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Mittwoch, 15. Mai 2024

Meine Top 45 ESC-Nationen 2014 - 2024

Bis zuletzt war ich mit den Feierlichkeiten zum Sieg der Schweiz beschäftigt, weshalb es einige Zeit dauerte, bis ich mein Ranking für den diesjährigen ESC fertigstellen konnte. Damit im Gepäck, konnte ich die untenstehenden Statistiken berechnen, welches Land seit meinem Hardcore ESC-Fan-Dasein seit 2014 wie sehr in meiner Gunst stand. Dies ist der zweite Blog-Beitrag einer Serie. Im ersten Teil findest du weitere Erklärungen dazu.

Zum Verständnis: Das Pandemie-Jahr 2020 habe ich hierfür rausgelassen. Das gilt auch für die darauf folgende Serie, in der ich jeden Tag die Beiträge eines Landes aus meiner heutigen Sicht bewerte und mein Empfinden zu dem jeweiligen ESC-Land kundtue. Die Beiträge des abgesagten Jahrgangs sind nie auf der ESC-Bühne präsentiert wurden. Der EuroVISION Song Contest ist nicht nur ein Musikwettbewerb, sondern auch die größte TeleVISION-SHOW der Welt. Der Auftritt an sich und wie er bei den Zuschauenden vor dem Bildschirm ankommt, ist ein wesentlicher Bestandteil der Beiträge. Alleine schon deshalb, sind die Beiträge von 2020 für mich - nicht abstrichfrei - mit anderen vergleichbar. Außerdem erinnere ich mich nicht gerne an die Pandemie Zeit zurück und schließlich möchte ich an der ganzen Geschichte auch Spaß haben. Der Beitrag der Niederlande dieses Jahr wurde auf der ESC-Bühne in einer Live TV-Show mit Voting aufgeführt und ist deshalb (trotz seiner umstrittenen Disqualifikation zwischen Halbfinale und Finale) Teil dieser 398 Beiträge der zehn wertbaren Jahre von 2014 bis 2024. Ich warne schon einmal vor, dass Länder mit insgesamt starken Ergebnissen, bei mir persönlich teilweise nicht so gut ankommen. Dafür treffen manche Länder, die beim ESC eher als Daueraußenseiter gelten, häufig voll meinen Nerv.

Um anhand von nackten Zahlen ausfindig zu machen, welches Land ich über diese zehn ESC-Ausgaben hinweg wie sehr mag, habe ich drei verschiedene Berechnungsmethoden zur Hand genommen, und diese schließlich zusammengefügt.

Die simpelste Form nach der Frage wie gut ich die Beiträge der Länder in ihrer Gesamtheit finde, ist es, ihre Durchschnittsplatzierung in meinem Ranking auszurechnen, das ich jeweils ("direkt") nach dem Finale sorgfältig erstellt habe. Allerdings ist dieses Verfahren nicht ganz fair und aussagekräftig, weshalb es nur eine von drei Komponenten meiner Berechnung ausmacht. Für alle Tabellen gilt übrigens, dass bei Punkt- und Zahlengleichheit die beste Einzelplatzierung als Stichwert für die Platzierung ausschlaggebend war. Hier das Ergebnis der Durchschnittsplatzierungen der einzelnen Länder in meinen Ranglisten von 2014-2024:


Demnach ist Australien mein Lieblingsland beim ESC und das könnte auch meinem subjektiven Empfinden nach so sein. Aktuell bin ich nicht ganz auf ein Lieblings-ESC-Land festgelegt. In der Vergangenheit waren das phasenweise Slowenien (4. in dieser Statistik), Lettland (5.) und Bulgarien (3.).

Das eigene Land berwertet man üblicherweise besser, als wenn es nicht das eigene Land wäre. So hat Deutschland nur selten Platzierungen ganz weit unten, was zu einer vergleichsweise guten Durchschnittsplatzierung von 17,7 führt. In dieser Liste bringt das Platz 14 ein. Es ist "nur" Platz 14, da die deutschen Beiträge seit 2014 bekanntermaßen nicht gerade die beste Ära einer Nation beim ESC bilden. Dennoch mag ich die deutschen Beiträge in der Regel. Lediglich reicht es in meinen Rankings nicht für ganz vorne.

Ganz hinten im Tableau befindet sich Italien. Das überrascht vielleicht andere, mich aber überhaupt nicht. Italien empfinde ich persönlich subjektiv als das schwächste ESC-Land (der letzten zehn Jahre). Fast jedes Jahr kann ich mit dem italienischen Beitrag nur wenig anfangen. Der Durchschnitt von Platz 31 entspricht auch meinem Empfinden der italienischen Beiträge. Das bedeutet natürlich dass Italien oft noch weit niedriger als Platz 31 gerankt ist. Die meiste Musik des San Remo Festivals ist einfach nicht "My Cup of Tea" wie der Brite es sagt. In den meisten Jahren gibt es zwar ein bis drei Beiträge die mir wirklich gefallen, diese gewinnen dann aber nicht. Lediglich in einem Jahr hat mich der italienische Song sehr berührt. Ich höre ihn immernoch gerne, allerdings nicht den Live Auftritt im ESC-Finale. Mehr dazu, wenn ich in dieser Serie über Italien schreibe.

Zypern befindet sich in dieser Wertung direkt über Italien. Auch hier gilt das Prinzip "not my Cup of Tea". Zypern scheint sich darauf festgelegt zu haben jedes Jahr einen Girlbop zum ESC zu schicken. Damit ist es schwierig mich zu überzeugen. Aber auch hierzu mehr im Serienbeitrag von Zypern.

Dass Estland so weit unten gelandet ist, überrascht mich ein klein wenig. Es gab zwar eine lange Phase in der ich alle Beiträge aus Estland schwach fand, doch manchmal waren estnische Beiträge bei mir ganz vorne dabei. Im Durchschnitt ist es trotzdem der drittletzte Platz.

Ein großes Problem dieser Berechnungsmethode wird schon ganz oben in der Liste deutlich. Bosnien-Herzegowina war seit 2014 nur ein mal beim ESC dabei. Der Beitrag hat in meinem Ranking schließlich Platz zehn belegt. Damit hat das Land eine Durchschnittsplatzierung von genau zehn (wie auch Australien mit seinen neun Teilnahmen). Ich würde aber keinesfalls sagen dass Bosnien-Herzegowina in diesem Zeitraum mein Lieblings oder Zweitlieblings-ESC-Land ist. Schließlich gibt es nur einen Beitrag aus diesem Land den ich mag, und dieser ist zwar knapp in meine Top 10 gekommen, aber doch weit von einem Sieg entfernt gewesen. Länder die weniger Teilnahmen haben, tendieren aus rein mathematischen Gründen zu einer extremeren (also hohen oder niedrigen) Durchschnittsplatzierung, als das bei Ländern der Fall ist, die immer dabei sind. Deshalb ist diese Berechnungsmethode allein, aus meiner Sicht, nicht geeignet um die Performance von ESC-Ländern über einen längeren Zeitraum hinweg zu bewerten und zu ranken.

Außerdem sehe ich beim Wettbewerb ESC ein Stück weit das Leistungsprinzip, ähnlich wie im Sport. Wer ein bisschen Leistung erbracht hat, die für den vorletzten, oder auch nur letzten Platz gereicht hat, hat mehr Leistung erbracht als diejenigen, die gar nicht teilgenommen, also gar keine Leistung erbracht haben. Deshalb habe ich ein zweites Ranking mit Durchschnittsplatzierungen berechnet. Dabei hat jedes Land für die Jahre, in denen es nicht teilgenommen hat, als Platzierung einen Platz schlechter als den letzten Platz erhalten. Ein Beispiel: Im Jahr 2014 waren 37 Länder dabei. Das heißt alle Länder dieser 45, die in dem Jahr nicht dabei waren, haben für das entsprechende Jahr die Platzierung 38 als Grundlage zur Berechnung der Durchschnittsplatzierung erhalten. Das ist natürlich auch nicht ganz fair, deshalb wird dieses Ergebnis noch mit den anderen kombiniert. Schauen wir aber zuerst auf dieses zweite Ergebnis von Durchschnittsplatzierungen mit der Berücksichtigung von Nicht-Teilnahmen:


Nach dieser Berechnung sind meine üblichen Verdächtigen Slowenien und Lettland auf Platz eins und zwei. An die beiden habe ich jedes Jahr sehr große Erwartungen und werde nur manchmal enttäuscht. Den dritten Platz macht die Schweiz, was mich ein bisschen überrascht. Zwar empfinde ich die Schweiz subjektiv als überdurchschnittlich starkes Land, aber eigentlich nicht als so gut, dass ich überlegen würde, es auf Platz drei zu ranken. Beim genaueren Hinsehen auf die nackten Zahlen fällt mir aber auf, dass die Schweiz es in sechs der zehn Jahre in meine Top 10 geschafft hat. In der Mehrheit der Jahre fiebere ich also sehr mit den schweizer Beiträgen mit. Deutschland erreicht als Dauerteilnehmer ohne ganz schlechte Ausreißerplatzierungen hier Platz 10.

Ganz unten stehen Luxemburg und Bosnien-Herzegowina, welche nur ein mal in den zehn Jahren dabei waren. Selbst wenn sie mit ihrer Teilnahme meine Sieger gewesen wären, können sie damit nicht gegen diejenigen ankommen, die regelmäßig teilnehmen. Bei nur einem Beitrag sind beides aber auch nicht Länder die mir früh in den Sinn kommen, wenn ich an meine Lieblings-ESC-Nationen denke. Belarus hat in diesem Zeitraum sechs mal teilgenommen und dabei etwas unterdurchschnittliche Platzierungen bei mir erreicht. Von einem Sieg war Belarus bei mir jedes Jahr weit entfernt.

Emotional machen die eigenen ESC-Lieblingsnationen vor allem aus, dass es Beiträge aus diesen Ländern gibt, die man abgöttisch liebt und für die man besonders stark in den einzelnen Jahren mitgefiebert hat. Dabei gilt auch dass ein persönlicher Siegersong, oder zweiter bzw. dritter Platz eine viel stärkere Emotionalität erzeugt, als beispielsweise eine untere Top 10 Platzierung. Ob ein Song bei einem selbst Platz 15 oder Platz 35 erreicht hat, macht in der langfristigen emotionalen Bindung zu diesem ESC-Land kaum einen Unterschied. Deshalb habe ich eine dritte Methode zur mathematischen Berechnung der Emotionalität verwendet. Hierbei habe ich ganz simpel jedes Jahr an meine persönlichen Top 10 von nach den Shows Punkte von 1 bis 12 im ESC-Stil vergeben. Das Land das 2014 meinen Sieger stellte, erhält dafür also 12 Punkte. Das Land meines zweiten Platzes 10 Punkte u.s.w. Das gleiche erfolgt mit 2015, 2016 u.s.w. Mit dieser Methode wirkt sich eine Nicht-Teilnahme nicht allzu stark aus, wie bei der letzten Tabelle, da die große Mehrheit der Länder im einzelnen Jahr alle keine Punkte bekommen, egal ob sie auf Platz 11 gelandet sind, oder gar nicht teilgenommen haben. Hier ist das Ergebnis dieser Punktevergabe:


An der Spitze sind die einzelnen Länder ganz eng beeinander. Knapp geht der erste Platz an Australien. Punktgleich dahinter ist (zu meiner Überraschung) die Schweiz. Wer jedoch fast Dauergast in den Top 10 ist, sammelt hier natürlich ordentlich Punkte ein. Mit nur einem Punkt weniger steht Bulgarien auf Platz drei. Das Land hat zwar nur in fünf von zehn Jahren teilgenommen, dabei aber beeindruckende drei Mal(!) meinen persönlichen Sieger gestellt. Man kann sich vorstellen wie traurig ich bin, dass Bulgarien derzeit nicht beim ESC dabei ist. Obwohl ich mein eigenes Land Deutschland unvermeidbar besser bewerte, erhält es in dieser Wertung nur drei Punkte und den 38. Platz. ESC-Fan aus Deutschland zu sein ist das Jahrzehnt 2014-2024 etwas deprimierend...

Belarus und Bosnien-Herzegowina haben mit einem einmaligen zehnten Platz gerade so einen Punkt erhalten. Kroatien, Dänemark, Luxemburg und Zypern waren in zehn Jahren nicht ein einziges Mal in meiner persönlichen Top 10. Kroatien und Dänemark waren mit Platz 12 immerhin nah dran. Dennoch stehe ich entsprechend eher emotionslos diesen Ländern gegenüber. Luxemburg war nur ein mal dabei und ist mit Platz 23 im Mittelfeld gelandet. Zypern hat bei seinen zehn Teilnahmen als beste Platzierung nur die #24 geschafft. Es gab seit meinem Hardcore-ESC-Fan-Dasein noch nie einen Beitrag aus Zypern mit dem ich so richtig mitgefiebert habe. Zypern ist mir ausnahmslos(!) jedes Jahr mehr oder weniger egal.

Zusammengefügt ergeben diese drei Wertungen das ultimative Endergebnis meiner Top 45 ESC-Länder der letzten 10 Jahre:


Zahlen lügen nicht und die Zahlen sagen dass Australien mein ESC-Lieblingsland ist. Herzlichen Glückwunsch an Australien und alle australischen Fans! Mit diesem ersten Platz bin ich sehr zufrieden und einverstanden. Slowenien und Lettland haben über die Zeit ein klein wenig an Appeal für mich verloren. Bulgarien ist auf lange Sicht einfach zu selten dabei, als dass es meine Nummer eins sei. Ohne nachzudenken hätte ich vermutlich geantwortet dass ich Slowenien derzeit am ehesten als mein Favoritenland sehen würde. Deshalb passt der zweite Platz hier sehr gut. Der überraschende dritte Platz mit beeindruckend vielen Top 10 Platzierungen und neulichst auch einem persönlichen Siegerbeitrag ist die Schweiz. Für Lettland gibt es nur den vierten Platz. Eine dicke Überraschung ist für mich Israel auf Platz fünf. Subjektiv, ohne Nachdenken, hätte ich das Land als durchschnittlich, vielleicht leicht überdurchschnittlich bezeichnet. Mit Litauen auf Platz sechs bin ich auch glücklich. Frankreich hat den Bonus dass ich den Klang der französischen Sprache Liebe. Albanien schickt mit seinen Powerballaden ein Genre zum ESC auf das ich gerne anspringe. Der neunte Platz von Bulgarien, das immerhin drei der zehn Sieger stellt, enttäuscht, ist aber den wenigen Teilnahmen zu Schulden. Ungarn war in einem drei-Jahres-Streak fantastisch. Drei Jahre reichen insgesamt aber gerechtfertigter Weise nur für Platz 10. San Marino sehe ich als einen meiner Lieblinge und hätte ich mir gerne rund um Platz 5 gewünscht. Die Jahre in denen ich ihren Beitrag nicht mochte verdränge ich leicht. So ist es dann doch nur Platz 11.

Deutschland landet mit Platz 20 in der Mitte. Das passt soweit. Mich überrascht dass Portugal nur auf Platz 32 steht. Ganz unten befindet sich zu meiner Überraschung nicht Italien, sondern Zypern, dem ich gänzlich leidenschaftslos begegne. Italien wurde dann doch von seinem einen Top Beitrag gerettet. Luxemburg hat mit einer Teilnahme, die insgesamt okay war, über die zehn Jahre hinweg zu wenig geboten und ist verständlicher Weise auf dem vorletzten Platz. Ich freue mich aber sehr, dass Luxemburg wieder dabei ist und bin gespannt auf die nächsten Jahre. Belarus hat in den zehn Jahren zu selten Freudensprünge bei mir ausgelöst, um andere Nationen hinter sich zu lassen.

Nun folgt täglich ein Blog-Beitrag zu jedem der 45 Länder. Darin enthalten ist u.a. mein persönliches Ranking der bis zu zehn Beiträge des Landes, wie ich sie Heute bewerte. Teilweise hat sich an meinen damaligen Bewertungen einiger Beiträge viel geändert. Garniert wird das Ganze von einer Einschätzung zu dem jeweiligen Land in den letzten zehn Jahren. Die Beiträge starten mit dem letzten Platz Zypern und gehen dann hoch bis Platz 1 Australien.

Sonntag, 12. Mai 2024

Nemos ESC-Sieg verändert Europa für viele

Hätte mir jemand vor einem halben Jahr erzählt, dass eine nicht binäre Person mit einem Song über das Nicht-binär-sein den Eurovision Song Contest gewinnt, ich hätte wahrscheinlich herzlich gelacht und erwidert dass das vielleicht in meinen schönsten Träumen passiert, für die echte Welt in der wir leben aber viel zu unrealistisch ist. In dieser Nacht haben Nemo Mettler, Benjamin Alasu, Lasse Midtsian Nymann und Linda Dale mit "The Code" den 68. Eurovision Song Contest 2024 für die Schweiz gewonnen. Nein, nicht nur für die Schweiz, vielleicht noch mehr als das für Menschen die so sind wie Nemo, Bambie Thug und ich. Heute Nacht hat sich Europa verändert. Mit dieser Nacht leben wir in einem anderen Europa. Mit dieser Nacht, und allem was darauf folgen wird, ändert sich vieles für uns nicht binäre Menschen. Da bin ich mir sicher. Weil diese Nacht für mich - und viele andere - so bedeutsam ist, möchte ich hier meine Gedanken festhalten, für mich und für das Internet zum Nachlesen - auch in der weiter entfernten Zukunft.



Das hier sind meine Gedanken, die ich in dieser Nacht zu diesem großen Ereignis habe. Sie sind nicht gut sortiert und dieser Text nicht umfangreich ausgearbeitet. Ich möchte aber - so kurz wie es mir möglich ist - beschreiben was mir der Sieg von Nemo bedeutet und was ich denke, wie sich Europa dadurch für uns nicht binäre Menschen verändert. Dafür möchte ich ein super kurzen Blick darauf werfen, was es bedeutet in dieser Gesellschaft zu leben und Nicht eindeutig Frau oder Mann zu sein.

Seit fünf Jahren setze ich mich an der Universität mit Geschlecht auseinander. Immernoch bin ich weit davon entfernt zu verstehen was Geschlecht genau ist und wie Geschlecht sein kann. Auch habe ich (noch?) keine Worte für meine eigene Geschlechtlichkeit gefunden. Deshalb muss die Sammelkategorie "nicht binär" dafür herhalten. Sie drückt aus dass sich eine Geschlechtlichkeit nicht im Code der Nullen und Einsen, "der zwei Geschlechter" befindet. Ich habe das große Privileg mich jahrelang im Studium mit Geschlechtlichkeit auseinanderzusetzen und kann trotzdem nicht sagen ob oder was für ein Geschlecht ich habe. Derweil muss ich mich immerzu dafür rechtfertigen dass ich so bin wie ich bin und bekomme jeden Tag von der Gesellschaft gezeigt dass ich mit meinem Geschlecht ein Störfaktor bin, der für Probleme sorgt und besser einfach nicht da wäre. Wenn das Leben mit diesem Geschlecht bereits für mich in dieser Position so schwierig ist, wie muss es dann erst für andere sein? Für all diejenigen, die noch nicht einmal davon gehört haben, dass nicht alle Menschen auf dieser Welt Frau oder Mann sein müssen?

Ich denke diese Nacht an all die jungen Menschen in ganz Europa und der Welt, die im Schlafanzug auf dem Sofa mit ihren Eltern den ESC gucken, die über sich merken dass das mit dem Junge-sein, oder mit dem Mädchen-sein nicht passt, an die, die (wie ich) nicht verstehen was alle anderen an Geschlecht so wichtig finden und warum sie Menschen in diese zwei Kategorien teilen. Ich denke an all die Leute da draußen die mit Nemo eine Person mit Männerkörper sehen, die einen Rock und Strumpfhose trägt und Glitzersteine im Gesicht hat. Eine Person die mit einer völligen Selbstverständlichkeit in solcher Kleidung einen powervollen Rap und Operngesang in höchsten Tönen auf die Bühne legt - und damit von Europa (und Bamies Heiligenschein) zum Sieg gekrönt wird. Ich denke an diejenigen, die dadurch mit einer völlig neuen Welt in Berührung kommen, einer Welt die sie nicht für möglich gehalten haben und in der sie spüren dass sie sich darin frei und sicher fühlen. Eine Welt die von Europa mit einem Punkteregen überschüttet und gefeiert wird. Eine Welt die in ihrer echten Lebenswelt verboten ist. Denn wer ein "Junge" ist darf keinen Rock tragen.

Nicht binäre Menschen finden in unserer Gesellschaft und der Popkultur nicht statt. Wir sind da, ohne dass wir in der Gesellschaft existieren, Die meisten Leute wissen nicht wer wir sind, verstehen nicht wer wir sind oder wissen noch nicht einmal dass wir sind. Das hat sich heute Nacht geändert. So viele Menschen sind gerade das erste mal in ihrem Leben wissentlich mit Nicht-binarität in Berührung gekommen. Leute erfahren, dass wir existieren und lernen über uns. Selbst wenn es beim einmal hören und einem Bemerken der Problematik um Pronomen bleibt, das verbessert unsere Lebenslage in dieser Gesellschaft enorm. Heute Nacht habe ich zum ersten Mal in meinem Leben dass Gefühl dass wir "im großen Stil" in dieser Gesellschaft stattfinden. Wir haben heute Nacht ein Stück weit Existenz gewonnen. Das ist so viel größer als ein ESC-Sieg!

Nachdem Conchita Wurst vor genau zehn Jahren den ESC gewann hat, hat sich so viel in der Queerpolitik europäischer Länder verändert. Und noch viel mehr hat sich in den Köpfen der Menschen verändert. Leute haben sich erstmals mit etwas auseinandergesetzt, was ihnen bislang fremd und unverständlich war. Sie haben Verständnis, Akzeptanz und Toleranz entwickelt. Europa hat sich durch den ESC-Sieg von Conchita Wurst für queere Menschen verändert. Das kann keine Person ernsthaft leugnen, die sich intensiver damit auseinandergesetzt hat. Ich glaube durch den ESC-Sieg von Nemo wird das auch passieren - anders. Schon in den letzten Tagen sorgte ein offener Brief zur Anerkennung von nicht binären und anderen Personen in der Schweiz - geknüpft an Nemos ESC-Teilnahme - für Aufsehen. Nemo erzählt in der Pressekonferenz nach dem Sieg von einem Gespräch darüber mit einem der sieben schweizer Präsident*innen (ja, die Schweiz hat sieben gleichwertige Präsident*innen). Und das ist erst der Anfang. Auch wenn bei mir in Deutschland vor wenigen Wochen das "Selbstbestimmungsgesetz" beschlossen wurde, ist der Staat noch weit davon entfernt die Geschlechtlichkeit von mir und vielen anderen anzuerkennen. Diese Anerkennung ist zudem nur ein erster Schritt für vieles weitere was es für ein gleichberechtigtes, chancengleiches und vor allem schmerzfreies Leben braucht.



Diesen Kurzfilm über den ESC-Sieg von Conchita Wurst habe ich mir schon oft angeschaut. Er zeigt realistisch was es für viele Menschen bedeutet in dieser Gesellschaft zu leben und queer zu sein und welchen großen Einfluss Conchitas ESC-Sieg teilweilse darauf hat. Der ESC-Sieg von Nemo bedeutet aus meiner Perspektive als nicht binäre Person (hoffentlich) noch viel mehr Veränderung und Fortschritt, als der von Conchita. Deshalb hat sich Europa heute Nacht verändert. Es ist für mich nun ein anderes Europa. Ein Europa in dem wir zu mindest ein bisschen stattfinden. Ein Europa in dem Leute wissen wer wir sind. Ein Europa in dem wir ernst genommen werden. Denn nicht binäre Menschen, das sind in den Augen "der Gesellschaft" nicht mehr Teenanger die sich auf Twitter outen, ein Selfie mit einem schlecht geschminkten männlichen Gesicht posten und belächelt werden, mit Worten wie "das vergeht auch wieder". Nicht binäre Menschen, das sind nun Leute, die den Eurovision Song Contest mit einer phänomenalen Komposition und Performance ganz seriös gewinnen und von Europa dafür gefeiert werden. Vielleicht leben wir irgendwann mal in einer Gesellschaft, in der es keine Probleme darstellt und nichts aufsehenerregendes ist, nicht binär oder wie auch immer zu sein. Mit dieser Nacht ist Europa dieser Wunschvorstellung einen riesigen Schritt näher gekommen. Durch Nemos Sieg beschleunigt sich unser Prozess, dass Leute von uns erfahren und wir problemlos frei leben können - auch schon im Kindesalter - enorm. Ich bin Europa so dankbar dafür! Ich denke, diese Nacht ist eine der gößten Nächte meines Lebens, an die ich immerzu zurückdenken werde, denn diese Nacht hat nicht nur viele Herzen von Menschen im Schlafanzug auf dem Sofa zum glitzern gebracht. Diese Nacht hat Europa verändert. Weil Europa sich verändern will.


In diesem hervorragenden Interview vom schweizer Fernsehen erzählt Nemo viel erkenntnisreiches über sich und die eigene Nicht-binarität. Das macht auch den Song "The Code" und andere Musik von Nemo verständlicher.


Auch die Pressekonferenz nach Nemos Sieg ist sehenswert:

Freitag, 10. Mai 2019

Schweiz: Luca wickelt alle um den Finger

Die Schweiz hat an ihrem Staging zwischen der ersten und zweiten Probe nichts verändert. Die Choreographie ist noch mehr auf den Punkt da, als sie es sowieso schon war. Kaum jemand zweifelt an einer Top-Platzierung für die Schweiz. Auch der Sieg ist gut möglich. Luca hat sich etwas erkältet und schont seine Stimme, von der Erkältung merkt man aber nichts, also keine Sorge, der Gesang von ihm wird so stark sein, wie er es immer ist.





Montag, 6. Mai 2019

Schweiz: Fuego 2.0?

Luca Hänni tanzt seine sexy Choreographie, in einem sexy Muskelshirt Outfit. Sein "Dirty Dancing" lässt Männlein, Weiblein und allen, die sich anders identifizieren, die Sabberfäden aus dem Mund hängen. Unterstützt wird er dabei von zwei weiblichen und zwei männlichen Tänzern, die in quietschigem Rot gekleidet sind. In die gleiche Farbe wurde der LED-Screen getunkt.

Was für die einen das perfekte Staging für diesen Beitrag ist, lässt andere enttäuscht dreinschauen. Ein tiefer Graben teilt die Presse in zwei Hälften. Die eine ist über dieses Staging endlos begeistert, die andere sieht nichts neues und ist deshalb mies gelaunt. Ein bisschen wirkt alles wie vor einem Jahr beim zypriotischen Beitrag. Auch für den fungierte übrigens die legendäre Sacha Jean-Baptiste als Stage Director. Nun wird sie dafür kritisiert das Staging "Fuegos" einfach nur kopiert zu haben. Während der gesamten Performance wisse man immer was genau als nächstes passiert. Das Staging sei zu vorhersehbar und dadurch langweilig. Es passiere nichts überraschendes.

Mit diesem geteilten Bild beschließen alle die Begutachtung eines absoluten Top-Anwärters auf den Titel. Ist es schlau, dass Sacha Jean-Baptiste ein erfolgreiches Konzept wiederholt, oder ist der Überraschungseffekt nach dem zweiten Platz im letzten Jahr nun vorüber und schlägt beim Zuschauer nicht mehr ein? Die Antwort auf diese brennend spannende Frage, erhalten wir am 18. Mai, im großen Finale des 64. Eurovision Song Contests 2019 Dare to Dream in Tel Aviv. Bis dahin ist spekulieren über diesen heißen Beitrag angesagt.





Donnerstag, 7. März 2019

Schweiz: "She got me" von Luca Hänni präsentiert!

Durch eine Reform der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten in der Schweiz, dürfen Diese nicht mehr so viel Geld für Musikshows ausgeben. Deshalb waren SRF, RTS, RSI, RTR, SRG und SSR dazu gezwungen ihren ESC-Beitrag dieses Jahr intern auszuwählen.

Meiner Meinung nach hat sich das gelohnt. "She got me" von Luca Hänni ist ein voller Erfolg für die Schweiz! Es ist lange her dass die Eidgenossenschaft ein solches Niveau an den Tag legen konnte! Erst einmal möchte ich sagen dass Luca Hänni sich seit "Deutschland sucht den Superstar" wahnsinnig verändert hat! Wenn ich nicht wüsste dass er es ist, würde ich niemals auf den Gedanken kommen, dass er es eventuell sein könnte. "She got me" ist zwar ein kleines bisschen trashig, aber total gelungen. Als Hörer wird man sofort mitgerissen und bleibt auch im Song drin, obwohl er eigentlich gar nicht so pompös ist und eher einseitig daher kommt, jedoch ohne dass man es merkt. Der Text ist keine Weltoffenbarung, aber ein Beitrag der einfach richtig gute Laune macht, muss auch ab und zu beim ESC sein. Ich bin sehr zufrieden mit der Schweiz!

Die Schweiz platziere ich folgendermaßen in meine ESC-Rangliste:

...
11. Moldawien
12. Rumänien
13. Dänemark
14. Schweiz
15. Norwegen
16. Spanien
17. Tschechien
...

Bei den Fans kommt der Beitrag richtig gut an, ich würde sogar sagen ein bisschen zu gut. Hier der aktuelle Stand (07.03./19:43) von My Eurovision Scoreboard:

1. Italien 11.494
2. Zypern 10.849
3. Niederlande 9.768
4. Schweiz 9.290
5. Norwegen 8.933
6. Griechenland 6.466
7. Belgien 5.586
...

In den Wettquoten steigt die Schweiz massiv auf. Jetzt befindet sie sich auf dem 7. Platz! Hier kannst du dir das offizielle Preview Video der Schweiz für den 64. Eurovision Song Contest 2019 Dare to Dream in Tel Aviv anschauen:


Mittwoch, 6. Februar 2019

News Kompakt (34)

Dies ist die letzte Zusammenfassung, bevor ich in die normale, ausführliche, Berichterstattung gehe.

31.01. Die Kandidaten des 1. Halbfinals des schwedischen Vorentscheides Melodifestivalen sind bekannt! Unter Ihnen befinden sich fast ausschließlich große Stars des Melofestes, weshalb ich darauf verzichte, jeden Namen ausführlich vorzustellen. Das würde selbst den Rahmen eines langen, einzelnen, Posts sprengen. Die Kandidaten sind Nano, High 15, Wiktoria, Zeana feat. Anis Don Demina, Arja Saijonmaa, Mohombi und Anna Bergendahl.

31.01. Für das 1. Halbfinale des estnischen Vorentscheides, "Eesti Laul", gibt es einen eigenen Post.

01.02. In Weißrussland haben sich insgesamt 113 Songs beworben. Deren Künstler kommen aus zahlreichen verschiedenen Ländern, von jedem Kontinent der Welt. Am 4.02. hört sich das zuständige Auswahlteam alle 113 Songs live vorgetragen an. Die Öffentlichkeit kann das mitverfolgen. Mihai Traistariu, der den rumänischen Vorentscheid Boykottiert, hat seinen, ursprünglich dafür vorgesehenen, Song, "Baya", in Weißrussland zur Bewerbung eingereicht. Außerdem befindet sich Daz Sampson (Im Duett mit Nona) unter den Bewerbern. Daz trat 2006 für Großbritannien und Nordirland beim ESC an und belegte mit "Teenage Life" den 19. Platz. Den Auftritt von Damals kannst du dir unten anschauen. Ebenfalls sind auf der Kandidatenliste Namen zu finden, die schon in der Vergangenheit beim weißrussischen Vorentscheid auftraten; PROvokatsiya, Aura und Anya Sharkunova. Napoli ist auch wieder dabei. Sie versuchte es in der Vergangenheit mehrmals in Weißrussland und Polen zum ESC zu kommen. Der Vorentscheid heißt "Eurofest" und wird aus reinem Juryvoting bestehen.


01.02. In Georgien wurden über 200 Songs für den Vorentscheid eingereicht. Jeder Finalist wird einen dieser Songs singen. Die meisten Komponisten kommen aus dem Ausland.

02.02. Am Ende hat sich Moldawien nun doch umentschieden und streicht das Halbfinale, mangels der Qualität der 26 Bewerbersongs, die zu den Auditions erschienen sind. Die 10 Songs für das Finale wurden nun ausgewählt und veröffentlicht. An nennenswerten Persönlichkeiten befinden sich unter den 10 Finalisten nur die bereits in einem vorherigen Post vorgestellte Band Che-MD.

02.02. Über das 2. Halbfinale vom estnischen Vorentscheid "Eesti Laul" gibt es einen eigenen Artikel.

02.02. In der zehnten Runde vom israelischen Vorentscheid "Hakochav Haba", wurden die Kandidaten in zwei verschiedene Shows gelost. In jeder Show gibt es ein eigenes einfaches K.O.-Turnier. Bei den beiden Verlierern der ersten Duellrunde entscheidet die Jury wer von den beiden ausscheidet. Der andere Kandidat ist in den Top 6 und kämpft weiter um den Einzug ins Finale. Die beiden Gewinner der ersten Duellrunde duellieren sich um den direkten Einzug ins Finale.

In der ersten Show hat die Shalva Band das Finalticket im Duell gegen Ketreyah gewonnen. Die Jury entschied sich dafür Daniel Barzilai im Wettbewerb zu behalten. Tai scheidet somit als 7., oder 8. aus.

02.02. In der Top 8 Liveshow des georgischen Vorentscheids "Sakartvelos varskvlavi" haben die Zuschauer Dima Kobeshavidse aus dem Wettbewerb gewählt. Es verbleiben Giorgi Nakashidse, Giorgi Pruidse, Ikako Aleksidse, Liza Kalandadse, Nini Tsnobiladse, Oto Nemsadse und Tamar Lachkhepiani im Kampf um die ESC-Teilnahme.

02.02. Über das 3. Viertelfinale des ungarischen Vorentscheides "A Dal" folgt ein separater Post.

02.02. Auch über das 4. Viertelfinale des litauischen Vorentscheides "Eurovizijos" verfasse ich einen eigenen Artikel.

02.02. Gleiches gilt für das 1. Halbfinale des schwedischen Vorentscheides "Melodifestivalen".

02.02. Ebenfalls wird es über das 2. Viertelfinale des lettischen Vorentscheides, der "Supernova", einen eigenen Artikel geben.

03.02. Maya Buskila hat in der zweiten Show der 10. Runde von "Hakochav Haba" das Finalticket gewonnen. Avraham de Carvalho und Shefita haben weiterhin die Chance auf das Finale. Ofri Halfon musste in dieser Show den Wettbewerb verlassen. Wenn ich die Komplexität des Formats richtig verstehe, haben die eigentlich schon ausgeschiedenen Kobi Merimi und Osher Biton Wildcards für das Finale erhalten.

04.02. In Weißrussland fanden die Live Auditions der 113 Songs statt. Außerdem wurde entschieden welche 10 davon in den Vorentscheid Namens "Eurofest" kommen. Erst einmal ist der Boykottierer des ukrainischen Vorentscheides, Mihai Traistariu, nicht ausgewählt wurden, sehr zur Freude vieler ESC-Fans. Unter den Kandidaten vom Eurofest 2019 befindet sich Napoli, die sich 2016 mit "My Universe" beim weißrussischen UND polnischen Vorentscheid in mein Herz sang:


Weitere bekannte Kandidaten sind das Duo PROvokatiya und Aura, die 2012 beim weißrussischen Vorentscheid mit "Hands up!" im Halbfinale ausschied, also irgendwo auf den Plätzen 6-15 landete. Ihren Auftritt gibt es hier:


05.02. Die Schweiz erhielt insgesamt über 420 Songeinsendungen für die interne Auswahl. Welcher davon gewonnen hat und das Land beim ESC 2019 repräsentiert, wird am 07.03. verkündet.

05.02. Am Abend fand die erste Gala des San-Remo Festivals 2019 statt. Das Festival dient der Auswahl des italienischen Beitrags für den ESC. Richtig spannend wird es aber erst in der finalen Gala, doch auch dort zerstört die Langatmigkeit des umfangreichen Programms die Dramaturgie, sodass sich die Spannung in Grenzen hält. Zumal es alle paar Jahre vorkommt, dass der Sieger gar nicht zum ESC fahren will, sondern nur das San-Remo Festival gewinnen wollte, welches das ganze italienische Volk vor die Fernsehbildschirme zieht. In diesem Falle wählt RAI aus den Teilnehmern des Festivals einen Beitrag für den ESC aus. Meist ist es dann der 2. Platz.

06.02. Heute findet die zweite Gala des San-Remo Festivals statt.

Damit sind wir wieder im Aktuellen Geschehen angekommen. Nun habe ich die Zeit über etwas größere Nachrichten auch wieder ausführlicher zu schreiben und nicht so wichtige Meldungen ebenfalls in den Blog aufzunehmen.

Sonntag, 13. Januar 2019

News Kompakt (26)

Hier ist auch schon der nächste News Kompakt:

12.12. Ich starte diesen Post mit dem Halbfinale bzw. der Gala 12 der "Operatión Triunfo". Nachdem Natalia und Famous schon in der letzten Gala ins Finale eingezogen sind, hatte die Jury die Möglichkeit einen weiteren der verbliebenen Kandidaten ins Finale zu hieben. Die Jury entschied sich für Alba Reche. In der Gala 6 hatte sie erstmals Probleme. Sie war eine der fünf Kandidaten die die Jury nicht sicherte. Unter diesen fünf Kandidaten war das Publikum dann aber am meisten auf ihrer Seite. In der Gala 11 musste die Jury nur 4 Kandidaten auf der Strecke lassen. Alba Reche war eine davon. Doch die Sonderjury entschied sich dazu aus diesen vier sie in die nächste Runde zu bringen. Nun ist sie Finalistin. Von den übrigen drei Kandidaten durfte das Publikum zwei weitere auswählen die in das Finale einziehen dürfen. Die Wahl viel auf Julia und Sabela. Julia war in Gala 3 unter den letzten fünf Kandidaten, wurde dann aber dierekt vom Televoting gerettet. Auch in der Gala 7 ließ die Jury sie im Stich. Nicht einmal das Publikum rettete sie vor dem Ausscheidungsduell. Erst die Sonderjury sicherte ihr die nächste Runde. In der Gala 9 wurde es für Julia noch enger. Sie blieb unter den letzten drei Kandidaten übrig. Aus diesen drei entschieden sich dann ihre Konkurrenten dazu sie zu retten. Nun ist sie Finalistin. Sabela war noch häufiger in Bedrängnis. In der Gala null wurde sie erst als Letzte von der Sonderjury gerettet in die Villa einzuziehen. Im Finale müssen die Top 3 ihren Song aus der Gala null singen. Dann muss sie beweisen wie sie sich in den drei Monaten verbessert hat. In der Gala 1 wurde Sabela direkt nominiert, gewann dann in der Gala 2 das erste Ausscheidungsduell der Staffel gegen Alfonso. In der Gala 4 hatte sie schon wieder Probleme. Erst ihre Konkurrenten sicherten sie knapp davor nicht erneut in ein Ausscheidungsduell gehen zu müssen. In der Gala 8 war die Jury wieder nicht auf ihrer Seite, sie wurde dann aber direkt vom Televoting gesichert. In der Gala 10 wurde sie für ihr zweites Ausscheidungsduell nominiert. Auch das konnte sie in der darauffolgenden Gala gewinnen, dieses Mal gegen Marta. Nun ist sie Finalistin. Miki scheidet also aus dem Wettbewerb auf dem 6. Platz aus. Er hatte in Gala 3 erstmals Probleme. Da war er unter den letzten vier und wurde von der Sonderjury gerettet. Auch in Gala 5 entschied sich die Jury gegen ihn, das Publikum wollte ihn aber in der nächsten Runde sehen. Dort wurde er dann wieder von der Jury nominiert, erst die Sonderjury sicherte ihn einen angenehmen Platz in der Gala 7, doch in dieser Gala wurde es für ihn knapper denn je. Nachdem nur noch drei Kandidaten übrig waren fiel die Wahl seiner Konkurrenten auf ihn. In Gala 9 ließ die Jury ihn wieder im Stich. Das Publikum rettet ihn aber sofort. In der Gala 10 landete er unter den letzten drei Kandidaten. Wieder retteten ihn seine Konkurrenten vor dem Ausscheidungsduell. Nun scheidet er als 6. aus der Villa aus.

13.12. Moldawien ist bekannt dafür immer erst sehr spät in die ESC-Saison zu starten. Nun ruft TRM dazu auf sich für den Vorentscheid zu bewerben. Zeit dazu ist bis zum 18.01.2019. Der Vorentscheid wird wieder "O Melodie Pentru Europa" heißen. Der Termin wurde auch "schon" bekannt gegeben. Das Halbfinale gibt es am 02.03.2019, das Finale am Folgetag, dem 03. März. Das Halbfinale findet am gleichen Tag statt wie die Vorentscheide von Norwegen und Finnland, die Finals von Georgien, Island und Portugal und die Zwischenrunde von Schweden. Das moldawische Finale hat mit seinem Termin nach aktuellem Stand die ungeteilte Aufmerksamkeit der ESC-Community.

14.12. In der siebten Show des israelischen Vorentscheides "Hakochav Haba" sind diese Kandidaten in die zweite Runde eingezogen: Eliya Gabai (93%), Niv Yanco (91%) und Eden Vered Mari (78%).

14.12. LRT hat die 49 Kandidaten bekannt gegeben die es in den litauischen Vorentscheid geschafft haben. Die Songs werden erst später präsentiert. Unter den Kandidaten befinden sich auch die drei Wiederholungstäter Valdas Lacko, Jurgis Brüzga und Monika Marija. Aiste Pilvelyte ist dieses Jahr nicht dabei, was ich sehr bedaure. Ich hätte sie in ungefähr der Hälfte ihrer Teilnahmen zum ESC geschickt. Mehrmals schaffte sie es auf den zweiten Platz. Gewonnen hat sie den Vorentscheid nie.

15.12. In der Regel einigt man sich bei Uneinigkeiten auf Kompromisse. So ist es auch beim Einhalten der religiösen Vorschriften in Israel und der praktisch möglichen Umsetzung der Proben für den ESC. Die angereisten Organisatoren, Technik-, Show- und Musik-Spezialisten und Delegationen dürfen auch Zwischen Freitag Abend und Samstag Abend arbeiten. Allerdings werden die Proben an den in Israel wichtigen Tagen des 2. und 8. Mais ausgesetzt. Für die breite Öffentlichkeit bedeutet das vor allem dass die Hauptprobenzeit, in der wir die Bühnenshows der einzelnen Acts kennen lernen, schon einen Tag früher startet. Bereits am Samstag den 4. Mai, also einen Tag früher als eigentlich geplant, wird es also in Tel Aviv für uns losgehen. Hoffen wir, dass nun nicht zu viele Journalisten ihre Flüge und Hotelzimmer umbuchen müssen. Auch mir macht die Terminverschiebung ein paar Probleme. So ist die Mehrheit der religiösen Anhänger aber zufrieden und der ESC kann in Israel stattfinden. Außerdem haben Journalisten so auch mal einen Tag Pause, an dem Schlaf nachgeholt und ein bisschen Tel Aviv besichtigt werden kann. Die ersten Technikproben gibt es übrigens am 19. April, die Stand-in-Rehearsals gehen vom 22.-25. April.

17.12. Die achte Show von "Hakochav Haba" ging über die Bühne. Dabei zogen diese Kandidaten in die nächste Runde ein: Ketreyah (95%), Nave Madmon (88%), Ayala Eligoogla (83%) und Wanna Wanna (70%). Tal Versano (54%) bekam die Wildcard der Moderatoren für die nächste Runde.

17.12. Rumänien gibt mehr Informationen zum Vorentscheid heraus. Die Halbfinals werden am 20. und 27.01.2019 stattfinden. Aus den 12 Songs in jedem Halbfinale wählt eine internationale Jury fünf aus die ins Finale einziehen. Dort wird dann zu 50% per Tele- und Juryvoting abgestimmt. Bei Punktgleichheit entscheidet die Jury wer nach Tel Aviv fährt. Der Termin des Finals ist noch nicht bekannt.

17.12. In Slowenien gingen 103 Songs für die "EMA" ein. RTVSlo hat sich dazu entschieden keine Halbfinals zu veranstalten, sondern lediglich einen Eine-Show-Vorentscheid zu veranstalten. BQL, die 2017 und 2018 2. wurden haben sich für 2019 nicht beworben.

18.12. Die Teilnehmerliste des 2. Eurovision Choir of the Year ist bekannt. 10 Nationen werden am 03.08.2019 im schwedischen Göteborg dabei sein. Österreich, Dänemark, Estland und Ungarn waren bei der ersten Ausgabe in Riga dabei, nehmen 2019 aber nicht teil. Dafür debütieren Frankreich, Norwegen, Schweden, die Schweiz und Achtung, Schottland beim ECotY. Es ist das erste Mal dass Schottland als eigenständige Nation an einer eurovisionären Veranstaltung teilnimmt. Hier die vollständige Teilnehmerliste:

Belgien
Deutschland
Frankreich
Lettland
Norwegen
Schottland
Schweden
Schweiz
Slowenien
Wales

Mit dieser Nachricht die viele Nationen betrifft schließe ich diesen Post. Die Fortsetzung der Zusammenfassung wird nicht lange auf sich warten lassen.

Sonntag, 6. Januar 2019

News Kompakt (21)

Die Summer Summary wird mit normalen "News Kompakt" fortgesetzt.

01.10. Die Schweiz freut sich über eine hohe Anzahl an Bewerbungen. 420 Songs sind insgesamt bei den vier verschiedenen Rundfunkanstalten eingegangen.

01.10. Bis zum Jahre 2011 bildete die "Dora" ein großes Highlight der Vorentscheidungssaison. Dann hörte Kroatien auf seinen Beitrag durch einen Vorentscheid zu ermitteln. HRT lässt nun vernehmen dass die Dora für 2019 zurückkehren wird.

02.10. Australien wird zum 64. Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv eingeladen! SBS wird ein fünftes Mal einen Wettbewerbsbeitrag zum ESC entsenden. Mehrmals wurde schon angedeutet dass ein Vorentscheid mit erfahrenen Sängern geplant wird. Es wäre das erste Mal dass Australien keine interne Auswahl durchführt.

02.10. In der Gala 2 der Operaión Triunfo wurden Dave und Africa auf die Abschussliste für die nächste Gala gesetzt. Einer von ihnen wird in der kommenden Show ausscheiden.

03.10. Litauen eröffnet die Bewerbungsphase. Sie geht bis zum 10.12.2018. Schon am 12.12. sollen dann die ausgewählten Beiträge des Vorentscheides bekanntgegeben werden. Außerdem gibt LRT den Finaltermin raus. Es ist der 23.02.2019. Am gleichen Tag findet das vierte Halbfinale in Schweden statt.

04.10. Irland ruft zum Bewerben auf. Ein Panel soll eine Weltklasse-Produktion auswählen die Irland stolz machen soll wenn sie vor 200 Millionen Zuschauern aufgeführt wird. Dazu behält sich der Sender vor vielleicht auch den Song und Interpreten von unterschiedlichen Bewerbungen zu kombinieren. Bis zum 23.11.2018 kann jeder bis zu einen Beitrag beim erfolgreichsten Rundfunk der ESC-Historie einreichen und auf sein Glück hoffen.

04.10. Frankreich wechselt seinen Delegationsleiter aus. An die Stelle von Edoardo Grassi tritt Steven Clerima.

04.10. Spanien erklärt das Auswahlverfahren für den Song: Vom 01.11.-15.11.2018 können Songs beim Sender eingereicht werden. Daraus qualifizieren sich 10 für die nächste Runde. Welche zehn Songs es sind wird am 10.12.2018 verkündet. Weitere 10 Songs werden von angeheuerten Komponisten in Zusammenarbeit mit TVE beigesteuert. Von diesen 20 Songs darf ein Online-Voting auswählen welche drei in der Eurovision Gala, also dem Vorentscheid, dabei sein sollen. Das ESC-Team bei TVE und die Coaches der Triunfo Kandidaten bilden zusammen ein Panel, welches 7 weitere Songs aus den verbliebenen 17 für die Show auswählt. Zwischen diesen 10 Songs, mit den Kandidaten der Operation Triunfo, dürfen die Zuschauer dann per Televoting wählen.

05.10. Lokalzeitungen bringen durch ihre Recherchearbeit zu Tage dass Rumänien offenbar wieder eine große Vorentscheid-Tour durch das ganze Land plant. Dieses Verfahren wurde für 2018 schon angewendet, sollte aber eigentlich eine einmalige Angelegenheit zum 100 jährigen Jubiläum des Landes bleiben.

05.10. Italien meldet sich zum ESC 2019 an! Auch die RAI entsendet einen Beitrag nach Tel Aviv.

09.10. Auch Armenien bestätigt seine Teilnahme am ESC 2019!

10.10. Bei der "Operation Triunfo" scheidet África aus. In der Gala 3 entschieden Jury, Zuschauer und Kandidaten dass Damion und Joan Garrido in der nächsten Show unter sich ausmachen müssen wer aus dem Rennen scheidet.

14.10. BREAKING NEWS!!! Australien wird erstmals einen Vorentscheid veranstalten! "Australia Decides" heißt er und wird an der Gold Coast ausgetragen. Vier ausgewählte Stars werden den australischen Bürgern per Televoting und einer Jury zur Wahl stehen. Komponisten sind dazu aufgerufen bis zum 04.11.2018 Songs bei SBS eizureichen. Die Regel dass der Rundfunk eine Mindestlänge von zwei Minuten verlangt, kommt mir zum ersten Mal unter. Australien ist eben Australien und nicht Europa und macht alles ein bisschen anders. Als Komponist darf sich nur beworben werden wenn man australischer Staatsbürger ist oder den Wohnsitz in diesem Lande hat. Das Datum für den Vorentscheid wird auch schon herausgegeben. Es ist der 09.02.2019. Es gibt kaum einen Tag auf den ich mich mehr freue als diesen! Am gleichen Tag hält Schweden sein 2. Halbfinale und Island sein 1. Halbfinale ab, aufgrund der Zeit Verschiebung dürfte das allerdings zu keinerlei Probleme führen.

15.10. Gleich am nächsten Tag dürfte es wohl den Schock des Jahres für ESC-Fans gegeben haben. Bulgarien kann die Teilnahme am ESC 2019 nicht bezahlen! BNT zog seine vorläufige Anmeldung zurück. Nicht nur beim Rundfunk wird getrauert. Die ganze ESC-Fangemeinde zeigte sich bestürzt über diese Hiobsbotschaft. Nachdem Bulgarien 2014 und 2015, wegen der Euro-Finanzkrise, auf die Teilnahme verzichten musste, wurde es zu einer der zentralen Nationen des Wettbewerbs. 2016 gab es den 4., 2017 den 2. Platz für Bulgarien. Auch 2018 zählte der Beitrag "Bones" zu den Top-Favoriten, endete immerhin auf dem 14. Platz. Bulgarien hat den ESC mit qualitativ hochwertigen Beiträgen enorm bereichert und dadurch auch sein Image bei den Kritikern des ESCs etwas aufgebessert. Die Nation an die ich persönlich für den Jahrgang 2018 die größten Erwartungen hatte ist nicht einmal überhaupt dabei.

16.10. Auch die EBU kann es nicht fassen und erklärt in einem offenen Brief an BNT dass man sehr enttäuscht ist, die Entscheidung aber versteht und sie für vernünftig hält. Viel mehr wird aber betont dass sich auf zukünftige Teilnahmen Bulgariens gefreut wird.

17.10. Die Ukraine gibt die Termine für den Vorentscheid bekannt. Die beiden Halbfinals finden am 09.02. und 16.02.2019 statt, das Finale am 23.02.. Das erste Halbfinale überschneidet sich mit dem 2. Halbfinale von Schweden und dem 1. Halbfinale von Island. Außerdem hält Australien am gleichen Tag seinen Vorentscheid ab und wird damit alles andere überschatten. Das zweite Halbfinale kollabiert mit dem Finale in Estland, dem 3. Halbfinale in Schweden und dem 2. Halbfinale in Island. Das Finale läuft parallel zum Finale in Litauen und der Zwischenrunde in Schweden. Wieder wird der Vorentscheid "Vidbir" (bzw. "Vidbir 2019") heißen. Des weiteren hat sich UA:PBC dazu entschieden zum dritten Mal in Folge den Vorentscheid in Kooperationsarbeit mit dem privaten Rundfunk STB durchzuführen. Die hohe Qualität des Vorentscheides könne aufgrund der Unterfinanzierung nicht ohne die Zusammenarbeit mit einem kommerziellen Sender garantiert werden.

17.10. Auch Albanien gibt Informationen zum Vorentscheid heraus. Aus 54 Bewerbungen wurden 22 ausgewählt die in das Festival kommen. Die Sänger der 22 Songs wurden heute präsentiert. Darunter sind auch zwei Wiederholer des Festivals. Termine gibt es auch und man hat es tatsächlich geschafft das Festival auf die Tage vor Weihnachten zu verlegen, anstatt es vom 25.-27. Dezember zu veranstalten, was insbesondere die Aufmerksamkeit der ESC-Fans auf den ersten Vorentscheid der Saison gemindert hätte. Die Halbfinals finden am 20. und 21.12.2018, das Finale am 22.12. statt.

17.10. Joan Garrido scheidet in der Gala 4 aus. In den Galen 1 und 2 war er schon unter den letzten drei Kandidaten die noch nicht sicher weiter waren. Beide Male entschieden sich die Kandidaten dafür ihn zu retten und die anderen Beiden somit kurz vors Aus zu stellen. Nachdem er in Gala 3 wieder unter den letzten 3 war fiel die Wahl der Kandidaten nicht mehr auf ihn. In Gala 4 scheidet er nun im Battle gegen Damion beim Jury- und Televoting aus. Für die nächste Gala sind Dave und Carlos Right zum Ausscheiden nominiert. Dave stand schon in der Gala 3 auf der Abschussliste, gewann aber das Battle gegen África. Carlos Right war in der Gala null unter den vier letzten Kandidaten, gewann dann aber das Televoting und somit den Einzug in die Villa.

19.10. IPBC rechnet uns offen vor dass der Dreh der 45 sekündigen Postcard Videos, die vor den jeweiligen Auftritten in den Liveshows beim ESC eingeblendet werden, insgesamt 1,2 Millionen Euro kostet.

19.10. Für das Festival um die zwei Wild Cards beim eigentlichen San Remo Festival, gingen bei dem italienischen Rundfunk RAI 677 Bewerbungen, 19 davon aus dem Ausland, ein.

19.10. Malta lässt grüßen und gibt bekannt dass das Finale von "X Factor Malta", welches als Auswahlverfahren für den ESC Sänger für 2019 dient, am 26.01.2019 stattfindet. Am gleichen Tag wird das 1. Halbfinale in Estland ausgetragen. Weitere Liveshows gibt es am 06.01., 13.01. und 20.01..

21.10. Georgien wird die Finalisten seiner Castingshow "Georgia's Star" potentielle ESC-Beiträge singen lassen, von denen dann einer für den Wettbewerb in Tel Aviv ausgewählt wird. Komponisten können dafür bald Songs einreichen, die dann intern für die Show ausgewählt werden.

22.10. Tel Aviv veranstaltet jedes Jahr die "Weißen Nächte". Dabei handelt es sich um eine Woche in der alle Geschäfte und Clubs der Stadt 24/7 geöffnet haben und zahlreiche kulturelle Events wie Open Air-Konzerte, Opern, Theater, Poetry Slams, Kunstausstellungen und vielem mehr veranstaltet werden. Diese Woche wird für das Jahr 2019 in die Woche der ESC Liveshows gelegt. Damit haben Journalisten und Fans neben den zahlreichen ESC-Partys noch viele weitere Auswahlmöglichkeiten sich davor zu drücken Nachts ins Bett zu gehen.

Damit beende ich diesen News Kompakt Post. Natürlich setze ich die Zusammenfassung der Ereignisse in der ESC-Bubble weiter chronologisch fort.

Samstag, 5. Januar 2019

Summer Summary 2018 Teil 8

Die Nachrichten der zweiten Septemberhälfte:

17.09. Der Greenroom wird in eine separate Halle verlagert. Da Israel keine richtig große Halle aufweisen kann werden 2019 deutloch weniger Fans an Tickets kommen als sonst. Um die Ticketzahl von 4.000 (pro Show) auf 7.000 zu erhöhen soll deshalb nun der Grennroom in die Halle 1 des Convention Centers verlegt werden. Für diese Halle sollen noch einmal 3.000 zusätzliche Tickets in den Verkauf gehen, damit Fans den ESC im gleichen Raum wie die Delegationen verfolgen können. Der Platzmangel hat auch Auswirkungen auf das Design der Bühne, so kann nicht übermäßig viel Bodenfläche verschwendet werden. Seit inzwischen einigen Jahren ist es beim ESC Standard geworden dass der Greenroom mit den teilnehmenden Künstlern im Publikum, in der gleichen Halle wie die Bühne, platziert wird.

17.09. Albanien bestätigt die Teilnahme am ESC 2019 und verkündet dass, wie immer, der Beitrag durch das Festivali i Kenges ausgewählt werden wird! Damit haben wir ein volles Finalfeld von 26 teilnehmenden Nationen.

17.09. Auch Georgien ist 2019 wieder mit dabei!

18.09. Portugal reiht sich in die Nationenliste der Teilnehmer ein! Der Beitrag wird wieder mit dem Vorentscheid "Festival da Cancao" ausgewählt. Es wird wieder zwei Halbfinals und ein Finale abgehalten. In den Halbfinals gibt es ein Juryvoting und ein Televoting. Beide vergeben gleichwertig viele Punkte, bei Punktgleichheit ist die Jury aber ausschlaggebend. Im Finale gibt es zu dem 50% zählenden Televoting sieben verschiedene Jurys für die einzelnen Regionen Portugals. Diese machen zusammen auch 50% des Ergebnisses aus. Im Finale überwiegt bei Punktgleichheit dann das Televoting. Songs in allen Sprachen sind erlaubt.

18.09. Sennek, die Sängerin von Belgien 2018, hat ihren Job bei IKEA gekündigt um sich komplett ihrer musikalischen Karriere zu widmen. Nachdem sie zur Interpretin für Belgien ausgewählt wurde hat sie immer betont dass sie nicht abgehoben sein möchte und ihre einfache Beschäftigung behält. Nun hat sie aber so viel Erfolg dass sie sich umentschieden hat und voll und ganz nach ihrer Leidenschaft lebt.

19.09. Großbritannien und Nordirland wird auch am ersten Eurovision Song Contest ohne ihre Mitgliedschaft in der Europäischen Union teilnehmen! Dies ließ die BBC verlauten.

19.09. In der Gala null der "Operatión Triunfo", dem spanischen Vorentscheid, schieden Rodrigo (Platz 17) und Luis (Platz 18) aus. Die anderen 16 Kandidaten durften in die Villa einziehen, die wie bei Big Brother 24/7 von Kameras überwacht wird.

20.09. Einer der Wackelkandidaten sagt zur Teilnahme am ESC 2019 zu; die Ehemals jugoslawische Republik Mazedonien wird mit MKRTV wieder dabei sein!

20.09. Island gibt bekannt dass es, wie gewohnt, den Vorentscheid "Söngvakeppnin" zur Auswahl des Beitrags geben wird. Das erste Halbfinale findet am 09.02.2019, das zweite Halbfinale am 16.02. statt. Das Finale folgt am 02.03.. Das zweite Halbfinale der schwedischen Melodifestivalen bekommt also programmatische Konkurrenz mit dem ersten Halbfinale der skandinavischen Freunde. Das zweite Halbfinale in Island läuft am gleichen Abend wie das dritte Halbfinale in Schweden und das Finale in Estland. Das isländische Finale überschneidet sich bislang nur mit der Zwischenrunde von Schweden. Die Anzahl der Beiträge beim Vorentscheid reduziert RÜV von zwölf auf zehn. Von jetzt an bis zum 22.10.2018 ist das Bewerbungsfenster geöffnet.

21.09. Auch Österreich wird sich dem Kulturspektakel in Israel nicht entziehen! Der ORF ist mit an Bord.

25.09. Weißrussland ist mit seinem Rundfunk BTRC auch beim ESC dabei!

25.09. Die EBU setzt das Delegationstreffen, bis zu dem alle Beiträge in ihrer endgültigen Fassung feststehen müssen, auf den 11.03.2019 fest.

25.09. Schweden muss sich mit 2.295 eingereichten Songs für die Melodifestivalen zufrieden geben. Das ist einer der niedrigsten Zahlen der letzten 20 Jahre.

26.09. Montenegro kann auch 2019 die Teilnahme am ESC bezahlen! RTCG wird einen Beitrag nach Tel Aviv schicken.

26.09. HRT ist die nächste Rundfunkanstalt mit finanziellen Schwierigkeiten die die Teilnahme für 2019 bestätigt! Kroatien ist dabei.

26.09. Die georgische Kopie der deutschen Erfolgscastingshow "Deutschland sucht den Superstar", "Georgia's Star", wird als Auswahlmodus für georgiens ESC-Kandidaten dienen. Die Staffel beginnt am 01.01.2019.

26.09. In der Gala 1 der "Operation Triunfo" schied Alfonso aus. Noelia hat die erste Televoting Runde mit allen 16 Kandidaten gewonnen. 15 Kandidaten verbleiben.

27.09. Ungarn bestätigt seine Teilnahme und gibt gleichzeitig ein Informationspaket für den Auswahlmodus raus! Bewerben kann man sich bis zum 08.11.2018 und nur wenn man schon ein Album veröffentlicht hat, im Radio oder Fernsehen lief, oder einen Plattenvertrag vorweisen kann. Außerdem muss man ungarischer Staatsbürger sein, oder zu Mindest fließend der ungarischen Sprache fähig sein. Es sind Songs auf Ungarisch, Englisch und den 13 Minderheitensprachen von Ungarn (darunter Deutsch) erlaubt, allerdings werden ungarisch-sprachige Songs bevorzugt.

28.09. Norwegens "Melodi Grand Prix" wird am 02.03.2019 stattfinden. Dieser Tag scheint sich zum Super-Samstag zu entwickeln. Bereits der finnische Vorentscheid, das isländische Finale und die schwedische Zwischenrunde wurden auf diesen Abend gelegt. NRK meldet dass es über 1.000 Bewerbungen für den Vorentscheid gab.

30.09. der italienische Rundfunk der Schweiz, RSI, hat sein Kandidatenfeld von zwölf auf drei ausgedünnt. Julia Meletta, mit dem Song "Mama (I walk alone)", Sebalter, mit dem Song We'll carry the Light" und Scilla Hess, mit dem Song "Playground" sind ihrem Traum beim ESC antreten zu dürfen einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Sebalter erreichte für die Schweiz 2014 bereits den 13. Platz beim ESC. Das Feld wurde durch eine Mischung aus Onlinevoting und Voting der ESC-Arbeitsgruppe bei RSI ausgedünnt. Dabei kam Julia Meletta auf 13 Punkte, Sebalter auf 12 Punkte und Scilla Hess auf 7 Punkte. Die anderen Beiträge hatten alle 3-0 Punkte. "Playground" kann ich mir gut auf der ESC-Bühne vorstellen. "Mama" ist ganz okay. Sebalter sollte mit diesem Song nicht zum ESC zurückkehren.

30.09. Der NDR gibt seine Top 20 Kandidaten bekannt. Diese gehen nun in das Workshop-Camp. Das 100-Personen-Panel wird anschließend 8 oder 10 Beiträge für den Vorentscheid auswählen.

Das hier ist die letzte Ausgabe der Summer Summary. Im Oktober kann man nicht wirklich mehr von Sommer sprechen, deshalb führe ich die Zusammenfassung unter dem bewährten Titel "News Kompakt" weiter.

Summer Summary 2018 Teil 7

In diesem Teil geht es um die erste Hälfte des Septembers.

01.09. Jeder Song der ab diesem Datum veröffentlicht wird könnte im Mai auf der ESC-Bühne in Israel stehen.

01.09. So beginnen SRF (Schweiz) und SVT (Schweden) mit ihrer Bewerbungsphase. Der SRF ergänzt dafür das allgemeine Schweizer Regelwerk für den Vorentscheid damit, dass jeder Künstler nur bis zu fünf Bewerbungen einreichen kann und eine abgegebene Bewerbung nicht mehr zurückgezogen werden kann. Außerdem werden bei Gleichstand im Auswahlverfahren Schweizer bevorzugt.

02.09. Bulgarien verkündet dass es eine der letzten Nationen sein wird die ihren Künstler und Beitrag bekannt geben.

02.09. Unsere gute, alte Babsi alias Barbara Schöneberger wird den deutschen Vorentscheid moderieren.

02.09. San Marino kündigt grundlegende Änderungen im Votingsystem des Vorentscheides an. So wird auch das Abstimmen mit Geldbeträgen abgeschafft.

04.09. Es gibt kaum einen israelischen Politiker der nicht seinen Senf zu der Ausrichtung des ESCs gegeben hat. Dabei geht es vor allem um die Frage ob Jerusalem oder Tel Aviv die Hauptstadt von Israel ist. Was dabei immer vergessen wird, ist dass der ESC sehr oft gar nicht in der Hauptstadt des Landes stattfindet und dies gar kein Kriterium für den Zuschlag ist. Außerdem fordern viele dass die Regeln des Sabbats, der zur Zeit des ESCs gilt, streng eingehalten werden. Größter Streitpunkt dabei ist dass demnach niemand von Freitagabend bis Samstagabend arbeiten darf. Mit Einhaltung der Regeln ist es aber unmöglich den ESC auszutragen. Deshalb hat die EBU in einem offenen Brief die israelischen Politiker endlich in ihre Schranken gewiesen. Darin wird natürlich betont dass der ESC eine unpolitische Veranstaltung ist, außerdem wird dazu aufgefordert alle Menschen, unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung, oder politischer Gesinnung in das Land einreisen zu lassen, um am ESC teilhaben zu können. Ein paar Politiker konnten daraufhin nicht ihren Mund halten und fordern einzelne Personengruppen nicht einreisen zu lassen. Ähnliche Probleme gab es schon oft beim ESC. Bisher ist am Ende alles immer gut gegangen.

04.09. Von jetzt bis zum 05.10.2018 läuft die Bewerbungsphase für das italienische San Remo Festival.

06.09. RTVSlo bestätigt dass Slowenien am ESC 2019 teilnehmen wird!

06.09. Estland bestätigt die Teilnahme für 2019! ERR gibt zudem gleich schon viele Informationen raus. Wieder wird es den Vorentscheid "Eesti Laul" geben. Dieser wird, wie es seit einigen Jahren üblich ist, wieder in seiner Größe ausgebaut. Unter anderem wird die Teilnehmerzahl von 20 auf 24 erhöht. Terminlich rückt der Vorentscheid weit nach oben im Jahreskalender. Estland war bisher eine der letzten Nationen die den Vorentscheid abhielten. Das erste Halbfinale soll nun schon am 26.01.2019 stattfinden. Das zweite Halbfinale wird am 02.02. ausgetragen, das Finale am 16.02.. Die 24 Beiträge des Vorentscheides werden am 15.11. bekanntgegeben.

09.09. Der maltesische Vorentscheid "X Factor Malta" beginnt am 07.10.2019. Unter den Bewerbern der ersten Staffel dieser Castingshow in Malta sind auch viele Kandidaten die in der Vergangenheit oft beim Vorentscheid dabei waren. Der Sieger der Castingshow wird Malta in Israel vertreten.

09.09. Litauen wird seinen Vorentscheid auf acht Shows kürzen. Ich weiß dass die meisten den Vorentscheid zu lang finden, doch gerade das mag ich so sehr an ihm. Die vielen Shows über Wochen hinweg und jede Woche ein spannendes Voting dazu. Es ist wie "Deutschland sucht den Superstar" früher war. Nur dass nicht nur einzelne Sänger, sondern gleich ganze ESC Beiträge gegeneinander antreten und das Votingsystem interessanter ist als das reine Televoting wie bei der deutschen Castingshow. Immerhin sind es noch acht Shows.

10.09. Norwegen hat über 1.000 Beiträge eingereicht bekommen. Für den ESC 2018 wurde ein Rekord von etwa 1.2000 Beiträgen verzeichnet.

10.09. Einer der vier schweizer Rundfunks hat 13 Songs präsentiert die nun zu einem Online Voting bis zum 28.09. bereitgestellt werden und unter sich einen Platz für den schweizer Vorentscheid ausmachen. Darunter ist auch ein Song von Sebalter, der 2014 mit "Hunter of Stars" für die Schweiz den 13. Platz beim ESC holte.

11.09. Der dänische Unterhaltungschef Jan Lagermand Lundme gibt eine klare Ablehnung gegen alle ab die fordern den ESC wegen der politischen Lage in Israel zu boykottieren. "Dänemark macht bei der Eurovision mit, weil es dort um alles außer Zwietracht geht. Die Eurovision bringt Europa zusammen und deshalb sind wir natürlich dabei. Es spielt keine Rolle, welches Land den Wettbewerb ausrichtet, sie sind Gastgeber."

12.09. SVT gibt die Termine für die Melodifestivalen raus. Das erste Halbfinale findet am 02.02.2019 in Göteborg statt. 2. Halbfinale: 09.02. in Malmö 3. Halbfinale: 16.02. in Leksand 4. Halbfinale: 23.02. in Lidköping Andra Chansen: 02.03. in Nyköping Der wichtigste Termin in der Vorentscheidungsphase für jeden ESC Fan ist der 09.03.. Dann wird das Finale der Melodifestivalen ausgetragen. Das erste Halbfinale von Schweden fällt somit auf das zweite Halbfinale von Estland. Das dritte schwedische Halbfinale wird parallel zum estnischen Finale ausgetragen.

13.09. Nach langem warten ist die Entscheidung endlich gefallen! Der 64. Eurovision Song Contest 2019 wird in Tel Aviv ausgetragen! Damit hat die liberal ausgerichtete Stadt sich gegen das konservative und politisch aufgeladene Jerusalem durchgesetzt. Die deutliche Mehrheit der ESC Fans haben Tel Aviv gegenüber Jerusalem klar bevorzugt. Andere Bewerberstädte hatten keine realistischen Chancen auf den Zuschlag. Jerusalem wird vom ESC aber auch sehr profitieren. Die beiden Städte sind nur 30 Minuten mit dem Zug auseinander. Viele werden mit der Buchung der Unterkunft auf Jerusalem ausweichen. Ob man nun nach Tel Aviv oder Jerusalem fliegt macht eigentlich auch keinen Unterschied. Die austragende Halle wird die Halle 2 des International Convention Centre sein. Auch die Termine wurden endgültig festgesetzt. Zuvor hatte die EBU andere Termine angesetzt. Das Finale wird am 18.05.2019 stattfinden! Entsprechend ergeben sich daraus die übrigen Termine. Die für die breite Öffentlichkeit relevanten Termine sind der 05.-13.05. als Probenzeit. Das erste Halbfinale ist am 14.05., das zweite Halbfinale am 16.05.. Zur Vervollständigung des Namens des Wettbewerbs fehlt jetzt nur noch das Motto.

13.09. Der finnische Vorentscheid "Uuden Musikiin Kilpailu" wird am 02.03.2019 stattfinden. Der Termin kollabiert mit der Andra Chansen in Schweden. Die Kandidaten möchte YLE in der folgenden Woche bekanntgeben.

13.09. Sicher gab es ESC-Fans die eine Wette darauf abgeschlossen haben ob Island am ESC in Israel teilnimmt, oder ihn boykottieren wird. Dabei sah es eher danach aus dass die Boykottierer gewinnen werden. RÜV traf nun eine schwere Entscheidung, entgegen der wohl Mehrheit der isländischen Bevölkerung und entgegen der Mehrheit der Politiker in Island. Auch RÜV wird in Tel Aviv mit von der Partie sein. Wenn sogar Island auf einen Boykott verzichtet dürfen wir erleichtert davon ausgehen dass niemand aus diesem Grund der größten Party der Welt fern bleiben wird.

14.09. Spanien meldet sich zum ESC an und verkündet ganz offiziell dass der Sänger für die Teilnahme im Rahmen der legendären Castingshow Operation Triunfo ausgewählt wird - wie auch schon im Vorjahr. Am 18.09. starten die Liveshows im Fernsehen. Außerdem wurden die 18 Kandidaten bekanntgegeben.

15.09. Auch Griechenland wird in Tel Aviv dabei sein! ERT meldet sich an.

Die erste Septemberhälfte ist damit auch abgearbeitet. Die Meldungen ändern sich. Inzwischen sind viele Termine für die Vorentscheidungssaison dabei. Auch die Teilnehmerliste wird immer länger. Die ESC-Saison hat richtig Fahrt aufgenommen.

Freitag, 4. Januar 2019

Summer Summary 2018 Teil 5

In diesem Teil geht's um den Monat mit den wenigsten ESC News, dem Juli:

01.07. Die EBU hat sich dazu entschieden ein Aufnahmeverfahren vom kosovarischen Rundfunk RTK zu starten. So nah war der Kosovo einer ESC-Teilnahme noch nie! Im Dezember folgt eine weitere, endgültige Abstimmung über die Vollmitgliedschaft. Dabei reicht eine absolute Mehrheit der Mitgliedsländer, allerdings gibt es viele Staaten die Kosovo als eigenen Staat nicht anerkennen, wie Diese im Dezember abstimmen werden ist unklar.

12.07. Das zweite Jahr in Folge hat Ralph Siegel Bosnien-Herzegowina das Angebot gemacht die Teilnahme am ESC zu bezahlen, wenn er den Song schreiben und Interpreten auswählen darf. Es sollte Hanka Paldum werden. Das zweite Jahr in Folge ist es auch in dem BHRT dieses Angebot ablehnt. Zumal hat die EBU das Land für 2019 sperren müssen. Mal schauen was sich Siegel noch so alles ausdenkt um am ESC teilnehmen zu können. Die 30 Teilnahmen bekommt er bestimmt noch voll.

13.07. RTBF bestätigt die Teilnahme am 64. Eurovision Song Contest 2019! Belgien ist das 13. Land.

13.07. ESCxtra hat bei der EBU nachgefragt wie es mit dem Eurovision Asia Song Contest aussieht. Daraufhin heißt es dass die Partner nicht so mitmachen wie man sich das vorgestellt hatte. Es steht also wieder mal in den Sternen über dem asiatischen Kontinent ob und wann Asien seine ESC-Adaption bekommt.

17.07. Die vielleicht wichtigste und entscheidende Person in der Geschichte Australiens beim Eurovision Song Contest, Michael Ebeid, verlässt seinen Posten als Generaldirektor. Ohne ihn hätte SBS vielleicht nie am ESC teilnehmen können.

18.07. Insgesamt bleibt man in der ARD seinem Konzept treu, dennoch ließ man verlauten dass die Anzahl der Beiträge in der Liveshow auf acht bis zehn erhöht werden könnten, allerdings nur wenn es dadurch keinerlei Qualitätsverlust gibt.

19.07. Die schweizer Rundfunkanstalten müssen 2019 Geld einsparen. Deshalb hat man sich (wie fast jedes Jahr) ein neues Vorentscheidungskonzept, ohne Liveshow, überlegt: Zwei verschiedene Jurys wählen mit jeweils 50% Stimmgewicht den Vertreter aus. Eine internationale Jury, aus 20 Musikexperten und eine nationale Jury, mit insgesamt 100 Mitgliedern, bestehend aus Fans und Musikexperten haben die Stimmgewalt inne. Die Bewerbungsphase geht vom 1. September bis 1. Oktober. Im Regelwerk ermutigt man die Künstler Songs einzureichen, die Themen zum aktuellen Weltgeschehen aufgreifen, oder durch ihren Inhalt eine emotionale Reaktion oder Wiedererkennung beim ESC Zuschauer hervorrufen. Dann wissen wir ja in welche Richtung der Beitrag der Schweiz gehen wird.

21.07. Zum 26. Mal in Folge erteilt RTL dem ESC eine Absage, einerseits glaubt Luxemburg Heute keinen Erfolg mehr im Wettbewerb haben zu können, andererseits wird behauptet dass nicht genügend Geld in der Kasse sei. Schwer vorstellbar bei einem der reichsten Länder der Welt.

24.07. Die Bewerbungsphase für die Städte um die Austragung ist beendet. Am Ende haben die vielen kleineren Städte ihre Bewerbungen doch alle zurückgezogen. Tel Aviv wurde dazu überredet sich doch zu bewerben. Die Bewerber sind also Jerusalem mit der Pais Arena (11.000 Zuschauer) und Tel Aviv mit dem Tel Aviv Convention Centre. Derweil erinnert die EBU den Staat Israel daran dass noch bis zum 1. August 12 Millionen Euro als Kaution überwiesen werden müssen, um den ESC austragen zu dürfen. Diese Regel wurde nach den Schwierigkeiten mit Kiew 2017 eingeführt.

25.07. Das San Remo Festival ändert seine Regeln. Vor allem wird die Nachwuchskategorie gestrichen. Für den aus ESC-Sicht relevanten Teil des Festivals ändert sich nur die Qualifikation. Zwei der Startplätze werden nun in einem neuen Festival für Interpreten unter 36 Jahren vergeben, das im Dezember stattfinden soll.

26.07. Australien und Europa zeigten sich auf Twitter schockiert als Lee Lin Chin ihre Karriere in der Öffentlichkeit beendete. Eine Liste was sie alles war wäre zu lang um sie hier aufzuführen. In erster Linie Nachrichtensprecherin bei SBS aber auch Spokesperson für den ESC, die größte Modeikone die die Welt jemals gesehen hat und für viele Menschen eine Inspiration sein Leben so zu führen wie man selbst es für richtig hält. Einfach sein Ding durchzuziehen und nicht darauf zu hören was andere machen. Weiterhin rätselt die Welt darüber wie alt sie ist. 1968 begann sie im Fernsehen und Radio zu arbeiten. Mit einem unbekannt hohen Alter gab die Welt ihr einen würdigen Abschied bei dem unzählig viele Menschen ihr ihren Dank aussprachen.

26.07. Ebenfalls traurige Nachrichten gibt es aus Liechtenstein. Das lange Jahre geplante Debut zum 300. Geburtstag des Landes fällt ins Wasser. Im Februar starb Peter Kölbel, der bei 1FL TV um die ESC-Teilnahme kämpfte. Nun gibt der Sender bekannt dass in den nächsten zwei Jahren kein Einstieg in die EBU absehbar sei.

27.07. Lettland bestätigt seine Teilnahme am EWSC 2019! Auch LTV wird in Israel dabei sein.

Das sind die wichtigen Meldungen aus dem Juli. Im nächsten Post folgt der August, vielleicht wird der Monat in zwei Teile aufgeteilt.

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Summer Summary 2018 Teil 2

Ohne lange zu fackeln gehe ich gleich rein ins Geschehen:

13.05. Es sind noch bemerkenswerte Einschaltquoten nachzureichen. In Zypern verzeichnete CyBC einen Marktanteil von 94,4%! Ein solcher Wert ist auf der Insel mit großem Abstand historischer Rekord. Auch der griechische Sender ERT konnte vom Favoritenstatus der engen Freunde profitieren. Obwohl Griechenland nicht ins Finale kam sahen dort 66,1% bei der großen Samstagabend Show zu. Ähnlich verhielt es sich mit dem Favoriten Frankreich. 5,15 Millionen Zuschauer ist der beste Wert seit 2009!

13.05. Wir bleiben bei Frankreich, denn dessen Delegation hat als 5. Nation und damit schon 2. Big Five-Nation die Teilnahme am 64. Eurovision Song Contest 2019 bestätigt! Des weiteren heißt es dass es wahrscheinlich das gleiche Auswahlverfahren wie im Vorjahr, also die "Destination Eurovision" geben wird.

14.05. Jowst hat verkündet dass er den Song für das UK 2019 komponieren möchte. Er werde einen Song schreiben den sogar die Hater des ESC mögen würden. Allerdings sei es schwierig hierfür einen geeigneten Interpreten zu finden. Sofort meldete sich Tamar Kaprelian (Armenien 2015, armenischer Vorentscheid 2018) zu Wort und stände zur Verfügung. Mal sehen ob daraus etwas wird.

14.05. Dänemark sagt der Teilnahme am ESC 2019 zu! Man habe sich dieses Jahr auf das Ganze fokussiert und sei damit erfolgreich gewesen. Deshalb wendet DR für die kommende Saison das gleiche Auswahlverfahren an, es wird also wieder einen Melodi Grand Prix geben.

14.05. Auch Bulgarien wird nächstes Jahr dabei sein! Das Ziel sei es weiterhin zur Qualität des Wettbewerbs beizutragen.

14.05. Auch Finnland bestätigt seine Teilnahme für 2019 und ruft gleichzeitig dazu auf Ideen für den Vorentscheid einzureichen. Finnland bemüht sich also aus seiner Kriese herauszukommen die ohne Saara Aalto schon dieses Jahr zum Supergau gekommen wäre.

14.05. Serbien hat die zweitbeste Einschaltquote in der Geschichte des Landes verzeichnen können. Im Finale sahen 2,3 Millionen Menschen zu, ein Marktanteil von 30,3%. Nur 2008 als Serbien Gastgeber war gab es bessere Quoten. Den Gastgeberbonus hatte dieses Jahr Portugal. RTP kam mit 1,55 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 34,9% jedoch nur zu leicht besseren Werten als letztes Jahr beim Sieg. Es ist eigentlich üblich dass der Gastgeber ein hohen Rekordwert verzeichnet.

15.05. Eine Langzeitstudie hat ergeben dass die Teilnahme des eigenen Landes am ESC die Menschen in diesem Land um 13% glücklicher macht. Ein Sieg hat jedoch keine Auswirkung darauf wie glücklich die Menschen sind. Da soll noch einmal jemand sagen dass der ESC sinnlos ist und nichts bringt...

15.05. RÚV Programmdirektor Gudmundsson beteuerte dass Island höchstwahrscheinlich am ESC 2019 teilnehmen werde. Eine richtige Teilnahmebestätigung möchte man aber erst im Herbst ausgeben.

15.05. Vom SRF aus der Schweiz hieß es dass man trotz der Enttäuschung definitiv weiter am ESC teilnehmen wird. Alleine schon aus dem Grund dass sich die, für den reichen Staat vergleichsweise geringen Teilnahmekosten für drei fantastische TV-Abende lohnen.

15.05. Die Operación Triunfo wird in eine weitere Staffel gehen. Am 30. Mai begannen schon die Castings. Eine Teilnahmebestätigung bleibt bisweilen aus. Ob die Operación Triunfo im Falle einer erneuten Teilnahme Spaniens auch wieder als Vorentscheid dient bleibt ebenfalls abzuwarten. Hoffentlich nicht so lange wie beim letzten mal...

15.05. Der Gesundheitsminister von Israel fordert eine strenge Einhaltung des Sabbats während des Wettbewerbs, sofern der ESC nach Israel kommen sollte. Das bedeutet konkret dass vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Einbruch der Dämmerung am Samstag nicht gearbeitet werden darf. Unter diesen Umständen ist es nicht möglich den ESC auszutragen. Der Politiker trat schon einmal zeitweise von seinem Amt zurück weil an einem Samstag Schienen Arbeiten einer staatlichen Bahn durchgeführt wurden... Andere Politiker quer durch Europa rufen nach und nach zum Boykott des Wettbewerbs aus verschiedenen Gründen auf. In dieser Saison wird es schwerer denn je werden den ESC von der Politik zu trennen.

16.05. RTSH ruft bereits jetzt auf sich für das Festivali i Kenges 2018 zu bewerben. Eine Teilnahmebestätigung gab es jedoch noch nicht.

16.05. In Schweden gab es die schlechteste Einschaltquote seit 2010 - und die lag damals nur so schlecht weil Schweden im Halbfinale ausschied. Ob die Schweden das skandalöse Televoting Ergebnis schon ahnten? In den USA gab es hingegen - wie jedes Jahr - einen Zuschauer Rekord. Noch einmal konnte LogoTV sein Publikum um 10.000 Zuschauer auf 74.000 und einen Marktanteil von 0,02% erhöhen. Der homosexuelle Sender übertrug den Wettbewerb zum dritten mal.

17.05. Jon Ola Sand berichtet über noch mehr Probleme um die Ausrichtung in Israel. Da der Sender IPBC erst seit einem Jahr existiert könnte die Finanzierung des Wettbewerbs den Sender in die Ruinen treiben. Man weiß derzeit nicht woher man das nötige Geld nehmen soll. Derweilen bringt sich die Stadt Petah Tikva in die Gespräche um die Austragung ins Spiel.

17.05. Die Gruppe Equinox (Bulgarien) hat entschieden auch nach dem ESC weiter zusammen zu musizieren.

18.05. Die Türkvizyon startet einen dritten Versuch die vierte Ausgabe des Wettbewerbs zu veranstalten. Gastgeber soll die Türkei werden. Neben zahlreichen Wiederholungstätern möchten 2018 Belgien, Lettland, Österreich, Schweden, Tadschikistan und die autonome chinesische Region Xinjiang ihr Debüt geben.

18.05. In die offiziellen deutschen Charts, die nach Umsatz der Songs im Verlauf der sieben Tage errechnet werden, haben es dieses Jahr sechs ESC-Songs geschafft: #3 Deutschland, #19 Israel, #29 Tschechien, #81 Zypern, #88 Dänemark, #93 Österreich.

19.05. Der NDR ruft zur Bewerbung für den ESC 2019 auf. Wie bereits angekündigt gibt es das gleiche Auswahlverfahren wie letztes Jahr. Man kann sich entweder als Sänger ohne Song, oder als Sänger mit Song, oder nur als Song, also Komponist mit Song, bewerben. Dazu muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Weitere Bestimmungen gibt es nur dahingehend dass ein Song die Regularien des ESCs einhalten muss. Die Sprache ist egal. Auch Gruppen dürfen sich bewerben. Eine deutsche Staatsbürgerschaft muss man nicht besitzen.

19.05. Das offiziell schlechteste Land in der Geschichte des ESCs ist das erste Land das in dieser Saison einer möglichen Teilnahme absagt. Andorra wird auch 2019 nicht zurückkehren! Der einzige Grund dafür ist dass die Teilnahmekosten ohne staatliche Unterstützung von RTVA nicht zu stemmen sind. Sofern der Staat die Teilnahme nicht finanziell unterstützt, wird Andorra in den nächsten Jahren ebenfalls nicht teilnehmen können, so Xavier Mujal.

20.05. Die EBU fordert die teilnehmenden Sender dazu auf ihre Kommentatoren wieder live aus der Halle vor Ort berichten zu lassen. Immer mehr Sender lassen von zuhause aus kommentieren um Reisekosten zu sparen. Der wallonisch-belgische Sender RTBF und der san marinesische Sender SMRTV wurden in dieser Aufforderung sogar namentlich angesprochen, da sie in den letzten Jahren ihre Kommentatoren immer zuhause ließen.

20.05. Der Barbara Dex-Award 2018 geht an Mazedonien! Das Duo Eye Cue siegte wenig überraschend und sehr deutlich. Nach 2005 geht der negativ-Preis nun zum zweiten mal nach Mazedonien. Bei dem Preis wird online das scheußlichste Outfit des Wettbewerbs gewählt. Die Veranstalter verkündeten nur die Platzierungen der Top Five: #2. Australien #3. Belgien #4. Montenegro #5. Israel

20.05. HRT macht sich viele Gedanken um die Auswahl des Künstlers für 2019. Die Teilnahme sei für Kroatien "essenziell wichtig" um sich international zu präsentieren. Eine offizielle Teilnahmebestätigung wollte der Sender jedoch nicht ausgeben. Kroatien ist meist eines der letzten Länder die ihre Teilnahme zusagen. Das hat in der Regel finanzielle Gründe.

Das sind die wichtigsten Meldungen von der Woche nach dem ESC. In der darauffolgenden Zeit nimmt der Informationsfluss rapide ab.

Sonntag, 13. Mai 2018

Ergebnisse von Malta, der Schweiz und Lettland

Vor Griechenland kommt Malta im Endergebnis. Malta galt in dem schwachen Halbfinale als großer Wackelkandidat. Chance auf das Finale: ca. 50%. Wenn es nach der Jury ginge wäre Malta souverän ins Finale eingezogen und hätte dort eine gute Platzierung erreicht. 93 Punkte vergab die Jury an Malta, das ist der #5. Platz! Im Televoting fiel Malta aber komplett durch. Dänemark hatte für den Beitrag 1 Punkt übrig. Aus Australien gab es 7 Freundschaftspunkte. Das ist alles. Ein klar letzter Platz im Televoting für Malta! Das kommt völlig unerwartet. Dieser Song wurde bei Jury und Publikum eigentlich ausgeglichen eingeschätzt. Letztes Jahr gab es schon ein ähnliches Szenario, als Malta 55 Punkte von der Jury, aber null Punkte(!) vom Televoting bekam. Das war aber auch ein richtig typischer Jurysong. Taboo ist das eigentlich nicht - eigentlich. Der ESC bringt viele Überraschungen. Beides kombiniert, alles zusammen gerechnet steht letztendlich der der #32. Platz als Endergebnis dar. Damit kann sich Malta wirklich zufrieden geben.

Die Schweiz wurde auch Opfer des Blutbades. In einem normalen Halbfiale wäre das ein Finalist gewesen. Die Jury hätte den Beitrag sogar in diesem Halbfinale ins Finale gewählt, auch wenn es nur sehr knapp um 2 Punkte gewesen wäre. 59 Punkte vergab die Jury an die Schweiz. Beim Televoting landete die Schweiz in fast jedem Land um Platz 10 herum. 27 Punkte waren es dadurch dann nur. Obwohl 11 der 22 Länder im Televoting Punkte an die Schweiz vergeben haben, stechen Portugal mit 3 Punkten, Finnland mit 4 Punkten und Österreich mit 8 Punkten schon positiv heraus. Das Votingsystem hat dem Beitrag alles genommen. Rein sachlich-analytisch gesehen hätte die Schweiz eine Platzierung bei 11-15 im Finale verdient. Europa wollte es dort haben. So ist es doch nur der #31. Platz. Vergleiche mit Deutschland 2015, das fast überall auf den Plätzen 11-14 war, aber null Punkte erhalten hat sind hier angebracht.

Lettland war ein ähnlicher Wackelkandidat wie Malta und landet genau vor diesem innerhalb des Halbfinals. Dabei erlitt Lettland ein ähnliches Schicksal wie Malta, was im Gegensatz zum anderen Beitrag hier aber auch zu erwarten war. Von der Jury gab es 92 Punkte, nur ein Punkt weniger als Malta erhielt. Beim Televoting fiel Lettland völlig durch. Hier ließ das Land nur Georgien und Malta hinter sich. Es gab 1 Punkt aus der Ukraine, 2 Punkte aus Dänemark, 4 Punkte aus Polen und 7 Punkte aus Georgien. Insgesamt war Lettland dann nur 1 einzigen Punkt vom #11. Platz des Halbfinals entfernt, der mit einem fast-Finaleinzug gleichzusetzen ist. Lettland ist also wirklich knapp im Halbfinale ausgeschieden, im anderen Halbfinale hätte es aber keine Chance gehabt.

Samstag, 5. Mai 2018

Schweiz - Energetisches Einheißen des Publikums

Es war alles gut bei der ersten Probe der Schweiz, drum hat die Delegation auch nur wenige Kleinigkeiten, wie zum Beispiel einzelne Kameraeinstellungen geändert. Die ZiBBZ stecken ihre ganze Energie in den Auftritt. Es ist alles gut, leider eben nur gut und nicht mehr und nur gut reicht beim Eurovision Song Contest einfach nicht für ein wirklich gutes Ergebnis. So glauben die meisten nach der zweiten Probe der Schweiz auch nicht daran dass sie es ins Finale schaffen wird. Ausgeschlossen wird der Finaleinzug dennoch nicht. Wir werden abwarten müssen, ob die Schweiz am Dienstag unter den zehn Nationen sein wird die als Finalisten ausgerufen werden.






Montag, 30. April 2018

Die Schweiz rockt die Bühne

Die Schweiz gibt uns in etwa das was zu erwarten war. Das Staging ähnelt dem des Vorentscheides, es fehlen aber die leuchtenden Figuren, was für mich ein sehr großes Minus ist! Die ZiBBZ tragen rockige Kleidung. Rote Bänder geben dem Mikrofonständer einen anderen Flair. Corinne belebt während des Acts energetisch die Bühne. Stee haut seine Power in das Schlagzeug. Die Schweiz bezieht die Brücke mit in den Auftritt ein. Am Ende klettert Corinne auf das Schlagzeug. Vorher versucht sie die Audience in der Halle zu animieren, was ein sehr großer Kritikpunkt im Pressezentrum ist. Das funktioniert meistens eh nicht und wirkt am Fernseher eher lächerlich. Insgesamt wird die erste Probe der Schweiz als solide angesehen, doch reicht das um in diesem Horror-Halbfinale durchzukommen?