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Montag, 20. Mai 2024

ESC 2014-2024 (8/45): Estland

Wie magisch, schafft es Estland, reihenweise Männer zum ESC zu schicken, die ich in erster Linie unangenehm finde. Bei der Hälfte der Beiträge tut es mir deshalb kein bisschen Leid sie auf meinen letzten Platz zu setzen. Zum Glück sind über die Jahre aber auch Lichtblicke und Sternstunden dabei.

Platzierung als Nation in meinen Rankings: 38. (43./39./23.)

Beste Platzierung in meinen Jahresrankings: 3. 2023

Niedrigste Platzierung in meinen Jahresrankings: 42. 2017

Teilnahmen: 10

Bestes Ergebnis beim ESC: 7. mit 106 Punkten 2015

Niedrigstes Ergebnis beim ESC: 18. im Semi mit 24 Punkten 2016

Fangen wir mit dem Positiven an: "Bridges". Schon das erste Hören im Vorentscheid war ein intensives Erlebnis. Es ist eine perfekte Ballade! Bereits der erste Takt ist herausragend! Er baut die Hoffnung auf, dass auch der übrige Teil des Songs so gut ist. Die fortaufende Musik enttäuscht nicht. Im Gegenteil; sie legt immer noch einen drauf, und noch einen. Immer wenn ich mir wünsche dass gleich etwas anderes passiert wie "und jetzt bitte mit einem Cello in die Musik einsetzen", passiert genau das und ein Cello setzt ein u.s.w. Mir wurde beim ersten Hören immer weiter klar, dass Estland damit in dem Jahr ganz weit vorne landen kann. Diese Ballade ist so perfekt, dass sich keine Kritik darüber schreiben lässt. Der Text erzählt von einer harten, aber schließlich befreienden Lebensgeschichte, die viele neurodivergente, introvertierte und andere Menschen teilen. "Bridges" ist ein Song, bei dem ich erstmal einen Moment zum Durchatmen und runterkommen brauche, nachdem ich ihn gehört habe, so intensiv ist dieses Erleben für mich. So hat er meine Bronzemedaille beim ESC 2023 verdient.


Der zweite große Beitrag Estlands ist "Amazing". Der Sound von diesem Song ist fantastisch! Seine Präsentation auf der ESC Bühne ein Showcasing davon, was mit einer Ausbildung zur Musicaldarstellerin möglich sein kann. Tanja wird drei Minuten durch die Luft gewirbelt und liefert dabei einen perfekten Gesang ab. Nicht im Geringsten sind dabei "Schläge" auf den Bauch, oder das Stoppen des Körpers im Gesang zu hören. Beeindruckend! Doch auch ohne dieses Staging ist der Song für sich genommen ESC-Top-10-würdig.

Für "Goodbye to Yesterday" war ich damals mit 14 Jahren wohl zu jung. Anders kann ich mir nicht erklären, weshalb ich den Beitrag in den ersten Jahren meines Hardcore-Fan-Daseins nicht mochte. Das Duett ist ein Ohrwurm und eignet sich ideal für Karaokeabende. Die Tränen von Elina auf der Bühne, einer der Momente die den ESC zu dem Besonderen machen, was es ist. Auch die Szenerie des Liedes gewinnt für mich mit gestiegenem Alter an Attraktivität. Nach dem One Night Stand geht der Mann am Morgen, ohne sich zu verabschieden. Er möchte die Frau nicht aufwecken, weil er denkt dass sie nichts von ihm möchte, obwohl er sich mehr vorstellt. Ein Irrtum, denn sie möchte ihn auch, aber sie werden sich nie wieder sehen und nur der Hund wird Zeuge des Dramas. Haaach, das sind die Geschichten die das Leben schreibt. Die Moral von der Geschicht'? Menschen, sprecht miteinander über eure Gefühle!

"La Forza" ist als Opernpopsong etwas innovatives, das akustisch und optisch auffält. Das ist sehr gut. Für mich ist der Song aber nicht mitreißend genug, weshalb ich ihn als einen mittelmäßigen ESC-Beitrag bewerte. "Play" hat was. Für sein Genre ist der Song richtig stark, nur ist das Genre schwach. Die übrigen Beiträge kann ich nur danach sortieren welche ich weniger unangenehm finde.

Mein Ranking der estnischen Beiträge 2014-2024:


Mittwoch, 15. Mai 2024

Meine Top 45 ESC-Nationen 2014 - 2024

Bis zuletzt war ich mit den Feierlichkeiten zum Sieg der Schweiz beschäftigt, weshalb es einige Zeit dauerte, bis ich mein Ranking für den diesjährigen ESC fertigstellen konnte. Damit im Gepäck, konnte ich die untenstehenden Statistiken berechnen, welches Land seit meinem Hardcore ESC-Fan-Dasein seit 2014 wie sehr in meiner Gunst stand. Dies ist der zweite Blog-Beitrag einer Serie. Im ersten Teil findest du weitere Erklärungen dazu.

Zum Verständnis: Das Pandemie-Jahr 2020 habe ich hierfür rausgelassen. Das gilt auch für die darauf folgende Serie, in der ich jeden Tag die Beiträge eines Landes aus meiner heutigen Sicht bewerte und mein Empfinden zu dem jeweiligen ESC-Land kundtue. Die Beiträge des abgesagten Jahrgangs sind nie auf der ESC-Bühne präsentiert wurden. Der EuroVISION Song Contest ist nicht nur ein Musikwettbewerb, sondern auch die größte TeleVISION-SHOW der Welt. Der Auftritt an sich und wie er bei den Zuschauenden vor dem Bildschirm ankommt, ist ein wesentlicher Bestandteil der Beiträge. Alleine schon deshalb, sind die Beiträge von 2020 für mich - nicht abstrichfrei - mit anderen vergleichbar. Außerdem erinnere ich mich nicht gerne an die Pandemie Zeit zurück und schließlich möchte ich an der ganzen Geschichte auch Spaß haben. Der Beitrag der Niederlande dieses Jahr wurde auf der ESC-Bühne in einer Live TV-Show mit Voting aufgeführt und ist deshalb (trotz seiner umstrittenen Disqualifikation zwischen Halbfinale und Finale) Teil dieser 398 Beiträge der zehn wertbaren Jahre von 2014 bis 2024. Ich warne schon einmal vor, dass Länder mit insgesamt starken Ergebnissen, bei mir persönlich teilweise nicht so gut ankommen. Dafür treffen manche Länder, die beim ESC eher als Daueraußenseiter gelten, häufig voll meinen Nerv.

Um anhand von nackten Zahlen ausfindig zu machen, welches Land ich über diese zehn ESC-Ausgaben hinweg wie sehr mag, habe ich drei verschiedene Berechnungsmethoden zur Hand genommen, und diese schließlich zusammengefügt.

Die simpelste Form nach der Frage wie gut ich die Beiträge der Länder in ihrer Gesamtheit finde, ist es, ihre Durchschnittsplatzierung in meinem Ranking auszurechnen, das ich jeweils ("direkt") nach dem Finale sorgfältig erstellt habe. Allerdings ist dieses Verfahren nicht ganz fair und aussagekräftig, weshalb es nur eine von drei Komponenten meiner Berechnung ausmacht. Für alle Tabellen gilt übrigens, dass bei Punkt- und Zahlengleichheit die beste Einzelplatzierung als Stichwert für die Platzierung ausschlaggebend war. Hier das Ergebnis der Durchschnittsplatzierungen der einzelnen Länder in meinen Ranglisten von 2014-2024:


Demnach ist Australien mein Lieblingsland beim ESC und das könnte auch meinem subjektiven Empfinden nach so sein. Aktuell bin ich nicht ganz auf ein Lieblings-ESC-Land festgelegt. In der Vergangenheit waren das phasenweise Slowenien (4. in dieser Statistik), Lettland (5.) und Bulgarien (3.).

Das eigene Land berwertet man üblicherweise besser, als wenn es nicht das eigene Land wäre. So hat Deutschland nur selten Platzierungen ganz weit unten, was zu einer vergleichsweise guten Durchschnittsplatzierung von 17,7 führt. In dieser Liste bringt das Platz 14 ein. Es ist "nur" Platz 14, da die deutschen Beiträge seit 2014 bekanntermaßen nicht gerade die beste Ära einer Nation beim ESC bilden. Dennoch mag ich die deutschen Beiträge in der Regel. Lediglich reicht es in meinen Rankings nicht für ganz vorne.

Ganz hinten im Tableau befindet sich Italien. Das überrascht vielleicht andere, mich aber überhaupt nicht. Italien empfinde ich persönlich subjektiv als das schwächste ESC-Land (der letzten zehn Jahre). Fast jedes Jahr kann ich mit dem italienischen Beitrag nur wenig anfangen. Der Durchschnitt von Platz 31 entspricht auch meinem Empfinden der italienischen Beiträge. Das bedeutet natürlich dass Italien oft noch weit niedriger als Platz 31 gerankt ist. Die meiste Musik des San Remo Festivals ist einfach nicht "My Cup of Tea" wie der Brite es sagt. In den meisten Jahren gibt es zwar ein bis drei Beiträge die mir wirklich gefallen, diese gewinnen dann aber nicht. Lediglich in einem Jahr hat mich der italienische Song sehr berührt. Ich höre ihn immernoch gerne, allerdings nicht den Live Auftritt im ESC-Finale. Mehr dazu, wenn ich in dieser Serie über Italien schreibe.

Zypern befindet sich in dieser Wertung direkt über Italien. Auch hier gilt das Prinzip "not my Cup of Tea". Zypern scheint sich darauf festgelegt zu haben jedes Jahr einen Girlbop zum ESC zu schicken. Damit ist es schwierig mich zu überzeugen. Aber auch hierzu mehr im Serienbeitrag von Zypern.

Dass Estland so weit unten gelandet ist, überrascht mich ein klein wenig. Es gab zwar eine lange Phase in der ich alle Beiträge aus Estland schwach fand, doch manchmal waren estnische Beiträge bei mir ganz vorne dabei. Im Durchschnitt ist es trotzdem der drittletzte Platz.

Ein großes Problem dieser Berechnungsmethode wird schon ganz oben in der Liste deutlich. Bosnien-Herzegowina war seit 2014 nur ein mal beim ESC dabei. Der Beitrag hat in meinem Ranking schließlich Platz zehn belegt. Damit hat das Land eine Durchschnittsplatzierung von genau zehn (wie auch Australien mit seinen neun Teilnahmen). Ich würde aber keinesfalls sagen dass Bosnien-Herzegowina in diesem Zeitraum mein Lieblings oder Zweitlieblings-ESC-Land ist. Schließlich gibt es nur einen Beitrag aus diesem Land den ich mag, und dieser ist zwar knapp in meine Top 10 gekommen, aber doch weit von einem Sieg entfernt gewesen. Länder die weniger Teilnahmen haben, tendieren aus rein mathematischen Gründen zu einer extremeren (also hohen oder niedrigen) Durchschnittsplatzierung, als das bei Ländern der Fall ist, die immer dabei sind. Deshalb ist diese Berechnungsmethode allein, aus meiner Sicht, nicht geeignet um die Performance von ESC-Ländern über einen längeren Zeitraum hinweg zu bewerten und zu ranken.

Außerdem sehe ich beim Wettbewerb ESC ein Stück weit das Leistungsprinzip, ähnlich wie im Sport. Wer ein bisschen Leistung erbracht hat, die für den vorletzten, oder auch nur letzten Platz gereicht hat, hat mehr Leistung erbracht als diejenigen, die gar nicht teilgenommen, also gar keine Leistung erbracht haben. Deshalb habe ich ein zweites Ranking mit Durchschnittsplatzierungen berechnet. Dabei hat jedes Land für die Jahre, in denen es nicht teilgenommen hat, als Platzierung einen Platz schlechter als den letzten Platz erhalten. Ein Beispiel: Im Jahr 2014 waren 37 Länder dabei. Das heißt alle Länder dieser 45, die in dem Jahr nicht dabei waren, haben für das entsprechende Jahr die Platzierung 38 als Grundlage zur Berechnung der Durchschnittsplatzierung erhalten. Das ist natürlich auch nicht ganz fair, deshalb wird dieses Ergebnis noch mit den anderen kombiniert. Schauen wir aber zuerst auf dieses zweite Ergebnis von Durchschnittsplatzierungen mit der Berücksichtigung von Nicht-Teilnahmen:


Nach dieser Berechnung sind meine üblichen Verdächtigen Slowenien und Lettland auf Platz eins und zwei. An die beiden habe ich jedes Jahr sehr große Erwartungen und werde nur manchmal enttäuscht. Den dritten Platz macht die Schweiz, was mich ein bisschen überrascht. Zwar empfinde ich die Schweiz subjektiv als überdurchschnittlich starkes Land, aber eigentlich nicht als so gut, dass ich überlegen würde, es auf Platz drei zu ranken. Beim genaueren Hinsehen auf die nackten Zahlen fällt mir aber auf, dass die Schweiz es in sechs der zehn Jahre in meine Top 10 geschafft hat. In der Mehrheit der Jahre fiebere ich also sehr mit den schweizer Beiträgen mit. Deutschland erreicht als Dauerteilnehmer ohne ganz schlechte Ausreißerplatzierungen hier Platz 10.

Ganz unten stehen Luxemburg und Bosnien-Herzegowina, welche nur ein mal in den zehn Jahren dabei waren. Selbst wenn sie mit ihrer Teilnahme meine Sieger gewesen wären, können sie damit nicht gegen diejenigen ankommen, die regelmäßig teilnehmen. Bei nur einem Beitrag sind beides aber auch nicht Länder die mir früh in den Sinn kommen, wenn ich an meine Lieblings-ESC-Nationen denke. Belarus hat in diesem Zeitraum sechs mal teilgenommen und dabei etwas unterdurchschnittliche Platzierungen bei mir erreicht. Von einem Sieg war Belarus bei mir jedes Jahr weit entfernt.

Emotional machen die eigenen ESC-Lieblingsnationen vor allem aus, dass es Beiträge aus diesen Ländern gibt, die man abgöttisch liebt und für die man besonders stark in den einzelnen Jahren mitgefiebert hat. Dabei gilt auch dass ein persönlicher Siegersong, oder zweiter bzw. dritter Platz eine viel stärkere Emotionalität erzeugt, als beispielsweise eine untere Top 10 Platzierung. Ob ein Song bei einem selbst Platz 15 oder Platz 35 erreicht hat, macht in der langfristigen emotionalen Bindung zu diesem ESC-Land kaum einen Unterschied. Deshalb habe ich eine dritte Methode zur mathematischen Berechnung der Emotionalität verwendet. Hierbei habe ich ganz simpel jedes Jahr an meine persönlichen Top 10 von nach den Shows Punkte von 1 bis 12 im ESC-Stil vergeben. Das Land das 2014 meinen Sieger stellte, erhält dafür also 12 Punkte. Das Land meines zweiten Platzes 10 Punkte u.s.w. Das gleiche erfolgt mit 2015, 2016 u.s.w. Mit dieser Methode wirkt sich eine Nicht-Teilnahme nicht allzu stark aus, wie bei der letzten Tabelle, da die große Mehrheit der Länder im einzelnen Jahr alle keine Punkte bekommen, egal ob sie auf Platz 11 gelandet sind, oder gar nicht teilgenommen haben. Hier ist das Ergebnis dieser Punktevergabe:


An der Spitze sind die einzelnen Länder ganz eng beeinander. Knapp geht der erste Platz an Australien. Punktgleich dahinter ist (zu meiner Überraschung) die Schweiz. Wer jedoch fast Dauergast in den Top 10 ist, sammelt hier natürlich ordentlich Punkte ein. Mit nur einem Punkt weniger steht Bulgarien auf Platz drei. Das Land hat zwar nur in fünf von zehn Jahren teilgenommen, dabei aber beeindruckende drei Mal(!) meinen persönlichen Sieger gestellt. Man kann sich vorstellen wie traurig ich bin, dass Bulgarien derzeit nicht beim ESC dabei ist. Obwohl ich mein eigenes Land Deutschland unvermeidbar besser bewerte, erhält es in dieser Wertung nur drei Punkte und den 38. Platz. ESC-Fan aus Deutschland zu sein ist das Jahrzehnt 2014-2024 etwas deprimierend...

Belarus und Bosnien-Herzegowina haben mit einem einmaligen zehnten Platz gerade so einen Punkt erhalten. Kroatien, Dänemark, Luxemburg und Zypern waren in zehn Jahren nicht ein einziges Mal in meiner persönlichen Top 10. Kroatien und Dänemark waren mit Platz 12 immerhin nah dran. Dennoch stehe ich entsprechend eher emotionslos diesen Ländern gegenüber. Luxemburg war nur ein mal dabei und ist mit Platz 23 im Mittelfeld gelandet. Zypern hat bei seinen zehn Teilnahmen als beste Platzierung nur die #24 geschafft. Es gab seit meinem Hardcore-ESC-Fan-Dasein noch nie einen Beitrag aus Zypern mit dem ich so richtig mitgefiebert habe. Zypern ist mir ausnahmslos(!) jedes Jahr mehr oder weniger egal.

Zusammengefügt ergeben diese drei Wertungen das ultimative Endergebnis meiner Top 45 ESC-Länder der letzten 10 Jahre:


Zahlen lügen nicht und die Zahlen sagen dass Australien mein ESC-Lieblingsland ist. Herzlichen Glückwunsch an Australien und alle australischen Fans! Mit diesem ersten Platz bin ich sehr zufrieden und einverstanden. Slowenien und Lettland haben über die Zeit ein klein wenig an Appeal für mich verloren. Bulgarien ist auf lange Sicht einfach zu selten dabei, als dass es meine Nummer eins sei. Ohne nachzudenken hätte ich vermutlich geantwortet dass ich Slowenien derzeit am ehesten als mein Favoritenland sehen würde. Deshalb passt der zweite Platz hier sehr gut. Der überraschende dritte Platz mit beeindruckend vielen Top 10 Platzierungen und neulichst auch einem persönlichen Siegerbeitrag ist die Schweiz. Für Lettland gibt es nur den vierten Platz. Eine dicke Überraschung ist für mich Israel auf Platz fünf. Subjektiv, ohne Nachdenken, hätte ich das Land als durchschnittlich, vielleicht leicht überdurchschnittlich bezeichnet. Mit Litauen auf Platz sechs bin ich auch glücklich. Frankreich hat den Bonus dass ich den Klang der französischen Sprache Liebe. Albanien schickt mit seinen Powerballaden ein Genre zum ESC auf das ich gerne anspringe. Der neunte Platz von Bulgarien, das immerhin drei der zehn Sieger stellt, enttäuscht, ist aber den wenigen Teilnahmen zu Schulden. Ungarn war in einem drei-Jahres-Streak fantastisch. Drei Jahre reichen insgesamt aber gerechtfertigter Weise nur für Platz 10. San Marino sehe ich als einen meiner Lieblinge und hätte ich mir gerne rund um Platz 5 gewünscht. Die Jahre in denen ich ihren Beitrag nicht mochte verdränge ich leicht. So ist es dann doch nur Platz 11.

Deutschland landet mit Platz 20 in der Mitte. Das passt soweit. Mich überrascht dass Portugal nur auf Platz 32 steht. Ganz unten befindet sich zu meiner Überraschung nicht Italien, sondern Zypern, dem ich gänzlich leidenschaftslos begegne. Italien wurde dann doch von seinem einen Top Beitrag gerettet. Luxemburg hat mit einer Teilnahme, die insgesamt okay war, über die zehn Jahre hinweg zu wenig geboten und ist verständlicher Weise auf dem vorletzten Platz. Ich freue mich aber sehr, dass Luxemburg wieder dabei ist und bin gespannt auf die nächsten Jahre. Belarus hat in den zehn Jahren zu selten Freudensprünge bei mir ausgelöst, um andere Nationen hinter sich zu lassen.

Nun folgt täglich ein Blog-Beitrag zu jedem der 45 Länder. Darin enthalten ist u.a. mein persönliches Ranking der bis zu zehn Beiträge des Landes, wie ich sie Heute bewerte. Teilweise hat sich an meinen damaligen Bewertungen einiger Beiträge viel geändert. Garniert wird das Ganze von einer Einschätzung zu dem jeweiligen Land in den letzten zehn Jahren. Die Beiträge starten mit dem letzten Platz Zypern und gehen dann hoch bis Platz 1 Australien.

Sonntag, 19. Mai 2019

65. Eurovision Song Contest 2020 in der Niederlande - Was steht schon fest?

Die Niederlande hat den ESC 2019 gewonnen. Laut Regelwerk soll alles daran gesetzt werden, dass die Rundfunkanstalt, die im Vorjahr siegte, den aktuellen ESC austrägt. Aus der Niederlande gab es selbstverständlich auch schon die Bestätigung, das man den ESC 2020 in der Heimat veranstalten möchte, doch das ist nicht alles. Bereits wenige Stunden nach dem Finale gaben mehrere öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalten unseres Nachbarlandes bekannt, dass sie gemeinsam den ESC austragen wollen und verschiedene Kompetenzen bezüglich der Austragung untereinander aufteilen wollen. Die angesprochenen Sendergruppen sind AVROTROS, NPO und NOS. Letzterer Sender war ganz lange der niederländische Sender für den ESC. Nachdem der Wettbewerb im Land nachhaltig an Beliebtheit verlor, wurde ab der ESC-Saison 2010/2011, die Aufgabe den ESC-Beitrag zu stellen, an den Rentner-Sender TROS übertragen. Die Austragung des Wettbewerbs möchte sich NOS aber anscheinend nicht entgehen lassen. Auch NPO möchte sich in diese ehrenvolle Aufgabe einmischen. Vergessen sollte man aber nicht, dass die Leistung für diesen Sieg ganz allein von TROS erbracht wurde.

Auch unter den Städten zeichnet sich ein harter Kampf um den Gastgeberstatus ab. Es haben bereits Amsterdam, Rotterdam, Den Haag, Maastricht, Arnheim und Zwolle angekündigt, sich auf den ESC 2020 als Gastgeberstadt zu bewerben. Mit weiteren Bewerberstädten ist zu rechnen. Bis wir wissen wo genau der ESC stattfinden wird, müssen wir uns noch einige Zeit gedulden.

Mögliche Termine für den ESC 2020 sind der 02., 09., 16., 23. und 30. Mai. Der Termin richtet sich immer nach den Terminen von anderen europäischen Großereignissen, damit es keine Überschneidungen gibt, denn das würde der Aufmerksamkeit aller dieser Ereignisse schaden. Die UEFA Champions League hat ihre Termine auf den 28./29.04. und 05./06.05. gelegt. Somit dürfte der Finaltermin des 09.05. für den ESC herausfallen. Die UEFA Europa League gibt es am 30.04. und 07. 05.. Damit sind die ESC-Finaltermine vom 02.05. und 09.05. blockiert. Der German Football Cup hat seinen großen Tag am 23.05., womit auch dieser Termin für den ESC sehr unwahrscheinlich wird. Nächstes Jahr soll ein Formel 1-Grand Prix in der Niederlande stattfinden. Dessen Termin wurde noch nicht festgelegt, wäre aber auch ein fast-Ausschluss-Kriterium für die EBU, an diesem Wochenende das ESC-Finale abzuhalten. Somit bleiben derzeit nur der 16. und 30.05. übrig. Angesichts dessen, dass wir dieses Jahr den 18.05. als Termin hatten, gilt der 16.05. also sehr wahrscheinlicher Termin für den ESC 2020.

Ein Phänomen, das erst sehr neu in der ESC-Bubble ist, ist dass reihenweise Nationen ihre Teilnahmen am ESC schon vor dem Ende des Vorjahreswettbewerbs bekunden. Derzeit sind es bereits 16 Nationen, die ankündigten am ESC 2020 teilzunehmen. In manchen von ihnen läuft schon seit einiger Zeit die Bewerbungsfrist für den Vorentscheid, oder ist sogar schon vorbei. Diese 16 Länder werden nächstes Jahr wieder dabei sein:

Australien
Belgien
Dänemark
Deutschland
Estland
Finnland
Montenegro
Niederlande
Norwegen
Österreich
Portugal
Rumänien
Schweden
Tschechien
Ukraine
Weißrussland

Die Tickets gehen natürlich erst in den Verkauf, wenn die Halle ausgewählt und die Bühne designt worden ist. Die erste Ticketrunde gibt es in der Regel im November, oder Dezember.

Freitag, 10. Mai 2019

Estland: Ein kaputter Sturm

Nach 50 Minuten Probenzeit auf der ESC-Bühne hat Estland es kein einziges Mal geschafft, einen Durchlauf zu proben, der funktioniert hat. Es gibt große technische Probleme mit der visuellen Sturmillusion. Estland hat jetzt nur noch die Generalprobe, direkt vor dem Juryhalbfinale. Keine Ahnung ob und wie sie das Problem noch beheben wollen, so können sie es aber nicht vor 200 Millionen Zuschauern ausstrahlen. Estland steckt in einer großen Kriese. Auch wenn ich den gesamten Beitrag nicht mag, hoffe ich für die Künstler, dass alle Probleme bis Montag behoben werden, denn an Victor liegt es auf keinen Fall. Er macht einen tollen Job.





Sonntag, 5. Mai 2019

Estland: Ein Sturm der durch die Halle wütet

Estland hat den Auftritt aus dem Vorentscheid 1:1 auf die ESC-Bühne kopiert. Warum sollten sie es auch ändern? Es war bereits teuer produziert und gut einstudiert, es funktionierte und passte zum Song. Außerdem war das Staging ein mitentscheidender Grund für den Sieg beim Vorentscheid.

Deshalb gibt es nicht viel zu berichten. Das war zu erwarten und genau das bringt Estland auf die Bühne. Der Zuschauerraum wird durch modernste, visuelle Technik in ein Unwetter verwandelt. Victor steht mitten darin und bändigt dieses Unwetter ein bisschen mit seinen Bewegungen.

Ich finde das Staging, sowie den gesamten Beitrag nach wie vor eher langweilig und vergesslich, als aufregend. Es gibt hierbei nichts das Emotionen bei mir hervorruft. Zu dem Radiosong kann man ein bisschen mit wippen und dank des eingängigen Textes auch leicht mitsingen. Das ist alles. Langweilig, unauffällig, einseitig. Dafür schaue ich nicht den ESC. Dennoch liegt Estland bei den Buchmachern und im Fan-Voting im Mittelfeld. Man hat übrigens zwei etwas unterschiedliche Stagings auf Lage und sich noch nicht entschieden, was davon letztendlich zur Anwendung kommen soll. Die erste Probe war weder beeindruckend, noch überraschend.





Sonntag, 17. Februar 2019

"Storm" gewinnt Eesti Laul 2019!

"Storm" von Victor Crone wird Estland beim 64. Eurovision Song Contest 2019 Dare to Dream in Tel Aviv repräsentieren!

Beinahe hätte "Storm" den Einzug in das Superfinale der Top 3 Songs verpasst, denn die Jury wertete den Beitrag nur auf den 9. Platz. Es kann gut sein, dass Ähnliches auch beim ESC passieren wird. Damit meine ich dass die Jury Estland aus dem Finale werfen könnte, obwohl das Publikum den Song deutlich ins Finale gebracht hätte.

Wenn es nach der Jury ginge, hätte "Without You" von Stefan den Vorentscheid sehr deutlich gewonnen, doch im Televoting war es nur der 4. Platz für diesen Beitrag. Im Superfinale verständlicher Weise der letzte Platz. "Pretty Little Liar" von Uku Suviste wurde 2. im Televoting, zog als 2. ins Superfinale ein und wurde dort wieder 2. bei reinem Televoting. Sehr solide, reicht aber trotzdem nicht für den Sieg. Den 3. Platz im Televoting der ersten Runde holte sich völlig überraschend mein Favorit "Coming Home" von Inger. Zusammen mit dem 10. Platz bei der Jury wurde das Superfinale aber deutlich verfehlt.

Hier gibt es das gesamte Ergebnis in einer Tabelle aufgeschlüsselt. Die 3 Songs mit den meisten Punkten aus der ersten Runde zogen in das Superfinale ein, in der das Publikum mit reinem Televoting alles allein in der Hand hatte. Bei Punktgleichheit in der ersten Runde überwog das Televoting. In diesem Fall eine alles entscheidende Regel. Ebenfalls in der Tabelle sind das Ergebnis des Fan Votings von My Eurovision Scoreboard (Stand: 17.02./00:32) und meine persönliche Rangliste, nach der Show, zu sehen. Durch den Auftritt im Finale habe ich "Pretty little Liar" von Platz 5 auf Platz 2 angehoben und die Positionen von "Milline päev" und "Strong", auf den Plätzen 10 und 11 vertauscht:

Platzierung Punkte (Jury/Televoting) My Ranking Ranking im Fanvoting Punkte im Fanvoting Songtitel Interpret
1. 14 (2/12) 8. 1. 6.800    Storm Victor Crone
2. 15 (5/10) 2. 2. 5.684    Pretty little Liar Uku Suviste
3. 19 (12/7) 5. 4. 4.611    Without You Stefan
4. 14 (8/6) 11. 10. 2.316    Strong Sissi
5. 12 (10/2) 10. 7. 3.141    Milline päev Lumevärv feat. Inga
6. 9 (1/8) 1. 11. 2.285    Coming Home Inger
7. 9 (4/5) 7. 8. 2.622    High Heels in the Neighbourhood The Swingers
8. 7 (6/1) 9. 5. 4.595    Soovide puu Sandra Nurmsalu
9. 7 (7/0) 6. 6. 3.565    Cold Love Kerli Kivilaan
10. 6 (3/3) 4. 9. 2.554    Believe Kadiah
11. 4 (0/4) 12. 12. 1.218    I'll do it my Way Synne Valtri
12. 0 (0/0) 3. 3. 5.422    Hold me close xtra basic & Emily J

Eine große Überraschung ist es auch dass "Hold me close" Letzter wurde. Im Vorfeld des Finals wurde dieser Beitrag als möglicher Gewinner gehandelt.Eine Regel die ebenfalls die entscheidende Auswirkung auf den Gewinner hatte, ist was bei Punktgleichheit im Juryvoting passiert. "Milline päev" und "Strong" hatten beide 46 Punkte im Juryvoting. "Milline päev" wurden die 10 Punkte angerechnet, "Strong" erhielt nur 8 Punkte von der Jury. Hätte "Strong" dien 10er der Jury erhalten, wäre "Storm" nicht ins Superfinale gekommen und "Pretty little Liar" hätte wohl den Vorentscheid gewonnen. In Estland war wirklich jeder Punkt und jede noch so unwichtig erscheinende Regel entscheidend.

Victor Crone ist Schwede und trat 2015 in seinem Heimatland bei den Melodifestivalen an. Dort reichte es für ihn mit "Det rär vi inte för" für den 4. Platz in seinem Halbfinale. In der Andra Chansen musste er gegen Victor & Sami antreten, die mit ihrem Song "Groupie" das Finale nur um 0,02% verpassten. Victor verlor natürlich das Duell gegen "Groupie", welches später den 8. Platz im Finale (6. im Televoting) belegte. Damit wurde Victor insgesamt 16..

Victors Song "Storm" stammt aus der Feder von Stig Rästa, der 2015 das Eesti Laul mit dem selbst geschriebenen Song "Goodbye to Yesterday", im Duett mit Elina Born, gewann, und beim ESC den 7. Platz belegte.

Ich sortiere Estland folgendermaßen in meine Rangliste ein:

1. Australien
2. Albanien
3. Großbritannien und Nordirland
4. Spanien
5. Tschechien
6. Estland
7. Frankreich
8. Montenegro
9. Italien

In Estland hat der Sieger des Fan Votings gewonnen. Entsprechend ist Estlands Platzierung im Fan Voting der ESC-Rangliste auch ganz ordentlich. Hier der Stand von My Eurovision Scoreboard um 00:59 Uhr (17.02.):

...
2. Spanien 17.113
3. Frankreich 14.927
4. Albanien 13.770
5. Estland 13.747
6. Großbritannien und Nordirland 13.502
7. Australien 10.628
8. Slowenien 9.711
…

Hier kannst du den Song von Estland beim ESC 2019 hören:


Samstag, 16. Februar 2019

Estland wählt Song für Tel Aviv

Seitdem ich ESC-Fan bin hat das Eesti Laul immer ein Song gewonnen den ich nicht mochte. Heute hat Estland viele Chancen diese Tatsache zu durchbrechen und nur wenige Chancen sie fortzuführen. Hoffen wir auf das Beste.

In zwei Wertungsrunden wird der Vertreter für den 64. Eurovision Song Contest 2019 Dare to Dream in Tel Aviv gewählt. Die 12 Finalqualifikanten werden zu jeweils 50% von der Jury und vom Televoting mit Punkten bewertet. Die 3 Songs mit den meisten Punkten ziehen ins Superfinale ein. Dort entscheidet alleinig ein neues Televoting über das Ergebnis.

Die Ranglisten für die Halbfinals musste ich auf Basis der Musikvideos, also Studioversionen der Songs, erstellen. Für meine Finalrangliste vor der Show konnte ich die Auftritte aus den Halbfinals als Wertungsgrundlage nehmen. Da die Songs live anders klingen, hat sich auch ein bisschen was in den Rankings verändert. Insbesondere "Pretty Little Liar" von Uku Suviste hat mich live sehr enttäuscht. Im 2. Halbfinale war es noch mein Sieger. Im Finale ist es nur der 5. Platz.

Hier gibt es die Liste der Finalisten, inklusive des aktuellen Standes des Fanvotings von My Eurovision Scoreboard (16.02./12:33), der vorläufigen Auftrittsreihenfolge im Finale und meiner persönlichen Rangliste:

Ranking im Fanvoting Punkte im Fanvoting My Ranking Startnummer Songtitel Interpret
1. 6.382    8. 3    Storm Victor Crone
2. 5.276    5. 10    Pretty little Liar Uku Suviste
3. 5.153    2. 5    Hold me close xtra basic & Emily J
4. 4.306    9. 12    Soovide puu Sandra Nurmsalu
5. 4.290    4. 8    Without You Stefan
6. 3.304    6. 4    Cold Love Kerli Kivilaan
7. 2.918    11. 2    Milline päev Lumevärv feat. Inga
8. 2.431    7. 9    High Heels in the Neighbourhood The Swingers
9. 2.379    3. 6    Believe Kadiah
10. 2.153    1. 11    Coming Home Inger
11. 2.146    10. 1    Strong Sissi
12. 1.079    12. 7    I'll do it my Way Synne Valtri

Um 17:45 Uhr Mitteleuropäischer Zeit (MEZ), also 18:45 Uhr Ortszeit, geht es los. Hier und hier gibt es zwei verschiedene Livestreams von ERR, mit denen du das Finale des Eesti Laul verfolgen kannst. Bis 20:00 Uhr (MEZ) geht der erste Teil der Show. Die finale Entscheidung gibt es von 20:30 Uhr bis 21:45 Uhr (MEZ).

News Kompakt (36)

Es ist wieder Samstag im Februar. Das bedeutet für ESC-Fans, das wir uns wieder ganz intensiv der schönsten Nebensache der Welt widmen können; dem Eurovision Song Contest. Die zweite Februar Hälfte hat begonnen. Wir wissen inzwischen zwar 21 der 42 Interpreten, also genau die Hälfte, aber erst 8 Songs! Es fühlt sich so an als stehe die gesamte Vorentscheidungssaison noch bevor und käme gerade erst ins Rollen, wir sind aber schon mitten drin. Ich glaube nicht dass es schon einmal so lange gedauert hat, bis wir ESC-Fans eine gewissen Anzahl an Songs in unsere ESC-Playlist des Jahres aufnehmen konnten. Besonders bei den internen Auswahlen hakt es dieses Jahr. Bisher gab es keinen einzigen Song Release von diesen Ländern. Die meisten haben ihren Termin dafür erst wenige Tage vor dem Ablauf der Frist am 11.03. angesetzt.

Heute Abend kommen aber garantiert vier Songs dazu. Denn so viele Nationen wählen heute ihren Song durch den Vorentscheid. In sechs weiteren Ländern findet ein Halbfinale statt. Morgen folgt dann noch das Finale in Rumänien und damit einhergehend ein weiterer Song. Hier gibt es einen Überblick über die Shows von heute Abend (alle Zeiten sind auf die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) gerechnet:

17:45 Uhr: Estland - Finale - Eesti Laul
18:00 Uhr: Ukraine - 2. Halbfinale - Vidbir
19:00 Uhr: Georgien - Top 6 Liveshow - Sakartvelos varksvlavi
19:30 Uhr: Ungarn - 2. Halbfinale - A Dal
20:00 Uhr: Slowenien - Vorentscheid - EMA
20:00 Uhr: Kroatien - Vorentscheid - Dora
20:00 Uhr: Schweden - 3. Halbfinale - Melodifestivalen
20:00 Uhr: Litauen - 2. Halbfinale - Eurovizijos
20:25 Uhr: Lettland - Finale - Supernova
20:45 Uhr: Island - 2. Halbfinale - Söngvakeppnin
22:09 Uhr: Portugal - 1. Halbfinale - Festival da Cancao

Zu den Finals in Estland und Lettland, sowie den Vorentscheiden von Slowenien und Kroatien folgt hier noch ein eigener Post mit allen wichtigen Informationen für die Show. Wer eine der anderen Shows im freien Fernsehen nicht empfängt, sie aber trotzdem sehen möchte, schaut am Besten auf dieser Website vorbei, die Links für Livestreams der Sendungen sammelt.

Hier gibt es noch einige Meldungen, die sich im Laufe der Woche angesammelt haben, aber zu klein sind, als dass sich, nach meinem Ermessen, ein eigener Post dafür lohnen würde.

Montenegro - Der Song "Heaven" wird überarbeitet werden. Wann wir den Revamp zu hören bekommen, ist noch nicht bekannt.

Italien - Wenige Stunden nach der Pressekonferenz, im Anschluss an Mahmoods Sieg des San-Remo Festivals, kündigte er den Medien an sich doch noch nicht sicher zu sein, ob er zum ESC fahren möchte. Ihm war vorher nicht bewusst wie groß der Aufwand ist, an der Eurovision teilzunehmen. Die meisten Menschen denken halt dass man mal eben für ein paar Tage zur austragenden Stadt fliegt und es das dann war. Die zwei Monate lange Vorbereitung auf den Wettbewerb hat Mahmood erschlagen und zurückschrecken lassen. Am Dienstag Nachmittag hat er aber endgültig entschieden, sich nicht die Chance nehmen zu lassen, mit "Soldi" am Eurovision Song Contest teilzunehmen.

Matteo Salvini, der Innenminister von Italien, zeigt sich auf Twitter bestürzt darüber dass Mahmood das San-Remo Festival gewonnen hat. Ihn stört es vor allem, dass Mahmood einen ägyptischen Vater hat. Um den geht es übrigens in dem Song "Soldi". Er hat mehrere Frauen auf der ganzen Welt geschwängert und mit ihren Kindern im Stich gelassen. Deshalb fühlt sich Mahmood auch zu 100% als Italiener. Salvini ist zwar nur eine Person, allerdings muss man davon ausgehen, dass sehr viele Menschen in Italien so denken. In Frankreich gibt es bereits ähnliche Probleme, weil Bilal Hassani schwul ist und marokkanische Wurzeln hat.

Deutschland - Peter Urban wird 2019 zum 22. Mal den Eurovision Song Contest für die ARD kommentieren. Babsi alias Barbara Schöneberger wird wieder das größte ESC-Public-Viewing von der hamburger Reeperbahn moderieren. Die dortige Party wird ab 20:15 Uhr und nach Ende der Show aus Israel wie gewohnt in der ARD am Finalabend live übertragen.

Finnland - Wie geplant wurde der zweite der drei Songs des Vorentscheides Uuden Musikiin Kilpailu vorgestellt. Er heißt "Superman" und wird natürlich von Sebastian Rejman gesungen. Darude ist der DJ, von dem drei Songs beim Vorentscheid zur Auswahl gestellt werden. Ich äußere mich hier zu den Songs wenn alle drei veröffentlicht wurden.

Litauen - Monika Marija startet heute Abend im 2. Halbfinale von Eurovizijos mit ihrem Song "Criminal". Letzte Woche ist sie bereits souverän mit "Light on" ins Finale eingezogen. Diesen Titel mag sie offensichtlich mehr als "Criminal". Monika bittet die Jury heute darum, ihr keine Punkte zu geben. Auch die Zuschauer sollen ihr Geld sparen und heute nicht für sie anrufen. Sofern "Criminal" ins Finale kommt, wird sie den Song dort nicht singen! Stattdessen möchte sie versuchen mit "Light on" zum ESC zu fahren. Damit ist "Criminal" quasi ausgeschieden, was ich sehr bedaure. Diesen Song finde ich noch viel besser als "Light on". Letzterer hat in der ersten Runde aber ein besseres Ergebnis eingebracht. Man muss Monika für diese Entscheidung nicht verstehen, es reicht zu versuchen sie zu akzeptieren. Trotz allem wird sie "Criminal" heute mit aller Leidenschaft singen.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Estland: Ergebnisse vom 2. Halbfinale vom Eesti Laul 2019

Können sich bitte die Songs vom Eesti Laul auf die Vorentscheide der anderen Länder aufteilen und dort alle gewinnen? Ich möchte 18 der 24 Songs so gerne beim ESC sehen!

Noch weiß ich nicht wie ich mich zwischen "Coming Home" und "Pretty Little Liar" als Sieger des Vorentscheides entscheiden soll. Beide wären typische Top-Songs für den ESC. Auch "Hold me close" und "Halleluja" stehen den beiden nur ganz leicht nach.

In jedem der letzten Jahre beim Eesti Laul wäre "Wo sind die Katzen?" mein ganz klarer Sieger gewesen. Bei diesem Jahrgang reicht es nur für Platz 3 im Halbfinale. Es ist einer dieser Songs die du entweder liebst, oder hasst. Ich liebe ihn. Außerdem, wie toll wäre es einen deutschen Song für Estland beim Eurovision Song Contest zu haben?! Ich finde es schon schade dass es ausgeschieden ist. Eine kleine Hoffnung dass die Katzensucher der/die/das Eesti Laul gewinnen könnten, hatte ich schon.

"Cold Love" und "Believe" wären auch eine großartige Wahl für den ESC. Mit "Kui isegi kaotan", "Follow me back" und "Strong" wäre ich auch noch zufrieden.

Wie auch schon im 1. Halbfinale, sind wieder 12 Songs angetreten, von denen 6, mit jeweils 50% Entscheidungskraft bei Jury- und Televoting, ins Finale gewählt wurden. Es wurden keine Voting Ergebnisse verkündet, sondern nur wer im Finale dabei ist, und wer nicht. Bei den Songs, die diesbezüglich jeweils den gleichen Status haben, habe ich sie in der Reihenfolge meines persönlichen Rankings aufgelistet.


Platzierung My Ranking Songtitel Interpret
1. 1. Pretty little Liar Uku Suviste
1. 4. Cold Love Kerli Kivilaan
1. 5. Believe Kadiah
1. 8. Strong Sissi
1. 10. Milline päev Lumevärv feat. INGA
1. 11. I'll do it my Way Synne Valtri
7. 2. Halleluja Lacy Jay
7. 3. Wo sind die Katzen? Kaia Tamm
7. 6. Kui isegi kaotan Grete Paia
7. 7. Follow me back Around the Sun
7. 9. Parmumäng Cätlin Mägi & Jaan Pehk
7. 12. Kaks miinust Iseloomad

Ich freue mich sehr auf das Finale am 16.02. und hoffe natürlich dass Estland mich mit seiner Beitragswahl nicht wieder enttäuscht. Aktuell stehen die Chancen für das Land auf eine Top-Platzierung, bei mir, für 2019, sehr gut, das kann es sich mit etwas Pech aber noch verspielen.

Estland: Ergebnisse vom 1. Halbfinale vom Eesti Laul 2019

Erfahrungsgemäß gehört das/der/die Eesti Laul zu den stärkeren Vorentscheiden. Darauf war ich auch eingestellt. Dass es aber so viele, so starke Songs werden, damit habe ich nicht gerechnet.

Von "Coming Home" bin ich so überwältigt, dass ich es nicht in Worte fassen kann. Ich wage sogar den Vergleich mit meinem ESC-Sieger von 2018, auch wenn "When we're old" natürlich andere Emotionen bei mir hervorruft und noch eine ganze Ecke stärker ist als Coming Home. Auch "Hold me close" wäre eine großartige Wahl für den ESC! Mit "Little Baby El", "Without You", "Deep Water", "Miks sa teeed nii?" und "High Heels in the Neighbourhood" wäre ich auch sehr glücklich als Vorentscheidungs Gewinner. Auch "Storm", "Soovide puu" und "Supernova" wären für mich zufriedenstellend - und das 2. Halbfinale kommt erst noch! Estland, du hast dieses Jahr so viele Chancen mich glücklich zu machen, bitte nutze endlich eine davon.

Mit dem Ergebnis des 1. Halbfinals bin ich schon mal sehr glücklich. Von den 12 Songs kamen 6 ins Finale. Dabei galt zu jeweils 50% Jury- und Televoting. Es wurde nur bekanntgegeben wer im Finale und wer ausgeschieden ist. Ich bin fest davon ausgegangen dass mein absoluter Top-Favorit "Coming Home" ausscheiden wird. Umso größer war die Freude dass er es ins Finale geschafft hat. Es wäre wundervoll wenn "Coming Home" auch zum ESC fährt! Hope never dies. In der Tabelle habe ich die Songs, die den gleichen Status bezüglich des Weiterkommens und Ausscheidens haben, in der Reihenfolge meines persönlichen Rankings gelistet.

Platzierung My Ranking Songtitel Interpret
1. 1. Coming Home Inger
1. 2. Hold me close xtra basic & Emily J
1. 4. Without You Stefan
1. 7. High Heels in the Neighbourhood The Swingers, Tanja & Birgit
1. 8. Storm Victor Crone
1. 9. Soovide puu Sandra Nurmsalu
7. 3. Little Baby El Jennifer Cohen
7. 5. Deep Water Sofia Rubina-Hunter
7. 6. Miks sa teeed nii? Johanna Eendra
7. 10. Supernova Ranele
7. 11. Smile Marko Kaar
7. 12. Öhuloss Yourself

Das 2. Halbfinale folgt schon zwei Tage später, am Samstag.

Mittwoch, 9. Januar 2019

News Kompakt (24)

Nehmen wir uns dem Hauptteil des Novembers in der ESC-Bubble an:

07.11. Zuerst habe ich noch die Gala 7 der "Operatión Triunfo" vom letzten News Kompakt nachzureichen. Noelia musste die Show verlassen. In Gala 1 wurde sie noch vom Televoting, in Gala 4 von der Sonderjury gerettet. Nun war sie gegen Marilia nominiert und hatte die Zuschauergunst nicht auf ihrer Seite. Die überlebte dieses Mal zwar das Ausscheidungsduell, ist für die Gala 8 aber gleich wieder nominiert. Dann muss sie gegen Carlos Right antreten. Der ist in der Gala null schon beinahe ausgeschieden, wurde aber vom Publikum gerettet. In Gala 5 gewann er das Ausscheidungsduell gegen Dave und wurde nur als letzter Kandidat, von seinen Konkurrenten, davor gerettet in der nächsten Gala gleich wieder ums Überleben kämpfen zu müssen. Dadurch dass Famous erstmals unter den letzten fünf Kandidaten um das sichere Weiterkommen zittern musste, gibt es nun keinen Kandidaten mehr der "Fehlerfrei" durch die Shows gekommen ist. Famous gewann das Televoting gegen die vier anderen Kandidaten und ist somit noch mindestens bis einschließlich Gala 9 dabei. Für die Gala 8 verbleiben nun noch 10 Kandidaten.

12.11. Kroatien ruft zum Bewerben für die Neuauflage der "Dora" auf. Zugelassen sind Songs auf den Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch und Kroatisch.

14.11. In der Gala 8 der "Operatión Triunfo" musste Carlos Right aus der Kandidatenvilla ausziehen. Er verlor das Televotingduell gegen Marilia, die schon in der Woche zuvor ein Ausscheidungsduell gewann. Allerdings wurde sie auch für das Ausscheidungsduell der Gala 9 nominiert. Ob die Zuschauer wieder auf ihrer Seite sein werden? Ihre direkte Konkurrentin ist Marta. Sie gewann in der Gala 6 das Duell um den Verbleib im Wettbewerb gegen Damion. In allen anderen Shows zog sie "clean" in die nächste Runde ein. Nun sind noch 9 Kandidaten in der Villa.

15.11. Estland hat seine 24 Beiträge des Vorentscheides präsentiert. Unter den Kandidaten befinden sich viele bereits bekannte Künstler in der ESC-Szene. Als größter Name ist Sandra Nurmsalu zu nennen. Sie holte 2009 für Estland, als Sängerin der Gruppe Urban Symphony, beim Eurovision Song Contest den 6. Platz. Stig Rästa ist der Komponist des Songs "Storm", den Victor Crone beim Eesti Laul 2019 singen wird. Stig gewann als Komponist und Sänger mit Elina Born 2015 den estnischen Vorentscheid und landete beim ESC auf dem 7. Platz. Außerdem ist er Komponist des Songs "Play", der 2016 für Estland beim ESC antrat, allerdings auf dem 42., also letzten, Platz landete. Auch Birgit Öigemeel, die 2013 für Estland beim ESC 20. wurde, tritt dieses Jahr beim Vorentscheid an. Sie ist teil der Gruppe "The Swingers", in der auch Tanja singt, die 2014 für Estland beim ESC am Start war und 29. wurde. Des Weiteren steht Grete Paia auf der Startliste. Sie wurde 2016 beim Eesti Laul bereits 7.. Auch Uku Sivuste ist ein Wiederholungstäter. Er war 2017 dabei, schied aber im Halbfinale als 6. aus, wurde insgesamt also 11.. Auch erwähnt sei Sissi, die Tochter von Dave Benton, der 2001 den Eurovision Song Contest für Estland gewann. Ob einer dieser prominenten Künstler, oder doch jemand anderes Estland beim 64. Eurovision Song Contest 2019 Dare to Dream in Tel Aviv vertreten darf, werden wir am 31.01., 02.02. und 16.02. erfahren. Hier auf Eurovision Passion wird noch ein Post mit meiner Meinung zu den Songs beim Eesti Laul 2019 folgen.

15.11. Für den Ticketverkauf wird die EBU ein Queue System anwenden, das garantieren wird, dass Fans aus den einzelnen Nationen verhältnismäßig richtig in der Halle in Tel Aviv repräsentiert sein werden. Die Ticketverkaufswebsite ist für einen Ansturm von bis zu 200.000 Usern gleichzeitig gewappnet. Aufgrund der sehr kleinen Arena werden für jede der 12 Shows nur 7.000 Tickets (plus 3.000 weitere für die Halle mit dem Green Room) verkauft werden. Die Preise gehen von 300 bis 30 Euro pro Ticket.

19.11. IctimaiTV lässt vernehmen dass Aserbaidschan 2019 seinen Beitrag intern auswählt. Dies sind wir inzwischen gewohnt.

19.11. Beim portugiesischen Vorentscheid "Festival da Cancao" werden 16 Beiträge antreten. 14 von ihnen werden von Komponisten geschrieben, die RTP extra dafür bezahlt. Ein weiterer wird aus über 200 Liedern der öffentlichen Bewerbungen ausgewählt. Der letzte Startplatz wird durch ein öffentliches Voting zwischen den verbliebenen Bewerbersongs vergeben.

20.11. Nun gibt es auch die Bestätigung aus Italien, dass der Gewinner des San Remo Festivals wieder gefragt wird, ob er für Italien mit seinem Siegersong beim ESC antreten möchte. Wenn er ablehnt, was in der Vergangenheit ab und zu vorkam, wird ein anderer Beitrag aus dem Teilnehmerfeld des Festivals von der RAI ausgewählt. Das San Remo Festival findet vom 05.-09.02.2019 statt. Das Finale wird also am gleichen Tag wie der Vorentscheid von Australien, das 2. Halbfinale in Schweden, das 1. Halbfinale in der Ukraine und das 1. Halbfinale in Island stattfinden. Erfahrungsgemäß werden wir aber erst spät in der Nacht erfahren wer das San Remo Festival gewinnt.

20.11. Am 24.11.2018 beginnt die Castingshow "Hakochav Haba", auch bekannt unter dem Namen "Rising Star", die zur Auswahl des Sängers für Israel beim ESC dient. Erstmals wird in der Show auch der dazugehörige Song ausgewählt werden.

21.11. Bei der kroatischen "Dora" werden 16 Songs antreten, die von Vertretern unterschiedlicher kroatischer Musikverbände ausgewählt werden. Das Ergebnis davon wird am 31.01.2019 verkündet. Die "Dora" selbst wird Anfang Februar, erstmals seit 2011, stattfinden.

21.11. Österreich wird seinen Beitrag auch 2019 intern auswählen.

21.11. Bei ihrer dritten Nominierung in Folge haben nicht mehr genügend Zuschauer für Marilia angerufen, sodass sie sie "Operatión Triunfo" in der Gala 9 verlassen muss. Marta gewann das Duell zwar, wurde aber gleich wieder für die nächste Gala nominiert. Dort muss sie dann gegen María antreten. Die geriet in der Gala 2 erstmals in Gefahr und wurde erst unter den letzten vier Kandidaten von der Sonderjury gerettet. In der Gala 4 geriet sie wieder unter die letzten fünf Kandidaten der Jurygunst. Das Publikum rettete sie aber sofort indem sie das Televoting gewann. In Gala 6 kam sie der Nominierung sehr nahe, die Kandidaten entschieden sich aber dafür sie zu retten und die anderen beiden übrig gebliebenen Kandidaten in das Ausscheidungsduell zu schicken. In Gala 8 erging es ihr genauso. Nun ist sie erstmals nominiert worden. Es sind noch 8 Nachwuchskünstler in der Kandidatenvilla.

22.11. EBU Supervisor Jon Ola Sand hat auf einer Pressekonferenz erklärt dass in der Union darüber debattiert wird ob Kasachstan nach dem JESC auch zum großen ESC eingeladen werden sollte! Die Hoffnungen dass Kasachstans jahrelange Bemühungen 2019 endlich ihre Lorbeeren tragen können erhöhen sich dadurch enorm!

23.11. Einen Tag später macht Jon Ola Sand wieder alle Hoffnungen zunichte. Bei einer weiteren Pressekonferenz (beim JESC) sagt er deutlich dass Kasachstan 2019 nicht am ESC teilnehmen wird. Seiner Meinung nach läge das Land nicht auf dem europäischen Kontinent, was Geographen, mich eingeschlossen, aber anders sehen. Für ihn sei die geographische Lage in Europa das einzig wichtige Kriterium zur Teilnahmeerlaubnis eines Landes. Wenn man sich eine geographische, also nicht politische Europakarte anschaut, ist deutlich zu sehen dass ein nicht unwesentlicher Anteil Kasachstans im geographischen Europa liegt. Auf Nachfrage meinte Sand übrigens dass die teilnahmeberechtigten Nationen Afrikas (z.B. Marokko, Tunesien, Ägypten) auf dem europäischen Kontinent liegen würden, auch die Südkaukasusstaaten Aserbaidschan, Georgien und Armenien. Diese Länder liegen wissenschaftlich geographisch betrachtet übrigens nicht in Europa. Es ist nicht das erste Mal dass sich Sand bei den ESC-Fans unbeliebt macht.

24.11. In Serbien gingen nur 76 Bewerbungen für den Vorentscheid "Pesma Evrovizije 2019" ein. Ein Grund dafür könnte sein dass nur Songs in serbischer Sprache erlaubt sind.

25.11. In der ersten Sendung der israelischen Vorentscheid-Castingshow "Hakochav Haba" sind sechs Kandidaten in die nächste Runde eingezogen. Dies sind sie, inklusive ihrer Votingergebnisse: Ofi Halfon 93%, Shalva Band 91%, Daniel Mazuz 90%, Shahar Adawi 89%, Daniel Barzilai 88%, Nadav Phillips 80%.

25.11. Brendan Murray sag 2017 für Irland beim ESC und erreichte den 31. Platz. 2018 nahm er bei der Castingshow "X Factor" UK" (in Großbritannien und Nordirland) teil. Dort kam er bis ins Halbfinale und schied als 5. aus.

26.11. Lettland veröffentlicht die 33 Songs von 32 verschiedenen Interpreten (Miks Galvanovskis mit zwei Songs vertreten) die zu den Live Auditions eingeladen werden. Daraus werden die Kandidaten für den Vorentscheid "Supernova" ausgewählt. Unter diesem Link kann man sich alle Songs anhören. Ich werde noch einen gesonderten Post mit meinen Meinungen über die lettische Vorauswahl schreiben.

27.11. Die Teilnehmerliste der Melodifestivalen ist bekanntgegeben! Neben zahlreichen Stars die in der Vergangenheit bereits bei den Melodifestivalen antreten durften, sind auch ehemalige Vertreter Schwedens beim ESC unter den 28 Kandidaten dabei. Eine davon ist Anna Bergendahl, die 2010 beim ESC 26. wurde. Es ist das bis Heute schlechteste Ergebnis das Schweden jemals im Wettbewerb hatte. Ebenfalls mit dabei ist die Gruppe Arvingarna. Sie gewann 1993 die Melodifestivalen und erreichte beim ESC den 7. Platz. 1995 durfte sie zu den Festivalen zurückkehren und landete auf den Plätzen 6-10. Die genaue Platzierung ist nicht bekannt. 1999 war die Band wieder dabei. Damals sprang der 3. Platz für sie heraus. Auf das Jahr 2002 datiert ihre letzte Teilnahme. In ihrem Halbfinale wurde sie dabei 6.. Als Gesamtergebnis kann man den 23. Platz (von 32) zuordnen. Auch Martin Stenmarck ist beim Melfest 2019 dabei. Er gewann dies 2005 und wurde beim ESC anschließend 19.. Es sei auch erwähnt dass es die polnische Chartstürmerin Margaret auf die Teilnehmerliste geschafft hat. 2016 wurde sie beim polnischen Vorentscheid mit "Cool me down" 2. hinter Michal Szpak, der anschließend beim ESC das gesamte Feld von hinten aufräumte, als er im Televoting völlig überraschend auf den 4. Platz kam. Beim polnischen Vorentscheid hatten alle ein knappes Battle um den Sieg zwischen Margaret und Edyta Görniak erwartet. Michal Szpak hatte keiner auf der Rechnung. 2018 schaffte Margaret es erstmals zu den Melodifestivalen. Mit "In my Cabana" erreichte sie Platz 7. Die Songs der Melodifestivalen werden erst in den jeweiligen Halbfinals erstmals für öffentliche Ohren zu hören sein.

28.11. Die RAI hat die 24 Kandidaten des San Remo Giovani Festivals bekannt gegeben, von denen 2 sich für das San Remo Festival, dem Vorentscheid Italiens für den ESC qualifizieren. Das Giovani findet vom 17.-21.12.2018 statt.

Wir rücken den Vorentscheiden und der Verkündung der ersten Interpreten in internen Auswahlen näher. Im nächsten News Kompakt gibt es schon den ersten Interpreten für den ESC 2019 und stehen dann kurz vor dem ersten Vorentscheid.