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Mittwoch, 15. Mai 2024

Meine Top 45 ESC-Nationen 2014 - 2024

Bis zuletzt war ich mit den Feierlichkeiten zum Sieg der Schweiz beschäftigt, weshalb es einige Zeit dauerte, bis ich mein Ranking für den diesjährigen ESC fertigstellen konnte. Damit im Gepäck, konnte ich die untenstehenden Statistiken berechnen, welches Land seit meinem Hardcore ESC-Fan-Dasein seit 2014 wie sehr in meiner Gunst stand. Dies ist der zweite Blog-Beitrag einer Serie. Im ersten Teil findest du weitere Erklärungen dazu.

Zum Verständnis: Das Pandemie-Jahr 2020 habe ich hierfür rausgelassen. Das gilt auch für die darauf folgende Serie, in der ich jeden Tag die Beiträge eines Landes aus meiner heutigen Sicht bewerte und mein Empfinden zu dem jeweiligen ESC-Land kundtue. Die Beiträge des abgesagten Jahrgangs sind nie auf der ESC-Bühne präsentiert wurden. Der EuroVISION Song Contest ist nicht nur ein Musikwettbewerb, sondern auch die größte TeleVISION-SHOW der Welt. Der Auftritt an sich und wie er bei den Zuschauenden vor dem Bildschirm ankommt, ist ein wesentlicher Bestandteil der Beiträge. Alleine schon deshalb, sind die Beiträge von 2020 für mich - nicht abstrichfrei - mit anderen vergleichbar. Außerdem erinnere ich mich nicht gerne an die Pandemie Zeit zurück und schließlich möchte ich an der ganzen Geschichte auch Spaß haben. Der Beitrag der Niederlande dieses Jahr wurde auf der ESC-Bühne in einer Live TV-Show mit Voting aufgeführt und ist deshalb (trotz seiner umstrittenen Disqualifikation zwischen Halbfinale und Finale) Teil dieser 398 Beiträge der zehn wertbaren Jahre von 2014 bis 2024. Ich warne schon einmal vor, dass Länder mit insgesamt starken Ergebnissen, bei mir persönlich teilweise nicht so gut ankommen. Dafür treffen manche Länder, die beim ESC eher als Daueraußenseiter gelten, häufig voll meinen Nerv.

Um anhand von nackten Zahlen ausfindig zu machen, welches Land ich über diese zehn ESC-Ausgaben hinweg wie sehr mag, habe ich drei verschiedene Berechnungsmethoden zur Hand genommen, und diese schließlich zusammengefügt.

Die simpelste Form nach der Frage wie gut ich die Beiträge der Länder in ihrer Gesamtheit finde, ist es, ihre Durchschnittsplatzierung in meinem Ranking auszurechnen, das ich jeweils ("direkt") nach dem Finale sorgfältig erstellt habe. Allerdings ist dieses Verfahren nicht ganz fair und aussagekräftig, weshalb es nur eine von drei Komponenten meiner Berechnung ausmacht. Für alle Tabellen gilt übrigens, dass bei Punkt- und Zahlengleichheit die beste Einzelplatzierung als Stichwert für die Platzierung ausschlaggebend war. Hier das Ergebnis der Durchschnittsplatzierungen der einzelnen Länder in meinen Ranglisten von 2014-2024:


Demnach ist Australien mein Lieblingsland beim ESC und das könnte auch meinem subjektiven Empfinden nach so sein. Aktuell bin ich nicht ganz auf ein Lieblings-ESC-Land festgelegt. In der Vergangenheit waren das phasenweise Slowenien (4. in dieser Statistik), Lettland (5.) und Bulgarien (3.).

Das eigene Land berwertet man üblicherweise besser, als wenn es nicht das eigene Land wäre. So hat Deutschland nur selten Platzierungen ganz weit unten, was zu einer vergleichsweise guten Durchschnittsplatzierung von 17,7 führt. In dieser Liste bringt das Platz 14 ein. Es ist "nur" Platz 14, da die deutschen Beiträge seit 2014 bekanntermaßen nicht gerade die beste Ära einer Nation beim ESC bilden. Dennoch mag ich die deutschen Beiträge in der Regel. Lediglich reicht es in meinen Rankings nicht für ganz vorne.

Ganz hinten im Tableau befindet sich Italien. Das überrascht vielleicht andere, mich aber überhaupt nicht. Italien empfinde ich persönlich subjektiv als das schwächste ESC-Land (der letzten zehn Jahre). Fast jedes Jahr kann ich mit dem italienischen Beitrag nur wenig anfangen. Der Durchschnitt von Platz 31 entspricht auch meinem Empfinden der italienischen Beiträge. Das bedeutet natürlich dass Italien oft noch weit niedriger als Platz 31 gerankt ist. Die meiste Musik des San Remo Festivals ist einfach nicht "My Cup of Tea" wie der Brite es sagt. In den meisten Jahren gibt es zwar ein bis drei Beiträge die mir wirklich gefallen, diese gewinnen dann aber nicht. Lediglich in einem Jahr hat mich der italienische Song sehr berührt. Ich höre ihn immernoch gerne, allerdings nicht den Live Auftritt im ESC-Finale. Mehr dazu, wenn ich in dieser Serie über Italien schreibe.

Zypern befindet sich in dieser Wertung direkt über Italien. Auch hier gilt das Prinzip "not my Cup of Tea". Zypern scheint sich darauf festgelegt zu haben jedes Jahr einen Girlbop zum ESC zu schicken. Damit ist es schwierig mich zu überzeugen. Aber auch hierzu mehr im Serienbeitrag von Zypern.

Dass Estland so weit unten gelandet ist, überrascht mich ein klein wenig. Es gab zwar eine lange Phase in der ich alle Beiträge aus Estland schwach fand, doch manchmal waren estnische Beiträge bei mir ganz vorne dabei. Im Durchschnitt ist es trotzdem der drittletzte Platz.

Ein großes Problem dieser Berechnungsmethode wird schon ganz oben in der Liste deutlich. Bosnien-Herzegowina war seit 2014 nur ein mal beim ESC dabei. Der Beitrag hat in meinem Ranking schließlich Platz zehn belegt. Damit hat das Land eine Durchschnittsplatzierung von genau zehn (wie auch Australien mit seinen neun Teilnahmen). Ich würde aber keinesfalls sagen dass Bosnien-Herzegowina in diesem Zeitraum mein Lieblings oder Zweitlieblings-ESC-Land ist. Schließlich gibt es nur einen Beitrag aus diesem Land den ich mag, und dieser ist zwar knapp in meine Top 10 gekommen, aber doch weit von einem Sieg entfernt gewesen. Länder die weniger Teilnahmen haben, tendieren aus rein mathematischen Gründen zu einer extremeren (also hohen oder niedrigen) Durchschnittsplatzierung, als das bei Ländern der Fall ist, die immer dabei sind. Deshalb ist diese Berechnungsmethode allein, aus meiner Sicht, nicht geeignet um die Performance von ESC-Ländern über einen längeren Zeitraum hinweg zu bewerten und zu ranken.

Außerdem sehe ich beim Wettbewerb ESC ein Stück weit das Leistungsprinzip, ähnlich wie im Sport. Wer ein bisschen Leistung erbracht hat, die für den vorletzten, oder auch nur letzten Platz gereicht hat, hat mehr Leistung erbracht als diejenigen, die gar nicht teilgenommen, also gar keine Leistung erbracht haben. Deshalb habe ich ein zweites Ranking mit Durchschnittsplatzierungen berechnet. Dabei hat jedes Land für die Jahre, in denen es nicht teilgenommen hat, als Platzierung einen Platz schlechter als den letzten Platz erhalten. Ein Beispiel: Im Jahr 2014 waren 37 Länder dabei. Das heißt alle Länder dieser 45, die in dem Jahr nicht dabei waren, haben für das entsprechende Jahr die Platzierung 38 als Grundlage zur Berechnung der Durchschnittsplatzierung erhalten. Das ist natürlich auch nicht ganz fair, deshalb wird dieses Ergebnis noch mit den anderen kombiniert. Schauen wir aber zuerst auf dieses zweite Ergebnis von Durchschnittsplatzierungen mit der Berücksichtigung von Nicht-Teilnahmen:


Nach dieser Berechnung sind meine üblichen Verdächtigen Slowenien und Lettland auf Platz eins und zwei. An die beiden habe ich jedes Jahr sehr große Erwartungen und werde nur manchmal enttäuscht. Den dritten Platz macht die Schweiz, was mich ein bisschen überrascht. Zwar empfinde ich die Schweiz subjektiv als überdurchschnittlich starkes Land, aber eigentlich nicht als so gut, dass ich überlegen würde, es auf Platz drei zu ranken. Beim genaueren Hinsehen auf die nackten Zahlen fällt mir aber auf, dass die Schweiz es in sechs der zehn Jahre in meine Top 10 geschafft hat. In der Mehrheit der Jahre fiebere ich also sehr mit den schweizer Beiträgen mit. Deutschland erreicht als Dauerteilnehmer ohne ganz schlechte Ausreißerplatzierungen hier Platz 10.

Ganz unten stehen Luxemburg und Bosnien-Herzegowina, welche nur ein mal in den zehn Jahren dabei waren. Selbst wenn sie mit ihrer Teilnahme meine Sieger gewesen wären, können sie damit nicht gegen diejenigen ankommen, die regelmäßig teilnehmen. Bei nur einem Beitrag sind beides aber auch nicht Länder die mir früh in den Sinn kommen, wenn ich an meine Lieblings-ESC-Nationen denke. Belarus hat in diesem Zeitraum sechs mal teilgenommen und dabei etwas unterdurchschnittliche Platzierungen bei mir erreicht. Von einem Sieg war Belarus bei mir jedes Jahr weit entfernt.

Emotional machen die eigenen ESC-Lieblingsnationen vor allem aus, dass es Beiträge aus diesen Ländern gibt, die man abgöttisch liebt und für die man besonders stark in den einzelnen Jahren mitgefiebert hat. Dabei gilt auch dass ein persönlicher Siegersong, oder zweiter bzw. dritter Platz eine viel stärkere Emotionalität erzeugt, als beispielsweise eine untere Top 10 Platzierung. Ob ein Song bei einem selbst Platz 15 oder Platz 35 erreicht hat, macht in der langfristigen emotionalen Bindung zu diesem ESC-Land kaum einen Unterschied. Deshalb habe ich eine dritte Methode zur mathematischen Berechnung der Emotionalität verwendet. Hierbei habe ich ganz simpel jedes Jahr an meine persönlichen Top 10 von nach den Shows Punkte von 1 bis 12 im ESC-Stil vergeben. Das Land das 2014 meinen Sieger stellte, erhält dafür also 12 Punkte. Das Land meines zweiten Platzes 10 Punkte u.s.w. Das gleiche erfolgt mit 2015, 2016 u.s.w. Mit dieser Methode wirkt sich eine Nicht-Teilnahme nicht allzu stark aus, wie bei der letzten Tabelle, da die große Mehrheit der Länder im einzelnen Jahr alle keine Punkte bekommen, egal ob sie auf Platz 11 gelandet sind, oder gar nicht teilgenommen haben. Hier ist das Ergebnis dieser Punktevergabe:


An der Spitze sind die einzelnen Länder ganz eng beeinander. Knapp geht der erste Platz an Australien. Punktgleich dahinter ist (zu meiner Überraschung) die Schweiz. Wer jedoch fast Dauergast in den Top 10 ist, sammelt hier natürlich ordentlich Punkte ein. Mit nur einem Punkt weniger steht Bulgarien auf Platz drei. Das Land hat zwar nur in fünf von zehn Jahren teilgenommen, dabei aber beeindruckende drei Mal(!) meinen persönlichen Sieger gestellt. Man kann sich vorstellen wie traurig ich bin, dass Bulgarien derzeit nicht beim ESC dabei ist. Obwohl ich mein eigenes Land Deutschland unvermeidbar besser bewerte, erhält es in dieser Wertung nur drei Punkte und den 38. Platz. ESC-Fan aus Deutschland zu sein ist das Jahrzehnt 2014-2024 etwas deprimierend...

Belarus und Bosnien-Herzegowina haben mit einem einmaligen zehnten Platz gerade so einen Punkt erhalten. Kroatien, Dänemark, Luxemburg und Zypern waren in zehn Jahren nicht ein einziges Mal in meiner persönlichen Top 10. Kroatien und Dänemark waren mit Platz 12 immerhin nah dran. Dennoch stehe ich entsprechend eher emotionslos diesen Ländern gegenüber. Luxemburg war nur ein mal dabei und ist mit Platz 23 im Mittelfeld gelandet. Zypern hat bei seinen zehn Teilnahmen als beste Platzierung nur die #24 geschafft. Es gab seit meinem Hardcore-ESC-Fan-Dasein noch nie einen Beitrag aus Zypern mit dem ich so richtig mitgefiebert habe. Zypern ist mir ausnahmslos(!) jedes Jahr mehr oder weniger egal.

Zusammengefügt ergeben diese drei Wertungen das ultimative Endergebnis meiner Top 45 ESC-Länder der letzten 10 Jahre:


Zahlen lügen nicht und die Zahlen sagen dass Australien mein ESC-Lieblingsland ist. Herzlichen Glückwunsch an Australien und alle australischen Fans! Mit diesem ersten Platz bin ich sehr zufrieden und einverstanden. Slowenien und Lettland haben über die Zeit ein klein wenig an Appeal für mich verloren. Bulgarien ist auf lange Sicht einfach zu selten dabei, als dass es meine Nummer eins sei. Ohne nachzudenken hätte ich vermutlich geantwortet dass ich Slowenien derzeit am ehesten als mein Favoritenland sehen würde. Deshalb passt der zweite Platz hier sehr gut. Der überraschende dritte Platz mit beeindruckend vielen Top 10 Platzierungen und neulichst auch einem persönlichen Siegerbeitrag ist die Schweiz. Für Lettland gibt es nur den vierten Platz. Eine dicke Überraschung ist für mich Israel auf Platz fünf. Subjektiv, ohne Nachdenken, hätte ich das Land als durchschnittlich, vielleicht leicht überdurchschnittlich bezeichnet. Mit Litauen auf Platz sechs bin ich auch glücklich. Frankreich hat den Bonus dass ich den Klang der französischen Sprache Liebe. Albanien schickt mit seinen Powerballaden ein Genre zum ESC auf das ich gerne anspringe. Der neunte Platz von Bulgarien, das immerhin drei der zehn Sieger stellt, enttäuscht, ist aber den wenigen Teilnahmen zu Schulden. Ungarn war in einem drei-Jahres-Streak fantastisch. Drei Jahre reichen insgesamt aber gerechtfertigter Weise nur für Platz 10. San Marino sehe ich als einen meiner Lieblinge und hätte ich mir gerne rund um Platz 5 gewünscht. Die Jahre in denen ich ihren Beitrag nicht mochte verdränge ich leicht. So ist es dann doch nur Platz 11.

Deutschland landet mit Platz 20 in der Mitte. Das passt soweit. Mich überrascht dass Portugal nur auf Platz 32 steht. Ganz unten befindet sich zu meiner Überraschung nicht Italien, sondern Zypern, dem ich gänzlich leidenschaftslos begegne. Italien wurde dann doch von seinem einen Top Beitrag gerettet. Luxemburg hat mit einer Teilnahme, die insgesamt okay war, über die zehn Jahre hinweg zu wenig geboten und ist verständlicher Weise auf dem vorletzten Platz. Ich freue mich aber sehr, dass Luxemburg wieder dabei ist und bin gespannt auf die nächsten Jahre. Belarus hat in den zehn Jahren zu selten Freudensprünge bei mir ausgelöst, um andere Nationen hinter sich zu lassen.

Nun folgt täglich ein Blog-Beitrag zu jedem der 45 Länder. Darin enthalten ist u.a. mein persönliches Ranking der bis zu zehn Beiträge des Landes, wie ich sie Heute bewerte. Teilweise hat sich an meinen damaligen Bewertungen einiger Beiträge viel geändert. Garniert wird das Ganze von einer Einschätzung zu dem jeweiligen Land in den letzten zehn Jahren. Die Beiträge starten mit dem letzten Platz Zypern und gehen dann hoch bis Platz 1 Australien.

Sonntag, 12. Mai 2019

Frankreich: Geht die Krone der Eurovision nach Frankreich?

Frankreich hat zwischen der ersten und zweiten Probe Stellen ausgebessert, die noch nicht ganz rund liefen. Zudem wurde der Kameraschnitt verändert, was im Allgemeinen als Rückschritt betrachtet wird. Ausgenommen ist davon der neue "Ending Shot", dieser habe viele im Pressezentrum endgültig zum weinen gebracht. Ein neu hinzugefügtes Element, das für besonders viel Aufsehen sorgt, ist, dass die übergewichtige Tänzerin der taub-stummen Tänzerin den Rhythmus zeigt, wenn sie auf die Bühne kommt, indem sie ihr auf die Schulter klopft. An Ende bildet das Trio in der Choreographie ein schlagendes Herz, das nur Funktioniert, wenn alle mit ihren Besonderheiten dabei sind. Wenn man über dieses Staging redet, klingt alles ziemlich aufgesetzt, aber das ist es nicht. Das Staging ist so gut umgesetzt, dass es auf die meisten natürlich wirkt und sie berührt. Als ich das Probenvideo von der EBU, der zweiten Probe gesehen habe, dachte ich, dass ich das den ESC gewinnen sehen möchte. Ich bin nicht die einzige Person, die das denkt.





Samstag, 11. Mai 2019

Frankreich: Eine Bühne voller Könige und Königinnen

Nur davon zu hören und lesen, wie das Staging von Frankreich geworden ist, treibt mir schon die Tränen in die Augen! Bilal trägt ein weißes, bauchfreies, Outfit, dazu eine Perücke mit blonden, langen, Haaren. Man kann Bilal rein optisch keinem Geschlecht zuordnen, das Staging schafft es aber, dass man sich als Zuschauer aber keine Gedanken darüber macht, ob Bilal Männlein, oder Weiblein ist. Es ist einfach egal, was es eigentlich auch immer sein sollte. Der Song heißt "Roi", also König, doch gemeint sind auf keinen Fall nur männliche Geschöpfe. Deshalb gibt es zwei Tänzerinnen. Beide tragen einfache Tücher in Naturfarben. Dadurch repräsentieren sie auch den ärmsten Teil der Bevölkerung. Eine Tänzerin, die zunächst auf die Bühne kommt, ist stark übergewichtig, die andere, die später dazu kommt, ist taub-stumm, weshalb sie in Gebärdensprache tanzt. Schon beim ersten Durchlauf war alles beim Staging auf den Punkt perfekt. Frankreich bräuchte eigentlich gar keine Proben auf der ESC-Bühne.

Mit diesem Staging wird deutlich, dass alle Menschen in diesem Song gemeint sind, die etwas haben, was sie vom gesellschaftlichen Idealbild unterscheidet. LGBTQ+s, durch Bilals Sexualität als Schwuler und dem Spielen mit den Geschlechterrollen, dickere Menschen, durch die eine Tänzerin, Arme Menschen, durch die Kostüme, Menschen mit Behinderungen, durch die taube Tänzerin, Frauen wie Männer und alle anderen Geschlechter, Menschen mit Migrationshintergrund durch Bilals marokkanische Wurzeln und jede zuschauende Person, die anders vom Mainstream abweicht und deshalb Hürden im Leben hat, merkt, dass auch sie mit der Message gemeint ist. Wir sind alle Könige und Königinnen. "You can never remove my Crown" - "Du kannst mir niemals meine Krone wegnehmen", meinen Stolz, mein Selbstbewusstsein, meine Identität. Dieser Auftritt wird von 200 Millionen Menschen gesehen und so vielen Menschen in ihrem Leben helfen, so wie es 2014 mit Österreich war. Das ist so viel mehr wert, als jeder Punkt und jede Platzierung, die Frankreich bekommen kann! Trotzdem wäre ich, nach dieser ersten Probe, kein bisschen überrascht, wenn Frankreich den ESC gewinnt.

Als "Roi" den Vorentscheid gewann, habe ich noch darauf geschimpft, weil ich rein den musikalischen Teil Trash finde. Von der Musik her, ist das ein Song, wie jeder andere, der im Radio läuft. Die Message fand ich schon immer toll, Bilal als Person großartig, nur den Song vom musikalischen Aspekt her nicht. Nun ist mir das ziemlich egal geworden. Ich bin unbeschreiblich glücklich, dass hierzu ein so großartiges Staging entstanden ist, das so vielen Menschen in ihrem Leben sehr doll weiterhelfen wird. Mein Dank an Bilal und die französische Delegation ist unendlich!





Samstag, 4. Mai 2019

Neue Punktepräsentation, Postdards und deutsche Jury: Was geschah in der pre-Party-Saison?

Hier ein Post zu allen wirklich wichtigen Nachrichten, die während der Pre-Party-Saison durch die ESC-Bubble geisterten. Es sind nicht sehr viele.

Die einzige richtig große Meldung ist es, dass die EBU die Art in der die Punkte bei der Bekanntgabe im Voting, im Finale, verändert hat. Die Änderung ist nicht groß, aber durchaus erwähnenswert. Bisher wurden die Punkte der Jurys detailliert bekanntgegeben, anschließend die Punkte aus dem Televoting zusammengefasst ausgerufen. Das bleibt auch so. Es ändert sich lediglich die Reihenfolge, in der die Televoting Punkte verkündet werden.

Bislang wurde zunächst die Punktzahl des Landes verraten, das im Televoting die wenigsten Punkte erhalten hat. Darauf folgte das Land mit den zweit wenigsten Punkten, und so weiter, bis zu dem Land, das insgesamt am meisten Punkte aus allen Ländern, im Televoting, erhalten hat. Mit der Regeländerung soll zuerst das Land sein Televoting-Gesamtergebnis erfahren, das im Juryvoting auf dem letzten Platz gelandet ist. Danach werden die Punkte des Vorletzten im Juryvoting bekanntgegeben. Dann der drittletzte Platz des Juryvotings u.s.w.. Am Ende der Votingphase warten also die Länder immer noch auf ihr Ergebnis, die die Jury ganz weit vorne gesehen hat. Dies soll "noch mehr Spannung" in die Schlussphase des Votings bringen. Achtung, am Wertungssystem an sich ändert sich nichts! Die Punkte werden nach dem gleichen System verteilt, wie auch in den letzten drei Jahren. Falls du die Regeländerung noch nicht so ganz verstanden hast, kannst du dir dieses Video anschauen. In der Montage siehst du, wie die Votingpräsentation, nach dem neuen Format, im letzten Jahr ausgesehen hätte.


Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt dürfte sich denken wie meine Meinung zu dieser Änderung ist. Ich habe mich schon viel zu sehr darüber aufgeregt, möchte deshalb hier nur kurz erwähnen dass die EBU anscheinend alles versucht um ESC-Fans von ihrem Hobby abzubringen. Die Änderung macht das Voting noch unübersichtlicher als es eh schon ist. Nun kann man nicht mal mehr einschätzen wer auf welchem Platz im Televoting gelandet ist, was für mich der einzige Vorteil des neuen Voting Systems (seit 2016) war. Ich war ernsthaft am Überlegen, ob ich den Fernseher vor dem Voting einfach ausschalte und mir das detaillierte Ergebnis nachträglich Online anschaue. Das ist für mich spannender und interessanter. So langsam macht es echt keinen Spaß mehr das Voting vom ESC Finale zu sehen. Genug schlechte Laune gewonnen, ich möchte mich freuen, denn morgen früh geht es mit den Proben los. Die sind mir viel wichtiger als das Voting und die nimmt uns die EBU nicht.

Die Postcards für den diesjährigen ESC stehen unter dem Motto "Everybody Dance", darin werden die Interpreten dazu gezwungen ...äh gebeten, zu tanzen. Die Postcards sind die 45-sekündigen Videos, die vor dem Auftritt eines ESC-Beitrages, in der Liveshow, laufen. Diese wurden nicht in umstrittenen Gebieten Israels gedreht. Eine Ausnahme bildet hierbei die Postcard vom Gastgeber Israel. Diese wurde zeigt Kobi vor der weltbekannten Klagemauer. Grund für die eingeschränkte Drehortwahl ist das unbedingte Vermeiden einer Politisierung des Wettbewerbs, das sich die EBU und KAN selbst auferlegt haben.

Ganz unpolitisch kann der ESC im politisch aufgeladenstem Land der Welt nicht sein. So gibt es Drohungen muslimischer Streitkräfte, den ESC zu bombardieren, da es angesichts der humanitären Lage für viele Einwohner der Region in und um Israel, nichts zu feiern gäbe. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen, sodass ein möglicher Angriff durch die "Eiserne Kuppel" abgewehrt werden sollte. Ein weiteres politisches Problem waren immer wiederkehrende Streitigkeiten um Finanzzahlungen des israelischen Staates für den ESC.

Derweil haben Frankreich und Deutschland ihre Teilnahmen für den ESC 2020 bereits bestätigt. Beide Nationen möchten ihr diesjähriges Konzept der Beitragsfindung auch im nächsten Jahr wiederholen. Eventuell zurückkehren könnte 2020 Andorra. Dort gibt es Gespräche mit dem katalanischen Sender TV3, die Beitragsfindung und Teilnahme am ESC gemeinsam im Namen Andorras zu stemmen, wie es auch bei den bisherigen Teilnahmen des Kleinstaates der Fall war.

Ob Andorra 2020 wirklich zum ESC zurückkehren wird, stellt sich wohl im Sommer heraus. Dann entscheidet die EBU auch über die Bewerbung von TV3 zur Vollmitgliedschaft. Eine Teilnahmeberechtigung am ESC hätte Katalonien damit trotzdem nicht, da es immer noch ein Teil Spaniens ist und für jede Nation nur eine Rundfunkanstalt antreten darf. Außerdem gelang an die Öffentlichkeit dass die EBU 2015 Verhandlungen mit Andorra führte, um es für den ESC zurückzugewinnen. Man hat Andorra gefragt, was sie dafür haben möchten, wenn sie wieder beim ESC teilnehmen. Leider ging der Vorstand des andorranischen Rundfunks auf kein Angebot ein. Die EBU versucht also doch ESC-Fans glücklich zu machen.

Bei Bulgarien gibt es hingegen Gerüchte, dass es in den nächsten Jahren gar nicht das Interesse hätte teilzunehmen. Von offizieller Seite gibt es diesbezüglich keine Äußerungen. Hoffen wir, dass es bei einem Gerücht bleibt. Nach den beeindruckend erfolgreichen Teilnahmen in den letzten drei Jahren wäre ein erneutes, dauerhaftes, Fernbleiben Bulgariens doch sehr bedauerlich.

Die deutsche Jury für den ESC 2019 besteht aus Vorjahresviertplatziertem Michael Schulte ("You let me walk alone"), dem Singer-Songwriter Nico Santos, der Sängerin Anett Louisan, der Leadsängerin von Laing ("Ich bin morgens immer müde"), die beim deutschen Vorentscheid 2015 den 3. Platz, hinter Ann Sophie ("Black Smoke"), mit "Zeig deine Muskeln" belegte, Nicola Rost und Joe Chialo, von der Musikproduktionsfirma "AIRFORCE1". Seit langer Zeit bin ich endlich mal glücklich über unsere Jury. Ich glaube an eine gute Wertung von ihnen. Dieses Jahr gibt es den seltenen Fall, dass ich mich von der Jury meines Landes vertreten fühle. Diese fünf werden durch 200 andere Jurymitglieder, aus den anderen 40 Nationen ergänzt.

Für die drei Live-Shows dürfen wir uns auf ein richtig tolles Interval-Act Programm freuen - und das nicht (nur) weil US-Star Madonna dabei ist. Eine letzte Meldung gibt es noch, die man zwar nicht unbedingt wissen muss, ich hier aber unbedingt anbringen möchte. Serhat hat verraten, dass er seinen Song "Say na na na" innerhalb von fünf Minuten auf den Straßen von Köln geschrieben hat, nachdem er einen Anruf von SMRTV erhielt. Ich muss sagen dass der Track auch genau danach klingt, was ich selbstverständlich negativ meine.

Für die Startreihenfolge der Länder in den Halbfinals, sowie meine persönliche Rangliste vor den Proben, folgen noch separate Posts. Um 09:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit beginnen dann die Proben in Tel Aviv.

Montag, 4. Februar 2019

Roi gewinnt Destination Eurovision!

Mit einem riesengroßen Vorsprung und 36% der Anrufe gewinnt "Roi" von Bilal Hassani den französischen Vorentscheid Destination Eurovision! Der 2. Platz des Televotings, "Là-Haut" von Chimène Badi, hatte gerade einmal 15% der Anrufe. Bei so viel Zuspruch aus der Bevölkerung hinderte auch der 5. Platz von Roi im internationalen Juryvoting, Bilal nicht daran, für Frankreich zum 64. Eurovision Song Contest 2019 Dare to Dream in Tel Aviv zu fahren.

Im Vorfeld des Finals galt Roi schon als der größte Favorit, es wurde aber ein Kopf-an-Kopf-Duell mit "Tous les Deux" von Seemone prophezeit. Tous des Deux gewann zwar das Juryvoting deutlich, hatte aber nicht einmal halb so viele Anrufe erhalten, wie Roi. Aus genau diesem Grund bin ich auch immer dafür die Punkte Anteilig zu verteilen und nicht Jury- und Televoting jeweils nach den Platzierungen in das 1-12 Punkte Schema zu pressen, wie es in vielen Vorentscheiden getan wird. Mit diesem System hätte nämlich "Tous les Deux" (mit 20 Punkten) gewonnen (Roi: 18 Punkte).

Ich habe meine Meinung über die Songs übrigens nicht geändert, außer dass ich "La Voix d'Aretha" inzwischen richtig gut finde, weshalb sich meine Plätze 1 und 2 getauscht haben. Mit diesem Song, oder Tous les Deux wäre ich mit der Leistung Frankreichs beim ESC zufrieden gewesen. Là-Haut wäre wenigstens noch ein akzeptabler Beitrag gewesen, Roi finde ich aber wirklich schwach. Sehr schade dass Frankreich dieses Jahr einen so schlechten Vorentscheid hatte.

Hier ist das detaillierte Ergebnis des Finals. Wie immer ist auch meine persönliche Rangliste in der Tabelle enthalten. Ebenfalls habe ich das Fan-Voting von My Eurovision Scoreboard, mit Platzierungen und Punkten ergänzt.

Platzierung Punkte (Jury/Televoting) My Ranking Ranking im Fanvoting Punkte im Fanvoting Songtitel Interpret
1. 200 (50/150) 5. 2. 8.618 Roi Bilal Hassani
2. 156 (94/62) 2.  1. 8.816 Tous les Deux Seemone
3. 119 (56/63) 3.  3. 7.894 Là-Haut Chimène Badi
4. 115 (64/51) 6. 6. 5.733 La Promesse Emmanuel Moire
5. 102 (76/26) 7. 7. 5.257 Allez leur dire Silvàn Areg
6. 92 (44/48) 1. 5. 6.399 La Voix d'Aretha The Divaz
7. 38 (26/12) 8. 4. 6.479 Comme une Grande Aysat
8. 18 (10/8) 4. 8. 4.665 Sois un bon Fils Doutson

Die Jury bestand im Finale aus zehn Mitgliedern. Für Israel Doron Medalie, der Komponist vom ESC-Siegersong von 2018, "Toy". Für Zypern Alex(andros) Panayi, der 1989 als Backgroundsänger den 11. Platz beim ESC erreichte. 1991 war er wieder Backgroundsänger und wurde mit seinem Team 9.. Nach mehreren Versuchen gewann er 1995 den zypriotischen Vorentscheid und belegte beim ESC den 9. Platz. 2000 gewann er wieder als Teil des Duos "Voice" (zusammen mit Christina Argyri) den Vorentscheid und wurde beim ESC 21.. 2005 gewann er als Backgroundsänger den ESC für Griechenland mit Helena Paparizou und "My Number One". Zudem wurde er in den letzten Jahren immer wieder als Vocalcoach für ESC-Sänger gebucht.

Ebenfalls in der Jury saß Rona Nishliu, die 2012 mit "Suus" beim ESC den 5. Platz - und damit das beste Ergebnis in der Geschichte ihres Landes Albanien - holte. Für Weißrussland verteilte die Produzentin des JESC 2018, Olga Salamakha, ihre Punkte. Für Deutschland stimmte unser Delegationsleiter Christoph Pellander ab. Für die Schweiz und Italien waren die Delegationsleiter Reto Peritz und Nicola Caligiore dabei. Der Executive Producer von RTE aus Irland, Michael Kealy, Musikshow Produzentin Ekaterina Orlova aus Russland und Tänzerin und Schauspielerin Beatriz Luengo aus Spanien vervollständigten die Jury.

Wer sich auf französischem Staatsgebiet befindet, kann die ganze Show in voller Länge unter diesem Link anschauen. Für alle anderen habe ich hier eine YouTube Playlist, mit allen 17 Auftritten der Show und dem Voting erstellt.

Natürlich ergänze ich auch Frankreich in meine persönliche Rangliste:

1. Albanien
2. Spanien
3. Frankreich

Den Finalauftritt von Roi gibt es hier:


News Kompakt (33)

Weiter geht's mit der Zusammenfassung der ESC-Nachrichtenwelt:

25.01. Am 29.01. gibt Österreich seinen intern ausgewählten Interpreten für Tel Aviv bekannt.

26.01. Über die Einteilung der Lostöpfe für die Auslosung der Halbfinals folgt ein eigener Artikel.

26.01. Island hat Zehn Beiträge für den Vorentscheid "Söngvakeppnin" veröffentlicht. Damit ist erst einmal klar dass in jedem Halbfinale fünf Songs antreten. Zum anderen wissen wir das zwei erfolgreiche ESC-Teilnehmer bim Söngvakeppnin 2019 mitmischen. Einer der Kandidaten ist Fridrik Ómar. 2008 trat er zusammen mit Regína Ósk Óskarsdóttir für Island, unter dem Namen "Euroband", beim ESC an. Mit "This is my Life" kamen sie auf den 14. Platz. Hier kannst du den Auftritt von Damals Revue passieren lassen:


Zum Anderen kehrt Hera Björk zum Söngvakeppnin zurück. Sie stand 2010 für Island auf der ESC-Bühne. Für sie gab es mit "Je ne sais quoi" den 19. Platz. Hier gibt es den Auftritt zu sehen:


26.01. In Israel fand die siebte Runde von "Hakochav Haba" statt. Dort wurde von den Top 10 Kandidaten einer ausgesiebt. Zunächst sangen alle Kandidaten und durchzogen dabei das bekannte Wertungsprozedere. Vier der Kandidaten fanden sich zu Duetten zusammen und erhielten eine gemeinsame Wertung. Die beiden Kandidaten mit den schlechtesten Werten mussten in einem Ausscheidungsduell gegeneinander antreten. Dies sind die Ergebnisse der Show:

1. Ketreyah und Maya Buskila - 94%
3. Daniel Barzilai und Ofri Calfon - 92%
5. Shalva Band - 83%
6. Kobi Merimi - 81%
7. Tai - 76%
8. Avraham de Carvalho - 75%
9. Danielle Mazuz - 58%
10. Shefita - 37%

Danielle Mazuz, die den ESC letztes Jahr als Backgroundsängerin von Netta gewann, verlor das Ausscheidungsduell und muss somit als 10. den Wettbewerb verlassen. Die anderen neun Kandidaten gehen in die achte Runde.

26.01. In Georgien traten ebenfalls die Top 10 der Castingshow, die als Vorentscheid dient, gegeneinander an. Dort hatten erstmals die Zuschauer die Wahl über das Schicksal der Kandidaten. Zwei mussten sie im Tele- und Onlinevoting, bei der ersten Liveshow der Staffel, rauswerfen. In die nächste Runde schafften es Dima Kobeshavidse, Giorgi Nakashidse, Giorgi Pruidse, Ikako Aleksidse, Liza Kalandadse, Nini Tsnobiladse, Oto Nemsadse und Tamar Lachkhepiani. Ausgeschieden sind Beso Nemsadse und die Sängerin von Georgien beim JESC 2010 Mariam Kakhelishvili. Somit werden wir ein ganz neues Gesicht in der ESC-Bubble für Georgien beim ESC 2019 sehen.

26.01. Zum 2. Viertelfinale von A Dal in Ungarn gibt es einen separaten Post.

26.01. Das Gleiche gilt für das 3. Viertelfinale von Eurovizijos in Litauen.

26.01. Über das 1. Viertelfinale der Supernova in Lettland gibt es ebenfalls einen eigenen Bericht.

26.01. Für das Finale der Destination Eurovision in Frankreich fertige ich selbstverständlich auch einen eigenen Artikel an.

26.01. Auch der Gewinner der 1. Staffel von X-Factor Malta - und somit gleichzeitig Kandidat von Malta beim ESC 2019 - wird mit einem eigenen Artikel geehrt.

27.01. Die Wertungen der letzten beiden Jurymitglieder des virtuellen tschechischen Vorentscheides Eurovision Song CZ wurden veröffentlicht. Dies sind Jowst, der beim ESC 2017 für Norwegen 10. wurde und Ryan O'Shaughnessy, der beim ESC 2018 für Irland 16. wurde. Somit ist das Gesamtergebnis des Juryvotings bekannt. Am Folgetag wird noch das Onlinevoting ergänzt, sodass wir kurz vor der Auslosung der Halbfinals erfahren was der Beitrag von Tschechien beim ESC 2019 wird. Hier gibt es aber erst einmal die Ergebnisse der letzten beiden Jurymitglieder und das Gesamtergebnis des Juryvotings:

Jowst:

12 Punkte: Friend of a Friend - Lake Malawi
10 Punkte: Easy to believe - Pam Rabbit
8 Punkte: True Colors - Barbara Mochowa
6 Punkte: Poslední slova tobe - Hana Barbara
4 Punkte: Don't know why - Thomás Bocek
3 Punkte: Give me a Hint - Andrea Holá
2 Punkte: Space Sushi - Jakub Ondra
1 Punkt: On my Knees - Jara Vymer

Ryan O'Shaughnessy:

12 Punkte: Friend of a Friend - Lake Malawi
10 Punkte: True Colors - Barbara Mochowa
8 Punkte: Don't know why - Thomás Bocek
6 Punkte: Poslední slova tobe - Hana Barbara
4 Punkte: Give me a Hint - Andrea Holá
3 Punkte: Space Sushi - Jakub Ondra
2 Punkte: Easy to believe - Pam Rabbit
1 Punkt: On my Knees - Jara Vymer

Gesamt:

1. Friend of a Friend - Lake Malawi 98 Punkte
2. True Colors - Barbara Mochowa 96 Punkte
3. Give me a Hint - Andrea Holá 50 Punkte
4. Easy to believe - Pam Rabbit 48 Punkte
5. Don't know why - Thomás Bocek 45 Punkte
6. Poslední slova tobe - Hana Barbara 43 Punkte
7. Space Sushi - Jakub Ondra 41 Punkte
8. On my Knees - Jara Vymer 39 Punkte

27.01. Für das 1. Halbfinale der Selectia Nationala in Rumänien folgt ein eigener Post.

28.01. Die letzten Ergebnisse des tschechischen Vorentscheides, Eurovision Song CZ, und der daraus resultierende Gewinner bekommen auch einen eigenen Artikel.

28.01. Auch die Ergebnisse der Halbfinalauslosung sind zu umfangreich für diese Zusammenfassung und folgen in einem separaten Post.

28.01. Belgien wird seinen Song am 28.02. veröffentlichen.

28.01. In den jüngsten Jahren etabliert sich gerade beim ESC die Neuerung dass Nationen schon vor dem ESC die Teilnahme für den übernächsten ESC versichern. Nach Norwegen ist Tschechien nun das 2. Land das seine Teilnahme für 2020 garantiert. Doch das ist nicht alles, für das kommende Jahr wird es einen Vorentscheid geben der im Fernsehen ausgestrahlt wird! Dies gab es in Tschechien bisher nur in den Jahren 2007 und 2008. CT wagt den kommerziell unvernünftigen Schritt, im Land mit der wohl größten ESC-Verdrossenheit, einen richtigen Vorentscheid zu veranstalten. Wir dürfen gespannt sein wie viele Zuschauer dieser haben wird und welchen Umfang er hergibt. Dies ist auf jeden Fall ein großer Fortschritt in unserem Nachbarland, das sich seit seiner überraschenden Rückkehr von 2015 immer weiter an den ESC heran tastet.

28.01. In der neunten Runde von "Hakochav Haba" sangen die verbliebenen neun Kandidaten, in zwei Shows aufgeteilt, noch einmal dem Publikum vor. Dabei schied der Kandidat mit der schlechtesten Bewertung aus. Dies sind die Ergebnisse:

1. Ketreyah 95%
2. Shalva Band 91%
3. Maya Buskila 77%
4. Ofri Halfon 71%
5. Tai 69%
6. Daniel Barzilai 59%
7. Avraham de Carvalho 56%
8. Shefita 54%
9. Kobi Marimi 48%

Kobi Marimi schied aus. Die Top 8 Kandidaten bestreiten nun Runde zehn. Außerdem rief KAN dazu auf bis zum 17.02. Songs einzureichen, die der Gewinner von "Hakochav Haba" zur Titelverteidigung beim ESC singen soll.

29.01. Für die Präsentation des österreichischen Interpreten folgt ein separater Post.

29.01. Auch Finnland hat seinen Künstler für Tel Aviv bekanntgegeben. Hierzu gibt es ebenfalls einen eigenen Artikel.

29.01. Beim kroatischen Vorentscheid "Dora" müssen 4 Tenora aus terminlichen Gründen ihre Teilnahme zurückziehen. Ihnen selbst tut dies sehr leid. Dafür rückt der Song "Nisam to sto zele" von Kim Verson nach.

29.01. CT ruft schon jetzt dazu auf sich für den Tschechischen Vorentscheid für den ESC 2020 zu bewerben. Außerdem wurde schon ein Termin für das Finale festgelegt; der 25.01.2020. Tschechien ist nach Norwegen die zweite Nation, die zu Bewerbungen für 2020 aufruft.

30.01. Auch Nordmazedonien ruft dazu auf Songs für den ESC einzureichen - allerdings für 2019. Wer einen Song hat den Tamara Todevska singen soll, kann ihn bis zum 05.02. zur Zentrale von MKRTV schicken.

30.01. Ich hätte nicht gedacht dass die Tatsache dass Israel den ESC austrägt, für so große politische Probleme sorgen könnte. Bilal Hassani und Chimène Badi haben im Vorfeld ihrer Teilnahmen am französischen Vorentscheid zahlreiche Hassbotschaften und Drohungen erhalten. Nach dem Sieg Bilals hat sich das bei ihm extrem verstärkt. Sein Anwalt klagt nun gegen "Beleidigung, Aufruf zum Hass und zur Gewalt, sowie homophoben Drohungen. Die EBU reagiert darauf damit zu betonen, dass die Sicherheit aller Beiteiligten in Tel Aviv an aller erster Stelle steht. KAN gab ähnliche Äußerungen von sich und beteuerte dass man keinerlei Kompromisse bei der Sicherheit eingehen werde. Der israelische Rundfunk Channel 2 sprach davon, dass die Regierung die Kosten für die Sicherheit übernähme. Der Moderator vom ESC 2019, Assi Azar, der ebenso wie Bilal schwul ist, postete einen Tweet, der für viel Aufmerksamkeit sorgte:

"Lieber Bilal, Shalom! Ich bin Assi Azar, einer der Gastgeber von Eurovision 2019. Ich sehe, was du gerade durchmachst, und als Teil der LGBTQ-Community weiß ich auch, wie es sich anfühlt, von vielen geliebt, und denen verschmäht zu werden, die noch im Dunkeln sind. Bleibe stark! Wir sehen uns bald ❤"

30.01. Russland verschiebt die Bekanntgabe seines Interpreten vom 01.02. auf den 10.02.. Der offizielle Grund dafür ist dass der ESC-Beitrag noch nicht im Studio aufgenommen wurde. Es gab unerwartete Zeit Verzögerungen.

31.01. Die 10 Songs des dänischen Vorentscheides "Dansk Melodi Grand Prix" wurden veröffentlicht. Erstmals seit 1979 gibt es mit "League of Light" beim dänischen Vorentscheid wieder einen Song in dem auch Grönländisch gesungen wird. Jasmin Gabay, die 2017 als Backgroundsängerin für Dänemark 20. beim ESC wurde, tritt mit dem Song "Kiss like this" nun als Hauptsängerin an. John Ballard komponierte den Wettbewerbstitel "Dancing with you in my Heart" von Marie Isabell. Er war schon 2013 der Komponist von Aserbaidschan beim ESC und gewann mit "Hold Me" von Farid Mammadov den 2. Platz! 2014 schrieb er den Song "Shine" für Russland, den die Tolmatschowa-Zwillinge sangen und damit den 7. Platz erreichten. Auch 2016 komponierte er den Song von Russland. Mit "You are the Only One" von Sergey Lazarew gab es den 3. Platz.

31.01. Marlon zieht seine Teilnahme mit "O Jantar" beim portugiesischen Vorentscheid "Festival da Cancao" zurück. Dafür rückt Joao Couto mit "Debaixo do Luar" nach.

31.01. Montenegro veröffentlicht seine Songs für den Vorentscheid "Montevizija" am 02.02..

Damit ist auch dieser News Kompakt voll. Ich habe einen Plan aufgestellt, nachdem ich bis Freitag Abend, pünktlich zum Start von "You Decide", auf Eurovision Passion mit der Berichterstattung endlich im Hier und Jetzt stehe.

Donnerstag, 31. Januar 2019

Frankreich: "Tous les Deux" gewinnt 2. Halbfinale von Destination Eurovision 2019

Im zweiten Halbfinale gab es wenigstens eine kleine Niveausteigerung. Por Aqui ist diese Art von Bonlieu Musik die ich überhaupt nicht ausstehen kann. Es wäre aber ein ESC-Beitrag der einen großen Teil der französischen Musikszene repräsentieren würde. Tracy sollte dafür aber lieber noch ein bisschen an ihrem stimmlichen Können arbeiten. On cherche encore und Madame la paix sind peinlich. Frankreich hat sich damit einen großen Gefallen getan keine der beiden Beiträge zum ESC zu schicken. Ma petite Famille und La Promesse sind totlangweilig. Sois un bon Fils ist ein schwacher Song. Zwischen Platz 3 und 4 klafft bei mir aber eine riesengroße Lücke.

Ce qui me blesse, La voix d'Aretha und Tous les Deux wären gute ESC-Beiträge die man sich über die Wochen bis Tel Aviv gut schönhören könnte, auch wenn "The Divaz" mir gute Konkurrenz als Diva machen 💁. Wenn es nach mir gehen würde könnten wir ein Finale mit nur den drei Songs machen. Die anderen 15 brauche ich nicht noch mal hören.

In der Jury saßen natürlich fünf neue Juroren. Für Schweden saß Melodifestivalen-Produzent Christer Björkman an der Wertungstafel. Mikolas Josef, der 2018 für Tschechien mit dem 6. Platz das beste Ergebnis in der ESC-Historie seines Landes erreichte, und im Ausland über weitaus mehr Bekanntheit verfügt, als im eigenen Land, das weiterhin kaum Interesse für die Eurovision zeigt, durfte für Tschechien am Ergebnis des französischen Vorentscheides mitwirken. Zoe Straub gelang 2016 für Österreich beim ESC der 13. Platz. 2018 saß sie in der Jury des San Marinesischen Vorentscheides "1in360". Sie ist auch Ko-Komponistin des Siegersongs "Who we are", der beim ESC 40. wurde. Nun darf sie stellvertretend für Österreich bei "Destination Eurovision" abstimmen. Außerdem waren für Armenien Delegationsleiterin Anushik Ter-Ghukasian und für Georgien Delegationsleiterin Natia Mshveniaerdse dabei.

Alle fünf Juroren vergaben ihre 12 Punkte Höchstwertung an "Tous les Deux", das im Televoting nur knapp den Sieg verpasste. Wie auch schon im 1. Halbfinale zogen die Top 4 ins Finale ein. Dort werden dann zehn neue Jurymitglieder über das Ergebnis mitentscheiden. Hier das vollständige Ergebnis des 2. Halbfinals von "Destination Eurovision 2019", inklusive meiner persönlichen Rangliste:

Platzierung Punkte (Jury/Televoting) My Ranking Songtitel Interpret
1. 113 (60/53) 1. Tous les Deux Seemone
2. 84 (28/56) 5. La Promesse Emmanuel Moire
3. 54 (26/28) 2. La Voix d'Aretha The Divaz
4. 39 (24/15) 4. Sois un bon Fils Doutson
5. 38 (30/8) 3. Ce qui me blesse Ugo
6. 32 (14/18) 8. On cherche encore Gabriella
7. 31 (18/13) 7. Madame la Paix Philipelise
8. 15 (2/13) 9. Por Aqui Tracy de Sà
9. 14 (8/6) 6. Ma petite Famille Noémie

Hier gibt es die vier Beiträge die das Finale erreicht haben:





Montag, 28. Januar 2019

Frankreich: "Roi" gewinnt 1. Halbfinale von Destination Eurovision 2019

Maßlos enttäuscht bin ich vom schlechten Niveau des 1. Halbfinals von Frankreich. Keinen der 9 Songs möchte ich auf der ESC-Bühne sehen. Oulala und Comme une Grande sind scheußlich, bei Passio frage ich mich ob sie so schlecht singt, oder das an dem Song liegt. Der 80-Sekunden-Gig, ohne Inhalt, von Silvàn Areg ist ja wohl ein Witz, Roi ist gähnend langweiliger Einheitsbrei. Bei J'ai pas le temps ist das Einzige Akzeptable die Geige und dass der eine Typ gut aussieht und die anderen drei Songs sind einfach schlecht und Kandidaten für die letzten Plätze in meiner ESC-Rangliste. Was ist los mit meinem Lieblingsland innerhalb Europas? Wo sind all die schönen französischen Lieder hin? Lässt sich nur hoffen dass im 2. Halbfinale irgendetwas Akzeptables dabei ist.

Welche vier der neun Beiträge ins Finale einziehen wurde zu jeweils 50% per Jury- und 50% per Televoting entschieden. Es gab fünf Jurymitglieder aus fünf verschiedenen Nationen, die alle ihre persönlichen Punkte verteilt haben.

Für Serbien saß Sanja Vucic in der Jury, sie erreichte beim ESC 2016 den 18. Platz. Der ESC-Experte Paul Jordan durfte stellvertretend für Großbritannien und Nordirland seine Punkte abgeben. Tali Eshkoli war für Israel dabei, sie ist eine der führenden Köpfe bei der diesjährigen Austragung des ESCs. Carla Bugalho Trindade (Portugal) und David Tserunian (Armenien), beide Delegationsleiter ihrer Nation, komplettierten die Jury. Im zweiten Halbfinale gibt es fünf neue Jurymitglieder aus fünf anderen Ländern, das gleiche gilt für das Finale.

Die gleiche Anzahl an Punkten die die Jury vergeben hat, wurde anteilig an den Anrufen auch durch das Televoting vergeben.

Hier das Ergebnis, inklusive meines persönlichen Rankings der Songs:

Platzierung Punkte (Jury/Televoting) My Ranking Songtitel Interpret
1. 115 (58/57) 5. Roi Bilal Hassani
2. 66 (22/44) 1. Là-Haut Chimène Badi
3. 59 (38/21) 6. Un Homme Debout Silvàn Areg
4. 40 (34/6) 8. Comme une Grande Aysat
5. 35 (26/9) 4. J'ai pas le temps Lautner
6. 33 (18/15) 9. Oulala Mazy
7. 31 (2/29) 7. Passio Battista Acquaviva
8. 21 (0/21) 3. In the Shadows Florina
9. 20 (12/8) 2. Le Brasier Naestro

Die vier Auftritte die es ins Finale geschafft haben gibt es hier zu sehen:





Mittwoch, 23. Januar 2019

News Kompakt (29)

Hier der Post über die Zusammenfassung der Ereignisse rund um den Jahreswechsel:

29.12. Ich beginne mit den Top 5 ESC-Songs in den Spotify Jahrescharts. Überraschender Weise ist Israel dabei nur auf den 3. Platz gekommen! Wir Deutschen dürfen uns nach einigen Jahren der totalen Blamage über den 2. Platz der weltweiten Spotify-ESC-Jahrescharts freuen! Das sind die Top 5:

1. Zypern - Fuego - Eleni Foureira - 48,2 Millionen Streams
2. Deutschland - You let me walk alone - Michael Schulte - 30,2 Millionen Streams
3. Israel - Toy - Netta Barzilai - 28,6 Millionen Streams
4. Schweden - Dance you off - Benjamin Ingrosso - 24,6 Millionen Streams
5. Tschechien - Lie to me - Mikolas Josef - 22,4 Millionen Streams

29.12. In der zwölften Show der israelischen Vorentscheid-Castingshow "Hakochav Haba" sind diese Kandidaten in die zweite Runde gekommen: Noa Klein (88%), Chem Rotem (80%), Tchelet Perlmutter (78%) und Los Caparos (70%). Zusätzlich hat Ofek Adanek (50%) eine Wildcard der Moderatoren erhalten.

30.12. Die erste Staffel "X Factor Malta" ist inzwischen so weit voran geschritten dass noch 12 Kandidaten im Rennen sind. Fortlaufend beginnen die Liveshows, wo in jeder Show zwei Kandidaten rausgewählt werden. Die Top 12 sind Michela Pace, Nicole Frendo, Kelsey Bellante, Ben Purple, Franklin Calleja, Petra, Owen Leuellen, Luke Chappell, Norbert Bondin, Xtreme, Kayati und 4th Line. Es haben sich wieder viele beworben die schon etliche Male am "Malta Song for Europe" teilgenommen haben. Davon sind aber nur zwei bis in die Liveshows durchgekommen.

Eine davon ist Petra Zammit. Sie wurde 2008 beim Vorentscheid 6. mit "Street Car of Desire". 2010 kehrte sie mit "All I need" zurück und belegte den 15. Platz. 2011 hatte sie mit "Unintentional" einen der acht Songs die nicht in das Finale der Top 16 kamen. Ihre genaue Platzierung ist unbekannt. 2013 war sie mit "No One's Home" ebenfalls eine der acht die im Halbfinale ausschieden und nicht das Finale der letzten 16 erreichten. 2018 war sie wieder dabei und erreichte mit "Evolution" den 6. Platz. Den Auftritt davon kannst du dir unten anschauen.

Die andere gut bekannte Person die es in die Liveshows geschafft hat ist mein hoch geliebter Franklin Calleja! Er hat 2012 die Castingshow "Don't stop me now" gewonnen. 2013 debütierte er beim maltesischen Vorentscheid mit dem Song "Let your Heart talk". Ihn erreichte das gleiche Schicksal wie Petra in dem Jahr, er schied im Halbfinale aus. Davon ließ er sich aber nicht entmutigen und trat 2014 mit "Love will take me Home" an. Er kam bis auf den 7. Platz. Ich war nicht der einzige der ihn damals schon als Sieger haben wollte. So schrieb Alexander Rybak, der ESC Sieger von 2009 für Norwegen, 2015 für ihn den Song "Still Here". Bei mir hätte er damit vielleicht den ESC gewonnen, beim maltesischen Vorentscheid wurde er aber nur 5.. Im Televoting war es immerhin der 3. Platz. 2016 war der Vorentscheid überdeckt von den beiden Mega-Top-Favoriten "Golden" von Brooke, und "Kingdom" von Christabelle. Diese landeten aber völlig überraschend nur auf dem zweiten und vierten Platz, hinter Ira Loscos "Chameleon", das TVM später durch "Walk on Water" austauschte. Im Hintergrund dessen ging es total unter dass Franklin Calleja mit "Little Love" den 3. Platz erreichte. Den Auftritt davon gibt es unten zu sehen. 2017 kam Franklin mit "Follow Me" auf den 5. Platz. 2018 nahm er am San Marinesischen Vorentscheid "1in360" teil und kämpfte sich durch das absurde und komplexe Auswahlverfahren bis ins Finale. Dort reichte es für ihn mit "Stay" für den 5. Platz, das Juryvoting gewann er. Nun ist er in den Top 12 des maltesischen Vorentscheides für 2019.



30.12. In der dreizehnten Show von "Hakochav Haba" zogen diese Kandidaten in Runde zwei ein: Tali Rabinovich (81%) und Bar Cohen (81%). Zusätzlich konnte Yuval Shauli (59%) die Moderatoren dazu überzeugen ihm eine Wildcard zu geben.

31.12. SMRTV verrät dass der intern ausgewählte Künstler für Tel Aviv aus dem Ausland stammt.

01.01. Der erste Vertreter Rumäniens beim ESC, Dan Bittman, zieht seine Teilnahme am Vorentscheid "Selectia Nationala" aus terminlichen Gründen zurück. Außerdem sagt er dass es besser sei wenn junge Künstler für Rumänien beim ESC antreten und wünsche allen viel Glück. Einen Nachrücker gibt es seitens TVR noch nicht.

01.01. Die vierzehnte Show von "Hakochav Haba" ging über die Bühne. Diese Kandidaten zogen in die zweite Runde ein: Osher Davidian (88%), Ariela Siman Tov (82%) und Riff Cohen (73%).

02.01. In der fünfzehnten Show von "Hakochav Haba" sind diese Kandidaten in die zweite Runde eingezogen: Natalie Wamba Berry (83%), Zohar Garala (78%) und Mazal Kav (73%). Zusätzlich erhielt Marie Benhaim (67%) die letzte Wildcard der Moderatoren. Damit ist die erste Runde beendet. 68 Kandidaten haben es in die zweite Runde geschafft. Einer davon, Elkana Marziano, zieht seine Teilnahme freiwillig zurück. Die zweite Runde besteht daraus, dass die Jury einige der Kandidaten, ohne dass sie erneut auftreten, rauswirft. In der dritten Runde treten die Kandidaten dann erneut in den Liveshows auf und stellen sich dem Voting, das zu 80% von den Zuschauern und zu 20% von der Jury entschieden wird. "Hakochav Haba", international besser bekannt unter dem Namen "Rising Star", gilt als die Castingshow ohne Regeln. Von Anfang an entscheiden die Zuschauer wer und wie viele weiter kommen und auch schon die Castings sind live. Man kann alleine antreten, im Duo, Trio, Quartett, Quintett, oder als größere Band und Musik aller Art machen, Hauptsache man singt. Sonst gibt es nicht wirklich weitere Regeln. Unter diesem Link und auf YouTube kannst du dir die Auftritte aus der Show anschauen.

03.01. Auch in Spanien geht es weiter voran. Beim Online-Voting für den Vorentscheid haben es diese drei Songs in die Gala Eurovision geschafft: "Muérdeme" von María, "Hoy vuelvo a reír otra vez" von Noelia und "La clave" von Natalia. Von den übrigen 14 Songs werden 7 intern ausgewählt, die ebenfalls dabei sein werden. Nach eigenen Angaben wurden bei dem Online-Voting über 190.000 Stimmen abgegeben.

03.01. BTRC gibt endlich bekannt dass es einen Vorentscheid in Weißrussland zur Auswahl des ESC-Beitrags geben soll.

03.01. Aus Griechenland kommt die entgegengesetzte Meldung. Für 2019 wird es dort eine interne Auswahl, keinen Vorentscheid, geben.

04.01. Frankreich hat per Auslosung die 18 Songs von "Destination Eurovision" in zwei Halbfinals eingeteilt.

04.01. Spanien verkündet welche sieben Songs die Gala Eurovision komplettieren: "No puedo más" von Famous, "La Venda" von Miki, "Nadie se Salva" von Miki & Natalia, "Qué quieres que haga" von Julia, "Hoy sonaré" von Sabela, "Todo bien" von Marilia und "Se te nota" von Carlos. Bisher gibt es nur mini-Ausschnitte der Songs durch das Online-Voting. 48 Stunden vor der Show werden die Songs in voller Länge veröffentlicht. Einen allgemeinen Favoriten gibt es mit "Muérdeme" dennoch schon jetzt. Natürlich werde ich auch zum spanischen Vorentscheid hier in einem anderen Post meinen Senf zu geben.

04.01. San Marino wird am 21.01. bekanntgeben wer für das Land beim ESC 2019 antritt.

05.01. Für das erste Viertelfinale vom litauischen Vorentscheid "Eurovizijos" folgt ein extra Post.

06.01. In Malta ging die erste X-Factor-Liveshow in der Geschichte des Landes über die Bühne. Bedauerlicherweise muss ich verkünden dass dabei Franklin Calleja auf dem 11. Platz aus dem Wettbewerb gevotet wurde. Als 12. schied die Gruppe Kayati aus. So bleiben noch zehn Kandidaten im Rennen um das ESC-Ticket, darunter die merhmalige Vorentscheid-Teilnehmerin Petra. Ihre verbliebenen Konkurrenten sind 4th Line, Luke Chappell, Nicole Frendo, Xtreme, Michela Pace, Norbert Bondin, Ben Purplle, Owen Leuellen und Kelsey Bellante.

07.01. Der tschechische Vorentscheid "Eurovision Song CZ" beginnt! Das sind die 8 Songs, unter denen der tschechische ESC-Beitrag für 2019 durch Jury- und Online-Voting ausgewählt wird:

01 Posledni slova tobe - Hana Barbara
02 Don't know why - Tomás Bocek
03 Give me a Hint - Andrea Holá
04 Easy to believe - Pam Rabbit
05 Friend of a Friend - Lake Malawi
06 True Colours - Barbora Mochowa
07 Space Sushi - Jakub Ondra
08 On my Knees - Jara Vymer

Unter diesem Link kann man sich die Songs anhören. Mein Favorit ist "Space Sushi" ^^

07.01. TVR hat den 17.02. als Termin für das Finale der "Selectia Nationala" festgelegt.

07.01. Das irische Fernsehen hat 430 Beiträge eingereicht bekommen und wählt davon intern einen aus.

07.01. 2018 wurde Ryk noch 3. beim deutschen Vorentscheid, mit seinem eigenen Song "You and I", nun hat er bekannt gegeben dass er mit einem Song Namens "I couldn't give it up" beim dänischen Melodi Grand Prix angenommen wurde. Die anderen neun Beiträge sind noch nicht an die Öffentlichkeit gedrungen.

07.01. In Israel hat die dritte Runde von "Hakochav Haba" begonnen. In der zweiten Runde wurden von der Jury, ohne weiteren Auftritt, einige Kandidaten aus dem Wettbewerb genommen. In dieser dritten Runde sind auch lediglich die Jurymitglieder stimmberechtigt. Es wundert mich sehr dass diese Änderung beim Wettbewerb vorgenommen wurde. Wie man in dieser Runde weiterkommt und wie man ausscheidet kann ich leider auch nicht durchblicken. Diese Kandidaten sind in der ersten Show der dritten Runde weitergekommen: Maya Buskila (5 Ja-Stimmen/0 Nein-Stimmen), Lior Chen (4/1), Shefita (4/1), Tai (4/1) und Osher Biton (4/1). Ausgeschieden sind Ayala Eligula (4/1), Nadav Phillips (3/2), Tal Versano (1/4) und Ariela Siman Tov (1/4).

08.01. Die EBU hat das Design vom 64. Eurovision Song Contest 2019 Dare to Dream in Tel Aviv vorgestellt. In dem Video unten kannst du es dir anschauen. Hier die offizielle Presseerklärung dazu: "Das Dreieck, eine der ältesten Formen der Welt, ist ein grundlegendes Symbol, das universell in Kunst, Musik, Kosmologie und Natur zu finden ist und Verbindungen schafft und Kreativität darstellt. Wenn sich die Dreiecke verbinden und verschmelzen, werden sie zu einer neuen Einheit, die den unterschiedlichen Sternenhimmel widerspiegelt. Die Sterne der Zukunft treffen sich in Tel Aviv beim Eurovision Song Contest."


Was gar nicht in der Pressemitteilung vorkommt ist wie genial ausgeklügelt der Stern ist. Natürlich spielt er auf den Judenstern an, der auch auf der Nationalflagge von Israel zu finden ist. Dass das Symbol das das gastgebende Volk auszeichnet zum Logo beim ESC wird ist eine wundervolle Idee die ich liebe! Hinzu kommt dass der Stern sich dreht. Egal aus welcher Perspektive man die drei Dreiecke betrachtet, es kommt immer ein Stern mit sechs Zacken heraus, allerdings sieht Dieser aus allen Perspektiven unterschiedlich aus. So ist es auch mit der Musik. Jeder nimmt die Beiträge beim ESC wahr, aber jeder empfindet sie anders. Ein und der selbe Song kann auf unterschiedliche Menschen so unterschiedlich wirken und wir sollten jeden mit seinem Empfinden der Beiträge respektieren. Das drückt dieser Stern aus.

Wie ich es schon vor zwei Wochen in einem Tweet geäußert habe, kommt mir das Gefühl auf dass dieser ESC wie für Hovi Star gemacht ist. Er sang 2016 für Israel beim ESC den Song "Made of Stars" und gab Europa nach seinem Auftritt die Botschaft "The Dream that you dare to Dream really do come true" Seine Botschaft "Dare to Dream", in Verbindung mit seinem Zeichen, dem Stern, und einem Design das sehr an seine Bühnenshow erinnert, wird nun das Label vom ESC in seinem Land. Mein Tweet dazu wurde übrigens von ihm persönlich geliked ^^ Ich bin immer noch stolz darauf dass unsere (deutsche) Jury ihm 12 Punkte gegeben hat.

Ich liebe das Logo, Design (und auch das Motto) vom diesjährigen ESC! Ich glaube es schlägt sogar mein Lieblingsdesign von 2015 "Building Bridges" in Wien. Nicht nur die unendlich weite Interpretation und perfekte Ausarbeitung macht es so gut, ich finde es zusätzlich noch wunderschön. Nach mehreren Jahren der maßlosen Enttäuschung über Logo und Design ist es mir eigentlich egal geworden, aber dieses Design ist so großartig dass es jetzt schon, alleine deswegen, ein gutes ESC-Jahr ist! Ich bin begeistert, du auch? Schreib es in die Kommentare.

Mit dieser Inspiration beende ich diesen News Kompakt Post über die Ereignisse rund um den Jahreswechsel.