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Freitag, 4. Juni 2021

News Kompakt (37)

In den ersten sieben Tagen nach dem Finale in Rotterdam haben sich einige Dinge in der ESC-Bubble getan, die ich gesammelt in aller Kürze aufarbeiten möchte.

Italien - Eines der größten Teilnehmerländer hat den ESC gewonnen. Das führt dazu dass es eine große Auswahl an geeigneten Austragungsorten gibt. So haben inzwischen an die 20 Städte ihr Interesse angekündigt 2022 als Gastgeber zu dienen. Darunter befinden sich alle halbwegs bekannten Städte Italiens, einschließlich San Remo und Venedig. Auch kleinere Städte wie Rimini sind dem Größenwahnsinn verfallen. Es ist zu erwarten dass es noch ein paar Monate dauert, bis wir wissen wo der ESC 2022 stattfinden wird. Entschieden wird dies von der EBU in einem umfassenden Bewerbungsverfahren.

Finnland - Schon am Tag nach dem Finale hat Finnland seine Teilnahme am ESC 2022 bestätigt. Außerdem ließ YLE vermelden, dass es wieder den Vorentscheid Uuden Musikiin Kilpailu geben werde. Es wurde auch schon zum Einreichen von Bewerbungen aufgerufen, was ab September möglich sein soll. Anforderungen, die über das Regelwerk der EBU hinausgehen, werden an die potentiellen Beiträge nicht gestellt.

Niederlande - Im Finale wurden die SMS Stimmen einer unbekannt großen Anzahl an Mobilfunkgeräten nicht gewertet. Der technische Fehler liege bei den Mobilfunkanbietern, die EBU hätte darauf keinen Einfluss. Es ist noch nicht endgültig entschieden, ob das niederländische Televoting für ungültig erklärt wird. Dies scheint mir aber eher unwahrscheinlich.

Andorra - Die Dänin Susanne Georgi, die seit 2008 in Andorra lebt und den Kleinstaat 2009 beim ESC als Sängerin vertrat, holte sich im August ein "Go" von der andorranischen Regierung, dass Andorra 2022 zum ESC zurückkehren könne. Entscheiden tut dies aber die zuständige Rundfunkanstalt RTVA. Dessen Generaldirektor Xavier Mujal ließ nach dem ESC Finale verlauten, dass die Rückkehr zum ESC nicht "zu den geplanten Projekten" gehöre. Auch wenn das nicht nach einem Schlusswort klingt, sieht es für mich danach aus, dass Andorra nächstes Jahr nicht teilnehmen wird.

Niederlande - Die Niederlande hat ihre Teilnahme am ESC 2022 Bestätigt. Bis zum 31. August sollen fertige Beiträge eingereicht werden. Für diese gäbe es nur den Wunsch, dass sie authentisch und zeitgemäß sein sollen. AVROTROS wird den Beitrag intern auswählen, mit dem gleichen Team, das dies bereits 2019 tat: Eric van Stade, Cornald Maas, Coen Swijnenberg, Sander Lantinga und Jan Smit dürfen über das Schicksal der Künstler*innen entscheiden.

Serbien - Auch aus Serbien erhalten wir die Verkündung einer Teilnahme von RTS am ESC 2022. Als Auswahlmodus soll der etablierte Vorentscheid Beovizija dienen.

Australien - Ende für den Eurovision Asia Song Contest! Der australische Rundfunk SBS hat fünf Jahre lang versucht einen Eurovision Asia Song Contest nach Vorbild des europäischen ESCs auf die Beine zu stellen. Dieses Projekt wird nun niedergelegt. Es scheitere an Gründen wie den vielen Zeitzonen und Sprachbarrieren. SBS ist es nicht gelungen genügend Nationen zur Teilnahme zu bewegen. Die Liste überredeter Rundfunkanstalten lautete neben Australien wie folgt: Kasachstan, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Vanuatu, Japan, China, Singapur, Korea, Hongkong. Es bestätigt sich für mich der Eindruck dass die Eurovision etwas ist, das nur in Europa funktionieren kann. Ich hatte mich sehr auf den Eurovision Asia Song Contest gefreut. Schade, aber da seit langer Zeit nichts mehr zu hören war, hatte ich das Projekt auch schon als begraben abgetan.

Irland - Der irische Sender richtet eine online Plattform ein, auf der ESC-Fans dem Rundfunk mitteilen sollen, wie Irland wieder zu einem Eurovision-Powerhouse werden könnte. Die Rückkehr zu einem Vorentscheid wird in Erwägung gezogen. Eine Teilnahmebestätigung gibt es noch nicht.

Schweden - SVT bestätigt seine Teilnahme am ESC 2022 und verkündet als Auswahlmodus wieder die Melodifestivalen zu verwenden. Einer der 28 begehrten Plätze in den Liveshows wurde seit 2012 durch den Nachwuchsradiowettbewerb P4 Nästa vergeben. Allerdings haben alle Wildcard Gewinner durch die Bank sehr schlechte Ergebnisse beim Melfest erzielt. So wird diese Wildcard für die Ausgabe 2022 gestrichen.

Norwegen - Auch die Nachbarn bestätigen ihre Teilnahme. Bis zum 15. August soll sich beworben werden. NRK sei ausdrücklich für wirklich jedes Genre offen. Der Auswahlmodus wird im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Der Melodi Grand Prix soll im Januar und Februar stattfinden.

Samstag, 4. Mai 2019

Neue Punktepräsentation, Postdards und deutsche Jury: Was geschah in der pre-Party-Saison?

Hier ein Post zu allen wirklich wichtigen Nachrichten, die während der Pre-Party-Saison durch die ESC-Bubble geisterten. Es sind nicht sehr viele.

Die einzige richtig große Meldung ist es, dass die EBU die Art in der die Punkte bei der Bekanntgabe im Voting, im Finale, verändert hat. Die Änderung ist nicht groß, aber durchaus erwähnenswert. Bisher wurden die Punkte der Jurys detailliert bekanntgegeben, anschließend die Punkte aus dem Televoting zusammengefasst ausgerufen. Das bleibt auch so. Es ändert sich lediglich die Reihenfolge, in der die Televoting Punkte verkündet werden.

Bislang wurde zunächst die Punktzahl des Landes verraten, das im Televoting die wenigsten Punkte erhalten hat. Darauf folgte das Land mit den zweit wenigsten Punkten, und so weiter, bis zu dem Land, das insgesamt am meisten Punkte aus allen Ländern, im Televoting, erhalten hat. Mit der Regeländerung soll zuerst das Land sein Televoting-Gesamtergebnis erfahren, das im Juryvoting auf dem letzten Platz gelandet ist. Danach werden die Punkte des Vorletzten im Juryvoting bekanntgegeben. Dann der drittletzte Platz des Juryvotings u.s.w.. Am Ende der Votingphase warten also die Länder immer noch auf ihr Ergebnis, die die Jury ganz weit vorne gesehen hat. Dies soll "noch mehr Spannung" in die Schlussphase des Votings bringen. Achtung, am Wertungssystem an sich ändert sich nichts! Die Punkte werden nach dem gleichen System verteilt, wie auch in den letzten drei Jahren. Falls du die Regeländerung noch nicht so ganz verstanden hast, kannst du dir dieses Video anschauen. In der Montage siehst du, wie die Votingpräsentation, nach dem neuen Format, im letzten Jahr ausgesehen hätte.


Wer meinen Blog schon etwas länger verfolgt dürfte sich denken wie meine Meinung zu dieser Änderung ist. Ich habe mich schon viel zu sehr darüber aufgeregt, möchte deshalb hier nur kurz erwähnen dass die EBU anscheinend alles versucht um ESC-Fans von ihrem Hobby abzubringen. Die Änderung macht das Voting noch unübersichtlicher als es eh schon ist. Nun kann man nicht mal mehr einschätzen wer auf welchem Platz im Televoting gelandet ist, was für mich der einzige Vorteil des neuen Voting Systems (seit 2016) war. Ich war ernsthaft am Überlegen, ob ich den Fernseher vor dem Voting einfach ausschalte und mir das detaillierte Ergebnis nachträglich Online anschaue. Das ist für mich spannender und interessanter. So langsam macht es echt keinen Spaß mehr das Voting vom ESC Finale zu sehen. Genug schlechte Laune gewonnen, ich möchte mich freuen, denn morgen früh geht es mit den Proben los. Die sind mir viel wichtiger als das Voting und die nimmt uns die EBU nicht.

Die Postcards für den diesjährigen ESC stehen unter dem Motto "Everybody Dance", darin werden die Interpreten dazu gezwungen ...äh gebeten, zu tanzen. Die Postcards sind die 45-sekündigen Videos, die vor dem Auftritt eines ESC-Beitrages, in der Liveshow, laufen. Diese wurden nicht in umstrittenen Gebieten Israels gedreht. Eine Ausnahme bildet hierbei die Postcard vom Gastgeber Israel. Diese wurde zeigt Kobi vor der weltbekannten Klagemauer. Grund für die eingeschränkte Drehortwahl ist das unbedingte Vermeiden einer Politisierung des Wettbewerbs, das sich die EBU und KAN selbst auferlegt haben.

Ganz unpolitisch kann der ESC im politisch aufgeladenstem Land der Welt nicht sein. So gibt es Drohungen muslimischer Streitkräfte, den ESC zu bombardieren, da es angesichts der humanitären Lage für viele Einwohner der Region in und um Israel, nichts zu feiern gäbe. Entsprechende Sicherheitsmaßnahmen wurden getroffen, sodass ein möglicher Angriff durch die "Eiserne Kuppel" abgewehrt werden sollte. Ein weiteres politisches Problem waren immer wiederkehrende Streitigkeiten um Finanzzahlungen des israelischen Staates für den ESC.

Derweil haben Frankreich und Deutschland ihre Teilnahmen für den ESC 2020 bereits bestätigt. Beide Nationen möchten ihr diesjähriges Konzept der Beitragsfindung auch im nächsten Jahr wiederholen. Eventuell zurückkehren könnte 2020 Andorra. Dort gibt es Gespräche mit dem katalanischen Sender TV3, die Beitragsfindung und Teilnahme am ESC gemeinsam im Namen Andorras zu stemmen, wie es auch bei den bisherigen Teilnahmen des Kleinstaates der Fall war.

Ob Andorra 2020 wirklich zum ESC zurückkehren wird, stellt sich wohl im Sommer heraus. Dann entscheidet die EBU auch über die Bewerbung von TV3 zur Vollmitgliedschaft. Eine Teilnahmeberechtigung am ESC hätte Katalonien damit trotzdem nicht, da es immer noch ein Teil Spaniens ist und für jede Nation nur eine Rundfunkanstalt antreten darf. Außerdem gelang an die Öffentlichkeit dass die EBU 2015 Verhandlungen mit Andorra führte, um es für den ESC zurückzugewinnen. Man hat Andorra gefragt, was sie dafür haben möchten, wenn sie wieder beim ESC teilnehmen. Leider ging der Vorstand des andorranischen Rundfunks auf kein Angebot ein. Die EBU versucht also doch ESC-Fans glücklich zu machen.

Bei Bulgarien gibt es hingegen Gerüchte, dass es in den nächsten Jahren gar nicht das Interesse hätte teilzunehmen. Von offizieller Seite gibt es diesbezüglich keine Äußerungen. Hoffen wir, dass es bei einem Gerücht bleibt. Nach den beeindruckend erfolgreichen Teilnahmen in den letzten drei Jahren wäre ein erneutes, dauerhaftes, Fernbleiben Bulgariens doch sehr bedauerlich.

Die deutsche Jury für den ESC 2019 besteht aus Vorjahresviertplatziertem Michael Schulte ("You let me walk alone"), dem Singer-Songwriter Nico Santos, der Sängerin Anett Louisan, der Leadsängerin von Laing ("Ich bin morgens immer müde"), die beim deutschen Vorentscheid 2015 den 3. Platz, hinter Ann Sophie ("Black Smoke"), mit "Zeig deine Muskeln" belegte, Nicola Rost und Joe Chialo, von der Musikproduktionsfirma "AIRFORCE1". Seit langer Zeit bin ich endlich mal glücklich über unsere Jury. Ich glaube an eine gute Wertung von ihnen. Dieses Jahr gibt es den seltenen Fall, dass ich mich von der Jury meines Landes vertreten fühle. Diese fünf werden durch 200 andere Jurymitglieder, aus den anderen 40 Nationen ergänzt.

Für die drei Live-Shows dürfen wir uns auf ein richtig tolles Interval-Act Programm freuen - und das nicht (nur) weil US-Star Madonna dabei ist. Eine letzte Meldung gibt es noch, die man zwar nicht unbedingt wissen muss, ich hier aber unbedingt anbringen möchte. Serhat hat verraten, dass er seinen Song "Say na na na" innerhalb von fünf Minuten auf den Straßen von Köln geschrieben hat, nachdem er einen Anruf von SMRTV erhielt. Ich muss sagen dass der Track auch genau danach klingt, was ich selbstverständlich negativ meine.

Für die Startreihenfolge der Länder in den Halbfinals, sowie meine persönliche Rangliste vor den Proben, folgen noch separate Posts. Um 09:00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit beginnen dann die Proben in Tel Aviv.

Dienstag, 8. Januar 2019

42 Länder in Tel Aviv dabei - Offizielle Teilnehmerliste

Am 07.11.2018 hat die Europäische Rundfunkunion (EBU) die offizielle Teilnehmerliste für den 64. Eurovision Song Contest 2019 Dare to dream in Tel Aviv veröffentlicht. Auf dieser Liste tauchen vier Namen auf, die ich bisher nicht notiert hatte: Israel, Moldawien, Polen und Schweden.

Da ich nie eine Äußerung des Gastgebers vernehmen konnte dass er auch selbst definitiv einen Teilnehmerbeitrag zum Wettbewerb entsendet, hatte ich Israel noch nicht in die Teilnehmerliste aufgenommen. Bei der EBU hat sich das Land aber angemeldet. Schweden hat schon viele Pläne für die Melodifestivalen bekannt gegeben, aber auch hier fehlte mir eine klare Aussage zur Teilnahme. Von Polen gab es diese Saison von gar nichts zu hören, doch offenbar schmieden auch unser Nachbarn Pläne für Tel Aviv.

Die einzige kleine Überraschung auf der Teilnehmerliste ist Moldawien. Das ärmste Land Europas muss jedes Jahr die Finanzen des Rundfunks aufs Genauste überprüfen, ob der ESC im Budget enthalten ist. Meistens gibt es darauf eine positive Feststellung, allerdings immer erst kurz vor Ablauf der Bewerbungsfrist. Oft hat Moldawien sich sogar schon eine Verlängerung für die Entscheidung über die Teilnahme erhandelt. Für 2019 ist alles gut gegangen und Moldawien wird den ESC wieder durch seinen Beitrag bereichern.

Einige teilnahmeberechtigte Nationen, von denen es noch keine Absage zum Wettbewerb gab, können somit von der Liste der möglichen Teilnehmerländer gestrichen werden. Dies betrifft Ägypten, Algerien, Andorra, Jordanien, den Libanon, Libyen, Marokko, Tunesien und Vatikanstadt.

Die Teilnehmerzahl für 2019 beträgt also 42 - sofern die EBU sich nicht doch noch mal dazu durchringen wird Kasachstan eine Starterlaubnis zu erteilen. 2015, bei der ersten Teilnahme von Australien, fiel diese Entscheidung auch sehr spät und überraschend. Hope never dies. Einen Teilnehmerrekord gibt es in Tel Aviv nach dieser Teilnehmerliste nicht. Die einzige Veränderung zum Vorjahr ist dass Bulgarien im Bunde fehlt. Das befürchtete Boykottieren einiger Staaten, welches sich nach dem Sieg von Israel andeutete, blieb glücklicherweise komplett aus. Ich würde mal behaupten dass diesbezüglich alle Nationen zur Vernunft gekommen sind.

Die offizielle Teilnehmerliste für den 64. Eurovision Song Contest 2019 Dare to dream in Tel Aviv:

Albanien
Armenien
Aserbaidschan
Australien
Belgien
Dänemark
Deutschland
Estland
Finnland
Frankreich
Georgien
Griechenland
Großbritannien und Nordirland
Irland
Island
Israel
Italien
Kroatien
Lettland
Litauen
Malta
Moldawien
Montenegro
Niederlande
Nordmazedonien
Norwegen
Österreich
Polen
Portugal
Rumänien
Russland
San Marino
Schweden
Schweiz
Serbien
Slowenien
Spanien
Tschechien
Ukraine
Ungarn
Weißrussland
Zypern

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Summer Summary 2018 Teil 2

Ohne lange zu fackeln gehe ich gleich rein ins Geschehen:

13.05. Es sind noch bemerkenswerte Einschaltquoten nachzureichen. In Zypern verzeichnete CyBC einen Marktanteil von 94,4%! Ein solcher Wert ist auf der Insel mit großem Abstand historischer Rekord. Auch der griechische Sender ERT konnte vom Favoritenstatus der engen Freunde profitieren. Obwohl Griechenland nicht ins Finale kam sahen dort 66,1% bei der großen Samstagabend Show zu. Ähnlich verhielt es sich mit dem Favoriten Frankreich. 5,15 Millionen Zuschauer ist der beste Wert seit 2009!

13.05. Wir bleiben bei Frankreich, denn dessen Delegation hat als 5. Nation und damit schon 2. Big Five-Nation die Teilnahme am 64. Eurovision Song Contest 2019 bestätigt! Des weiteren heißt es dass es wahrscheinlich das gleiche Auswahlverfahren wie im Vorjahr, also die "Destination Eurovision" geben wird.

14.05. Jowst hat verkündet dass er den Song für das UK 2019 komponieren möchte. Er werde einen Song schreiben den sogar die Hater des ESC mögen würden. Allerdings sei es schwierig hierfür einen geeigneten Interpreten zu finden. Sofort meldete sich Tamar Kaprelian (Armenien 2015, armenischer Vorentscheid 2018) zu Wort und stände zur Verfügung. Mal sehen ob daraus etwas wird.

14.05. Dänemark sagt der Teilnahme am ESC 2019 zu! Man habe sich dieses Jahr auf das Ganze fokussiert und sei damit erfolgreich gewesen. Deshalb wendet DR für die kommende Saison das gleiche Auswahlverfahren an, es wird also wieder einen Melodi Grand Prix geben.

14.05. Auch Bulgarien wird nächstes Jahr dabei sein! Das Ziel sei es weiterhin zur Qualität des Wettbewerbs beizutragen.

14.05. Auch Finnland bestätigt seine Teilnahme für 2019 und ruft gleichzeitig dazu auf Ideen für den Vorentscheid einzureichen. Finnland bemüht sich also aus seiner Kriese herauszukommen die ohne Saara Aalto schon dieses Jahr zum Supergau gekommen wäre.

14.05. Serbien hat die zweitbeste Einschaltquote in der Geschichte des Landes verzeichnen können. Im Finale sahen 2,3 Millionen Menschen zu, ein Marktanteil von 30,3%. Nur 2008 als Serbien Gastgeber war gab es bessere Quoten. Den Gastgeberbonus hatte dieses Jahr Portugal. RTP kam mit 1,55 Millionen Zuschauern und einem Marktanteil von 34,9% jedoch nur zu leicht besseren Werten als letztes Jahr beim Sieg. Es ist eigentlich üblich dass der Gastgeber ein hohen Rekordwert verzeichnet.

15.05. Eine Langzeitstudie hat ergeben dass die Teilnahme des eigenen Landes am ESC die Menschen in diesem Land um 13% glücklicher macht. Ein Sieg hat jedoch keine Auswirkung darauf wie glücklich die Menschen sind. Da soll noch einmal jemand sagen dass der ESC sinnlos ist und nichts bringt...

15.05. RÚV Programmdirektor Gudmundsson beteuerte dass Island höchstwahrscheinlich am ESC 2019 teilnehmen werde. Eine richtige Teilnahmebestätigung möchte man aber erst im Herbst ausgeben.

15.05. Vom SRF aus der Schweiz hieß es dass man trotz der Enttäuschung definitiv weiter am ESC teilnehmen wird. Alleine schon aus dem Grund dass sich die, für den reichen Staat vergleichsweise geringen Teilnahmekosten für drei fantastische TV-Abende lohnen.

15.05. Die Operación Triunfo wird in eine weitere Staffel gehen. Am 30. Mai begannen schon die Castings. Eine Teilnahmebestätigung bleibt bisweilen aus. Ob die Operación Triunfo im Falle einer erneuten Teilnahme Spaniens auch wieder als Vorentscheid dient bleibt ebenfalls abzuwarten. Hoffentlich nicht so lange wie beim letzten mal...

15.05. Der Gesundheitsminister von Israel fordert eine strenge Einhaltung des Sabbats während des Wettbewerbs, sofern der ESC nach Israel kommen sollte. Das bedeutet konkret dass vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Einbruch der Dämmerung am Samstag nicht gearbeitet werden darf. Unter diesen Umständen ist es nicht möglich den ESC auszutragen. Der Politiker trat schon einmal zeitweise von seinem Amt zurück weil an einem Samstag Schienen Arbeiten einer staatlichen Bahn durchgeführt wurden... Andere Politiker quer durch Europa rufen nach und nach zum Boykott des Wettbewerbs aus verschiedenen Gründen auf. In dieser Saison wird es schwerer denn je werden den ESC von der Politik zu trennen.

16.05. RTSH ruft bereits jetzt auf sich für das Festivali i Kenges 2018 zu bewerben. Eine Teilnahmebestätigung gab es jedoch noch nicht.

16.05. In Schweden gab es die schlechteste Einschaltquote seit 2010 - und die lag damals nur so schlecht weil Schweden im Halbfinale ausschied. Ob die Schweden das skandalöse Televoting Ergebnis schon ahnten? In den USA gab es hingegen - wie jedes Jahr - einen Zuschauer Rekord. Noch einmal konnte LogoTV sein Publikum um 10.000 Zuschauer auf 74.000 und einen Marktanteil von 0,02% erhöhen. Der homosexuelle Sender übertrug den Wettbewerb zum dritten mal.

17.05. Jon Ola Sand berichtet über noch mehr Probleme um die Ausrichtung in Israel. Da der Sender IPBC erst seit einem Jahr existiert könnte die Finanzierung des Wettbewerbs den Sender in die Ruinen treiben. Man weiß derzeit nicht woher man das nötige Geld nehmen soll. Derweilen bringt sich die Stadt Petah Tikva in die Gespräche um die Austragung ins Spiel.

17.05. Die Gruppe Equinox (Bulgarien) hat entschieden auch nach dem ESC weiter zusammen zu musizieren.

18.05. Die Türkvizyon startet einen dritten Versuch die vierte Ausgabe des Wettbewerbs zu veranstalten. Gastgeber soll die Türkei werden. Neben zahlreichen Wiederholungstätern möchten 2018 Belgien, Lettland, Österreich, Schweden, Tadschikistan und die autonome chinesische Region Xinjiang ihr Debüt geben.

18.05. In die offiziellen deutschen Charts, die nach Umsatz der Songs im Verlauf der sieben Tage errechnet werden, haben es dieses Jahr sechs ESC-Songs geschafft: #3 Deutschland, #19 Israel, #29 Tschechien, #81 Zypern, #88 Dänemark, #93 Österreich.

19.05. Der NDR ruft zur Bewerbung für den ESC 2019 auf. Wie bereits angekündigt gibt es das gleiche Auswahlverfahren wie letztes Jahr. Man kann sich entweder als Sänger ohne Song, oder als Sänger mit Song, oder nur als Song, also Komponist mit Song, bewerben. Dazu muss man mindestens 18 Jahre alt sein. Weitere Bestimmungen gibt es nur dahingehend dass ein Song die Regularien des ESCs einhalten muss. Die Sprache ist egal. Auch Gruppen dürfen sich bewerben. Eine deutsche Staatsbürgerschaft muss man nicht besitzen.

19.05. Das offiziell schlechteste Land in der Geschichte des ESCs ist das erste Land das in dieser Saison einer möglichen Teilnahme absagt. Andorra wird auch 2019 nicht zurückkehren! Der einzige Grund dafür ist dass die Teilnahmekosten ohne staatliche Unterstützung von RTVA nicht zu stemmen sind. Sofern der Staat die Teilnahme nicht finanziell unterstützt, wird Andorra in den nächsten Jahren ebenfalls nicht teilnehmen können, so Xavier Mujal.

20.05. Die EBU fordert die teilnehmenden Sender dazu auf ihre Kommentatoren wieder live aus der Halle vor Ort berichten zu lassen. Immer mehr Sender lassen von zuhause aus kommentieren um Reisekosten zu sparen. Der wallonisch-belgische Sender RTBF und der san marinesische Sender SMRTV wurden in dieser Aufforderung sogar namentlich angesprochen, da sie in den letzten Jahren ihre Kommentatoren immer zuhause ließen.

20.05. Der Barbara Dex-Award 2018 geht an Mazedonien! Das Duo Eye Cue siegte wenig überraschend und sehr deutlich. Nach 2005 geht der negativ-Preis nun zum zweiten mal nach Mazedonien. Bei dem Preis wird online das scheußlichste Outfit des Wettbewerbs gewählt. Die Veranstalter verkündeten nur die Platzierungen der Top Five: #2. Australien #3. Belgien #4. Montenegro #5. Israel

20.05. HRT macht sich viele Gedanken um die Auswahl des Künstlers für 2019. Die Teilnahme sei für Kroatien "essenziell wichtig" um sich international zu präsentieren. Eine offizielle Teilnahmebestätigung wollte der Sender jedoch nicht ausgeben. Kroatien ist meist eines der letzten Länder die ihre Teilnahme zusagen. Das hat in der Regel finanzielle Gründe.

Das sind die wichtigsten Meldungen von der Woche nach dem ESC. In der darauffolgenden Zeit nimmt der Informationsfluss rapide ab.

Montag, 15. Mai 2017

Erste Absage: Andorra nicht dabei

Kaum ist das Finale gelaufen, erteilt Andorra am Folgetag dem Folgejahr schon eine Absage. Die Nation hat von 2004 bis 2009 teilgenommen. Von Erfolg war das kleine Land mit weit unter 100.000 Einwohnern leider nicht geprägt. Das beste Ergebnis des Landes datiert aus dem Jahr 2007 und beträgt einen 26. Platz. Entsprechend ist es das einzige der 52 Teilnehmerländer beim ESC, dass nie im Finale vertreten war. In der Ewigen Liste steht es ganz unten. Man kann vom erfolgslosesten Land der ESC-Geschichte reden.

RTVA, die Rundfunkanstalt Andorras, hatte ab 2010 kein Interesse mehr am Wettbewerb teilzunehmen. Dieses Jahr begründen sie ihre, offensichtlich schon lange zurechtgelegte, Absage damit dass es dem Sender personell und finanziell nicht möglich sei an einem Projekt dieser Größe zu arbeiten.

Die Absage ist zwar nicht überraschend, aber trotzdem traurig. Ich hätte das Land gerne noch öfter gesehen. Es ist auch die erste Absage des Jahres, was deutlich macht wie sehr Andorra dem Wettbewerb abgelehnt ist. Bisher haben 9 Staaten ihre Teilnahme für Portugal 2018 bestätigt.

Derweil freue ich mich über die ersten Aufrufe aus Neuseeland. Es ist schön zu sehen wie die Seite wächst. Ich hoffe dass das weiter so anhält.