Bosnien-Herzegowina hat in den zehn Jahren seit meinem Hardcore-ESC-Fan-Dasein nur ein mal am ESC teilnehmen können. Der Rundfunk BHRT ist dauerhaft unterfinanziert, kann kaum seine Mitgliedschaft in der EBU stemmen. So kann eine ESC-Teilnahme kaum bezahlt werden.
Platzierung als Nation in meinen Rankings: 31. (2./44./41.)
Beste Platzierung in meinen Jahresrankings: 10. 2016
Niedrigste Platzierung in meinen Jahresrankings: 10. 2016
Teilnahmen 2014-2024: 1
Bestes Ergebnis beim ESC: 11. im Semi mit 104 Punkten
Niedrigstes Ergebnis beim ESC: 11. im Semi mit 104 Punkten
Der eine Beitrag, den Bosnien-Herzegowina finanzieren konnte, ist in meinem damaligen Jahresranking auf Platz zehn gelandet. "Ljubav je" ist für mich eine richtig gute Powerballade als Duett. Sie ist musikalisch einfach gelungen. Viel mehr kann ich dazu nicht sagen, außer vielleicht, dass ich unironisch Fan von Fake-Streichinstrumenten auf der ESC-Bühne bin, was sich auch in dieser Post-Serie erkennen lässt. Die Inszenierung auf der Bühne nimmt zwar eindeutig eine Position zu der Fluchtpolitik in Europa zur damaligen Zeit ein, obwohl politische Statements auf der ESC-Bühne verboten sind. Das sei Bosnien-Herzegowina aber verziehen. Schließlich geht es bei Kunst darum, Dinge nicht direkt, sondern verschlüsselt zu sagen. Das kann dann auch immer auf unterschiedliche Weisen interpretiert werden. Wann ein ESC-Beitrag die Grenze des Politisch-Seins überschreitet ist sowieso nicht so eindeutig festzumachen. Vollkommen unpolitisch ist in der Kunst sowieso nichts.
Ich wünsche mir, dass sich die Finanzierungslage des Rundfunks in Bosnien-Herzegowina bessert und das Land wieder regelmäßig beim ESC dabei sein kann, denn in der weiter zurückliegenden Vergangenheit hat es viele bemerkenswerte Beiträge zum ESC geleistet. Bosnien-Herzegowina gehört zu Europa wie andere Länder auch und sollte beim ESC dabei sein.
Mein Ranking der bosnisch-herzegowinischen Beiträge 2014-2024:
Bis zuletzt war ich mit den Feierlichkeiten zum Sieg der Schweiz beschäftigt, weshalb es einige Zeit dauerte, bis ich mein Ranking für den diesjährigen ESC fertigstellen konnte. Damit im Gepäck, konnte ich die untenstehenden Statistiken berechnen, welches Land seit meinem Hardcore ESC-Fan-Dasein seit 2014 wie sehr in meiner Gunst stand. Dies ist der zweite Blog-Beitrag einer Serie. Im ersten Teil findest du weitere Erklärungen dazu.
Zum Verständnis: Das Pandemie-Jahr 2020 habe ich hierfür rausgelassen. Das gilt auch für die darauf folgende Serie, in der ich jeden Tag die Beiträge eines Landes aus meiner heutigen Sicht bewerte und mein Empfinden zu dem jeweiligen ESC-Land kundtue. Die Beiträge des abgesagten Jahrgangs sind nie auf der ESC-Bühne präsentiert wurden. Der EuroVISION Song Contest ist nicht nur ein Musikwettbewerb, sondern auch die größte TeleVISION-SHOW der Welt. Der Auftritt an sich und wie er bei den Zuschauenden vor dem Bildschirm ankommt, ist ein wesentlicher Bestandteil der Beiträge. Alleine schon deshalb, sind die Beiträge von 2020 für mich - nicht abstrichfrei - mit anderen vergleichbar. Außerdem erinnere ich mich nicht gerne an die Pandemie Zeit zurück und schließlich möchte ich an der ganzen Geschichte auch Spaß haben. Der Beitrag der Niederlande dieses Jahr wurde auf der ESC-Bühne in einer Live TV-Show mit Voting aufgeführt und ist deshalb (trotz seiner umstrittenen Disqualifikation zwischen Halbfinale und Finale) Teil dieser 398 Beiträge der zehn wertbaren Jahre von 2014 bis 2024. Ich warne schon einmal vor, dass Länder mit insgesamt starken Ergebnissen, bei mir persönlich teilweise nicht so gut ankommen. Dafür treffen manche Länder, die beim ESC eher als Daueraußenseiter gelten, häufig voll meinen Nerv.
Um anhand von nackten Zahlen ausfindig zu machen, welches Land ich über diese zehn ESC-Ausgaben hinweg wie sehr mag, habe ich drei verschiedene Berechnungsmethoden zur Hand genommen, und diese schließlich zusammengefügt.
Die simpelste Form nach der Frage wie gut ich die Beiträge der Länder in ihrer Gesamtheit finde, ist es, ihre Durchschnittsplatzierung in meinem Ranking auszurechnen, das ich jeweils ("direkt") nach dem Finale sorgfältig erstellt habe. Allerdings ist dieses Verfahren nicht ganz fair und aussagekräftig, weshalb es nur eine von drei Komponenten meiner Berechnung ausmacht. Für alle Tabellen gilt übrigens, dass bei Punkt- und Zahlengleichheit die beste Einzelplatzierung als Stichwert für die Platzierung ausschlaggebend war. Hier das Ergebnis der Durchschnittsplatzierungen der einzelnen Länder in meinen Ranglisten von 2014-2024:
Demnach ist Australien mein Lieblingsland beim ESC und das könnte auch meinem subjektiven Empfinden nach so sein. Aktuell bin ich nicht ganz auf ein Lieblings-ESC-Land festgelegt. In der Vergangenheit waren das phasenweise Slowenien (4. in dieser Statistik), Lettland (5.) und Bulgarien (3.).
Das eigene Land berwertet man üblicherweise besser, als wenn es nicht das eigene Land wäre. So hat Deutschland nur selten Platzierungen ganz weit unten, was zu einer vergleichsweise guten Durchschnittsplatzierung von 17,7 führt. In dieser Liste bringt das Platz 14 ein. Es ist "nur" Platz 14, da die deutschen Beiträge seit 2014 bekanntermaßen nicht gerade die beste Ära einer Nation beim ESC bilden. Dennoch mag ich die deutschen Beiträge in der Regel. Lediglich reicht es in meinen Rankings nicht für ganz vorne.
Ganz hinten im Tableau befindet sich Italien. Das überrascht vielleicht andere, mich aber überhaupt nicht. Italien empfinde ich persönlich subjektiv als das schwächste ESC-Land (der letzten zehn Jahre). Fast jedes Jahr kann ich mit dem italienischen Beitrag nur wenig anfangen. Der Durchschnitt von Platz 31 entspricht auch meinem Empfinden der italienischen Beiträge. Das bedeutet natürlich dass Italien oft noch weit niedriger als Platz 31 gerankt ist. Die meiste Musik des San Remo Festivals ist einfach nicht "My Cup of Tea" wie der Brite es sagt. In den meisten Jahren gibt es zwar ein bis drei Beiträge die mir wirklich gefallen, diese gewinnen dann aber nicht. Lediglich in einem Jahr hat mich der italienische Song sehr berührt. Ich höre ihn immernoch gerne, allerdings nicht den Live Auftritt im ESC-Finale. Mehr dazu, wenn ich in dieser Serie über Italien schreibe.
Zypern befindet sich in dieser Wertung direkt über Italien. Auch hier gilt das Prinzip "not my Cup of Tea". Zypern scheint sich darauf festgelegt zu haben jedes Jahr einen Girlbop zum ESC zu schicken. Damit ist es schwierig mich zu überzeugen. Aber auch hierzu mehr im Serienbeitrag von Zypern.
Dass Estland so weit unten gelandet ist, überrascht mich ein klein wenig. Es gab zwar eine lange Phase in der ich alle Beiträge aus Estland schwach fand, doch manchmal waren estnische Beiträge bei mir ganz vorne dabei. Im Durchschnitt ist es trotzdem der drittletzte Platz.
Ein großes Problem dieser Berechnungsmethode wird schon ganz oben in der Liste deutlich. Bosnien-Herzegowina war seit 2014 nur ein mal beim ESC dabei. Der Beitrag hat in meinem Ranking schließlich Platz zehn belegt. Damit hat das Land eine Durchschnittsplatzierung von genau zehn (wie auch Australien mit seinen neun Teilnahmen). Ich würde aber keinesfalls sagen dass Bosnien-Herzegowina in diesem Zeitraum mein Lieblings oder Zweitlieblings-ESC-Land ist. Schließlich gibt es nur einen Beitrag aus diesem Land den ich mag, und dieser ist zwar knapp in meine Top 10 gekommen, aber doch weit von einem Sieg entfernt gewesen. Länder die weniger Teilnahmen haben, tendieren aus rein mathematischen Gründen zu einer extremeren (also hohen oder niedrigen) Durchschnittsplatzierung, als das bei Ländern der Fall ist, die immer dabei sind. Deshalb ist diese Berechnungsmethode allein, aus meiner Sicht, nicht geeignet um die Performance von ESC-Ländern über einen längeren Zeitraum hinweg zu bewerten und zu ranken.
Außerdem sehe ich beim Wettbewerb ESC ein Stück weit das Leistungsprinzip, ähnlich wie im Sport. Wer ein bisschen Leistung erbracht hat, die für den vorletzten, oder auch nur letzten Platz gereicht hat, hat mehr Leistung erbracht als diejenigen, die gar nicht teilgenommen, also gar keine Leistung erbracht haben. Deshalb habe ich ein zweites Ranking mit Durchschnittsplatzierungen berechnet. Dabei hat jedes Land für die Jahre, in denen es nicht teilgenommen hat, als Platzierung einen Platz schlechter als den letzten Platz erhalten. Ein Beispiel: Im Jahr 2014 waren 37 Länder dabei. Das heißt alle Länder dieser 45, die in dem Jahr nicht dabei waren, haben für das entsprechende Jahr die Platzierung 38 als Grundlage zur Berechnung der Durchschnittsplatzierung erhalten. Das ist natürlich auch nicht ganz fair, deshalb wird dieses Ergebnis noch mit den anderen kombiniert. Schauen wir aber zuerst auf dieses zweite Ergebnis von Durchschnittsplatzierungen mit der Berücksichtigung von Nicht-Teilnahmen:
Nach dieser Berechnung sind meine üblichen Verdächtigen Slowenien und Lettland auf Platz eins und zwei. An die beiden habe ich jedes Jahr sehr große Erwartungen und werde nur manchmal enttäuscht. Den dritten Platz macht die Schweiz, was mich ein bisschen überrascht. Zwar empfinde ich die Schweiz subjektiv als überdurchschnittlich starkes Land, aber eigentlich nicht als so gut, dass ich überlegen würde, es auf Platz drei zu ranken. Beim genaueren Hinsehen auf die nackten Zahlen fällt mir aber auf, dass die Schweiz es in sechs der zehn Jahre in meine Top 10 geschafft hat. In der Mehrheit der Jahre fiebere ich also sehr mit den schweizer Beiträgen mit. Deutschland erreicht als Dauerteilnehmer ohne ganz schlechte Ausreißerplatzierungen hier Platz 10.
Ganz unten stehen Luxemburg und Bosnien-Herzegowina, welche nur ein mal in den zehn Jahren dabei waren. Selbst wenn sie mit ihrer Teilnahme meine Sieger gewesen wären, können sie damit nicht gegen diejenigen ankommen, die regelmäßig teilnehmen. Bei nur einem Beitrag sind beides aber auch nicht Länder die mir früh in den Sinn kommen, wenn ich an meine Lieblings-ESC-Nationen denke. Belarus hat in diesem Zeitraum sechs mal teilgenommen und dabei etwas unterdurchschnittliche Platzierungen bei mir erreicht. Von einem Sieg war Belarus bei mir jedes Jahr weit entfernt.
Emotional machen die eigenen ESC-Lieblingsnationen vor allem aus, dass es Beiträge aus diesen Ländern gibt, die man abgöttisch liebt und für die man besonders stark in den einzelnen Jahren mitgefiebert hat. Dabei gilt auch dass ein persönlicher Siegersong, oder zweiter bzw. dritter Platz eine viel stärkere Emotionalität erzeugt, als beispielsweise eine untere Top 10 Platzierung. Ob ein Song bei einem selbst Platz 15 oder Platz 35 erreicht hat, macht in der langfristigen emotionalen Bindung zu diesem ESC-Land kaum einen Unterschied. Deshalb habe ich eine dritte Methode zur mathematischen Berechnung der Emotionalität verwendet. Hierbei habe ich ganz simpel jedes Jahr an meine persönlichen Top 10 von nach den Shows Punkte von 1 bis 12 im ESC-Stil vergeben. Das Land das 2014 meinen Sieger stellte, erhält dafür also 12 Punkte. Das Land meines zweiten Platzes 10 Punkte u.s.w. Das gleiche erfolgt mit 2015, 2016 u.s.w. Mit dieser Methode wirkt sich eine Nicht-Teilnahme nicht allzu stark aus, wie bei der letzten Tabelle, da die große Mehrheit der Länder im einzelnen Jahr alle keine Punkte bekommen, egal ob sie auf Platz 11 gelandet sind, oder gar nicht teilgenommen haben. Hier ist das Ergebnis dieser Punktevergabe:
An der Spitze sind die einzelnen Länder ganz eng beeinander. Knapp geht der erste Platz an Australien. Punktgleich dahinter ist (zu meiner Überraschung) die Schweiz. Wer jedoch fast Dauergast in den Top 10 ist, sammelt hier natürlich ordentlich Punkte ein. Mit nur einem Punkt weniger steht Bulgarien auf Platz drei. Das Land hat zwar nur in fünf von zehn Jahren teilgenommen, dabei aber beeindruckende drei Mal(!) meinen persönlichen Sieger gestellt. Man kann sich vorstellen wie traurig ich bin, dass Bulgarien derzeit nicht beim ESC dabei ist. Obwohl ich mein eigenes Land Deutschland unvermeidbar besser bewerte, erhält es in dieser Wertung nur drei Punkte und den 38. Platz. ESC-Fan aus Deutschland zu sein ist das Jahrzehnt 2014-2024 etwas deprimierend...
Belarus und Bosnien-Herzegowina haben mit einem einmaligen zehnten Platz gerade so einen Punkt erhalten. Kroatien, Dänemark, Luxemburg und Zypern waren in zehn Jahren nicht ein einziges Mal in meiner persönlichen Top 10. Kroatien und Dänemark waren mit Platz 12 immerhin nah dran. Dennoch stehe ich entsprechend eher emotionslos diesen Ländern gegenüber. Luxemburg war nur ein mal dabei und ist mit Platz 23 im Mittelfeld gelandet. Zypern hat bei seinen zehn Teilnahmen als beste Platzierung nur die #24 geschafft. Es gab seit meinem Hardcore-ESC-Fan-Dasein noch nie einen Beitrag aus Zypern mit dem ich so richtig mitgefiebert habe. Zypern ist mir ausnahmslos(!) jedes Jahr mehr oder weniger egal.
Zusammengefügt ergeben diese drei Wertungen das ultimative Endergebnis meiner Top 45 ESC-Länder der letzten 10 Jahre:
Zahlen lügen nicht und die Zahlen sagen dass Australien mein ESC-Lieblingsland ist. Herzlichen Glückwunsch an Australien und alle australischen Fans! Mit diesem ersten Platz bin ich sehr zufrieden und einverstanden. Slowenien und Lettland haben über die Zeit ein klein wenig an Appeal für mich verloren. Bulgarien ist auf lange Sicht einfach zu selten dabei, als dass es meine Nummer eins sei. Ohne nachzudenken hätte ich vermutlich geantwortet dass ich Slowenien derzeit am ehesten als mein Favoritenland sehen würde. Deshalb passt der zweite Platz hier sehr gut. Der überraschende dritte Platz mit beeindruckend vielen Top 10 Platzierungen und neulichst auch einem persönlichen Siegerbeitrag ist die Schweiz. Für Lettland gibt es nur den vierten Platz. Eine dicke Überraschung ist für mich Israel auf Platz fünf. Subjektiv, ohne Nachdenken, hätte ich das Land als durchschnittlich, vielleicht leicht überdurchschnittlich bezeichnet. Mit Litauen auf Platz sechs bin ich auch glücklich. Frankreich hat den Bonus dass ich den Klang der französischen Sprache Liebe. Albanien schickt mit seinen Powerballaden ein Genre zum ESC auf das ich gerne anspringe. Der neunte Platz von Bulgarien, das immerhin drei der zehn Sieger stellt, enttäuscht, ist aber den wenigen Teilnahmen zu Schulden. Ungarn war in einem drei-Jahres-Streak fantastisch. Drei Jahre reichen insgesamt aber gerechtfertigter Weise nur für Platz 10. San Marino sehe ich als einen meiner Lieblinge und hätte ich mir gerne rund um Platz 5 gewünscht. Die Jahre in denen ich ihren Beitrag nicht mochte verdränge ich leicht. So ist es dann doch nur Platz 11.
Deutschland landet mit Platz 20 in der Mitte. Das passt soweit. Mich überrascht dass Portugal nur auf Platz 32 steht. Ganz unten befindet sich zu meiner Überraschung nicht Italien, sondern Zypern, dem ich gänzlich leidenschaftslos begegne. Italien wurde dann doch von seinem einen Top Beitrag gerettet. Luxemburg hat mit einer Teilnahme, die insgesamt okay war, über die zehn Jahre hinweg zu wenig geboten und ist verständlicher Weise auf dem vorletzten Platz. Ich freue mich aber sehr, dass Luxemburg wieder dabei ist und bin gespannt auf die nächsten Jahre. Belarus hat in den zehn Jahren zu selten Freudensprünge bei mir ausgelöst, um andere Nationen hinter sich zu lassen.
Nun folgt täglich ein Blog-Beitrag zu jedem der 45 Länder. Darin enthalten ist u.a. mein persönliches Ranking der bis zu zehn Beiträge des Landes, wie ich sie Heute bewerte. Teilweise hat sich an meinen damaligen Bewertungen einiger Beiträge viel geändert. Garniert wird das Ganze von einer Einschätzung zu dem jeweiligen Land in den letzten zehn Jahren. Die Beiträge starten mit dem letzten Platz Zypern und gehen dann hoch bis Platz 1 Australien.
In diesem Teil geht's um den Monat mit den wenigsten ESC News, dem Juli:
01.07. Die EBU hat sich dazu entschieden ein Aufnahmeverfahren vom kosovarischen Rundfunk RTK zu starten. So nah war der Kosovo einer ESC-Teilnahme noch nie! Im Dezember folgt eine weitere, endgültige Abstimmung über die Vollmitgliedschaft. Dabei reicht eine absolute Mehrheit der Mitgliedsländer, allerdings gibt es viele Staaten die Kosovo als eigenen Staat nicht anerkennen, wie Diese im Dezember abstimmen werden ist unklar.
12.07. Das zweite Jahr in Folge hat Ralph Siegel Bosnien-Herzegowina das Angebot gemacht die Teilnahme am ESC zu bezahlen, wenn er den Song schreiben und Interpreten auswählen darf. Es sollte Hanka Paldum werden. Das zweite Jahr in Folge ist es auch in dem BHRT dieses Angebot ablehnt. Zumal hat die EBU das Land für 2019 sperren müssen. Mal schauen was sich Siegel noch so alles ausdenkt um am ESC teilnehmen zu können. Die 30 Teilnahmen bekommt er bestimmt noch voll.
13.07. RTBF bestätigt die Teilnahme am 64. Eurovision Song Contest 2019! Belgien ist das 13. Land.
13.07. ESCxtra hat bei der EBU nachgefragt wie es mit dem Eurovision Asia Song Contest aussieht. Daraufhin heißt es dass die Partner nicht so mitmachen wie man sich das vorgestellt hatte. Es steht also wieder mal in den Sternen über dem asiatischen Kontinent ob und wann Asien seine ESC-Adaption bekommt.
17.07. Die vielleicht wichtigste und entscheidende Person in der Geschichte Australiens beim Eurovision Song Contest, Michael Ebeid, verlässt seinen Posten als Generaldirektor. Ohne ihn hätte SBS vielleicht nie am ESC teilnehmen können.
18.07. Insgesamt bleibt man in der ARD seinem Konzept treu, dennoch ließ man verlauten dass die Anzahl der Beiträge in der Liveshow auf acht bis zehn erhöht werden könnten, allerdings nur wenn es dadurch keinerlei Qualitätsverlust gibt.
19.07. Die schweizer Rundfunkanstalten müssen 2019 Geld einsparen. Deshalb hat man sich (wie fast jedes Jahr) ein neues Vorentscheidungskonzept, ohne Liveshow, überlegt: Zwei verschiedene Jurys wählen mit jeweils 50% Stimmgewicht den Vertreter aus. Eine internationale Jury, aus 20 Musikexperten und eine nationale Jury, mit insgesamt 100 Mitgliedern, bestehend aus Fans und Musikexperten haben die Stimmgewalt inne. Die Bewerbungsphase geht vom 1. September bis 1. Oktober. Im Regelwerk ermutigt man die Künstler Songs einzureichen, die Themen zum aktuellen Weltgeschehen aufgreifen, oder durch ihren Inhalt eine emotionale Reaktion oder Wiedererkennung beim ESC Zuschauer hervorrufen. Dann wissen wir ja in welche Richtung der Beitrag der Schweiz gehen wird.
21.07. Zum 26. Mal in Folge erteilt RTL dem ESC eine Absage, einerseits glaubt Luxemburg Heute keinen Erfolg mehr im Wettbewerb haben zu können, andererseits wird behauptet dass nicht genügend Geld in der Kasse sei. Schwer vorstellbar bei einem der reichsten Länder der Welt.
24.07. Die Bewerbungsphase für die Städte um die Austragung ist beendet. Am Ende haben die vielen kleineren Städte ihre Bewerbungen doch alle zurückgezogen. Tel Aviv wurde dazu überredet sich doch zu bewerben. Die Bewerber sind also Jerusalem mit der Pais Arena (11.000 Zuschauer) und Tel Aviv mit dem Tel Aviv Convention Centre. Derweil erinnert die EBU den Staat Israel daran dass noch bis zum 1. August 12 Millionen Euro als Kaution überwiesen werden müssen, um den ESC austragen zu dürfen. Diese Regel wurde nach den Schwierigkeiten mit Kiew 2017 eingeführt.
25.07. Das San Remo Festival ändert seine Regeln. Vor allem wird die Nachwuchskategorie gestrichen. Für den aus ESC-Sicht relevanten Teil des Festivals ändert sich nur die Qualifikation. Zwei der Startplätze werden nun in einem neuen Festival für Interpreten unter 36 Jahren vergeben, das im Dezember stattfinden soll.
26.07. Australien und Europa zeigten sich auf Twitter schockiert als Lee Lin Chin ihre Karriere in der Öffentlichkeit beendete. Eine Liste was sie alles war wäre zu lang um sie hier aufzuführen. In erster Linie Nachrichtensprecherin bei SBS aber auch Spokesperson für den ESC, die größte Modeikone die die Welt jemals gesehen hat und für viele Menschen eine Inspiration sein Leben so zu führen wie man selbst es für richtig hält. Einfach sein Ding durchzuziehen und nicht darauf zu hören was andere machen. Weiterhin rätselt die Welt darüber wie alt sie ist. 1968 begann sie im Fernsehen und Radio zu arbeiten. Mit einem unbekannt hohen Alter gab die Welt ihr einen würdigen Abschied bei dem unzählig viele Menschen ihr ihren Dank aussprachen.
26.07. Ebenfalls traurige Nachrichten gibt es aus Liechtenstein. Das lange Jahre geplante Debut zum 300. Geburtstag des Landes fällt ins Wasser. Im Februar starb Peter Kölbel, der bei 1FL TV um die ESC-Teilnahme kämpfte. Nun gibt der Sender bekannt dass in den nächsten zwei Jahren kein Einstieg in die EBU absehbar sei.
27.07. Lettland bestätigt seine Teilnahme am EWSC 2019! Auch LTV wird in Israel dabei sein.
Das sind die wichtigen Meldungen aus dem Juli. Im nächsten Post folgt der August, vielleicht wird der Monat in zwei Teile aufgeteilt.
Hier die verbliebenen wichtigen und besonders unterhaltsamen Nachrichten aus dem Mai:
21.05. Zibbz, die Vertreter der Schweiz beim ESC 2018, haben eine Englische Version des portugiesischen Songs "O Jardim" veröffentlicht. Ihre Motivation dafür sei dass manchmal richtige Kunst bei großen Shows wie der Eurovision nicht genug Aufmerksamkeit bekomme. Portugal wurde Letzter als pre-qualifizierter Finalist. Ich finde das Cover überaus gelungen und hörenswert:
21.05. "Together" von Ryan O'Shaughnessy hat es in den heimischen Charts auf die #17 geschafft. Das ist die beste Platzierung seit dem LGBT-Evergreen "Only Love survives" aus dem Jahre 2013 für einen irischen ESC-Beitrag in den eigenen Charts. Als einziger weiterer ESC-Song in den Top 50 von Irland hat es Zypern mit "Fuego" gerade so auf den 50. Platz geschafft.
23.05. Das israelische Kommunikationsministerium plant "Nationen wie Saudi-Arabien, die VAE, Tunesien und andere Länder" für den ESC einzuladen. Tunesien ist sartberechtigt, Saudi-Arabien wäre es wenn es Mitglied der EBU wollen werden würde, was ohne Probleme möglich ist, die VAE liegen außerhalb der EBU Grenzen und könnten demnach rein theoretisch nicht antreten. Mal schauen was sich daraus entwickelt.
23.05. 186 Millionen Menschen sahen das Finale des Eurovision Song Contests 2018. Der durchschnittliche Marktanteil betrug 35,8%. Den besten Marktanteil hatte mal wieder Island, mit 95,3%, auch wenn dies ein sehr enttäuschender Wert für RÜV ist. Auch Grund dafür war sicherlich das Ausscheiden Islands im Halbfinale. Über den eigenen Sieg freuten sich eine Millionen live Zuschauer in Israel. Die Show hatte dort 50,9% Marktanteil. Beim zweitplatzierten in Zypern waren es sogar 77,4% und 250.000 Zuschauer. Im Gastgeberland Portugal zog es 1,5 Millionen messbare Zuschauer vor die Fernsehgeräte (43,1% Marktanteil). 6,6 Millionen Menschen aus 198 Ländern sahen den ESC im Livestream. Obwohl Russland wieder antrat und den Wettbewerb live ausstrahlte gab es im Livestream einen bemerkenswerten Zuschaueranstieg von 10%! Wer mochte konnte den ESC auch einfach nur in 13 verschiedenen Radiosendern (darunter auch in der Slowakei) hören, ohne sich von den großen Showeinlagen ablenken zu lassen. Insgesamt ist die Einschaltquote im Vergleich zum Vorjahr etwas gesunken - trotz der Teilnahme von Russland. Es ist schwer zu erklären woran das lag. Mit fast 200 Millionen Zuschauern steht der ESC aber keineswegs vor einem Untergang. Kein Grund zur Panik.
24.05. In Österreich erobern ESC-Songs die Charts:
#1 Österreich
#9 Tschechien
#15 Israel
#23 Deutschland
#35 Zypern
#49 Dänemark
25.05. BHRT, die Rundfunkanstalt von Bosnien-Herzegowina wird von der EBU von allen Dienstleistungen der Union auf unbestimmte Zeit ausgeschlossen. Bosnien-Herzegowina wird auch für eine Teilnahme am JESC 2018 und am ESC 2019 gesperrt. Auch die Fußball WM darf BHRT nicht übertragen. Grund dafür ist der immer größer werdende Schuldenberg von BHRT bei der EBU. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk hat es in seinem Land sehr schwer, die Regierung sieht ihn schon lange als überflüssig an und weigert sich den Sender ausreichend zu finanzieren. Seit Jahren steht BHRT vor der Aufgabe des Senders. Damit hätte das Land keinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk mehr. Eine besorgniserregende Entwicklung. Den Eintritt in die Europäische Union kann sich Bosnien-Herzegowina dann auch abschminken. Wir werden wohl noch einige Jahre warten müssen bis wir Bosnien-Herzegowina wieder beim ESC sehen werden. 2019 ist das Land leider definitiv wieder nicht dabei. Es lässt sich nur hoffen dass die Politiker verstehen wie wichtig ein öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist. Bosnien-Herzegowina ist das erste feststehende Land das 2019 nicht dabei ist.
27.05. Es gibt ein neues meistgeklicktes Video auf dem offiziellen YouTube Kanal vom Eurovision Song Contest. Das Preview Video vom Siegersong "Toy" von Netta ist nun das erfolgreichste YouTube Video vom ESC. Für die 59 Millionen Klicks hat das Video nur 76 Tage gebraucht. Toy löste das Preview Video von Frankreich 2011 ("Allez! Ola! Olé!") ab, das erst vor kurzem den Rekordplatz von Lena mit dem Preview Video zu Sattelite (Deutschland 2010) übernahm.
27.05. Selten veröffentlicht ein Sender wie viel Geld ihm eine ESC-Teilnahme gekostet hat. Der ukrainische Rundfunk UA:PBC tat dies für das Jahr 2018. Unterm Strich stehen auf der Rechnung 2,3 Millionen Euro. Da wurde alles mitgerechnet, von der Teilnahmegebühr, über den Vorentscheid, bis hin zu Hotelkosten und das Transportierens des Bühnenbildes.
28.05. Doron Medalie, der Komponist von "Toy", "Golden Boy" und "Made of Stars" (Israel 2018, 2015 und 2016) zeigt sich abgehoben und wird dafür kritisiert, so gab er die Aussage von sich dass er der wahre Sieger der ESCs sei und Netta nur als Mittel zum Zweck benutzt hätte. Er habe in den letzten Jahren die Größten Hits des Landes geschrieben und ratet den verbitterten Leuten dass sie aufhören ihre Songs zu schreiben und zu versuchen etwas besseres zu leisten als seine fantastische Arbeit. Von allen Seiten wird er dafür verurteilt. Dass er jetzt nochmal einen Song für Israel beim ESC schreiben darf ist zweifelhaft. Auch ich kann einen Menschen nicht verstehen der andere dazu auffordert aufzuhören Kunst zu machen - erst recht wenn er selber Künstler ist.
28.05. Litauen entschuldigt sich dafür dass sie Website dem Besucheransturm für den Livestream des ersten Halbfinals nicht standhalten konnte. Nachdem 53.000 Menschen den Stream aufgerufen haben konnten weitere Zuschauer das Halbfinale von LRT online nicht mehr verfolgen. Die Rundfunkanstalt hatte einen solchen Ansturm nicht eingeplant und schon am folgenden Tage die Kapazitäten der Website stark erweitert, auch im Hinblick auf die Fußball WM.
29.05. Kasia Mos und Norma John, die Künstler von Polen und Finnland beim ESC 2017 haben gemeinsam eine Single veröffentlicht:
29.05. In sämtlichen Nationen gibt es Bestrebungen den ESC zu boykottieren weil er im politisch aufgeladenen Israel stattfindet. Ich kann diese Bestrebungen keineswegs verstehen. Wenn man auf Missstände aufmerksam machen möchte geht das am besten mit einer Teilnahme. Bei der Teilnahme kann man dann darüber sprechen. Die beste Argumentation für eine Teilnahme in Israel legte die Senatsabgeordnete für die Grünen in Australien, Lee Rhiannon, dar: "Bei der Eurovision geht es darum die Politik zu vergessen. All dies zu vergessen und eine Einheit zu bilden und Länder zusammen zu bringen, im Sinne eines Liedes, einer Feier und im Sinne der Kultur. (…) die Europäische Rundfunkunion vereint Menschen und Gemeinschaften, sie ist nicht dafür da um zu spalten und der Eurovision Song Contest ist etwas das die Politik übersteigt."
29.05. RTVE hat entschieden dass durch die nächste Staffel der Operation Triunfo die Kandidaten für den ESC 2019 ausgewählt werden können. Was auch immer das genau bedeutet. Dank der Neuauflage der alten Castingshow hatte der Sender auch beim ESC Rekordeinschaltquoten. 7,1 Millionen Zuschauer sahen die Show. Ein Marktanteil von 43,5%.
30.05. Eneda Tarifa, die 2016 für Albanien sang wird wohl die erste ESC-Teilnehmerin die auch bei der Türkvizyon performt. RTSH meldete sie für den Wettbewerb an. Albanien nimmt das dritte mal an der Türkvizyon teil.
30.05. Katar debütiert 2018 beim ABU TV Song Festival. Die Qatat Media Corporation beabsichtigte ihre Teilnahme bei der ABU. Dabei handelt es sich um eine ESC-ähnliche Veranstaltung, die jedoch keinen Wettbewerb beinhaltet. Es repräsentieren lediglich Interpreten mit Songs ihre Nationen.
30.05. Netta trat im Sommer 2018 auf zahlreichen Christopher Street Days in ganz Europa auf, darunter auch in Köln. Nichts anderes habe ich von der Queen of Eurovision erwartet die für die Rechte von Minderheiten kämpft. Leider war sie nicht auf dem CSD in Hamburg, es wäre für mich ein unvergessliches Erlebnis gewesen sie zu treffen. Stattdessen konnte ich dort mit einem ähnlich inspirierenden Sänger reden, dem DSDS Sieger Prince Damien.
30.05. Nach dem Ausschluss von Bosnien-Herzegowina flattert nun die erste Absage in den Briefkasten der EBU. Die Slowakei gab bekannt dass sie die Teilnahme 2019 finanziell nicht stemmen könne. Allerdings wird ein allgemeines Desinteresse am Wettbewerb im Land die entscheidendere Rolle für die Absage von RTVS gespielt haben. 2012 war die Rundfunkanstalt letztmalig beim Wettbewerb dabei.
31.05. Es gibt große Diskussionen darüber in welcher Stadt und Halle der ESC ausgetragen werden sollte. Dabei macht nun die Basketballabteilung des Vereins Hapoel Jerusalem die größten Probleme. Für zwei Heimspiele würden sie die Pais Arena in Jerusalem nur für zwei, aber nicht für nötige fünf Heimspiele räumen würde. Soll daran scheitern dass der ESC in Israel ausgetragen wird?
Heute schauen wir auf den Balkan, auf zwei Länder die keine besonders außergewöhnlihen Weihnachtstraditionen haben, aber beide über bekannte Christmas Carols verfügen, die Teil dieses Adventskalenders sein sollen.
Besonders Kroatien ist ein Land mit einer unfassbar hohen Anzahl an verschiedenen Christmas Carols, die wiederum meistens noch mehrere Versionen in ihrer Melodie und im Text haben. Da ist es schwer ein Lied auszuwählen, das am bekanntesten bzw. am verbreitetsten ist. Am ehesten kann man hier das Augenmerk auf "Veselje ti Navješćujem" legen, das übrigens über 50 verschiedene melodische Varianten hat und neben Kroatien auch in Bosnien-Herzegowina verbreitet ist.
Dort ist der Christmas Carol "Narodi Nam Se" noch verbreiteter. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert und pflegt somit eine sehr große Tradition. In Bosnien-Herzegowina werden in der Weihnachtszeit die Grenzen zwischen den Konfessionen und Religionen besonders stark überwunden, sodass alle gemeinschaftlich in Frieden Weihnachten feiern können. Viel Spaß beim Hören der Songs und wie man gemeinschaftlich in beiden heutigen Ländern sagt Sretan Božić!
22. September: Die Schweiz kann immerhin 670 Bewerbungen für ihren Vorentscheid vermelden, dem sie nun auch einen Namen gegeben haben. Man bleibt bei der unglaublich kreativen Kreation "Die große Entscheidungsshow 2018". Und ich dachte man wollte den Vorentscheid revolutionieren... 6 der Beiträge werden wir dann am 4. Februar zu hören bekommen.
22. September: Montenegro hat sich für den 63. Eurovision Song Contest angemeldet. Es ist ganz normal, dass die Nationen in Südosteuropa nicht ganz so voreilig sind ihre Anmeldung sofort einzureichen. Man braucht sich also keine Sorgen um Albanien und Moldawien zu machen. In Irland hat man sogar schon dazu aufgerufen sich zu bewerben. Da folgt die Teilnahmebestätigung bestimmt auch noch. Bei sämtlichen afrikanischen und asiatischen Staaten ist nicht mit einer Teilnahme zu rechnen. Gleiches gilt über eine plötzliche Sinneswandlung in Vatikanstadt zu sagen. Das einzig richtig spannende bleibt somit nur noch die Frage um San Marino...
25. September: Wie die breite Presse vermelden ließ, befindet sich Salvador Sobral auf Intensivstation und ist dringend auf die Spende eins neuen Herzens angewiesen. Im Namen der ganzen ESC-Fan Gemeinde wünscht Eurovision Passion Gute Besserung.
26. September: Die wichtigsten Termine der Vorentscheidungssaison wurden veröffentlicht! SVT ließ für die Melodifestivalen folgende Termine verlauten:
03.02. 1. Halbfinale in Karlstad (Löfbergs Arena)
10.02. 2. Halbfinale in Göteborg (Scandinavium)
17.02. 3. Halbfinale in Malmö (Malmö Arena)
24.02. 4. Halbfinale in Örnsköldsvik (Fjällräven Center)
03.03. Andra Chansen in Kristianstad (Kristianstad Arena) 10.03. Finale in Stockholm (Friends Arena, Solna)
Am 31. Oktober um 09:00 Uhr beginnt der Vorverkauf für die Tickets. Das Prinzip der Melodifestivalen ist wie folgt: In jedem Halbfinale werden sieben Beiträge starten. Die zwei mit den meisten Anrufen ziehen direkt ins Finale ein. Platz #3 und #4 sind in der "Andra Chansen". Die Nummer #5-#7 sind ausgeschieden. In der Andra Chansen gibt es vier Duelle. In jedem Duell entscheidet wieder das Televoting welcher der beiden Beiträge das Finale bereichern darf. Dort wird dann jeweils zu 50% per internationale Jury und Televoting entschieden. Mindestens das Finale der Melodifestivalen zu sehen zählt zum Pflichtprogramm, wenn man sich ernsthaft ESC-Fan nennen möchte.
26. September: Der Kalender darf weiter gefüllt werden. Inzwischen ist er schon ziemlich lang geworden und er wird noch länger. RAI hat die Termine für das San Remo-Festival 2018 veröffentlicht, dessen Sieger die Möglichkeit bekommt zum ESC zu fahren. Ab dem 6. Februar wird wieder ganz Italien auf den Kurort am Mittelmeer, 20 Kilometer von der französischen Grenze entfernt, schauen und sich 5 einschläfernden Abenden widmen. Die vielen Galas münden dann am 10. Februar in ein großes, langes Finale. Wahrscheinlich werden wir noch in der Nacht vom 10. auf den 11. Februar erfahren wer für Italien in Lissabon antritt.
26. September: ČT hat dazu aufgerufen sich bis einschließlich 17. November zu bewerben. In Tschechien nehme man jede Bewerbung dankbar entgegen, was ich in diesem Fall auch wirklich glaube. Der Interpret, oder im Falle einer Band der Hauptkünstler, muss die tschechische Staatsbürgerschaft besitzen. An sonsten gibt es keine extra Vorschriften von der Rundfunkanstalt.
26. September: Die Ausrichtung des ESCs war kein Einzelfall; die ukrainische Regierung stellt sich offenbar schon länger quer dem öffentlich-rechtlichen Sender UA:PBC vernünftige Gelder zu zahlen. Heute gab es folgende Aufforderung: "Die EBU fordert die ukrainische Regierung auf, eine angemessene, gerechte und unabhängige Finanzierung für UA:PBC im Einklang mit dem ukrainischen Gesetz und den europäischen Normen zu gewährleisten." Langfristig führt dieses Verhalten der Regierung zu der Situation, die wir seit ein paar Jahren in Bosnien-Herzegowina haben.
27. September: RTP hat die 26 zugelassenen Komponisten für das Festival da Canção 2018 veröffentlicht. Darunter sind auch Fernando Tordo, der 1973 für Portugal beim ESC seinen eigenen Titel sang und den #10. Platz erreichte, sowie José Cid, der 1980 ebenfalls seinen Song performte und damit sogar den #7. Platz einfuhr.
28. September: Ralph Siegel würde wohl fast alles tun um am ESC teilnehmen zu dürfen. Er ist mit Bosnien-Herzegowina in Kontakt getreten und hat den Vorschlag gemacht die Teilnahme mitzufinanzieren. Unter der Bedingung, dass Bosnien-Herzegowina dann mit seinem Song, den er extra zu diesem Anlass komponiert hat, antritt. Als Interpretin soll Hanka Paldum herhalten. BHRT musste aber verlauten lassen, dass man, trotz Siegels Unterstützung, eine Teilnahme wahrscheinlich nicht auf die Beine stellen kann. Für diesen kreativen Akt an eine ESC-Teilnahme zu kommen, ist die Sympathie von Ralph Siegel bei mir aber noch weiter gestiegen.
29. September: Der BBC wurde Jahre lang vorgeworfen, dass sie den ESC nicht ernst nehmen (was nicht der Fall war) so haben sie letztes Jahr einen Vorentscheid eingeführt. Diesen haben sie auch noch (schon fast provokant) "You Decide" genannt. 2018 soll der Song von Großbritannien und Nordirland zum dritten mal über dieses Format ermittelt werden. Die (wahrscheinlich wieder sechs) Beiträge werden zusammen mit OGAE, dem nationalen Fanclub ausgesucht. Das ist ein einzigartiges Projekt. Auf der Insel ist man Erfolg schon sehr lange nicht mehr gewohnt. So fühlt sich der #15. Platz von "Never give up on you" in Kiew schon fast wie ein Sieg an. Zu mindest verhält die BBC sich so; man suchec insbesondere nach emotionalen Texten, Melodien mit hohem Wiedererkennungswert, die einzigartig in ihrer Produktion sind. Mir kam "You Decide" in beiden Jahren wie eine Kompromisslösung vor, mit der keiner so ganz zufrieden ist. Ich weiß nicht ob das der richtige Weg ist einen Auftritt zu produzieren der Europa vom Hocker haut...
29. September: Die Gerüchte darum dass Kasachstan für den 63. Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon zugelassen wird verdichten sich. Das Land, welches geographisch gesehen teilweise in Europa liegt, aber kein Mitglied im Europarat, der EU oder EBU ist, und außerhalb der von der EBU selbst definierten Grenzen Europas liegt, versucht seit Jahren stark bemüht am ESC teilnehmen zu dürfen. Die EBU zitierte auf Anfrage von ESCtoday.com nur sein Regelwerk über die Teilnahmeberechtigung und gab bekannt, dass "zeitnah" eine Bekanntgabe der teilnehmenden Nationen am Wettbewerb 2018 veröffentlicht wird. Es ist sehr interessant dass die EBU die Frage zu Kasachstans Teilnahme unbeantwortet ließ.
29. September: Zu aller Letzt, bevor wir in den Oktober gehen, müssen wir Ungarn von unserer provisorischen Teilnehmerliste wieder entfernen. Eine offizielle Bestätigung gegenüber der EBU habe es nie gegeben. Es sei noch unsicher ob Ungarn am ESC 2018 teilnehmen wird, so MTV. Was die Rundfunkanstalt davon abhält zuzusagen ist unklar. Zuletzt war Ungarn 2010 nicht dabei, die Teilnahme war nicht bezahlbar.
Damit haben wir es fast geschafft! Nur noch der Stoff von 15 Tagen gilt es aufzuholen. Anschließend veröffentliche ich fortlaufende Pläne für Eurovision Passion.
Nur noch ein Monat liegt vor uns, dann ist der Berg an Nachrichten, der in diesem Jahr überraschend groß ausfiel, bewältigt. Mitte September wurden schon die ersten konkreten Entscheidungen für die ersten Beiträge an sich, die im Mai von der MEO Arena in alle Welt ausgestrahlt werden, getroffen. Damit wird klar dass der ESC doch gar nicht mal so weit weg ist, und der Geburtstag von Eurovision Passion doch schon einige Zeit zurück liegt.
11. September: Da das letzte mal 2014 ein Vorentscheid für Frankreich stattfand und ich ungefähr in einer Woche, vor drei Jahren damit anfing mich auch mit Nachrichten um diesen wunderschönen Wettbewerb zu beschäftigen, kenne ich Frankreich nur als Land der internen Auswahl, von dem es ein mal im Jahr die Teilnahmebestätigung, ein mal im Jahr die Songpräsentation und sonst keinerlei Meldungen gibt. Entsprechend freue ich mich immer mehr Anzeichen dahingehend zu vernehmen, dass mein ehemaliges Lieblingsland (heute ist es Japan) plant einen Vorentscheid zu veranstalten. Die online-Zeitung ouest-france.fr hat einen Artikel veröffentlicht in dem von einem Vorentscheid mit zwei Halbfinals und einem Finale die Rede ist. An diesem sollen etwa 15 Beiträge teilnehmen. In den Halbfinals entscheidet eine Jury über weiterkommen und Ausscheiden, während im Finale das Publikum mitentscheiden darf. Offizielle Bestätigungen oder Statements von France 2 gibt es noch keine. Der Sender aus unserem Nachbarland hat sich außer mit einer Teilnahmebestätigung für 2018 noch nicht zur Ausgabe von Lissabon geäußert.
11. September: Kroatien konnte 2014 und 2015 aus finanziellen Gründen nicht am ESC teilnehmen. Letztes Jahr kehrte man zurück. Auch dieses Jahr sind die Zahlen auf dem Konto von HRT so groß, dass wir 2018 den 24. Beitrag des ehemals jugoslawischen Staates an der Adria erleben werden.
11. September: Sehr traurige Nachrichten aus der Slowakei! All die Fans die auf ein Comeback gehofft haben werden abermals enttäuscht. Weil es auch mir in meiner eurovisionären Seele weh tut, möchte ich nicht weiter über die Geschichte von diesem Land schreiben. Zuletzt war die Slowakei 2012 dabei. 1996 erreichte man mit dem 18. Platz das beste Ergebnis aller Zeiten. Wenn man die ESC Fangemeinde in seiner Gesamtheit befragt, ist "Horehronie" von Kristina Pelakova (Slowakei, 2010) eindeutig der most underrated song of all time! Es wurde in Oslo nur #36. von 39. Das Preview Video ist aber unter den Top 20 meistgesehenen Videos auf dem offiziellen ESC-Kanal. Dieser Song ist inzwischen ein großer Klassiker und sowas wie das Aushängeschild von der Slowakei. Entsprechend lasse ich es mir nicht nehmen ihn an dieser Stelle anzufügen:
12. September: Der größte aller ESC-Sender, die BBC, hat sich dann auch endlich mal dazu entschließen können Lissabon eine Zusage zu erteilen. Damit wird Großbritannien und Nordirland sich auch 2018 wieder abrackern nicht im Keller der Finaltabelle zu landen, aber man soll ja bekanntlich nicht mit Steinen werfen, wenn man selber im Glashaus sitzt...
12. September: Juhuuu! Los geht's wieder mit den nichtssagenden Bewerberzahlen bei denen jeder versucht stolz einen neuen Rekord zu erzielen. Den Anfang macht, wie mit fast allem in dieser Saison Norwegen, die sich ja schon seit Januar 2017 um den Beitrag von 2018 kümmern... Bisher gingen 1.200 Beiträge bei NRK ein. Das ist ein neuer Rekord! Stig Karlsen, der Produktionsleiter vom Melodi Grand Prix sagte zu den vielen Bewerbern: "Es gibt so viele junge und talentierte Menschen, die am nächsten Melodi Grand Prix teilnehmen möchten, sodass es ziemlich schwierig wird, nur zehn von ihnen auszuwählen." Ich weiß nicht wie ernst diese Aussage zu vernehmen ist, trotzdem glaube ich dass wir im Januar, wenn die zehn MGP-Kandidaten verkündet werden, zehn sehr gute Songs haben werden, die alle mindestens ein passables Ergebnis beim ESC schaffen würden. Ich wünsche meinerseits allen viel Glück, dass ihre großen Bemühungen für den Song mit einem Auftritt beim Vorentscheid belohnt werden. Zahlen sind immer nur Striche auf Papier. Man sollte sich aber wirklich mal bewusst machen wie viele es gibt, die alles versuchen um ein mal auf der ESC-Bühne zu stehen. Wie groß die Konkurrenz ist... Nicht mal jeder 120. der Bewerber schafft es zum Vorentscheid! Und nur ein einziger zum ESC! In anderen Ländern haben wir noch viel höhere Bewerberzahlen...
14. September: RTÉ hat dazu aufgerufen sich bis zum 6. November für den ESC zu bewerben. Jeder Komponist darf nur einen Titel einreichen. Da kein Wort über einen Vorentscheid verloren wurde gilt eine interne Auswahl in Irland für wahrscheinlich.
15. September: ERLEICHTERUNG! Ich hatte schon richtig Angst bekommen, dass mein Lieblings-ESC-Land nicht teilnehmen könnte. Schon vor Ewigkeiten hat RTVSlo die Bewerbungsbedingungen für die EMA 2018 bekannt gegeben. Jetzt gibt es auch endlich die Teilnahmebestätigung. Noch bis zum 15. November kann man sich bewerben. Spätestens am 8. Dezember wird dann endgültig entschieden, wer zum Vorentscheid fahren darf. Dann können wir nur noch hoffen, dass dieses mal nicht wieder irgendein komischer Song in Slowenien gewinnt und der eigentliche Favorit unerklärlich zu Hause bleiben muss. Vielleicht geschieht ja wirklich ein Wunder und wir werden nicht, wie meistens, alle von den Ereignissen in Ljubljana schockiert sein. Ich persönlich hoffe natürlich wieder auf einen Song von Maraaya :D
15. September: 2016 und 2017 hat der schwedische Starkomponist die Songs für Zypern komponiert. Dieses Jahr hat CyBC jemand neues engagiert. Dabei handelt es sich aber keineswegs um einen NoName! Alex Papaconstantinou hat z.B. mit "vivir mi vida" von Marc Anthony, "I like how it feels" von Enrique Iglesias, oder "Live it up" von Jennifer Lopez viele kommerzielle Erfolge gefeiert. Auch in der Eurovision ist er nicht unerfahren. Er weiß wie man einen Erfolgssong komponiert. Sein Debut gab er 2007 mit "Yassou Maria" für Griechenland, was einen #7. Platz(!) zur Folge hatte. 2009 engagierte ihn Aserbaidschan, denen er mit "Always" die Bronzemedaille sicherte! "Always" gehört zu den Klassikern im ESC und wird noch heute von den Fans sehr oft gehört. Man könnte fast denken dieser Song hat mal gewonnen. 2012 durfte er schließlich für sein eigenes Land ran und hat diesem durch "La La Love" den 16. Platz und somit das drittbeste Ergebnis aller Zeiten gebracht. Darauf hofft man jetzt auch. Zypern ist in den letzten Jahren verhältnismäßig extrem erfolgreich gewesen. Man fährt damit gute Komponisten zu bezahlen offensichtlich eine gute Schiene, aber Vorsicht - ein guter Komponist muss nicht automatisch einen Erfolg bringen. Diese Erfahrung mussten schon viele machen. Trotzdem hoffen wir natürlich alle auf einen großartigen Hit aus Zypern.
15. September: Nach den Mega-Rekorden, die Italien dieses Jahr dieses Jahr beim ESC im eigenen Land verbuchen konnte, wundert es mich schon, dass erst jetzt die Zusage aus dem Land kommt, in das ich in genau einem Jahr meine Studienfahrt im Namen des Geographieprofils unternehmen werde. Natürlich wird wieder dem Gewinner des San Remo-Festivals das Angebot gemacht Italien mit dem Siegersong beim ESC zu vertreten. Falls dieser ablehnen sollte, was ab und zu vorkommt, dürfte RAI darauf entscheiden, das der Zweitplatzierte nachrückt. Bis wenige Stunden vor dem Finale im Mai hatte ich noch erwartet, dass ich an dieser Stelle vom Titelverteidiger schreibe. Italien wurde aber "nur" #6.. Somit ist die Big Five zum 8. mal in Folge vollständig beim ESC vertreten. Des weiteren nähern wir uns langsam der 40 Teilnehmer Marke. Jetzt wird es richtig spannend, wer tatsächlich eine Delegation nach Lissabon entsendet und wer leider aussetzen wird.
16. September: Malta vermeldet 129 eingesendete Beiträge, von denen 30 in die nähere Auswahl genommen wurden. 16 von ihnen werden beim "Malta Song For Europe" von TVM antreten dürfen.
17. September: BNT hatte seine Teilnahme schon bestätigt, zog diese dann aber doch zurück, weil der neue Generaldirektor, der erst noch gewählt werden musste, drüber entscheiden sollte. Nachdem Konstantin Kamenarov alle wichtigen Formalien erledigt hatte, konnte er sich auch nach einer kurzen (und überflüssigen) Debatte im Sender für die Teilnahme von Bulgarien für Lissabon aussprechen. Auch wenn das Land am schwarzen Meer nicht im Geld schwimmt, wäre es doch wirklich eine große Überraschung gewesen wenn das neue Aserbaidschan aussetzt. Nun wird man wieder alles daran setzen Europa erneut zu flashen.
17. September: Die beiden Rundfunkanstalten der Malediven streiten sich regelrecht darum wer von ihnen am Eurovision Asia Song Contest teilnehmen darf. VTV wird privat betrieben, während TVM staatlich ist und letztes Jahr mit "Maldivian Idols" sogar eine Castingshow veranstaltete. Alleine dies zeigt dass TVM deutlich höhere Chancen auf einen Erfolg hat, als VTV. Was auch immer aus diesem Konflikt wird, wir können davon ausgehen, dass die Malediven beim ersten EASC dabei sind.
18. September: Ich hatte es schon befürchtet, aber "Hope never dies" und die Hoffnung bleibt bestehen, dass Bosnien-Herzegowina 2019 wieder zurückkehren kann. BHRT gab aufgrund der Engpässe in der Kasse des Senders endgültig bekannt 2018 nicht dabei sein zu können. Irgendwo ist es auch vernünftig erst einmal nach einem Weg zu suchen die Gehälter der Angestellten von Juni, Juli und August zu zahlen, anstatt aus den leeren Taschen irgendwie doch noch Geld zu ziehen um einen 3 Minuten Auftritt auf die Beine zu stellen. Die ESC-Fan-Gemeinde trauert also weiterhin um den Sender auf dem Balkan, der uns oft gute Beiträge lieferte.
19. September: Dieses Jahr sind 2.771 Beiträge als Bewerbung für die legendären Melodifestivalen von Schweden eingegangen. Das sind etwa 300 mehr als im Vorjahr und somit ein neuer Rekord. Nun gilt es für SVT von diesen 27 auszuwählen und sich zu überlegen was für einen Song man Stiko Per Larsson verpasst, der durch den Radiowettbewerb P4 Nästa einen direkten Startplatz erhalten hat.
19. September: Seit heute kann man sich bei ERR bewerben. Jeder Komponist kann bis zu drei Titel einreichen. Auch ausländische Künstler dürfen sich bewerben, es muss jedoch an jedem Beitrag mindestens ein Eeste beteiligt sein. Ab dem 1. November weden keine Bewerbungen mehr angenommen. Man betonte dass jeder willkommen sei. Es sei egal ob man großer Star, oder No Name ist, was zählt sei dass man 180 einmalige Sekunden mit dem Song bereiten kann. Wer es in die Shows geschafft hat wird am 19. und 20. Dezember veröffentlicht. Derweil wurden auch die Termine für die Halbfinals vom Eesti Laul 2018 bekanntgegeben; am 10. und 17. Februar müssen sich die Songs durchsetzen, ehe es am 3. März in der Hauptstadt Estlands dann um alles geht. Der Finaltermin war der erste Termin überhaupt, den wir in dieser ESC-Saison vernehmen konnten.
20. September: Eine kleine Anmerkungen zu den Ereignissen in Katalonien: Die Spanische Regierung wird alles versuchen eine katalonische Teilnahme am Song Contest zu verhindern. Ähnlich wie wir es seit Jahren in Serbien und im Kosovo erleben.
20. September: In Kroatien werden die Forderungen zum nationalen Vorentscheid "Dora" zurückzukehren. An diesem haben früher alle etablierten Künstler teilgenommen. Die internen Auswahlen der letzten Jahre haben Kroatien auch viel schwächere Ergebnisse gebracht. Die Bevölkerung, ESC-Fans und Musikindustrie fordern immer deutlicher einen Vorentscheid. HRT hat sich zu seinen Plänen noch nicht geäußert.
20. September: Selbstbewusstsein ist oft die Grundlage für den Erfolg. Die Teilnahmegebühren von 2,5 Millionen Mazedonischen Denar, umgerechnet ca. 40.500€ haben MKRTV zum Zögern gebracht. Man konnte sich doch dazu durchringen diesen Preis zu zahlen. Für die restlichen Kosten wurden weitere 8,5 MKD (ca. 138.000€) angeschlagen. Überzeugt von sich selber ist MKRTV auf jeden Fall, so machte man die Kampfansage, dass die Teilnahme 2018 die Hochwertigkeit der mazedonischen Musik widerspiegeln werde. Ich frage mich welche Hochwertigkeit sie meinen, oder wie sie das anstellen wollen. In den letzten Jahren sind die Ergebnisse der Ehemals jugoslawischen Republik Mazedonien durchgängig miserabel gewesen. Skeptisch beobachte ich dann mal das fortlaufende Geschehen...
...nicht nur das in Mazedonien, sondern auch in allen anderen Teilen der ESC-Bubble. Im nächsten Post schließen wir dann den September ab und sind im aktuellen Monat angekommen.
Und weiter geht es bei der Aufarbeitung mit dem August.
2. August: Zu beginn eine Kleinigkeit aus Zypern; CyBC hat bereits angekündigt einen Vorentscheid veranstalten zu wollen. Nun heißt es, dass sie intern einen Komponisten engagieren wollen. Es wird nicht Thomas G:son sein, der diesen Job in den letzten Jahren übernahm. Zypern hat in seinen 34 Teilnahmen lediglich 3 Top 20 Platzierungen erreichen können; Platz #16, Platz #6 und Platz #5 und ist damit eines der unerfolgreichsten Länder überhaupt.
5. August: Es ist nicht das erste mal, dass das spanische Parlament an ihren ESC-Beiträgen mitentscheiden möchte. Die Partei PSOE, die bei der letzten Parlamentswahl im Juni 2016 auf 22,66% kam und somit zweitgrößte Partei Spaniens ist, möchte im Parlament durchsetzen, dass Spanien nur noch Landessprachige Songs zum ESC schicken darf. Laut PSOE sei es fragwürdig, dass die englische Sprache ein besseres Ergebnis hervorbringt. Letztes Jahr hat Barei sich damit durchsetzen können erstmals mit einem Song für Spanien anzutreten in dem keine einzige Zeile Spanisch vorkam. Ihr #22. Platz und "Do it for you Lover", das mit lediglich 5 Punkten, die allesamt aus dem portugiesischen Televoting stammten, den letzten (#26.) Platz belegte konnten einige Politiker der PSOE anscheinend nicht zufriedenstellen. Ob Spanien uns dann wirklich nur noch ausschließlich non-englische Songs präsentiert ist noch völlig unklar.
5. August: Zur Rechtfertigung der EBU im Sanktionen-Konflikt sehe ich mich in der journalistischen Pflicht einmal kurz anmerken dass die EBU auch eine Strafe an Russland ausgesprochen habe, diese nur nicht veröffentlicht ist. Wie hoch diese Strafe ist und welche Form sie annimmt kann man nur raten...
5. August: Aus Montenegro hört man derweil, dass es vor allem von den Sponsoren abhänge, ob man eine Teilnahme auch 2018 auf die Beine stellen kann.
7. August: Unklarheit herrscht über die Türkei: Nach vielen Gerüchten über eine Rückkehr des beliebten und erfolgreichen ESC-Landes, besagte der stellvertretende Ministerpräsident der Türkei; Bekir Bozdağ, dass die Türkei 2018 nicht teilnehmen werde. Dies twitterte der zuständige Sender TRT daraufhin, löschte diesen Tweet anschließend jedoch. Ein offizielles Statement von befugten liegt nicht vor. Man kann aber davon ausgehen dass wir auch in Lissabon keinen türkischen Auftritt sehen werden.
7. August: Ein paar Stunden später bestätigte RTS seine Teilnahme. 2007 gewann Serbien gleich beim ersten Versuch den ESC und war das erste Land das im Jahr darauf, ohne Probleme, den stark erweiterten Wettbewerb austragen konnte. Die Teilnahme für 2018 ist keine Überraschung, allerdings das erste wirklich positive, das in dieser Saison von Ex-Jugoslawien zu hören ist. Über den Auswahlmodus herrscht bislang Schweigen.
8. August: Skandinavien ist komplett!
Endlich hat auch Island seine Teilnahme für 2018 bestätigt. Es gab schon Getuschel über einen Rückzug, da RÚV eigentlich immer zu den ersten Sendern gehört, die begeistert auf sich aufmerksam machen wollen, indem sie ihr Auswahlkonzept präsentieren. Wie gewohnt wird es wieder einen Vorentscheid geben, der mal wieder Rekordquoten im nationalbewussten Island erwarten kann. Wie dieser aussehen wird bleibt vorerst unklar. Weder die Anzahl der Shows, noch die Anzahl der Teilnehmer, noch das Votingsystem wurde verraten. Aber erstmal können wir aufatmen, dass Skandinavien auch in Lissabon wieder komplett sein wird.
8. August: Aufgrund der mikrigen Rundfunkgebühren in Bosnien-Herzegowina, steht der einzige öffentlich-rechtliche Sender BHRT seit Jahren kurz vor den Ruinen. Trotz mehrerer offenen Briefe der EBU an das Parlament, lässt die Regierung diesem Prozess einfach freien Lauf. Nun hat BHRT ein Abkommen mit mehreren Stromanbietern unterzeichnet, welches BHRT nun Gebühren eintreibt. Dadurch vervielfacht sich die Wahrscheinlichkeit über dessen Teilnahme am ESC. 2012 konnte man das letzte mal noch genügend Geld zusammenkratzen, um eine Teilnahme zu gewährleisten. 2016 wurde die Beitragsentsendung lediglich durch die Teilnahme Australiens ermöglicht, welche seine eigenen und die Gebühren drei weiterer Länder bezahlen musste, um teilnehmen zu dürfen. 2018 könnten wir eine endgültige und langfristige Rückkehr von Bosnien-Herzegowina erleben.
10. August: So langsam aber sicher fängt der ESC-Kalender an, sich zu füllen. RÚV hat gleich zwei Tage nach seiner Teilnahmebestätigung die Termine für ihre Vorentscheidungssendungen veröffentlicht. Man scheint beim gleichen Prozess wie in den letzten Jahren zu bleiben. Zumindest gibt es wieder zwei Halbfinals, von denen das erste am 17. Februar und das zweite am 24. Februar stattfinden wird. Das Finale soll dementsprechend am 03. März ausgetragen werden. Der Name des Vorentscheides bleibt weiterhin Söngvakeppnin.
11. August: Aserbaidschan wird 2018 zum elften Mal am Eurovision Song Contest teilnehmen! Dabei handelt es sich um keine Überraschung, angesichts dessen, dass Aserbaidschan und Schweden als die beiden erfolgreichsten Länder der Moderne gelten. Seit der Protestabwesenheit von Russland in diesem Jahr ist Aserbaidschan das einzige Land, das die Qualifikation in jedem Halbfinale geschafft hat. Australien, Rumänien, Russland und die Ukraine konnten dies immerhin bei jeder ihrer Teilnahmen erreichen. Wie ictimaiTV (kurz iTV) den Beitrag zusammenstellen möchte, wurde noch nicht verkündet. Aserbaidschan ist das 26. Land das einwilligt teilzunehmen. Somit haben wir ein volles Finale. Jede weitere Teilnahme bedeutet ein Land, das im Halbfinale liegen bleiben muss.
Das war's mit den wichtigen Geschehnissen der ersten Augusthälfte. Voraussichtlich wird morgen oder übermorgen dann das Update über den Rest vom August folgen.