.000M gelang dem Deutschen Tamas Gecsoe der Sprung ins Halbfinale, der Top 21. Dort beendete er den Wettkampf als 19.. Gold gewann Balint Kopasz aus Ungarn, Silber Fernando Pimenta aus Portugal und Bronze Aleh Yurenia aus Weißrussland. Beim Einer Kanadier der Herren über 1.000M war der Deutsche Sebastian Brendel der klare Favorit. Er konnte im Finale aber nicht ganz mit der Spitze mithalten und gewann Bronze, hinter dem Tomasz Kaczor (Gold) und dem Russen Kirill Shamshurin (Silber). Jasmin Fritz/Steffi Kriegerstein zogen als deutsches Duo im Zweier Kajak über 500M bei den Damen ins Finale ein und verpassten dort nur relativ knapp das Podest. Am Ende wurde es Platz 4. Gold gewannen Volha Khudzenka/Maryna Litvinchuk (Weißrussland), Silber Anna Karasz/Danuta Kozak (Ungarn) und Bronze Kira Stepanova/Anastasia Panchenko (Russland).

Im Zweier Kajak der Herren über 1.000M zogen die Favoriten Max Hoff/Jacob Schopf aus Deutschland, mit Leichtigkeit ins Finale ein. Dort ließen sie die gesamte Konkurrenz  hinter sich und gewann die Goldmedaille! 2. wurden Oleksandr Syromiatnykov/Oleh Kukharyk aus der Ukraine. Bronze gewannen Vladislav Litkova/Roman Anoshkin (Russland). Im Zweier Kanadier der Herren über 1.000M gelang den Deutschen Yul Öltze/Peter Kretschmer ein deutlicher Finaleinzug. Dort fuhren sie auf Platz 4. Gold ging an Catalin Chirila/Victor Mihalachi (Rumänien), Silber an Yurii Vandiuk/Andrii Rybachok (Ukraine) und Bronze an Kirill Shamshurin/Ilya Pervukhin (Russland).

In der Leichtathletik wurden die Halbfinals mit der Mannschaft ausgeführt. Deutschland trat dabei gegen die Ukraine, Frankreich, Portugal, die Türkei und Griechenland an. Im 110M Hürdenlauf der Herren wurde Deutschland 2.. Den 3. Platz gab es im 100M Lauf der Herren, Speerwurf der Damen, 4x400M Mixed Staffel, Hochsprung der Herren und 100M Hürdenlauf der Damen. Im Weitsprung der Damen und 100M der Damen gab es für Deutschland den dritten Platz. Vor dem abschließenden Medley Staffellauf lag Deutschland auf Platz 3. Dies war auch die Endplatzierung, womit Deutschland ins Finale einzieht.

Im Ringen gingen die ersten vier der 18 Kampfklassen zu Ende. Im Freistil bei den Herren unter 57 Kg gewann Mahir Amiraslanov aus Aserbaidschan Gold. Silber gab es für Stevan Micic aus Serbien und Bronze für Suleyman Atli aus der Türkei, sowie Uguev Zavur aus Russland. Kubilay Cakici war der einzige Deutsche Ringer in der Konkurrenz der Herren unter 74 Kg im Freistil. Er verlor seinen ersten Kampf (14 Ringer) mit 6:11 gegen Maxim Vasilioglo aus Rumänien, der das anschließende Viertelfinale verlor. Zaurbek Sidakov aus Russland gewann Gold, Soner Dimirtas aus der Türkei Silber und Khadzhiyev Gadzhivev aus Aserbaidschan, sowie Avtandil Kentchadze aus Georgien Bronze.

Bei den Herren unter 86 Kg im Freistil gewann der Deutsche Ahmed Dudarov seinen Erstrundenkampf (15 Ringer), durch Kampfrichterentscheid gegen Georgios Savvoulidis aus Griechenland. Im Viertelfinale besiegte er den Spanier Taimuraz Friev Naskidaeva mit 8:2. Im Halbfinale war gegen Ali Shabanau aus Weißrussland, mit 0:3 Schluss. Shabanau verlor das Finale gegen Dauren Kurugliev aus Russland. Den Kampf um Bronze gewann Dudarov gegen den Türken Fatih Erdin, mit 10:8. Die andere Bronzemedaille ging an San Marino, durch Myles Nazem Amine. Nick Matuhin schied bei den Herren im Freistil unter 125 Kg in der ersten Runde (16 Ringer) gegen Daniel Ligeti (Ungarn) mit 0:3 aus. Ligeti verlor das anschließende Viertelfinale. Gold gewann Anzor Khizriev aus Russland, Silber Givi Matcharashvili aus Georgien und Bronze Jamaladdin Magomedov aus Aserbaidschan, sowie Oleksandr Khotsianivskyi aus der Ukraine.

Im Sportschießen wurden drei der 19 Disziplinen beendet. Bei den Damen über 25 Meter mit der Pistole, schoss sich die Deutsche Doreen Vennekamp im Halbfinale auf Platz 7 und damit ins Finale der Top 8. Ihre Landsfrau Monika Karsch gewann sogar das Halbfinale! Vennekamp erreichte im Finale Platz 6. Karsch konnte ihre Leistung aus dem Halbfinale nicht wiederholen und belegte Platz 5. Die Medaillen holten sich andere; Antoaneta Boneva (Bulgarien) Bronze, Heidi Diethelm Gerber (Schweiz) Silber und Anna Korakaki (Griechenland) Gold. Im Dreistellungsschießen der Herren über 50 Meter mit dem Gewehr belegte Maximilian Dallinger Platz 20. Gold gewann Sergey Kamenskiy aus Russland, Silber Yury Shcherbatsevich aus Weißrussland und Bronze Istvan Peni aus Ungarn. Das Halbfinale mit der Schnellfeuerpistole über 25 Meter der Herren gewann der Deutsche Christian Reitz. 3. wurde der zweite Deutsche Oliver Geis. Im Finale reichte es für Christian Reitz aber nur für Platz 5. Oliver Geis ließ die gesamte Konkurrenz hinter sich und gewann die Goldmedaille! Silber ging an Jean Quiquampoix aus Frankreich, Bronze an seinen Landsmann Clement Bessaguet.

Beim Tischtennis gab es die letzten Spiele der der Einzelwettbewerbe. Petrissa Solja spielte sich bei den Damen bis ins Viertelfinale. Dort verlor sie mit 3:4 gegen die spätere Goldmedaillengewinnerin Fu Yu aus Portugal. Die andere Deutsche Ying Han setzte sich in einem atemberaubenden Halbfinale gegen Xiaoxin Yang aus Monaco durch und gewann damit Silber. Für ein größeres sportliches Wunder sorgte die 55-jährige Xia Lian Ni aus Luxemburg. Zunächst schlug die, als drittletzte der Setzliste, die Nummer eins der Setzliste, in ihrem ersten Spiel aus dem Turnier. Darauf folgten weitere Siege und schlussendlich die Bronzemedaille, mit der sie sich auch für die Olympischen Spiele 2020 qualifiziert hat! Sich in dem Alter, aus eigener Kraft, im Einzel, in einer so schnellen Sportart, für die Olympischen Spiele zu qualifizierten ist eigentlich unmöglich. Ni spielt so, wie vor einem halben Jahrhundert Tischtennis gespielt wurde, hinzu kommt eine außergewöhnliche, individuelle Note in ihrer Spielweise und denkbar viel Erfahrung. Mit dieser Spielweise haben sehr viele junge Spielerinnen große Probleme. So sind Ni solch beeindruckende Resultate gelungen.

Timo Boll war im Tischtennis Einzel der Herren die größte deutsche Goldmedaillenhoffnung bei diesen Spielen. Er hat die hohen Erwartungen erfüllen können und Gold gewonnen. Im Finale schlug er Jonathan Groth aus Dänemark, der ein überragend starkes Turnier spielte und u.a. zuvor den Deutschen Dimitrij Ovtcharov im Achtelfinale recht deutlich schlug. Bronze ging an Tomislav Pucar aus Kroatien.

Russland baut die Führung im Medaillenspiegel weiter aus. Dort stehen nun 28 Goldmedaillen auf der Haben-Seite. Weißrussland fällt zwar im Vergleich mit Russland zurück, baut aber die Führung auf den dritten Platz aus. Der Gastgeber hat bereits 15 Goldmedaillen gewonnen. Georgien kann sich mit sechs Goldmedaillen und sechs Silbermedaillen auf Platz 3 halten, inzwischen hat Italien aber die Ukraine überholt und ist mit sechs Goldmedaillen und fünf Silbermedaillen sehr nah ans Podest heran gekommen. Deutschland hat durch diesen Tag seine Bilanz enorm verbessert. Es gibt einen Sprung von Platz 21 auf Platz 7! Unsere Athleten haben bislang vier Goldmedaillen, eine Silbermedaille und fünf Bronzemedaillen gewonnen. Wenn dies auch die deutsche Endplatzierung der Spiele wird, ist das zwar eine große Enttäuschung, wäre aber wenigstens keine so große Blamage wie bislang befürchtet. Am Donnerstag warten 24 Medaillenentscheidungen auf uns, darunter elf im Kanurennsport und die ersten im Bahnradsport, außerdem beginnen die Wettkämpfe im Gerätturnen, womit die letzte Sportart in die Spiele einsteigt.

Europaspiele 2019 - Tag 5

Am Dienstag war ein extrem dünner Zeitplan angesetzt. Nur acht Disziplinen wurden beendet. Außer Diesen, fanden kaum weitere Wettkämpfe statt.

Endlich gibt es die Erlösung für Deutschland! Die erste Goldmedaille bei den 2. Olympischen Europaspielen! Petrissa Solja/Patrick Franziska siegten über alle Konkurrenten im Mixed Tischtennis! Das Finalspiel gegen die Rumänen Bernadette Szocs/Ovidiu Ionescu war mit 11:4 11:4 und 11:4 fast schon eine Leichtigkeit. Im Halbfinale mussten Solja/Franziska gegen Barbora Balazova/Lubomir Pistej (Slowakei) richtig kämpfen. Die Slowaken verloren im Spiel um Bronze gegen Laura Gasnier/Tristan Flore aus Frankreich.

Im Judo wurde mit dem Mannschaftswettkampf die letzte der 15 Disziplinen ausgetragen. In der ersten Runde, dem Achtelfinale, lief es leider ungünstig für die deutschen Judoka. Ein Judo Kampf kann sehr schnell vorbei sein, so kam es, dass Deutschland mit 2:4 gegen Österreich verlor. Unsere Nachbarn schieden in der anschließenden Begegnung gegen Weißrussland aus, konnten über die Trostrunde aber Bronze gewinnen. In der Parallelbegegnung um Bronze schlug Frankreich Weißrussland. Das Finale gewann, mit 4:3 Russland gegen Portugal.

Damit sind die Wettkämpfe im Judo beendet. Russland war mit drei Goldmedaillen, drei Silbermedaillen und zwei Bronzemedaillen am erfolgreichsten, gefolgt von Georgien, das zwei Goldmedaillen, eine Silbermedaille und vier Bronzemedaillen gewinnen konnte. Frankreich landet mit zwei Goldmedaillen und vier Bronzemedaillen ebenfalls auf dem Podest. Deutschland beendet die Judowettkämpfe mit einer Bronzemedaille auf dem geteilten 21. Platz.

Im Straßenradsport fanden die letzten beiden der vier Disziplinen statt. Marlen Reusser (Schweiz) hat ein beeindruckendes Zeitfahren absolviert und gewinnt mit einem unglaublich großen Vorsprung von weit über einer Minute Vorsprung die Goldmedaille. Dahinter fuhr Chantal Blaak (Niederlande) zu Silber und Hayley Simmonds (Großbritannien und Nordirland) zu Bronze. Clara Koppenburg belegte, als beste Deutsche, Platz 8. Für Christa Riffel gab es Platz 16. Bei den Herren gab es im Zeitfahren Gold für Vasil Kiryienka aus Weißrussland, Silber für Nelson Oliveira aus Portugal und Bronze für Jan Barta aus Tschechien. Die beiden Deutschen, Christopher Hatz und Nico Denz, belegten die Plätze 10 und 11.

Damit sind die Wettkämpfe im Straßenradsport beendet. Die Niederlande hat mit einer Goldmedaille und zwei Silbermedaillen am meisten in dieser Sportart abgeräumt. Der Gastgeber Weißrussland schafft es sportartintern, mit ein mal Gold und ein Mal Bronze, auf Platz 2. Italien und die Schweiz haben jeweils ein mal Gold gewonnen und sind damit auf Platz 3. Deutschland gelang nicht der Sprung zu Medaillen.

Im Sportschießen fiel eine Medaillenentscheidung, der 19 Disziplinen. Im Mixed über 50 Meter, mit dem Gewehr, liegend, gelang dem deutschen Duo Selina Geschwandtner/Andre Link hauchdünn der Einzug ins Halbfinale, der Top 8. Isabella Straub/Maximilian Dallinger legten im Viertelfinale die zweitbeste Leistung ab, und zogen damit auch ins Halbfinale ein. Dort gab es für Geschwandtner/Link lediglich den 8. Platz. Straub/Dallinger belegten auch hier wieder den 2. Platz und zogen damit ins Finale der Top 4 ein. Im Finale legten die konkurrierenden Mixed deutlich an Leistung zu, sodass es bei Straub/Dallinger nur für den 4. Platz reichte. Vor ihnen gewannen Polina Khorosheva/Kirill Grigorian (Russland) Bronze, Franziska Peer/Bernhard Pickl (Österreich) Silber und Nina Christen/Jan Lochbihler (Schweiz) Gold.

In der nicht-olympischen Sportart Aerobic wurde die zweite der beiden Disziplinen ausgetragen. Mit der Gruppe gewann Russland Gold, Bulgarien Silber und Rumänien Bronze. Deutschland war nicht qualifiziert.

Damit sind die Wettkämpfe im Aerobic beendet. Russland war mit einer Goldmedaille und einer Bronzemedaille am erfolgreichsten. Die #2 in der Sportart wurde, mit einer Goldmedaille, Italien. Platz 3 beim Aerobic geht an Rumänien, mit einer Silbermedaille und einer Bronzemedaille. Deutschland hatte in der Aerobic keine Athleten am Start.

Im Trampolinturnen wurden die letzten beiden der vier Disziplinen ausgetragen. Beim Synchronspringen der Damen holten sich Hanna Hancharova/Maryia Makharynskaya aus Weißrussland Gold. Zu Silber sprangen Svitlana Malkova/Maryna Kyiko aus der Ukraine. Bronze erturnten sich Irina Kundius/Yana Pavlova aus Russland. Im Einzel der Herren wurde Gold an Uladzislau Hancharou (Weißrussland) vergeben, Silber an Mikhail Melnik (Russland) und Bronze an Diogo Ganchinho (Portugal). Es war kein deutscher Springer dabei.

Damit sind die Wettkämpfe im Trampolinturnen beendet. Weißrussland war mit zwei Goldmedaillen und einer Bronzemedaille die erfolgreichste Nation, gefolgt von Frankreich, mit einer Goldmedaille und einer Bronzemedaille und Polen, mit einer Goldmedaille. Deutsche Trampolinturner sind nicht nach Minsk gereist.

Im Medaillenspiegel hat Weißrussland auf Russland aufgeholt. Der Gastgeber steht nun bei 14 Goldmedaillen. Für Russland sind es 24. Georgien bleibt mit unveränderter Medaillenbilanz vorerst auf Platz drei, die Ukraine hat weiter aufgeschlossen. Deutschland ist durch den Triumph der Goldmedaille von Platz 32 auf Platz 21 aufgesprungen. Verglichen mit dem Ergebnis der ersten Europaspiele, bleibt das aber eine riesige Blamage. Am Mittwoch warten 16 Medaillenentscheidungen auf uns.

Samstag, 29. Juni 2019

Europaspiele 2019 - Tag 4

Am Montag wurden in 14 Disziplinen Medaillen vergeben.

Streetbasketball wird nächstes Jahr olympisch. Jetzt hatte diese jugendliche Sportart die Chance sich in Europa zu präsentieren, bevor es zu den Olympischen Spielen geht. Das deutsche Damenteam zeigte sich dabei überaus erfolgreich. Zunächst gelang der Gruppensieg gegen Rumänien (21:8), Ungarn (19:9) und Tschechien (21-14). Im Viertelfinale prahlte ein 20:11-Erfolg gegen Spanien. Unsere Streetbasketballerinnen konnten für das Halbfinale gegen Frankreich ihr hohes Niveau zwar halten, leider reichte es aber nicht für den Sieg. Durch eine knappe 10:11-Niederlage, musste Deutschland gegen Weißrussland um Bronze spielen. In diesem Spiel gelang dem deutschen Team kaum mehr ein Spielzug. So verlor es, mit 16:21. Estland hatte zuvor das Halbfinale gegen Weißrussland mit 15:14 gewonnen und verlor gegen die stark überlegenen Französinnen im Finale, mit 8:21. Bei den Herren war Deutschland leider nicht eines der 16 qualifizierten Länder. Dort gewann der große Favorit Russland die Goldmedaille. Silber ging an Lettland, Bronze an Weißrussland.

Damit sind die Wettkämpfe im Streetbasketball beendet. Frankreich und Russland haben die Goldmedaillen gewonnen. Der geteilte zweite Platz in dieser Sportart geht an die Silbermedaillengewinner Estland und Lettland. Das Spiel 3 gegen 3 auf einen Korb ist eine großartige Ergänzung zum bereits olympischen Basketball. Wer die Sportart ernst nimmt, kann mit vergleichsweise geringem Aufwand, zu den Top-Nationen in einer Sportart gehören, die laut der Meinung aller Experten, in einem Jahr, in seiner Popularität explodieren wird. Deutschland hat dafür zwar ein Grundgerüst, die Förderung dieser olympischen Sportart muss aber noch viel stärker werden. Wir haben in diesem Turnier gesehen welches Potential Deutschland in diesem Sport hat. Das sollten wir nicht wegwerfen, sondern nutzen.

Im Judo wurden fünf der 15 Kampfklassen ausgetragen. Bei den Herren unter 90 Kg waren 35 Athleten am Start. Der Deutsche Eduard Trippel wurde gleich unter die letzten 32 gelost. Dort verlor er gegen den Slowaken Milan Randl, durch ein Waza-ari. Randl schaffte es bis ins Viertelfinale. Gold gewann Mikail Ozerler aus der Türkei, Silber Li Kochman aus Israel und Bronze Mammadali Mehdiyev (Aserbaidschan) und Khusen Khalmurzaev (Russland). In der Klasse der Damen unter 78 Kg gab es 19 Judoka. Anna-Maria Wagner und Luise Mahlzahn durften gleich unter den letzten 16 starten. Wagner wurf Karla Prodan (Kroatien) mit einem Ippon aus dem Turnier, im Viertelfinale widerfuhr ihr aber das gleiche Schicksal wie Prodan zuvor. Mit einem Ippon von Marhinde Verkerk (Niederlande), die wiederum im Halbfinale scheiterte, war Wagner aus dem Rennen. Malzahn besiegte mit einem Ippon Beata Pacut aus Polen. Madeleine Malonga aus Frankreich konnte sie besiegen, da Malzahns Konkurrentin zu viele Shido (Verwarnungen/gelbe Karten) kassierte. Dennoch konnte Malonga am Ende mit Bronze ins Athletendorf heimkehren. Gegen die Turniersiegerin Klara Apotekar (Slowenien), schied Malzahn durch ein Waza-ari aus. Wagner verlor in der Trostrunde gegen Loriana Kuka aus dem Kosovo, durch ein Waza-ari. Anschließend gewann Kuka auch gegen Malzahn, durch ein Ippon, wodurch Kuka Bronze gewann. Silber ging an Guusje Steenhuis (Niederlande).

Bei den Herren unter 100 Kg schlug Karl-Richard Frey in der ersten Runde (29 Judoka), mit einem Waza-ari, Joakim Dvarby aus Schweden. Danach schied Frey gegen Danilo Pantic aus Montenegro, durch ein Ippon, aus. Pantic verlor wiederum im Viertelfinale. Gold holte sich Arman Adamian aus Russland, Silber Varlam Liparteliani aus Georgien und Bronze Elmar Gasimov aus Aserbaidschan und Cyrille Maret aus Frankreich. In der Konkurrenz der Damen über 78 Kg waren 18 Judoka am Start. In der ersten Runde gelang Jasmin Külbs ein Ippon gegen Sebile Akbulut (Türkei). Unter den lerzten 16 schied Külbs, durch ein Ippon gegen Iryna Kindzerska (Aserbaidschan), die eine Bronzemedaille gewann, aus. Gold ging an den Gastgeber Weißrussland, durch Maryna Slutskaya, Silber an Bosnien-Herzegowina, durch Larisa Ceric und Bronze an Russland durch Kseniia Chibisova. Bei den Herren über 100 Kg hatte Deutschland, unter den 23 Judoka, zwei Athleten qualifiziert. Johannes Frey fuhr sich im Erstrundenkampf gegen den Österreicher Daniel Allerstorfer zu viele Shido ein, und schied deshlb aus. Allerstorfer verlor seinen nächsten Kampf. Sven Heinle konnte Aliaksandr Vakhaviak (Weißrussland) mit einem Ippon bezwingen. Gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Stephan Hegyi aus Österreich, unterlag Heinle, durch ein Ippon. Die andere Bronzemedaille ging an Henk Grol aus der Niederlande. Guram Tushishvili (Georgien) bezwang im Finale Inal Tasoev (Russland).

Beim Sportschießen, wurde über die Medaillen von vier der 19 Disziplinen entschieden. Im Mixed über 50 Meter, mit der Pistole, gewannen Margarita Lomova/Artem Chernousov (Russland) Gold, Agate Rasmane/Lauris Strautmanis (Lettland) Silber und Nino Salukvadze/Tsotne Machavariani (Georgien) Bronze. Bei den Damen über 10 Meter, mit dem Luftgewehr, gelang Julia Anita Simon der 21. Platz. Jolyn Beer zog als 7. des Halbfinals ins Finale der Top 8 ein. Dort lief bei ihr allerdings überhaupt nichts, weshalb sie den Wettkampf als 8. beendete. Gold gewann Laura Coman aus Rumänien, vor Nina Christen aus der Schweiz und Nikola Mazurova aus Tschechien. Auch die Herren traten über 10 Meter, mit dem Luftgewehr an. Dort erreichte der Deutsche Andre Link den 32. Platz, direkt hinter seinem Landsmann Julian Justus. Gold erschoss sich der Israeli Sergey Richter, Silber der Russe Sergey Kamenskiy und Bronze der Tscheche Filip Nepejchal. Im Mixed Trap Schießen schnitten die deutschen Athleten sehr schwach ab. Katrin Quooss/Paul Pigorsch kamen auf den 23., also letzten, Platz. Sonja Scheibl/Andreas Löw konnten nur ihre Landsleute und das Mixed aus San Marino hinter sich lassen. Gold gewann das spanische Duo Fatima Galvez/Antonio Bailon, Silber das italienische Duo Jessica Rossi/Giovanni Pellielo und Bronze das russische Duo Daria Semenova/Alexey Alipov.

In der nicht-olympischen Sportart Aerobic fand mit dem Wettbewerb der Mixed Paare, die erste der beiden Disziplinen statt. Gold gewann das Paar aus Italien Michela Castoldi/Davide Donati, Silber das Paar aus Rumänien Andreea Bogati/Dacian Nicolae Barna und Bronze das Paar aus Russland Tatyana Konakova/Grigorii Shikhaleev. Deutsche Athleten waren nicht dabei.

Beim Trampolinturnen wurden die ersten beiden der vier Disziplinen ausgetragen. Im Synchronspringen der Herren konnten Lukasz Jaworski/Artur Zakrzewski aus Polen Gold gewinnen. Silber holten sich Anton Davydenko/Mykola Prostorov aus der Ukraine und Bronze Allan Morante/Sebastien Martiny aus Frankreich. Lea Labrousse (Frankreich) gewann die Goldmedaille der Damen im Einzel. Silber ging an Luba Golovina aus Georgien und Bronze an Hanna Hancharova aus Weißrussland. Deutsche Trampolinturner waren nicht dabei.

Russland konnte seine Führung im Medaillenspiegel weiter ausbauen. Nach 76 Medaillenentscheidungen stehen nun 22 Goldmedaillen auf dem Russischen Konto. Der Gastgeber hält sich weiterhin beeindruckend gut auf Platz zwei, mit elf Goldmedaillen. Georgien konnte die Ukraine vom Podest stoßen und steht nun bei sechs Goldmedaillen. Deutschland steigt noch weiter ab und steht inzwischen nur noch auf Platz 32. Es lässt sich nur sehr hoffen, dass es für uns noch Verbesserung geben wird.

Donnerstag, 27. Juni 2019

Europaspiele 2019 - Tag 3

Mit 38 Medaillenentscheidungen war der dritte Wettkampftag der ereignisreichste Tag dieser Olympischen Europaspiele in der weißrussischen Hauptstadt Minsk.

Beim Bogenschießen im nicht-olympischen Compound-Bogen, hatte das deutsche Mixed-Duo Janine Meißner/Marcel Trachsel in der Platzierungsrunde nicht das eigene Material zur Verfügung. Das erklärt den dortigen letzten Platz, durch den sie eine Runde mehr, als alle anderen bestritten mussten. Das Weißrussische Mixed stellte für Meißner/Trachsel kein Problem dar. Im anschließenden Viertelfinale, gegen den Sieger der Rankingrunde, Russland, konnte das deutsche Duo nicht sein Leistungspotenzial abrufen und verlor deutlich. Damit gab es die nächste große Enttäuschung der deutschen Bogenschützen. Die Russen Natalia Avdeeva/Anton Bulaev gewannen später Gold. Silber holte sich die Niederländer Sanne Josephina Adriana de Laat/Michael Bastian Lucas Wilh Schlösser. Bronze ging an Yesim Bostan/Evren Cagiran aus der Türkei.

Auch im olympischen Recurve-Bogen wurden die Mixed-Wettbewerbe ausgetragen. Nachdem das deutsche Duo im K.O.-System Zypern, Spanien und die Türkei schlug, ging es für Michelle Kroppen/Cedric Rieger um gegen Großbritannien und Nordirland ins Halbfinale. Dies verlief sehr eng und endete mit einem alles entscheidenden Shoot-Out, in welchem beide Duos 17 Ringe schossen. Wenige Zentimeter eines Pfeils entschieden über den Sieg von Naomi Anne Folkard/Patrick Arthur Huston, welche im Finale gegen die Italiener Lucilla Boari/Mauro Nespoli verloren. Für Deutschland gab es einen Sieg gegen Weißrussland und damit immerhin die Bronzemedaille.

Im Judo wurden am Sonntag vier der 15 Gewichtsklassen ausgekämpft. Bei den Damen unter 63 Kg hatte die deutsche Judoka Martyna Trajdos das Losglück gleich unter die letzten 16 der 25 Judoka gestellt zu werden. Ihren dortigen Kampf gegen die Rumänin Stefania Adelina Dobre gewann sie mit einem Ippon, schied im Viertelfinale gegen Alice Schlesinger (Großbritannien und Nordirland), die sich die Silbermedaille holte, aber aus. In der Trostrunde bezwang Trajdos die Polin Agata Ozdoba-Blach. Im anschließenden Kampf um Bronze unterlag sie aber Sanne Vermeer aus der Niederlande. Maria Centracchio aus Italien gewann den anderen Bronzekampf. Gold gab es für Clarisse Agbegnenou aus Frankreich. Bei den Herren unter 73 Kg gewann der Deutsche Anthony Zingg den Kampf in der ersten Runde gegen Oscar Pertelson aus Estland, durch ein Ippon. In der Runde der letzten 32 unterlag Zingg dem Schweden und späteren Goldmedaillengewinner Tommy Macias. Silber ging an Aserbaidschan, durch Rustam Orujov. Bronze gewannen Hidayat Heydarov (Aserbaidschan) und Georgios Azoidis (Griechenland).



Miriam Butkereit verlor durch ein Ippon den Kampf in der ersten Runde (28 Judoka), bei den Damen unter 70 Kg, gegen Elisavet Teltsidou aus Griechenland, welche anschließend ausschied. Genauso lief es bei Laura Vargas Koch, die gegen Kim Polling aus der Niederlande antrat. Margaux Pinot aus Frankreich gewann Gold. Silber gab es für Sanne van Dijke aus der Niederlande und Bronze für Anna Bernholm (Schweden) und Barbara Matic (Kroatien). Bei den Herren unter 81 Kg waren 38 Judoka am Start. Timo Cavelius wurde gleich unter die letzten 32 gelost, verlor aber seinen ersten Kampf, durch einen Waza-ari, gegen Frank de Wit (Niederlande), für den im Viertelfinale Schluss war. Auch Alexander Wieczerzak rückte gleich unter die letzten 32 vor. Dort schlug er Filip Stancel aus der Slowakei, mit einem Ippon. Mit der gleichen Wertung schlug er Nebojsa Gardasevic aus Montenegro. Im Viertelfinale schied er gegen Matthias Casse aus Belgien aus, der das Turnier, gegen Ivaylo Ivanov (Bulgarien) gewann. Bronze ging an Luka Maisuradze (Georgien) und Attila Ungvari (Ungarn).



In der Leichtathletik wird ein komplett neuer Wettkampfmodus ausgeführt, der über mehrere Jahre entwickelt wurde. Ziel dabei war es, den Sport kompakt und spannend, fürs Fernsehformat geeignet, zu gestalten. 24 Länder sind qualifiziert, die zunächst in vier Gruppen a sechs Länder eingeteilt werden. In jeder Gruppe werden untereinander acht Disziplinen ausgeführt. Für jede Disziplin stellt jede Nation einen Athleten. Die Siegernation einer Disziplin erhält zwölf Punkte. Der zweite Platz bekommt zehn Punkte, der dritte acht u.s.w. Abschließend werden die Punkte in Zeitabstände am Start, für einen entscheidenden Medley Lauf umgerechnet. Das Ganze wird mit den besten zwölf Ländern in Halbfinals und später einem Finale wiederholt. Die Sprung- und Wurf-Disziplinen, werden in 1 gegen 1-Duellen, mit einem einzigen Versuch entschieden. Dieser neue Wettkampfmodus heißt Dynamic New Athletics (DNA). Bei den Europaspielen werden zusätzlich zur DNA in den neun einzelnen Disziplinen Medaillen vergeben. Die Weiten, Höhen und Zeiten der Viertelfinals, dienen dabei als Halbfinals. Die besten zwölf bzw. acht Athleten ziehen ins Finale ein, das separat gewertet wird. Die meisten Athleten zeigen sich übrigens sehr erfreut über den neuen DNA Modus.



Deutschland hatte es in seinem Viertelfinale mit Ungarn, Griechenland, der Slowakei, Zypern und der Schweiz zu tun. In den Disziplinen Speerwurf der Damen, Hochsprung der Herren und 4x400M Mixed Staffel hat Deutschland gewonnen. Über 100M der Herren, 110M Hürden der Herren und 100M Hürden der Damen, gab es den zweiten Platz. Über 100M der Damen wurde Deutschland dritter, im Weitsprung der Damen fünfter. So hatte Deutschland einen riesigen Vorsprung von zwölf Punkten vor Griechenland. Beim abschließenden "Hunt" lief Deutschland als erstes ins Ziel ein. Damit steht Deutschland im Halbfinale.



Über 100M der Herren gewann Carlos Nascimento aus Portugal Gold, Jan Volko aus der Slowakei Silber und Jak Ali Harvey aus der Türkei Bronze. Bei den 110M Hürden der Herren ging Gold an Hassane Fofana aus Italien, Silber an Vitali Parakhonka aus Weißrussland und Bronze an Riks Konstantinos Douvalidis aus Griechenland. Beim Hochsprung der Herren gewann der Weißrusse Maksim Nedasekau Gold, vor Ilya Ivanyuk aus Russland und Bohdan Bondarenko aus der Ukraine. Im 100M Sprint der Damen gewann Maja Mihalinec aus Slowenien. Silber ging an Krystsina Tsimanouskaya aus Weißrussland. Bronze gewann Chatziriga Rafailia Spanoudaki aus Griechenland. Über 100M Hürden der Damen war Elvira Herman aus Weißrussland siegreich. Silber ging durch Hanna Plotitsyna in die Ukraine, Bronze durch Greta Kerekes nach Ungarn. Auch im Speerwurf der Damen siegte der Gastgeber Weißrussland, mit Tatsiana Khaladovich. Yekaterina Starygina aus Russland gewann Silber und Madara Palameika aus Lettland Bronze. Beim Weitsprung der Damen ging Gold nach Russland, durch Yelena Sokolova, Silber nach Weißrussland, durch Nastassia Mironchyk-Ivanova und Bronze in die Ukraine, durch Maryna Bekh-Romanchuk. Die 4x400M Mixed Staffel gewann die Ukraine, vor Tschechien und Portugal. In der "The Hunt" Mixed-Medley Staffel gewann ebenfalls die Ukraine Gold. Silber holte sich Tschechien und Bronze Italien.



Im Straßenradsport wurde mit dem Massenstart der Herren die zweite der vier Disziplinen ausgetragen. Davide Ballerini aus Italien schnappte sich dabei die Goldmedaille. Zu Silber fuhr, mit einem beeindruckenden Zielsprint, Alo Jakin aus Estland. Für Daniel Auer (Österreich) gab es Bronze. Der beste Deutsche, Alexander Krieger, fuhr auf Platz 18. Nico Denz wurde 56., Christopher Hatz 74., Paul Täbling 101. und Christian Koch 110..



In der nicht-olympischen Kampfsportart Sambo wurden die übrigen neun der 18 Kampfklassen ausgetragen. Bei den Herren unter 52 Kg war Tigran Kirakosyan (Armenien) siegreich. Silber erkämpfte sich Aghasif Samadov (Aserbaidschan), Bronze Givi Nadareishvili (Georgien) und Andrei Kubarkov (Russland). Diana Riabova aus Russland gewann Gold bei den Damen unter 52 Kg. Sie bezwang im Finale Maryna Zharskaya aus Weißrussland. Die Bronzemedaillen wurden an Paulina Eshanu (Moldawien) und Vidal Irene Diaz (Spanien) vergeben. Bei den Herren unter 62 Kg war der Deutsche Nam Vu einer der acht Qualifizierten. Das Viertelfinale verlor er mit 0:8 gegen Genadi Chirgadze aus Georgien, der Bronze gewann. In der Trostrunde lief es für Vu auch nicht besser. Mit einem 0:8 gegen den Ukrainer Dmytro Yevdoshenko beendete Vu das Turnier. Yevdoshenko verlor den Kampf um Bronze gegen Ivan Aniskevich (Weißrussland). Ruslan Bagdasarian (Russland) gewann Gold, Savvas Karakizidis (Griechenland) Silber.



Die Konkurrenz der Damen unter 60 Kg entschied Vera Harelikava (Weißrussland) für sich. Silber gewann Sabina Artemciuc (Moldawien) und Bronze Yana Kostenko (Russland) und Yaiza Yimenez Lopez (Spanien). Bei den Herren unter 74 Kg gewann Levan Nakhutsrishvili aus Georgien Gold. Silber ging an den Russen Stanislav Skryabin, Bronze an Arsen Ghazaryan (Armenien) und Stsiapan Papou (Weißrussland). Lucija Babic aus Kroatien gewann in der Klasse der Damen unter 68 Kg Gold. Silber erkämpfte sich Kateryna Moskalova aus der Ukraine, Bronze Volha Namazava (Weißrussland) und Marina Mokhnatkina (Russland).



In der Klasse der Herren unter 90 Kg holte sich der Russe Sergey Ryabov das Gold, indem er Andrei Kazusionak (Weißrussland) im Finale schlug. Bronze gewannen Paata Ghviniashvili (Georgien) und Dmitri Gerasimenko (Serbien). Bulgarien konnte sich bei den Damen unter 80 Kg Gold für den Medaillenspiegel sichern, durch Mariya Oryashkova. Silber errang sich Zhanara Kusanova (Russland), Bronze Sviatlana Tsimashenka (Weißrussland) und Halyna Kovalska (Ukraine). Abschließend gab es bei den Herren über 100 Kg Gold für Beka Berdzenishvili aus Georgien, Silber für Yury Rybak aus Weißrussland und Bronze für Artem Osipenko aus Russland und Vladimir Gajic aus Serbien.



Damit sind die Wettkämpfe im Sambo beendet. Russland hat mit sieben Goldmedaillen, drei Silbermedaillen und acht Bronzemedaillen diese nicht-olympische Sportart ganz klar dominiert. Auch Georgien stand mit vier Goldmedaillen, drei Silbermedaillen und vier Bronzemedaillen sehr gut da. Der Gastgeber Weißrussland räumte drei mal Gold, vier mal Silber und acht mal Bronze ab. Deutschland ist im Sambo nicht beheimatet und geht ohne Medaille nach Hause. Ich halte es für absolut richtig, dass diese Sportart nicht olympisch ist. Sie hat zu wenig individualitäts-Charakter und besteht fast nur daraus den Gegner krankenhausreif zu prügeln. Das hat bei den Olympischen Spielen und wie ich finde auch bei den Europaspielen nichts zu suchen.



Im Sportschießen wurden vier der neunzehn Disziplinen entschieden. Über 10 Meter mit der Luftpistole, verpasste bei den Herren Christian Reitz um nur einen einzigen Punkt das Finale der Top 8. Er wurde 9., sein Landsmann Kevin Venta 22.. Artem Chernousov aus Russland holte sich das Gold. Silber erschoss sich Oleh Omelchuk für die Ukraine und Bronze Lauris Strautmanis aus Lettland. Bei den Damen, in der gleichen Disziplin, war die beste deutsche Platzierung die #17, durch Julia Hochmuth. Sandra Reitz wurde 22.. Gold gewann die Serbin Zorana Arunovic, Silber die Griechin Anna Korakaki und Bronze die Bulgarin Antoaneta Boneva.



Im Trapschießen der Damen erreichte Sonja Scheibl den 12. Platz. Bei Katrin Quooss reichte es für Platz 24. Mit einem neuen Europarekord gewann die Italienerin Silvana Stanco, vor ihrer Landsfrau Jessica Rossi, im Finale die Goldmedaille. Bronze erschoss sich Fatima Galvez aus Spanien. Auch die Herren hielten die Wettkämpfe im Trapschießen ab. Dabei wurde der 22. Platz, durch Andreas Löw, das beste deutsche Resultat. Paul Pigorsch schoss sich auf Platz 28. David Kostelecky (Tschechien) gewann Gold, vor Valerio Grazini (Italien) und Aaron Heading (Großbritannien und Nordirland).



Bei der nicht-olympischen Sportakrobatik gab es die Wettkämpfe der letzten beiden, von den sechs Disziplinen. Im Mannschaftswettbewerb siegte Belgien. Portugal gewann Silber, Weißrussland Bronze. In der Mixed Kombination gewannen Victoria Aksenova/Kirill Startsev aus Russland, vor Ruhidil Gurbanli/Abdulla Al-Mashaykhi (Aserbaidschan) und Volha Melnik/Artur Beliakou (Weißrussland).



Damit sind die Wettkämpfe in der Sportakrobatik beendet. Belgien und Russland waren mit jeweils zwei Goldmedaillen und einer Silbermedaille am erfolgreichsten. Für den Gastgeber Weißrussland gibt es den sportarteninternen dritten Platz, durch zwei Goldmedaillen und vier Bronzemedaillen. Deutschland hatte keine Akrobaten am Start. Die Sportakrobatik ist eine beeindruckende Sportart, mit gleich hohen Ansprüchen wie olympische Turnsportarten. Die Rhythmische Sportgymnastik ist olympisch, Gerätturnen ist olympisch, Trampolinturnen ist olympisch, Synchronschwimmen ist olympisch, warum ist es die Akrobatik nicht?



In der Rhythmischen Sportgymnastik wurden die verbliebenen sieben der acht Disziplinen entschieden. Mit dem Reifen gewann Dina Averina aus Russland, vor Katsiaryna Halkina (Weißrussland) und Vlada Nikolchenko (Ukraine). Am Ball holte sich Linoy Ashram (Israel) Gold. Silber gewann Katrin Taseva aus Bulgarien und Bronze Dina Averina (Russland). Mit den Keulen lieferte Linoy Ashram aus Israel die beste Performance im Finale ab. Silber wurde an Russland, durch Dina Averina, vergeben, Bronze an die Ukraine, durch Vlada Nikolchenko. Das Band ist die Disziplin, für die diese Sportart bekannt ist. Dort gewann Dina Averina aus Russland Gold, Linoy Ashram aus Israel Silber und Katrin Taseva aus Bulgarien Bronze.



Den Mannschaftsmehrkampf gewann hauchdünn, mit einem Vorsprung von 0,05 Punkten, Weißrussland, vor Bulgarien. Bronze gab es für Russland. In der Mannschaft, bei drei Reifen und vier Keulen, gewann ebenfalls Weißrussland Gold. Silber errang sich die Ukraine, Bronze Bulgarien. Mit der Mannschaft und fünf Bällen konnte sich Russland durchsetzen. Bulgarien gewann Silber und Weißrussland Bronze.



Damit sind die Wettkämpfe in der Rhythmischen Sportgymnastik beendet. Russland dominierte die Sportart, mit vier Goldmedaillen, einer Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen. Israel schafft in dieser Sportart Platz zwei, mit zwei Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen. Für Weißrussland gibt es Platz drei, mit zwei mal Gold, ein mal Silber und zwei mal Bronze. Deutsche Gymnasten waren nicht dabei.



Nach zwei Wettkampftagen mit Medaillenvergaben, sind schon 62 der 200 Disziplinen entschieden. Russland hat seine Führung im Medaillenspiegel ausgebaut. Auf dem Konto steht bereits 19 mal Gold. Weißrussland bleibt zweiter mit zehn Goldmedaillen. Beim Kopf-an-Kopf-Rennen von Georgien und der Ukraine hat in der Momentaufnahme die Ukraine die Nase vorn (fünf Gold, sechs Silber). Georgien hält derzeit fünf Gold und drei Silber. Mit drei Bronzemedaillen grenzt die deutsche Ausbeute nach Tag 3 an eine Katastrophe. Das ergibt Platz 27 im Medaillenspiegel. Bei den ersten Europaspielen 2015, wurden wir vierter. Am Montag folgen nur 14 Medaillenentscheidungen.

Sonntag, 23. Juni 2019

Europaspiele 2019 - Tag 2

An Tag 1 (Freitag) fanden nur Vorrunden-Wettkämpfe in den Sportarten Bogenschießen, Boxen und Streetbasketball, sowie die Eröffnungsfeier statt. Deshalb habe ich auf eine Zusammenfassung von Tag 1 verzichtet.

Am zweiten Wettkampftag fielen aber schon 24 der 200 Medaillenentscheidungen der 2. Olympischen Europaspiele. Im Teamwettbewerb mit dem olympischen Recurvebogen beim Bogenschießen, ging das Gold der Herren an Frankreich. Silber holte sich die Niederlande, Bronze Italien.

Bei den Damen galt die deutsche Mannschaft als Favorit. In den entscheidenden Spielen (Halbfinale und Spiel um Bronze), blieb das Gespann aber unter der gewohnten Leistung, wodurch die Bronzemedaille gegen Dänemark haarscharf verpasst wurde. Gold gewann Großbritannien und Nordirland, Silber ging an Weißrussland. Die deutsche Mannschaft musste die Platzierungsrunde, welche über die Begegnungen im K.O.-Turnierbaum entscheidet, mit Leihbögen der luxemburgischen Delegation schießen, weil ihre Materialien beim Flug nicht verladen wurden. Für die tatsächlichen Duelle hatten aber alle ihre gewohnten Bögen zurück.

Im Judo wurden die ersten fünf der 15 Klassen ausgetragen. Bei den Damen unter 48 Kg gewann die Ukrainerin Daria Bilodid gegen die Russin Irina Dolgova Gold. Die beiden Bronzemedaillen gingen an Julia Figueroa (Spanien) und Marusa Stangar (Slowenien). Die Deutsche Katharina Menz unterlag in der ersten Runde durch einen Waza-ari gegen Maria Siderot aus Portugal, welche anschließend ausschied. Für Katharina gibt es Platz 17-22. Bei den unter 60 Kg Herren konnte Lukhumi Chkhvimiani aus Georgien Gold holen. Silber gewann Francisco Garrigos aus Spanien, Bronze Amiran Papinashvili (Georgien) und Jorre Versträten (Belgien). Der einzige Deutsche, Moritz Plafky, unterlag im Kampf um Bronze im Golden Score gegen Papinashvili.

Bei den Damen unter 52 Kg gewann Majlinda Kelmendi aus Kosovo Gold. Silber gab es für Natalia Kuziutina (Russland), Bronze für Chelsie Glies (Großbritannien und Nordirland) und Amandine Buchard (Frankreich). Bei den Herren unter 66 Kg gabs Gold für Georgii Zantaraia aus der Ukraine. Matteo Medves aus Italien gewann Silber. Bronze holten sich Vazha Margvelashvili und Bagrati Niniashvili, beide aus Georgien. Der Deutsche Sebastian Seidl hatte für die erste Runde (33 Judoka) ein Freilos. Unter den letzten 32 verlor er durch ein Ippon gegen Manuel Lombardo aus Italien, der in der Folgerunde ausschied.

Bei den Damen unter 57 Kg gewann konnte sich die Deutsche Sappho Coban bis ins Halbfinale durchkämpfen. Dort verlor sie durch ein Ippon gegen die Russin und spätere Goldmedaillengewinnerin Daria Mezhetskaia. Cobans Landsfrau Pauline Starke schaffte es bis ins Viertelfinale, in welchem sie gegen die spätere Silbermedaillengewinnerin Nora Gjakova, aus Kosovo, durch ein Ippon, verlor. In der Trostrunde gewann Starke gegen Anna Borowska aus Polen und anschließend im innerdeutschen Kampf gegen Coban, durch ein Ippon, die Bronzemedaille. Das andere Bronze gewann Telma Monteiro aus Portugal.

Beim Straßenradrennen der Damen gab es einen Doppelsieg für die Niederlande, durch Lorena Wiebes und Marianne Vos. Bronze gewann Tatsiana Sharakova aus Weißrussland. Die beste Deutsche, Liane Lippert, landete auf Platz 7. Die Ergebnisse der anderen deutschen Athletinnen: Christa Riffel 23., Clara Koppenburg 26., Romy Kasper 37., Hannah Ludwig 62..

Im nicht-olympischen Sambo wurden neun der 18 Disziplinen ausgetragen. Bei den Damen unter 48 Kg gab es Gold für Elena Bondareva aus Russland. Silber gewann die Ukrainerin Anastasiia Novikova. Bronze ging an Tsvetelina Tsvetanova (Bulgarien), und Anfisa Kapayeva (Weißrussland). Bei den Herren unter 57 Kg gab es Gold für Georgien durch Vakhtangi Chidrashvili, Silber für Russland durch Sayan Khertek und Bronze für Mehman Khalilov (Aserbaidschan) und Uladzislau Burdz (Weißrussland). Die Herren unter 68 Kg: Gold: Aliaksandr Koksha (Weißrussland), Silber: Mindia Liluashvili (Georgien), Bronze: Nikita Kletskov (Russland) und Emil Hasanov (Aserbaidschan). In der Damenkonkurrenz unter 56 Kg gewann Tatiana Kazeniuk aus Russland das Turnier. Anastasiia Arkhipava aus Weißrussland gewann Silber, Daniela Poroineanu (Rumänien) und Laure Fournier (Frankreich) Bronze. Andrey Perepelyuk (Russland) erkämpfte sich bei den Herren unter 82 Kg Gold. Bei Davit Grigoryan aus Armenien reichte es für Silber. Bronze gewannen Besarioni Berulava (Georgien) und Tsimafei Yemelyanau (Weißrussland).

Die Deutsche Jule Horn verlor im Viertelfinale, welches die erste Runde darstellte, mit 0:7, gegen Alice Perin (Italien). In der Trostrunde verlor Horn, mit 0:8, gegen Maria Cabas Gomez (Spanien). Gold ging bei den Damen unter 64 Kg an Ekaterina Onoprienko aus Russland. Silber ging an Olena Sayko aus der Ukraine, Bronze an Tatsiana Matsko aus Weißrussland und Anda-Mihaela Valvoi aus Rumänien. Die Konkurrenz der Herren unter 100 Kg gewann Daviti Loriashvili aus Georgien. Silber gewann Viktors Resko aus Lettland, Bronze Alsim Chernoskulov (Russland) und Denis Tachii (Moldawien). Damen unter 72 Kg: Gold: Anzhela Zhylinskaya (Weißrussland), Silber: Nino Odzelashvili (Georgien), Bronze: Galina Ambartsumian (Russland) und Nataliya Smal (Ukraine). Die Damen über 80 Kg schlossen den Tag ab, mit Gold für die Ukraine, durch Anastasiia Sapsai, Silber für Georgien durch Elene Kebadze und Bronze für Rumänien durch Alina-Petronela Paunescu, sowie Russland durch Anna Balashova.

Im Sportschießen gab es die ersten beiden der 19 Disziplinen. Im Mixed über Zehn Meter Luftpistole schied das Deutsche Paar Julia Hochmuth/Kevin Venta in der ersten Runde als 22. aus. Sandra Reitz/Christian Reitz wurden 7. und waren somit unter den acht Duos der zweiten Runde. Dort gelang ihnen der Sprung auf den 3. Platz und damit der Einzug ins Duell um Bronze. Dies konnten sie souverän gegen das weißrussische Paar Viktoria Chaika/Abdul-Aziz Kurdzi gewinnen. Gold ging an Vitalina Batsarashkina/Artem Chernousov aus Russland. Silber gewannen Zorana Arunovic/Damir Mikec aus Serbien.

Im Mixed über Zehn Meter Luftgewehr wurde das deutsche Duo Jolyn Beer/Maximilian Dallinger in der ersten Runde 16. Auch für Julia Anita Simon/Julian Justus reichte es mit dem 12. Platz nicht für die nächste Runde der Top acht. Gold gewannen Yulia Karimova/Sergey Kamenskiy aus Russland, vor ihren Landsleuten Anastasiia Galashina/Vladimir Maslennikov. Bronze ging nach Tschechien, durch Aneta Brabcova/Filip Nepejchal.

In der nicht-olympischen Sportakrobatik wurden vier der sechs Disziplinen entschieden. Bei den Damenmannschaften in der Balance gewann Weißrussland Gold, vor Belgien und Portugal. Bei den Mixed Paarungen in der Dynamik konnten Victoria Aksenova/Kirill Startsev aus Russland Gold gewinnen. Silber gewannen Ruhidil Gurbanli/Abdulla Al-Mashaykhi aus Aserbaidschan und Bronze ging an Volha Melnik/Artur Beliakou aus Weißrussland.

Bei der Dynamik der Damenmannschaften konnte sich Belgien für die Goldmedaille durchsetzen. Silber gewann Portugal, Bronze Weißrussland. In der Balance der Mixed Paarungen holten sich Volha Melnik/Artur Beliakou aus Weißrussland das Gold. Silber gewannen Victoria Aksenova/Kirill Startsev aus Russland und Bronze ging an Ruhidil Gurbanli/Abdulla Al-Mashaykhi aus Aserbaidschan.

In der Rhytmischen Sportgymnastik fiel die Entscheidung in der Königsdisziplin des Einzel Mehrkampfes. In den anderen sieben Disziplinen gibt es morgen die finalen Entscheidungen. Den Mehrkampf gewann Dina Averina aus Russland. Für Silber hat es für die Israeli Linoy Ashram gereicht. Bronze gewann Katsiaryna Halkina aus Weißrussland.

Nach dem ersten Wettkampftag mit Medaillenvergaben führt Russland den Medaillenspiegel, mit neun Goldmedaillen, deutlich an. Es zeichnet sich die Dominanz ab, die es auch vor vier Jahren, bei den ersten Europaspielen, gab. Dort gewann Russland den Medaillenspiegel mit 79 Goldmedaillen, vor dem Gastgeber Aserbaidschan, mit 21 Goldmedaillen. Zweiter ist derzeit der Gastgeber Weißrussland, mit vier Goldmedaillen, vor Georgien und der Ukraine, mit jeweils drei mal Gold. Deutschland hat eher im späteren Verlauf der Spiele die starken Sportarten auf dem Plan. Mit Judo und Sportschießen, aber auch dem überraschenden Gruppensieg beim Streetbasketball der Damen, konnten bereits schon tolle Erfolge der deutschen Mannschaft gefeiert werden, wenngleich der 4. Platz der Bogenschützinnen eine große Enttäuschung darstellt. Am Sonntag warten Finals in acht verschiedenen Sportarten, darunter Bogenschießen, Judo und Leichtathletik. Mit 38 Medaillenentscheidungen ist es der ereignisreichste Tag der Spiele.

Samstag, 22. Juni 2019

Olympische Europaspiele 2019 bei Eurovision Passion - Alle Infos

Die Eröffnungsfeier der 2. Olympischen Europaspiele ging gestern Abend in Minsk von statten. Die Spiele sind eröffnet! Für Eurovision Passion plane ich tägliche Berichte über die Geschehnisse in Minsk. Diese werden allerdings etwas zeitverzögert erscheinen. Ich habe nicht genügend Zeit, um die Wettkämpfe alle live zu verfolgen.

Ursprünglich sollten Amsterdam und Rotterdam in den Niederlanden die Spiele austragen, diese zogen ihre Bewerbung allerdings, kurz nachdem sie die Wahl gewonnen hatten. Daraufhin verhandelte das Europäische Olympische Komitee mit den anderen Bewerberstätten Posen (Polen), Kasan, Sotschi (beide Russland), Istanbul, Mersin (beide Türkei), Glasgow (Großbritannien und Nordirland) und Minsk (Weißrussland).

Das Programm der Europaspiele wurde nach der ersten Ausgabe deutlich abgespeckt. Aus 255 Disziplinen, die es 2015 in Baku gab, wurden 200 Disziplinen. Die offizielle Anzahl an Sportarten, wurde von 20 auf 15 dezimiert. Je nach Definition, kann man aber auch davon sprechen, dass es bei diesen Europaspielen 21 Sportarten gibt.

Aus dem Programm gestrichen wurden Beachvolleyball, Fechten, BMX, Schwimmen, Synchronschwimmen, Taekwondo, Triathlon, Volleyball, Wasserball und Wasserspringen. Neu aufgenommen bei den Europaspielen, wurden keine Sportarten, allerdings gibt es viele neue Disziplinen. Andere Disziplinen wurden, in Sportarten, die dabei geblieben sind, gestrichen. Die Sportarten der 2. Europaspiele sind Badminton, Bogenschießen, Boxen, Judo, Kanu, Leichtathletik, Bahnradsport und Straßenradsport (offiziell als Radsport zusammengefasst), Ringen, Sportschießen, Tischtennis und die Sportarten Gerätturnen, Rhythmische Sportgymnastik und Trampolinturnen, die offiziell als Turnen zusammengefasst werden, sowie die nicht olympischen Sportarten Streetbasketball (3 gegen 3, auf einen Korb), Beachsoccer, Kata und Kumite (offiziell als Karate zusammengefasst), Sambo und Aerobic und Sportakrobatik (zählen zu Turnen). Streetbasketball und die Karatesportarten Kata und Kumite, werden ab 2020 olympisch sein. Welche Sportarten Teil der Europaspiele sind und welche nicht, hat vor allem Sportpolitische Gründe. Viele Sportverbände sind gegen die Europaspiele, andere wollen zu ihnen aufgenommen werden, werden vom EOC aber nicht anerkannt. Zur erhöhten sportlichen Attraktivität der Spiele, winken nun in vielen Sportarten direkte und indirekte Qualifikationen für die Olympischen Spiele.

Die meisten Disziplinen, innerhalb einer Sportart, gibt es beim Bahnradsport (20), dicht gefolgt von den Sportarten Sportschießen (19), Sambo (18), Ringen (18), Kanu (16), Boxen (15) und Judo (15). Im Streetbasketball und der Aerobic werden nur zwei Disziplinen ausgetragen. Im Beachsoccer findet lediglich ein Turnier der Herren statt.

4.082 Athleten, aus 50 Nationen sind qualifiziert. Das sind zwei Länder weniger als zuvor. Durch das Streichen der Teamdisziplin in der Leichtathletik hat es Gibraltar nicht mehr geschafft, mit eigenen Athleten anzutreten. Das gleiche gilt für die Färöer Inseln, aufgrund der gestrichenen Sportart Schwimmen. Durch das kleinere Programm hat die die Anzahl der Athleten um etwa 2.000 verringert.


Die größte Nation ist Frankreich, mit 281 Athleten. Auf den Plätzen 2-8 folgen Russland (225), Weißrussland (221), die Ukraine (197), Deutschland (162), Italien (161), Polen (151) und Spanien (150). Die kleinsten Nationen sind Montenegro und Nordmazedonien, mit jeweils neun Athleten, Island (7), Monaco (5), San Marino (5), Malta (4) und Liechtenstein (1).

Das Motto dieser Spiele lautet "Bright Year, Bright You!", welches an die internationale Abkürzung von Weißrussland (BY) angelehnt ist. Das Maskottchen "Lesik, der Fuchs", ist omnipräsent in der Austragungsstadt und bei den Spielen. Das Logo ist auf eine bekannte Legende angesetzt, die in der slawischen Kultur fest verankert ist. Es stellt das Kupala Feuer dar, welches ein mal im Jahr, in der Kupala Nacht, wie eine Blume aufblüht. Wer das Kupala Feuer sieht, wird unübliche Fähigkeiten und Talente erhalten.

Das Feuer der Spiele wurde in Rom entzündet und 50 Tage lang durch Europa getragen. Die TV-Übertragungsrechte liegen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg bei Sport1 (ehemals DSF). Auch 2015 hatte Sport1 die Olympischen Europaspiele übertragen. Neben den teilnehmenden Nationen, werden die Spiele auch in den USA, Australien, Japan, den Philippinen, Korea und China im Fernsehen übertragen.

Mittwoch, 7. März 2018

PyeongChang 2018 - Tag 15

Nachdem das Musical-Projekt "Oliver!" mit der Musiktheater-Akademie nun abgeschlossen ist und mein Computer wieder repariert ist, hatte ich endlich die Möglichkeiten auch die letzten beiden Tage der Olympischen Spiele zu sehen, ohne dabei wegen Schlafmangel einzuschlafen. Tatsächlich habe ich immer noch nicht erfahren wer den Medaillenspiegel gewonnen hat und von einzelnen Wettkämpfen weiß ich nur wenige Ergebnisse.

Der vorletzte Tag der Olympischen Winterspiele von PyeongChang wurde mit einer neuen Olympischen Disziplin eröffnet. Ich bleibe dabei dass Big Air im Snowboard nicht zu Olympischen Spielen gehören sollte! Entsprechend fällt mein Bericht über das sporthistorische Ereignis kurz aus. Kanada schreibt mit Sebastien Toutant Geschichte, durch den ersten Sieg einer Olympischen Goldmedaille in dieser Disziplin. Silber geht an Kyle Mack (USA) und Bronze an Billy Morgan (Großbritannien und Nordirland). Kanada kann damit seine Medaillenbilanz von Sotschi verbessern!

Erstmals wurde Heute ein olympisches Ski Alpin Mixed Team Turnier ausgetragen. Dieser Wettkampf ist die vielleicht zuschauerattraktivste Disziplin der gesamten Spiele. Nach fast zwei Stunden voller packender Läufe konnte die Schweiz das Finale gegen Österreich gewinnen und mit dem ersten Sieg der Olympischen Goldmedaille in dieser Disziplin Sportgeschichte schreiben. Das Duell um Bronze gewann Norwegen gegen Frankreich. Für Michael Matt und Katharina Galhuber waren dieses Silber nicht die erste Medaille. Beide haben zuvor im Slalom Bronze gewonnen. Ramon Zenhäusern hat vor dieser Goldmedaille im Slalom Silber gewonnen. Wendy Holdener komplettiert nach Bronze in der Kombination und Silber im Slalom mit diesem Gold ihren Medaillensatz von PyeongChang. Ins Viertelfinale, sprich auf den geteilten #5. Platz schafften es Großbritannien und Nordirland, Deutschland, Italien und Schweden.

Damit sind die Wettkämpfe im Ski Alpin beendet. Österreich gewann 3 Goldmedaillen, 2 Silbermedaillen und 2 Bronzemedaillen. Die Schweiz kommt auf 2 mal Gold, 3 mal Silber und 2 mal Bronze. Schweden gewinnt 2 mal Gold. Norwegen brachte es zu 1 Goldmedaille, 4 Silbermedaillen und 2 Bronzemedaillen. Die USA erhielt von jeder Farbe 1 Medaille. Italien gewann 1 mal Gold und 1 mal Bronze. Tschechien holte sich 1 Goldmedaille. Frankreich gewann 1 mal Silber und 2 mal Bronze. Liechtenstein holte sich mit 1 Bronzemedaille die #10. Olympische Medaille für den Zwergstaat. Den #10. Platz in der Sportart Ski Alpin belegt Deutschland.

Der Skilanglauf Marathon der Herren bildet immer einen der Höhepunkte der Olympischen Spiele. Gewinnen konnte den, wie immer interessanten, Wettkampf der Finne Iivo Niskanen. Alexander Bolshunov aus Russland gewinnt die Silbermedaille. Es ist nicht seine erste bei diesen Spielen. Er gewann schon Bronze im Sprint, Silber im Teamsprint und Silber mit der Staffel. Auch die Bronzemedaille geht an Russland, genauer an Andrey Larkov. Zuvor hatte er schon Silber mit der Staffel gewonnen.

Parallel dazu fanden die Parallel Riesenslalom Turniere der Damen und Herren statt. Zunächst sorgte ein Eichhörnchen für Aufregung, das in den Kurs lief und beinahe von Daniela Ulbing überfahren worden wäre, wenn sie nicht ausgewichen wäre. Sie konnte trotz des natürlichen Hindernisses ihr Achtelfinale gewinnen. Das Eichhörnchen drehte übrigens wieder um und kehrte nicht zum Kurs zurück. Es darf sich freuen jetzt nicht einen Schwanz kürzer zu sein... Am Ende des Turniers konnte sich die Favoritin Ester Ledecka durchsetzen. Das Wunderkind aus Tschechien hat vor einigen Tagen auch schon im Ski Alpin Super-G Gold gewonnen! Silber und Bronze gehen beide an Deutschland durch Selina Jörg und Ramona Theresia Hofmeister.

Bei den Herren gewann ebenfalls der Favorit die Goldmedaille; Nevin Galmarini aus der Schweiz. Eine Mega-Überraschung lieferte Lee Sangho. Der Koreaner war eigentlich eher als Außenseiter in die Olympischen Spiele gegangen. Schon in der Qualifikation beeindruckte er mit der drittschnellsten Zeit aller Fahrer! In den Duellen setzte er sich auch stetig durch und gewann die Silbermedaille. Im Halbfinale gegen Zan Kosir (Slowenien) war es mit menschlichem Auge nicht zu erkennen wer vorne lag, doch die Technik sagte Finale für Korea. Kosir gewann dann das Duell um Bronze.

Auch die Sportart Snowboard ist nun mit allen Wettkämpfen fertig. Die USA hat dabei abgeräumt und 4 Goldmedaillen, sowie 2 Silbermedaillen und 1 Bronzemedaille gewonnen. Kanada gewann 1 mal Gold, 2 mal Silber und 1 mal Bronze. Frankreich kommt auf 1 Gold und 1 Silber und Tschechien auf 1 Gold und 1 Bronze. Die Schweiz, Österreich und Italien schafften jeweils 1 mal den großen Wurf zu Gold, wobei die Schweiz insgesamt am besten abschnitt, gefolgt von Österreich. Deutschland und Australien durften sich beide jeweils 1 mal über Silber und 1 mal über Bronze freuen. Deutschland hatte zusätzlich bessere Leistungen auf den hinteren Plätzen. China, Japan und Korea haben jeweils 1 Silbermedaille gewonnen. Japan hatte von diesen Nationen am meisten Erfolg in dieser Sportart. Jeweils 1 Bronzemedaille ging an Spanien, Finnland, Großbritannien und Nordirland, Neuseeland und Slowenien.

Im Curling Finale der Herren war Schweden klarer Favorit gegen die USA. Nach 7 Ends stand es 5:5. Im 8. End unterlief Schweden dann ein kleiner Fehler, den die USA leicht zu einem 5-Punkte-Satz ausnutzen konnte. Bei einem Stand von 7:10 gab Schweden vier Steine vor Ende des 10. Ends auf. Damit gelingt der USA eine riesen Sensation! Die Bronzemedaille hatte am Vortag die Schweiz gewonnen. Die Plätze 4-10 belegen in folgender Reihenfolge; Kanada, Großbritannien und Nordirland, Norwegen, Korea, Japan, Italien und Dänemark.

Am Ende des Tages gab es noch die letzten beiden neuen Olympischen Disziplinen dieser Spiele; der Eisschnelllauf Massenstart der Damen und Herren. Die Öffentlichkeit ist sich über diese Disziplin klar einig. Sie ist perfekt für Olympische Spiele geeignet und wird schon bald zu den populärsten Disziplinen des Wintersports gehören. Erst vor kurzem überhaupt erfunden und im Regelwerk nach und nach ausgefeilt, führt ein genial gesetztes Punktesystem zu sehr attraktiven Wettkämpfen für Zuschauer und Athleten, schon in den Vorrunden. In der Taktik und anderen Teilen der Sporttheorie ist diese nun Olympische Disziplin so vielseitig, dass niemals alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden sein können und wirklich jedes einzelne Rennen wieder ganz anders verläuft. Auch wenn es bei reinem Blick auf die gewonnenen Medaillen nicht danach aussieht, ist das Teilnehmer- und Top-Platzierungs-Feld von den Nationen her so vielseitig, dass diese neue Disziplin auf der ganzen Welt zu großen, neuen Förderungen im Eisschnelllauf führt. Besser könnte eine Disziplin für die Werte und Ziele der Olympischen Spiele kaum geeignet sein.

Bei den Damen konnte Nana Takagi aus Japan Sportgeschichte mit dem Sieg der Goldmedaille schreiben. Kim Bo-Reum machte die ausverkaufte Halle mit der Silbermedaille für den Gastgeber Korea glücklich. Durch Irene Schouten konnte die Niederlande auch in der neuen Eisschnelllaufdisziplin eine Medaille gewinnen. Nana Takagi hat schon in der Teamverfolgung Gold mit Japan gewonnen. Korea hat mit dem Sieg der Goldmedaille bei den Herren den sachlich gesehen größten Erfolg bei den Heimspielen errungen. Lee Seung-Hoon hat in der Teamverfolgung schon für Silber gesorgt. Belgien konnte diese neue Disziplin für seine sechste Medaille bei Olympischen Winterspielen überhaupt nutzen. Gewonnen hat sie Bart Swings. Damit hat Belgien bei diesen Spielen einen größeren Medaillenerfolg als in Sotschi. Die letzte Medaille bei Winterspielen gab es für Belgien vor 20 Jahren. Bronze ging auch bei den Männern an die Niederlande. Koen Verweij gewann nach der Teamverfolgung seine zweite Bronzemedaille.

Auch das Olympische Eisschnelllaufen nimmt ein Ende. Die Niederlande hat dabei wie erwartet abgeräumt und 7 Goldmedaillen, sowie 4 Silber und 5 Bronze mitgenommen. Japan war mit 3 mal Gold, 2 mal Silber und 1 mal Bronze am nächst-erfolgreichsten, gefolgt von Norwegen mit 2 mal Gold, 1 mal Silber und 1 mal Bronze. Der Gastgeber Korea brachte es zu 1 Goldmedaille, 4 Silbermedaillen und 2 Bronzemedaillen. Kanada gewann 1 mal Gold und 1 mal Silber. Tschechien wiederum 1 mal Silber und 1 mal Bronze. Belgien durfte sich über eine Silbermedaille freuen. China, Italien, Russland und die USA wurden mit dem Trostpreis von 1 Bronzemedaille in der disziplinreichsten Sportart belohnt. Die USA war von diesen vier Ländern am erfolgreichsten. China und abschließend Italien vervollständigen die Top Ten Nationen.

Am letzten Tag der Spiele stehen nur noch vier Wettkämpfe an; das Curling Finale der Damen, die beiden letzten Läufe in Vierer Bob, das Eishockey Finale der Herren und der Skilanglauf Marathon der Damen. Natürlich werden damit auch diese vier Sportarten beendet.

Nach 98 von 102 Disziplinen und 11 von 15 Sportarten hat Deutschland in der Nationenwertung nur noch einen leichten Vorsprung gegenüber Norwegen. Am letzten Tag wird es also sogar an der Spitze der Nationenpunktewertung noch einmal richtig spannend. Es ist dort tatsächlich noch nichts entschieden. Für die Nationen auf den Plätzen 1-4 ist jeweils noch alles möglich. Nicht einmal 140 Punkte Unterschied besteht zwischen ihnen. Zwischen Norwegen und Kanada sind es nicht einmal 3! Wird am Ende ein einzelner #8. Platz in irgendeiner Einzeldisziplin (für den es 3 Punkte gibt) den Unterschied zwischen der zweitbesten und drittbesten Nation ausmachen? Oder wird es am Ende sogar noch enger zugehen? Vielleicht auch zwischen Platz 1 und 2?! Wer wird am Ende der glückliche Sieger und vermeidlich beste Wintersportnation der Welt sein und wer muss mit dem viel zitierten undankbaren vierten Platz auskommen? Auch die Plätze dahinter sind noch hart umkämpft. Der Marathon bietet für zahlreiche Nationen noch ein letztes mal die Möglichkeit doch noch in der Punktewertung aufgenommen zu werden. Eine Top 10-Platzierung in einer Disziplin, oder einer gesamten Sportart wäre dazu nötig.

Im Kampf um den Sieg des Medaillenspiegels und somit offiziellen Titel als beste Wintersportnation der Welt steht es bei den Goldmedaillen zwischen Norwegen und Deutschland so kurz vor dem Ende Gleichstand, 13:13. Deutschland hat im Bobsport, Eishockey und Skilanglauf theoretische Chancen auf Gold, Norwegen nur im Skilanglauf. Realistisch gesehen sind die Chancen für Deutschland auf Gold im Bob recht hoch, im Eishockey durchaus möglich und im Skilanglauf nicht vorhanden. Norwegen hat hingegen recht hohe Chancen im Skilanglauf Gold zu gewinnen. Es wird also vielleicht zu einem Fernduell kommen. Ich sehe die Chancen auf den Gesamtsieg des Medaillenspiegels bei Deutschland etwas höher, es wird aber auf jeden Fall sehr spannend und vor allem extrem knapp! Ich freue mich, wenn auch mit fast zwei Wochen Verspätung, endlich den unerwartet aufregenden letzten Tag der Spiele verfolgen zu dürfen!

Platzierung Land Gold Silber Bronze
1. Norwegen 13 14 10
2. Deutschland 13 8 7
3. Kanada 11 8 9
4. USA 9 8 6
5. Niederlande 8 6 6
6. Schweden 6 6
7. Korea 5 6 4
7. Schweiz 5 6 4
9. Frankreich 5 4 6
10. Österreich 5 3 6
11. Japan 4 5 3
12. Italien 3 2 5
13. Weißrussland 2 1
14. Tschechien 2 2 3
15. Russland 1 6 10
16. China 1 6 2
17. Slowakei 1 2
18. Finnland 1 4
18. Großbritannien und Nordirland 1 4
20. Polen 1 1
21. Ukraine 1
21. Ungarn 1
23. Australien 2 1
24. Slowenien 1 1
25. Belgien 1
26. Neuseeland 2
26. Spanien 2
28. Kasachstan 1
28. Lettland 1
28. Liechtenstein 1




1. Deutschland 1193,61782
2. Norwegen 1118,45805
3. Kanada 1115,51667
4. USA 1053,70805
5. Österreich 717,543103
6. Frankreich 699,17069
7. Japan 643,755747
8. Russland 634,090805
9. Italien 582,883334
10. Schweiz 569,947126
11. Korea 559,06954
12. Niederlande 525,447127
13. Schweden 452,15977
14. China 369,595977
15. Tschechien 339,718391
16. Finnland 229,829885
17. Großbritannien und Nordirland 217,202299
18. Weißrussland 189,266092
19. Polen 178,266092
20. Lettland 153,766092
21. Slowenien 130,601149
22. Slowakei 107,622414
23. Ungarn 102,143678
24. Australien 91,9149425
25. Ukraine 66,3936782
26. Belgien 58,9149425
27. Neuseeland 50
28. Spanien 45,4362069
29. Kasachstan 33
30. Liechtenstein 31,9574713
31. Rumänien 31,4362069
32. Israel 9
33. Dänemark 8
34. Estland 7
35. Bulgarien 5
36. Nordkorea 4,5